Gerhard Loibelsberger Mord und Brand

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Inhaltsangabe zu „Mord und Brand“ von Gerhard Loibelsberger

Wien, 27. Juli 1911. Ein Großbrand wütet auf den Holzlagerplätzen am Nordwestbahnhof. Erst nach zwei Tagen kann er unter Einsatz von 167 Mann der Wiener Berufsfeuerwehr gelöscht werden. Inmitten tausender Schaulustiger wird ein Mann brutal zu Tode geprügelt. Frantisek Oprschalek und sein bester Freund Nepomuk Budka, ein mehrfach verurteilter Gewaltverbrecher, ziehen eine blutige Spur von Morden und Brandstiftungen durch Wien. Inspector Nechyba und seine Frau Aurelia geraten in einen Strudel der Gewalt, der sie auch ganz persönlich bedroht …

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  • Ein echter Wiener geht nicht unter

    Mord und Brand

    ChiefC

    03. June 2013 um 19:20

    Ein echter Wiener geht nicht unter, und das gilt natürlich auch für Inspektor Nechyba, selbst wenn es im mittlerweile dritten Krimi viel brutaler als in den beiden Vorgängerbänden zugeht. Das liegt aber nicht nur am Genre, in dem es manchmal gilt, immer noch eine Schippe drauf zu packen, damit der geneigte Leser bei der Stange bleibt. Doch Loibelsberger, dessen ganz große Stärke die Milieuschilderung ist, illustriert mit der Gewalt auch die zunehmende Verschärfung der sozialen und politischen Situation Wiens in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg. Der erste Band, „Die Naschmarkt-Morde“, spielt 1903, der zweite, „Reigen des Todes“, 1908, der dritte, „Mord und Brand“, 1911 und der vierte, der im August 2013 herauskommt, 1914. Wer bis zum Schluss rätseln will, wer der Mörder ist, muss andere Krimis lesen. Wer verwickelte Plots mit atemberaubenden Wendungen mag, muss andere Krimis lesen. Wer tiefenpsychologisch fein ausgefeilte Charaktere sucht, muss andere Krimis lesen. Aber wer sich für das Wien in der Endphase der Donaumonarchie interessiert, für die Umbrüche jener Zeit in Kunst (Stichwort: Sezession) und Politik, für die k.u.k-Küche, für den Wiener Slang, der muss Loiblsberger lesen. Es gelingt ihm, allein mit Worten eine versunkene Welt wiederauferstehen zu lassen inklusive dem, woran’s bei vielen Autoren hapert: lebenspralle, absolut authentisch wirkende Dialoge. Darin ist Loibelsberger den meisten seiner Krimi-Kollegen haushoch überlegen – der Mehrzahl jener, deren Bücher sonst so im Gmeiner-Verlag erscheinen, sowieso.Der Leser wird Wien beim nächsten Besuch auch ein bisschen mit Nechybas Augen sehen. Unterstützung kann er dabei auch im passenden Reiseführer von Loibelsberger finden: „Nechybas Wien“.

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  • Rezension zu "Mord und Brand" von Gerhard Loibelsberger

    Mord und Brand

    -Anett-

    19. January 2013 um 14:27

    Wien im Jahre 1911. In diesem Historischen Krimi werden keineswegs rasante Verfolgungsjagden oder ähnliches aufgezeigt. Hier geht es um kleine Kriminalarbeit zu Zeiten des Kaisers, als Wien gebeutelt wurde vom Schicksal - Einfuhrbeschränkungen des Fleisches und immer niedrigere Löhne usw. Die Menschen sind unzufrieden in Wien. Aus dieser Unzufriedenheit wachsen auch Menschen heraus, die einen ganz anderen Weg gehen - einen Weg mit Gewalt und Feuer, vor Mord nicht zurückschreckend. So ist Inspektor Nechyba hinter Opraschalek her - einen Mörder und Brandstifte. Auf diesem Weg kreuzt auch der Mörder Budka. Vieles ist in Wiener Mundart geschrieben und bei vielen Begriffen war ich froh, üvber deren Übersetzung in der Fußzeile. Ausserdem ist im hinteren Teil des Buches ebenfalls nochmals eine Liste der Begriffe dabei. Oft habe ich mich in den Dialogen schwer getan, aber mit der Zeit habe ich es besser hinbekommen, alles zu verstehen. Die Charaktere fand ich toll herausgearbeitet und alles war richtig gut geschrieben. Sicherlich ein Buch, was nicht jedem gefällt, auch ich tat mich anfangs schwer, aber es war es wert, gelesen zu werden!

