Gerhard Kaiser

 4,6 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor*in von Literarische Romantik, Günter Grass - Katz und Maus und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Jahrgang 1933, gelernter Schmied, Studium der Geschichte an der Moskauer Universität, Promotion zum Dr. phil. an der Universität zu Leipzig, 1956–68 Nationale Volksarmee, Oberstleutnant, bis 1991 u.a. soziologische Forschungen für den Deutschen Fernsehfunk, zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen Heeresgeschichte und Militärpolitik.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Gerhard Kaiser

Cover des Buches Literarische Romantik (ISBN: 9783825233150)
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Rezension zu "Literarische Romantik" von Gerhard Kaiser

Sophia!
Gelungene Darstellung der Romantik im Profil

„Wo gehn wir denn hin? … Immer nach Hause.“_Die Romantik als eine Epoche, deren poetologische Grundlage wesentlich auf philosophischen Abhandlungen der damaligen Zeit fußt, zeichnet sich aus durch Komplexität und – gerade auch im literarischen Bereich – Vielfalt. Zur Untersuchung repräsentativer Werke ist es dabei unumgänglich, zentrale Kategorien wie etwa das Romantisieren, die progressive Universalpoesie, Transzendentalallegorien und Potenzierungsstrategien zu verstehen._Gerhard Kaiser, Privatdozent an der Universität Göttingen und Inhaber einer Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Siegen, liefert mit diesem Band der UTB-Reihe Profile eine ebenso übersichtliche wie leicht verständliche Einführung in die Gesamtepoche, bei der philosophische Hintergründe, Motivkomplexe und ideelle Konzepte anhand konkreter Textbeispiele erläutert werden. Nach kurzen einleitenden Informationen beginnt die praktische Analyse ausgewählter Texte, die das breite Spektrum romantischer Gattungen (Lyrik, Roman, Kunstmärchen) und zum Teil auch Gattungskombinationen berücksichtigt und darüber hinaus Unterschiede zwischen Früh-, Hoch- und Spätromantik offenlegt. Zu den ausgewählten Autoren zählen u.a. Wackenroder, Tieck, Novalis, Eichendorff und E.T.A. Hoffmann. Neben detaillierten Einzelanalysen wie etwa zu Novalis' „Heinrich von Ofterdingen“ finden sich Analysen, die auf speziellere Fragen ausgerichtet sind, z.B:_> „Hoffmanns Erzählprinzip der Mehrdeutigkeit am Beispiel des Ritter Gluck“> „Clemens Brentano als sentimentalischer Dichter des Naiven und “trauriger unstäter Geist““> „Zum Drama der Romantik – Der Gestiefelte Kater“> „Des Knaben Wunderhorn oder Romantisches sampling im Zeichen des Volkes“…_Das letzte der sieben Kapitel des Einführungsbandes schließt mit einer Nachbemerkung zur Romantikrezeption. Auch hier sind wie zuvor weiterführende Literaturhinweise angegeben, die für ein vertieftes Selbststudium gewinnbringend genutzt werden können._Fazit:
Ein sehr empfehlenswerter Band, der Fachausdrücke und typische Konzepte nicht nur präzise erläutert, sondern vielmehr direkt in der Praxis anwendet. Gerade deswegen eignet sich die Lektüre optimal zur Begleitung von Seminaren und Vorlesungen, zur Prüfungsvorbereitung oder auch als Anregung zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Gelungene Zusammenstellung fundierten Wissens zur Epoche der Romantik.


Cover des Buches Literarische Romantik (ISBN: 9783825233150)
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Rezension zu "Literarische Romantik" von Gerhard Kaiser

SoSo
Rezension zu "Literarische Romantik" von Gerhard Kaiser

Zur Abwechslung mal etwas zur Fachliteratur. :)

Die Romantik ist definitiv eine meiner liebsten Literaturepochen. Die Grenzüberschreitungen von Wirklichkeit und Phantasie, Poesie und Wissenschaft, Kunst und dem wahre Leben und der Versuch all diese Thematiken in der Kunst miteiander zu verbinden ist faszinierend.

Dieses Buch enthält, was jeder Student zur Romantik wissen muss: kurz, knapp, verständlich – und zugleich fachlich fundiert. Das geistige und soziale Profil der Epoche wird überblickshaft vorgestellt. Die Programmatik der Romantik, die progressive Universalpoesie, und ihre Begründer werden verständlich vorgestellt. Der Band informiert kompakt und auf der Basis der aktuellen Forschungslage über die verschiedenen literarischen Phasen der Romantik in allen Gattungen, und zwar anhand der repräsentativen Vertretern und ihren wichtigsten Texten. Besondere Schwerpunkte liegen auf Tieck (Drama), Schlegel, Novalis, Bonaventura, Brentano, Eichendorff und Hoffmann (Lyrik und Prosa). Die Kapitelunterteilung ergiebt Sinn und man findet sich gut in dem Buch zurecht, wenn man kurz etwas nachschlagen möchte.
Auch die anderen Bände der UTB Reihe bieten einen guten Überblick über die jeweils behandelten Themen und sind sehr verständlich und übersichtlich gestaltet.

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