Gerhard Meier

 4,2 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf von Gerhard Meier

Gerhard Meier, geboren 1957, lebt seit 1986 in Lyon und übersetzt literarische Werke aus dem Türkischen und Französischen, unter anderem von Orhan Pamuk, Zülfü Livaneli, Amin Maalouf, Henri Troyat und Sait Faik. 2014 erhielt er für sein Gesamtwerk den Paul-Celan-Preis.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Maigret und das Schattenspiel (ISBN: 9783311130123)

Maigret und das Schattenspiel

Erscheint am 25.11.2021 als Hardcover bei Kampa Verlag.
Cover des Buches Die Vermissten aus Boundary Pond (ISBN: 9783442718795)

Die Vermissten aus Boundary Pond

 (1)
Neu erschienen am 13.09.2021 als Taschenbuch bei btb.
Cover des Buches Unruhe (ISBN: 9783442719983)

Unruhe

Neu erschienen am 13.09.2021 als Taschenbuch bei btb.
Cover des Buches Sodom und Berlin (ISBN: 9783717525264)

Sodom und Berlin

 (2)
Neu erschienen am 30.08.2021 als Hardcover bei Manesse.

Alle Bücher von Gerhard Meier

Cover des Buches Das Damengambit (ISBN: 9783257071610)

Das Damengambit

 (68)
Erschienen am 26.05.2021
Cover des Buches Das Museum der Unschuld (ISBN: 9783446252363)

Das Museum der Unschuld

 (73)
Erschienen am 14.03.2016
Cover des Buches Istanbul (ISBN: 9783446252295)

Istanbul

 (68)
Erschienen am 01.02.2016
Cover des Buches Liane und das Land der Geschichten (ISBN: 9783845838021)

Liane und das Land der Geschichten

 (68)
Erschienen am 18.09.2020
Cover des Buches Diese Fremdheit in mir (ISBN: 9783596034031)

Diese Fremdheit in mir

 (26)
Erschienen am 24.05.2017
Cover des Buches Die rothaarige Frau (ISBN: 9783446256484)

Die rothaarige Frau

 (23)
Erschienen am 25.09.2017
Cover des Buches Serenade für Nadja (ISBN: 9783442748419)

Serenade für Nadja

 (12)
Erschienen am 12.01.2015
Cover des Buches Das stille Haus (ISBN: 9783446251700)

Das stille Haus

 (11)
Erschienen am 16.11.2015

Neue Rezensionen zu Gerhard Meier

Cover des Buches Sodom und Berlin (ISBN: 9783717525264)esb07s avatar

Rezension zu "Sodom und Berlin" von Yvan Goll

Ein Klassiker, der Spaß macht.
esb07vor 6 Tagen

„Durch Schicksal Jude, durch Zufall in Frankreich geboren, durch ein Stempelpapier als Deutscher bezeichnet.“ hat Yvan Goll (1891 - 1950) sich selbst beschrieben. Ein deutsch-französischer Schriftsteller in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit seinem surrealistischen, kritischen und skurrilen Dramen und Romane bekannt war. Sein Berlin-Roman "Sodome et Berlin“ hat er 1929 in Frankreich veröffentlicht, erst wurde das Buch 1980 auf Deutsch bei Fischer-Verlag erschienen. Dies ist Neuübersetzung von Gerhard Meier, der literarische Werke aus dem Türkischen und Französischen übersetzt, unter anderem Nobelpreisträger Orhan Pamuk.

Odemar Müller heißt Golls Protagonist. Groß, dünn, blond, blauäugig. Sohn eines thüringischen Oberförsters, gewachsen in Vaters privater Klassiker-Bibliothek. Corpsstudent aus Bonn, Reaktionär, Romantiker auf der Suche nach der blauen Blume. Überzeugte deutscher Soldat, begeisterte Spielhöhlen Gast, Freigeist, Frauenheld, Betrüger...

Zynisch, grotesk, stellenweise skurril aber sehr bildhaft und fein gewürzt mit bitterbösen Wahrheiten nimmt Yvan Goll seine Leser*in nach ersten Weltkriegszeiten Berlin mit und durchführt mit Odemar eine satirische Stadtrundfahrt. Mit dabei sind vielschichtige, kuriose Figuren, die mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezauberten. Ich hatte nicht ein einziges Mal Gefühl gehabt, als ob lese ich einen Klassiker, denn der Text wirkte mir sehr modern. Es ist wirklich eine ausgezeichnete Wiederentdeckung von Manesse Verlag, welche ich mit viel Vergnügen gelesen hab und für historische Romanliebhaber wärmsten empfehlen kann.

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Cover des Buches Die Vermissten aus Boundary Pond (ISBN: 9783442718795)heavyfuns avatar

