Gerhard Klas Die Mikrofinanz-Industrie

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Inhaltsangabe zu „Die Mikrofinanz-Industrie“ von Gerhard Klas

Das Buch ist die erste umfassende Studie in deutscher Sprache, die sich kritisch mit der Mikrofinanz-Industrie auseinandersetzt. Der Autor räumt mit den sich um sie rankenden Mythen auf und unterzieht die durch den Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus populär gewordenen und zum neuen Paradigma der Entwicklungspolitik erhobenen Mikrokredite einer grundlegenden Kritik. Für ihn steht fest: Die Mikrofinanz ist – gemessen an ihren proklamierten Zielen – eine Geschichte des Scheiterns. Das Kreditgeschäft funktioniert auf Kosten und nicht zum Nutzen der Armen.

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  • Rezension zu "Die Mikrofinanz-Industrie" von Gerhard Klas

    Die Mikrofinanz-Industrie
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    20. February 2012 um 09:00

    „Muhammad Yunus hat unzählige Menschen aus den Fängen der Armut befreit, ihnen ein Leben in Würde geschenkt. Dafür wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen. Sein neues Buch hat eine ermutigende Botschaft: Wir alle können etwas tun, damit es anderen besser geht, jeder an seinem Platz. Muhammad Yunus stammt aus einem der ärmsten Länder der Erde, aus Bangladesch. Der Wirtschaftsprofessor begriff schnell: Nur wenige Dollars öffnen den Weg in die Freiheit - wenn man sie hat. Oder verdammen zu lebenslanger Abhängigkeit und Armut - wenn sie fehlen. Also gründete er eine Bank für die Armen: Hier bekommen die Kredit, die sonst überall abgewiesen werden. Die Grameen Bank hat heute über 2300 Filialen und fast 7 Millionen Kreditnehmer, 97 Prozent von ihnen sind Frauen. Unzählige Menschen verdanken der Grameen Bank ein Leben ohne die ständige Sorge um das tägliche Brot. In diesem Buch geht Yunus einen Schritt weiter: Er zeigt darin, dass "traditionelle" Unternehmen, die einseitig auf Profitmaximierung ausgerichtet sind, die drängenden globalen Probleme - Armut, Krankheiten, Umweltverschmutzung, Kriminalität - nur verschärfen, statt sie zu lindern. Was wir stattdessen brauchen, ist Soziales Unternehmertum: Unternehmen, die sozialen Nutzen für diejenigen schaffen, deren Leben sie berühren, demonstrieren auf eindrucksvolle Weise, dass Wirtschaft für die Menschen da ist - und nicht umgekehrt. Wenn wir selbst solche Unternehmen aufbauen, sie unterstützen und unsere Macht als Kunden nutzen, indem wir bei ihnen kaufen, dann wird es uns gelingen, die Armut von diesem Planeten zu verbannen - das ist die große Vision des Friedensnobelpreisträgers.“ So wurde vor vier Jahren ein Buch beworben („Die Armut besiegen“), in dem man glaubte den Stein der Weisen für die unterentwickelten Länder und ihre Bevölkerungen gefunden zu haben. Bis hin zum Nobelkomitee in Oslo reichte der Ruhm, und so wurde der Autor des Buches mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Warum man in den vergangenen beiden Jahren von Yunus nicht mehr viel hörte, hängt mit dem Inhalt des vorliegenden Buches zusammen, das mit dem Ansatz der Mikrokredite sehr kritisch abrechnet. Aufmerksame Leser von Wochenzeitungen konnten in den letzten Monaten den einen oder anderen verstreuten Artikel lesen, in dem beschrieben wurde, wie die Kreditnehmer in den Ländern der Dritten Welt durch die die Yunus-Kredite in immer tiefere Anhängigkeit gestoßen wurden, ein großes Thema aber war es nicht. Gerhard Klas hat für sein anschauliches Buch lange in Bangladesh recherchiert. Er traf dort auf Frauen, für die die Mikrokredite ein große Belastung geworden waren. Nicht wenige mussten ihr Hab und Gut verpfänden, ihre Kinder statt in die Schule zur Arbeit schicken, um die Kredite überhaupt bedienen zu können. Eines wird erschütternd deutlich: Die Mikrofinanzindustrie ist nur ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Ausbeutung der Armen, ein unter dem Mantel von Menschenrechten besonders gut getarntes Beispiel des Geschäftes mit der Armut.

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