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  • Rezension zu "Mord und Brand" von Gerhard Loibelsberger

    Mord und Brand

    Wolfgang237

    22. June 2012 um 16:15

    Wie auch in den vorherigen Büchern über den schrulligen Kommissar Nechyba liefert Gerhard Loibelsberger nicht nur einen packenden Krimi, sondern auch einen Einblick in Details der Geschichte Wiens die man im Schulunterricht nicht erfahren hat. Schon die vorherigen Bücher haben mich motiviert mich nach Lektüre der Krimis z.B. mit Originaltexten von Max Winter und Emil Kläger zu beschäftigen. Bei diesem Buch habe ich u.a., erstmals in meinem Leben, von Hungerrevolten zur Zeit der Blüte des Jugendstiels in Wien gehört. Jetzt lese ich deshalb das Buch „Die Anarchie der Vorstadt“ http://www.lovelybooks.de/autor/Wolfgang-Maderthaner/Die-Anarchie-der-Vorstadt-891196712-w/ Ich kann die Bücher von Gerhard Loibelsberger allen an der Wiener Geschichte Interessierten nur wärmsten empfehlen. Er bietet spannende Unterhaltung und macht Lust darauf mehr über die Hintergründe mancher historischer Ereignisse zu erfahren.

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  • Rezension zu "Mord und Brand" von Gerhard Loibelsberger

    Mord und Brand

    tedesca

    16. May 2012 um 14:22

    Der dritte und bislang letzte Teil der Serie rund um Joseph Maria Nechyba und Leo Glodblatt führt uns einmal mehr ins Wien des frühen 20. Jahrhunderts. Überall brodelt es im Vielvölkerstaat, die Armut nimmt stetig zu, ebenso der Mangel an Lebensmittel. Dass man schon damals tiefgekühltes Rindfleisch aus Argentinien tonnenweise eingeführt hat, war mir völlig neu. Wie im Titel schon angekündigt geht es tatäschlich um Mord und Brand. Ein Auftragsmörder verliert angesichts der Bezahlung zusehends seine Skrupel, frustrierte Arbeiter werden zu Brandstiftern und nicht einmal der Haushalt der Nechybas bleibt verschont. Loibelsberger zeichnet ein sehr deutliches Bild von Verzweiflung und Not, aber auch von Brutalität und Gewalt in vielen Spielarten. Nicht große Action, sondern viele kleine Bilder machen den Reiz dieses Buches aus, das aber trotzdem bis zum Schluss eine gewisse Spannung aufweist. In erster Linie jedoch zeigt es deutlich das Leben im beginnenden zweiten Jahrzehnt in Wien, die einfachen Leute, ihren Alltag, das Leben in der Belletage und den Bürokratismus, für den unser Land schon immer ein Faible hatte. Alles in allem eine wunderbare Fortsetzung dieser Serie, von der ich hoffe, dass sie nicht die letzte ist!

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  • Rezension zu "Mord und Brand" von Gerhard Loibelsberger

    Mord und Brand

    gaby2707

    29. April 2012 um 16:39

    Ich habe gerade ein tolles Buch aus dem Wien im Jahre 1911 gelesen: Der bis dato unbescholtene, ruhige Schneidergeselle Frantisek Oprschalek beginnt seine Wut auf das Regime und die Welt damit zu kompensieren, dass er als erstes seine Frau umbringt, was eigentlich ein Unfall ist, und dann seine Wohnung in Brand setzt. Aber die Brandschatzerei geht weiter und um sich über Wasser zu halten, schreckt er auch vor Mord nicht zurück - bis es auch ihn erwischt... Gerhard Loibelsberger hat es geschafft, mich mitten in diese Welt aus Brand, Mord, Gewalt und den Ermittlungen von Inspector Joseph Maria Nechyba hineinzuziehen. Da ich schon des öfteren in Wien war und mich etwas auskenne, hat mir das Lesen besonderes Vergnügen bereitet. Ein Schreibstil, den ich sehr gut verstanden habe und Geschichten, die ich gut nachvollziehen kann, haben mich in ihren Bann gezogen. Ein Buch, für alle Wien-Fans und für Leser einer vergangenen Kulturepoche - ich kann es nur empfehlen.

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