Gerhard Loibelsberger Die Naschmarkt-Morde

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Inhaltsangabe zu „Die Naschmarkt-Morde“ von Gerhard Loibelsberger

Wien 1903. Auf dem nächtlichen Naschmarkt, dem größten Viktualien-Markt der Stadt, wird ein brutaler Mord verübt. Das Opfer: die junge Gräfin Hermine von Hainisch-Hinterberg, eine Waise aus reichem Haus, die bei ihrer Tante und ihrem Cousin in der Wiener Innenstadt lebte.
Die Presse macht viel Lärm um den „Naschmarkt-Mord“, vor allem der Journalist Leo Goldblatt übt Druck auf die Polizei aus. Doch das kümmert Joseph Maria Nechyba, ermittelnder Inspector des kaiserlich-königlichen Polizeiagenteninstituts, zunächst wenig. Der korpulente Genussmensch widmet sich lieber seinem leiblichen Wohlbefinden und seiner neuen Liebe, der Köchin Anna Litzelsberger. Bis am Naschmarkt ein weiterer Mord geschieht …

Ein Gus­to­stü­ckerl aus Österreich!

— Arun

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  • Der 1. Fall von Joseph Maria Nechyba

    Die Naschmarkt-Morde

    Arun

    01. December 2017 um 15:19

    Die Naschmarkt-Morde von Gerhard Loibelsberger Der Autor Gerhard Loibelsberger nimmtuns mit auf eine Zeitreise in die k. u. k. Monarchie zu Beginn des20. Jahrhunderts in deren Hauptstadt Wien. Sein Hauptprotagonist Inspector JosephMaria Nechyba ein gestandenes Mannsbild von Körpergröße und-gewicht, ein Genussmensch allererster Güte, welcher dem gutesEssen, einem schmackhaften Trunk oder dem Tabakverzehr nie abgeneigtist. Ein Junggeselle der sich seineLeibspeisen auch des Öfteren schon mal selbst zubereitet. Seine Arbeitsmethoden sind etwas eigenund so wahrscheinlich nicht im Handbuch der Polizei vorgegeben, dochwirksam und unterhaltsam sind sie auf jeden Fall. Alleine Herr Nechyba macht die Lektüreschon lesenswert, doch treten noch viele andere zum Teil sehrskurrile Personen im Verlauf der Handlung auf, welche eineninteressanten Querschnitt der Wiener Bevölkerung wiedergeben und fürgute Unterhaltung sorgen. Wir lernen Personen aller Couleurkennen und jede davon glänzt durch ihre persönliche Eigenart. Mein persönlicher Höhepunkt war dieBeschreibung der Morgenverrichtungen des Journalisten Leo Goldblatt,diese trieben mir vor lachen die Tränen in die Augen. Sehr gelungen fand ich auch den Exkursin die Welt der Kaffeehäuser mit dem Einblick in die Arbeitswelt derdort Beschäftigten und vor allem in die vielen Variationen derKaffeezubereitung. Wie ein Roter Faden ziehen sichBeschreibungen und Rezepte von Mahlzeiten und Gerichten durch dieHandlung, diese machen Lust aufs Probieren oder aufs nach kochen! Gut für Nicht Österreicher ist derAnhang mit vielen Begriffserklärungen von Wörtern die außerhalbder Alpenrepublik nicht so geläufig sind. Mein Fazit: Der Kriminalfall an sich steht meinerMeinung nicht so sehr im Mittelpunkt und deren Aufklärung geschiehteher so nebenbei durch Mithilfe von Kommissar Zufall. Deshalb fehlt in meiner Bewertung auchder fünfte Stern! Doch das Gesamtpaket besticht und machtviel Lust auf weitere Fälle von Inspector Joseph Maria Nechyba.