Rezension zu "Die Vermissten aus Boundary Pond" von Andrée A. Michaud

Ein Besuch ins Urlaubsparadies Boundary Pond
heavyfunvor 11 Tagen

Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailverliebt. Normalerweise mag ich so etwas gerne, da dieser aus der breiten Masse heraussticht und insbesondere, wenn es um den Schauplatz geht, kennt die Autorin schier keine Grenzen, um den Leser so genau wie möglich mit Beschreibungen ein Bild in den Kopf zu zaubern. Dabei werden so viele Wörter verwendet, wie ich es bisher in kaum einem anderen Buch erlebt habe. Wenn es jemanden anspricht, so viele Details wie möglich zu erhalten, ist derjenige bei diesem Werk völlig richtig. Ich persönlich bevorzuge eigentlich das Gegenteil. Mir reichen oft vage Andeutungen und dennoch projiziert mein Kopf eine wahre Fülle an Bildern und so bleibt immer ein gewisser Anteil meiner eigenen Fantasie überlassen. Hier war jedoch ein derartiges abtauchen nicht möglich, da aufgrund der Informationsflut der Lesefluss gestört wurde. Ich musste mich teilweise sehr konzentrieren, um bei der Sache zu bleiben und nicht den Faden zu verlieren, was auf Dauer genommen ziemlich anstrengend war. Noch dazu waren die Sätze zu lange und sehr verschachtelt. Auch werden sehr viele unterschiedliche Protagonisten sowie deren Alltag vorgestellt, die eigentlich keine wichtige Rolle spielen. So verlor ich schnell den Überblick und wusste oftmals nicht, welche Figuren nun wirklich wichtig waren und wohin die Reise nun letztendlich gehen soll. Mitten im Satz kommen dazu noch oftmals englische Ausdrücke vor, die vermutlich authentisch wirken und die multikulturelle Ansammlung von Feriengästen verdeutlichen soll, aber mich persönlich haben diese ebenfalls im Lesefluss gestört. Diese Begriffe hätte man meiner Meinung nach auch übersetzen sollen, um das Gesamtbild abzurunden. Ich stelle mir eine Übersetzung aus dem französischen generell sehr schwierig vor und eventuell hatte auch die Sprachbarriere ihren Anteil daran, dass ich mit dem Stil nicht warm geworden bin.

Zur Geschichte selbst möchte ich euch gar nicht mehr verraten, da der Klappentext alles Wichtige zusammenfasst und ich euch diesbezüglich nicht spoilern möchte. Mein Fall war dieses Buch leider nicht, da ich mit dem Schreibstil nicht umgehen konnte und dadurch nicht in den richtigen Lesefluss kam, um dieses Werk genießen zu können. Alle die mit dem Schreibstil gut klarkommen, erwartet ein spannender Thriller, welcher sich wie gesagt aus der Masse heraushebt und sicher zu überzeugen weiß. Wie bei allen anderen Bewertungen handelt es sich hierbei lediglich um meine persönliche Wahrnehmung und ich würde niemanden von diesem Buch abraten. Dieses hat sicher nicht umsonst in Kanada zahlreiche Literaturpreise gewonnen und hat ihn mir vermutlich einfach die falsche Zielgruppe gefunden. In diesem Sinne empfehle ich euch es einfach zu versuchen und euch am besten selbst ein Bild darüber zu machen, ob diese Geschichte euch fesseln kann oder nicht. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß im Urlaubsparadies Boundary Pond.

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Cover des Buches Das Damengambit (ISBN: 9783257071610)Schuggas avatar

Rezension zu "Das Damengambit" von Walter Tevis

Das Leben ist (wie) Schach spielen
Schuggavor 14 Tagen

Das Leben von Beth Harmon ist wie ein Schachspiel: Es beginnt mit vielen Möglichkeiten, jeder Zug bietet erneut viele weitere darauf aufbauende Zugmöglichkeiten - aber einmal gesetzt, ist ein Zug nicht mehr rückgängig zu machen. Zudem weiß man nie, wie der Gegner bzw. das Schicksal sich entscheiden wird, nicht alle Züge des Gegners lassen sich vorhersehen oder forcieren. Manchmal kommt man nur über Taktik oder Umwege ans Ziel, manchmal muss man aufgeben und neu beginnen. 

Das Buch beginnt mit der achtjährigen Beth, die ins Waisenhaus kommt und dort zufällig Schach vom Hausmeister lernt. Schnell stellt sich heraus, dass sie ein wahres Wunderkind zu sein scheint. Statt ihr Talent jedoch zu fördern, wird es ihr als Erziehungsmaßnahme einfach verboten. Erst Jahre später startet ihre Schachkarriere, zunächst über Umwege, jedoch stets mit demselben Ziel: Die Beste zu werden. 

Der Start des Romans ist etwas befremdlich, spielt er doch in einer Zeit, als die Kinder in Waisenhäusern noch mit Drogen ruhig gestellt wurden. Nicht auszuschließen, dass dies den Grundstein für Beths späteren Hang zu Beruhigungsmitteln wurde. Das Verfolgen ihrer Karriere und wie sie sich in einer männerdominierten Welt ihren Weg nach oben kämpft ist erstaunlich, ihr Spiel durchaus brilliant. Leider bleibt ihre eigene Charakterentwicklung im Roman sehr auf der Strecke, vielmehr wirkt es, als würde sie die Erfahrungen anderer Jugendlicher wie eine to-do-Liste oder auszuprobierende Spielzüge abhaken: gemeinsamer Mädelsabend, erster Drogenrausch, erster Sex, Komasaufen... Ihre Emotionen bekommt man vielmehr indirekt über ihre Handlungen mit, dabei ist Beth alles andere als gefühlskalt, denn ihre Gegner rufen bei ihr durchaus starke Emotionen wie Angst, Hass, Neid und Unsicherheit hervor. Allerdings lässt sie nicht nur die Leser kaum an sich heran, auch die Menschen um sich herum hält sie lange auf Abstand statt Stärke in Freundschaften zu finden. Dafür bekommt man als Leser ein Übermaß an Spieltaktiken und -zügen präsentiert, welche leider nur dann wirklich Spannung beim Lesen erzeugen, wenn man selbst einen Bezug zum Schach hat. Mir hätte eine ausgewogenere Balance zwischen Spieltaktiken und Beths Emotionen besser gefallen. So blieb mir das Buch etwas zu distanziert.

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