Gerhard Pauza

 3.7 Sterne bei 3 Bewertungen

Alle Bücher von Gerhard Pauza

Cover des Buches Der Getriebene (ISBN: 9783950449600)

Der Getriebene

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Erschienen am 01.10.2017
Cover des Buches Polenreise (ISBN: 9783902616883)

Polenreise

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Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches Sprachgrenze (ISBN: 9783903250147)

Sprachgrenze

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Erschienen am 26.11.2018
Cover des Buches Das Wasser war doch nicht zu tief (ISBN: 9783902981165)

Das Wasser war doch nicht zu tief

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Erschienen am 02.07.2014

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A

Rezension zu "Was ihr eigentlich gar nicht mehr wissen wolltet" von Gerhard Pauza

Objektive Darstellung der letzten 100 Jahre
AndreasBauervor 25 Tagen

Anhand von 2 jungen Männern um die 30 geht der Autor auf deren Herkunftsfamilien ein. Die eine ist tief vom Kommunismus geprägt, die andere vom Nationalsozialismus.

Es gelingt Pauza sehr gut die beiden Systeme, welche das 20.Jahrhundert so massiv geprägt haben an 2 subjektiven Familiengeachichten nachzuerzählen. Wobei ich beim Lesen zunehmend den Eindruck gewann,dass bei der vom Nationalsozialismus geprägten Familie der Autor auch seine eigene Familiengeschichte aufgearbeitet hatte.

Wenn Schreiben ja auch ein therapeutischer Prozess sein soll,so ist ihm das gelungen, abgesehen davon befindet er sich diesbezüglich ja wirklich in prominenter Gesellschaft(z.B. Peter Handke,Wunschloses Unglück....Thomas Bernhard,Im Keller)

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Rezension zu "Was ihr eigentlich gar nicht mehr wissen wolltet" von Gerhard Pauza

Hervorragende Analyse
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Monaten

Mit großem Interesse habe ich dieses Buch gelesen. Es zeigt vorurteilsfrei auf, wie NS-Regime und Kommunismus bis zum heutigen Tag noch die Enkel- und sogar die Urenkelgeneration nachhaltig geprägt hatten. Anhand von 2 etwa 30jährigen Männern, einem Arzt und einem Lehrer, wird deren Familiengeschichte erzählt.

 Der Arzt wurde massiv von der Ideologie des Kommunismus geprägt, der Lehrer durch den Nationalsozialismus. Beide haben sich zur Klärung ihrer derzeitigen Lebenssituation in eine Hütte im Böhmerwald zurückgezogen und verbringen dort 2 Wochen rund um Weihnachten und Neujahr 2017. Gemeinsam ist beiden, dass sie ein gewisses Maß an Beziehungsstörungen haben, welche sich in ihrer Unfähigkeit zeigt, dauerhafte Bindungen einzugehen. Ebenso lehnen beide die eben angelobte Regierung Kurz/Strache massiv ab.

Nach und nach erfährt der Leser die jeweilige Familiengeschichte der beiden Hauptfiguren. Erschütternde Details werden da sichtbar. Es gelingt dem Autor sehr gut aufzuzeigen, wie mächtig die jeweiligen politischen Systeme bis tief hinein in ihre Familien ihre Wirkung gezeigt haben. Vom Suizid wegen langjährigen sexuellen Missbrauchs einer Schwester des Arztes durch den eigenen Vater und Onkel bis hin zur klerikalfaschistischen Einstellung der Herkunftsfamilie des Lehrers reicht die gesamte Palette. 

Auf über 300 Seiten werden gegen Ende des Buches aber auch die gegenwärtige politische Situation in Europa und ihre Herausforderungen für die Zukunft geschildert. Hoffnung gibt der wohl etwas gewagte Ausblick auf das Jahr 2038, wo der Autor davon ausgeht, dass es "ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, von dem es sich leben lässt und Arbeit etwas ist, das Menschen tun, weil sie es als sinnstiftend erleben."


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O

Rezension zu "Was ihr eigentlich gar nicht mehr wissen wolltet" von Gerhard Pauza

was wir gar nicht wissen wollten
ottidivor 8 Monaten

Die Idee ist gut, auf den ersten Blick: Familien im Schatten totalitärer Systeme.


Denn schon beim zweiten Blick fragt man sich, worin denn die Parallelen bestehen zwischen kommunistisch oder nationalsozialistisch geprägten österreichischen Familien im 20. Jahrhundert.


Will Pauza im Ernst die 99,7 % für einen Anschluss an Hitlerdeutschland den 1400 Teilnehmern am Spanischen Bürgerkrieg zur Verteidigung der sozialistischen Errungenschaften gegen das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland gegenüberstellen?


Will Pauza im Ernst die 0,5 % Stimmen für die kommunistische Partei den weit über 50 % für konservativ rechte Ideologien bei der vorletzten und letzten Nationalratswahl gegenüberstellen?


Wo sind denn die Spuren der sozialistischen Ideologien geblieben im Laufe des vergangenen Jahrhunderts? Unterdrückt, verfolgt, geächtet und bekämpft, durchaus diesseits und jenseits des eisernen Vorhangs.

Zerrieben und verpulverisiert vom globalen Wirtschaftsliberalismus, vom imperialistischen Treiben der mächtigen Konzerne, von der ufer- und schamlosen und alles dominierenden Finanzwirtschaft.


Zudem fragt man sich, wie Sudetendeutsche bis 1968 in Tschechien trotz der Benes´- Dekrete leben und erst nach dem sowjetischen Einmarsch nach Österreich fliehen konnten, um ihre Söhne gleich an der privaten Eliteschule Theresianum bilden zu lassen?


Die Fragen und Ungereimtheiten in diesem Buch sind nicht nur inhaltlicher Natur.

Wiederholungen – wie oft eine Flasche Wein geöffnet wird wollte ich eigentlich zählen- und stilistische Mängel (über Beistrichregeln sehe ich hinweg) stören den Lesefluss.

Die willkürlich eingefügten Passagen als Leihgaben anderer Autoren, von Adalbert Stifter über Lyrik von Eichendorff und Kirchenliedtexten bis zu theologischen Betrachtungen und psychologischen Gemeinplätzen (das Kind in dir) strecken den Text plump und augenscheinlich, tragen sie doch rein gar nichts bei zum versprochenen Thema des Buches.

Das bleibt der Autor bis zum Schluss schuldig.


Womit sich die Frage aufdrängt, worin eigentlich die Verantwortung des Verlages gegenüber Publikationen besteht.

Muss so ein Buch nicht lektoriert werden, bevor es in den Druck geht?


Das Aufräumen meines Nähkästchens hat mehr zum Bewusstwerden von anachronistischen Gewohnheiten aus Notzeiten beigetragen als dieses Buch.


Hier hat jemand mit vielen schlecht platzierten Wörtern seinen geschwollenen Kamm gestreichelt.

Mehr nicht.



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