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    • 9
  • gemütlicher Kriminalroman mit altwiener Schmäh

    Die Naschmarkt-Morde

    Maerchenbuch

    24. August 2015 um 20:12

    In dem stimmungsvollen Kriminalroman „Die Naschmarktmorde“, begeben wir uns auf Zeitreise in die Vergangenheit, nach Wien des Jahres 1903. Am nächtlichen Wiener Naschmarkt, wird die junge und gut situierte Gräfin Hermine von Hainisch- Hinterberg, die bei ihrer Tante und ihrem Cousin Baron von Schönthal Schrattenburg in der Wiener Innenstadt wohnt, erdrosselt aufgefunden. Joseph Maria Nechyba, Inspektor des königlich- kaiserlichen Polizeiagenteninstitues hat nun die Aufgabe den schaurigen Mordfall aufzuklären. Ihm zur Seite steht der junge Polizeiagent Pospischill, der mit viel Eifer versucht die Ermittlungen voran zu treiben. Ganz im Gegensatz zu Nechyba, der keine Hektik kennt und sich vorrangig um sein leibliches Wohlbefinden kümmert. Als absoluter Genussmensch, verbringt er gerne seine Zeit beim alteingesessenen Fleischhauer, im Altwiener Kaffehaus Sperl oder flaniert durch das historische Wien. Die Presse, allen voran der Journalist Leo Goldblatt, drängt zur Aufklärung des Mordfalles und als man schließlich das Privatleben der ermordeten Gräfin durchleuchtet, fällt der Verdacht auf Stanislaus Gotthelf, einen zwielichtigen Horoskopverkäufer, der mit seinem schrägen Papagei täglich über den Wiener Naschmarkt streift um seine Prophezeiungen an den Mann zu bringen. Auch der Fleischhauergeselle Anastasius Schöberl gerät in Fadenkreuz der Wiener Polizei. Doch als ein zweiter Mord geschieht, sieht sich Nechyba mit neunen Rätseln konfrontiert. Ich habe es sehr genossen in diesen gemütlichen Kriminalroman einzutauchen, wobei die literarische Kriminalhandlung eher zur Nebensache wird. Viel mehr besticht der Roman durch seine atmosphärischen Beschreibungen Wiens um die Jahrhundertwende. Der Autor Gerhard Loibelsberger schafft es, mit typischem Altwiener Dialekt und Schmäh, die damalige Lebensart anschaulich näherzubringen. Man wird förmliche entführt in das historische Wien und findet sich in einer anderen Welt wieder. Sehr beschaulich und authentisch für ihre Zeit, beschreibt Gerhard Loibelsberger die Protagonisten in seinem Roman. Der Autor setzt einen besonderen Schwerpunkt auf die Wiener Küche und deren Köstlichkeiten und so begleiten wir Inspektor Nechyba auf vielen wohlschmeckenden Streifzügen. Wir bekommen Einblicke in die Wiener Kaffeehauskultur und unternehmen beispielsweise einen Ausflug in die Maurer Weinberge. Als Kenner der Gegend erlebt man hier natürlich ein besonderes Lesevergnügen. Die gelungene Mischung aus Krimi und historischem Flair, machen Lust auf weitere Kriminalromane rund um Inspektor Joseph Maria Nechyba.

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  • Ein sprachliches Naschwerk

    Die Naschmarkt-Morde

    RalfWaiblinger

    Es war für mich ein Amüsement Inspector Nechybas Tun und Handeln um "Die Naschmarktmorde" zu begleiten. Dabei hänge ich vor allem an der sprachlichen Umsetzung, den eher "gewöhnlichen" aber lebensnahen Begleiterscheinungen der Geschichte und dem entschleunigenden Ambiente, welches Loibelberger im Wien zu Beginn des 20. Jht auffährt. Loibelsberger geizt nicht mit wortreichen Eskapaden - eine kleine sprachliche Bildungsreise, möchte ich sagen - und herrlicher Gegensatz zur eher sachlichen und wenig blumigen Ausdrucksweise des täglichen Lebens. Passend hierzu auch die häufig eingestreuten kulinarischen Ausflüge, präzise und detailliert, zum Nachmachen anregend. Loibelsbergers Protagonisten, allen voran der Haudegen Joseph Maria Nechyba, entstehen geradezu bildlich vor einem, allzu menschlich, sympathisch, mit Ecken und Kanten und es ist ein Vergnügen, ihnen als Schatten durch ihre eigenen Geschichten zu folgen. Die Auflösung der Morde kann der findige Kriminalist sicher schon vor dem Ende erahnen. Ich würde "Die Naschmarktmorde" daher nicht unbedingt in die Rubrik "spannender Thriller" einordnen. Das tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch. Die Handlung und die Protagonisten sind glaubwürdig und lebensnah - das macht für mich in Verbindung mit dem herrlichen Stil das Lesevergnügen aus: Unkompliziert und genüsslich wie ein Kaffee Melange am Nachmittag: ein Stückchen Lebensqualität halt oder besser gesagt: ein schönes Stückerl Lesequalität!

