Gerhard Langer Midrasch (Jüdische Studien 4675)

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Inhaltsangabe zu „Midrasch (Jüdische Studien 4675)“ von Gerhard Langer

Schriftauslegung im Judentum Unter Midrasch versteht man die Erforschung der Bibel durch die jüdischen Gelehrten und ihr Ergebnis, die gleichnamige Literaturgattung. Midrasch ist aber auch Verkündigung, Lehre und Vermittlung. Gerhard Langer zeigt, mit welchen Mitteln und Methoden die jüdischen Gelehrten die Bibel zugänglich machten und sie lebendig hielten.
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  • kompakte Einführung auf hohem Niveau

    Midrasch (Jüdische Studien 4675)

    SeilerSeite

    30. June 2017 um 16:37

    Die Einführung des Wiener Alttestamentlers Gerhard Langer in Midrasch ist der erste Band der utb-Reihe "Jüdische Studien". Die darin erscheinenden Monografien wollen die wichtigsten Themenfelder des Fachs Judaistik erfassen und in kompakter Form darstellen. Weitere bereits erschienene Bände behandeln den Chassidismus und die Texte von Qumran.Unter Midrasch wird oftmals schlicht die Schriftauslegung im Judentum verstanden. Dass der Begriff jedoch noch zahlreiche weitere Facetten in sich vereint, stellt Gerhard Langer in seiner Einführung heraus. Nach einem Forschungsüberblick nähert sich Langer dem Midrasch mit der Frage, was darunter eigentlich zu verstehen sei und wie sich die hermeneutischen Grundlagen beschreiben lassen. Im Anschluss daran richtet der katholische Alttestamentler seinen Blick auf die Wurzeln des Midrasch sowie Methodenfragen. Schließlich folgen noch einige Kapitel zur Verhältnisbestimmung von Midrasch zu Exegese, Halacha, Haggada, Liturgie und Geschichte. Der geschichtliche Bogen des Anfangs schließt sich im letzten Abschnitt, wenn die Entwicklung des Midrasch bis in die Moderne dargestellt wird.Positiv hervorzuheben ist zudem der umfangreiche Anhang. Die wichtigsten Midraschim werden hier erklärt und historisch eingeordnet. Auf das Abkürzungsverzeichnis folgt die Erklärung der Transkription des Hebräischen. Das Literaturverzeichnis bietet in umfangreichem Sinn die Primärtexte und nimmt in den weiteren Angaben der Sekundärliteratur erfreulicherweise auch evangelische Monografien auf.Die inhaltlichen Kapitel geben zusammen mit dem detaillierten Anhang dem Leser ein wissenschaftlich hochwertiges Hilfsmittel an die Hand, um die eigenen Studien zu vertiefen. Man erhält einen umfassenden Einblick in das Phänomen Midrasch auf methodischer, geschichtlicher und inhaltlicher Ebene. Die breiten Seitenränder geben wichtige Kernbegriffe an und lassen zugleich Platz für eigene Notizen. Damit ist das Buch auch zur Prüfungsvorbereitung geeignet. Das Einzige, was den Lesefluss unterbricht, ist die durchgehende Transkription des Hebräischen. Da das Buch ja explizit für ein Fachpublikum aus dem Bereich Theologie, Religionswissenschaft und Judaistik geschrieben wurde, sollte die Kenntnis der Hebräischen Schrift doch eigentlich vorauszusetzen sein. Wären einige Begriffe schlicht auf Hebräisch stehen gelassen worden, hätte das die Lesbarkeit mehr vereinfacht als deren Umschreibung.Zusammenfassend sei das Buch jedem Studierenden und Interessierten der Judaistik und des Alten Testaments zur Lektüre und Lernvorbereitung empfohlen.

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