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    • 2
  • Rezension zu "Die Naschmarkt-Morde" von Gerhard Loibelsberger

    Die Naschmarkt-Morde

    tedesca

    27. December 2011 um 13:04

    Schön, dass es Dinge und Orte gibt, die sich auch über die Jahrhunderte nur wenig veränder. Dazu gehören der Wiener Naschmarkt und das Café Sperl, in das uns der Autor immer wieder entführt. Zwar wird dort nicht mehr geraucht, aber sonst ist wohl alles immer noch so wie im Jahr 1903, und auch das Gasthaus zur Goldenen Glocke bietet immer noch ein Mittagsmenü an. Loibelsberger zeichnet das Bild einer Stadt und ihrer Menschen, wie wir es aus vielen Filmen kennen. In der Hochblüte des Jugendstils und der Kaffeehausliteratur lässt er uns immer wieder einen Blick in die Hinterhöfe und kleinen Geschäfte werfen, die es leider nicht ins 21. Jahrhundert geschafft haben. Vor dieser Kulisse werden 2 sehr unterschiedliche Frauen ermordet, und lagen tappt der Leser im Dunklen. Die Auflösung ist letztendlich stimmig, wobei sie mir eine Spur zu schluderig und oberflächlich war, die wahren Motive des Mörders kommen in der vorangegangen Erzählung meiner Meinung nach zu kurz, aber das tut einer gewissen Grundspannung keinen Abbruch. Letztendlich lebt das Buch vom Lokalkolorit, den Originalen einer Stadt und der herrlichen Altwiener Sprache, und damit hab ich mich prächtig unterhalten. Ich freu mich auf Teil 2, der schon am Nachtkasterl auf mich wartet.

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  • Rezension zu "Die Naschmarkt-Morde" von Gerhard Loibelsberger

    Die Naschmarkt-Morde

    HelgaR

    28. September 2010 um 16:41

    1.Fall Joseph Maria Nechyba. Als die Gräfin Hermine von Hainisch-Hinterberg am Naschmarkt brutal ermordet wird, macht nur die Presse, der Journalist Leo Goldblatt, etwas Lärm, Inspector Joseph Maria Nechyba hingegen lässt es gemütlich angehen. Erst nachdem auch ein zweiter Mord geschieht, muss er sich doch intensiver damit beschäftigen. Inspector Nechyba ist ein gemütlicher, etwas korpulenter Mann, der sich hauptsächlich genussvoll dem Essen widmet und eine Vorliebe für die Köchin Aurelia Litzelsberger hat. Dementsprechend ist auch der Krimi in einer ruhigen Art geschrieben, in der auch der Humor nicht fehlt und vor allem die Ermittlungen eher gemütlich vorangehen. Die einzelnen Personen sind alle ganz eigene Typen, eben der damaligen Zeit angepasst und haben mir ausgezeichnet gefallen. Sehr gut recherchiert und beschrieben werden der Naschmark und seine Umgebung im Jahr 1903. Obwohl man ziemlich rasch den Mörder vermutet, ist die Geschichte doch sehr gut aufgebaut, bis am Ende der Täter entlarvt wird. Da die gutsituierten Familien alle Köchinnen hatten, spielte sich viel in den Küchen ab und es werden daher zwischendurch immer wieder Rezepte aus alten wiener Kochbüchern erwähnt. Ein Verzeichnis der historischen Personen, Fußnoten, sowie das anschließende Glossar, helfen bei manchen wienerischen Ausdrücken und runden die ganze Geschichte ab. Ein schöner Wien-Krimi um den Naschmarkt im Jahr 1903, der mir als Wienerin besonders gut gefallen hat. Es ist ein Debüt und ich freue mich, dass eine Serie daraus wird. Habe bei einer Lesung erfahren, dass noch mindestens zwei weitre Fälle erscheinen werden..

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  • Rezension zu "Die Naschmarkt-Morde" von Gerhard Loibelsberger

    Die Naschmarkt-Morde

    Wolfgang237

    28. December 2009 um 13:02

    Vor diesem Buch habe ich Gerhard Loibelsberger nur als Kenner des guten Essens wahrgenommen. Dieser historische Krimi ist so gelungen, dass man nur hoffen kann, dass ers ich weiter diesem Genre widmet.

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