Genies in der Schule

von Gerhard Prause 
3,7 Sterne bei3 Bewertungen
Genies in der Schule
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Inhaltsangabe zu "Genies in der Schule"

248 S.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423114127
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:DTV
Erscheinungsdatum:01.05.1993

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    Babschas avatar
    Babschavor einem Jahr
    Schule und Leben - Der permanente Übergang


    Mit einer interessanten und durchaus auch immer wieder überraschenden Thematik beschäftigt sich der Autor in seinem bereits vor 30 Jahren geschriebenen, aber nichtsdestotrotz nach wie vor aktuellen Buch.



    Wird der spätere Erfolg im Leben, die Karriere, das, was einer/eine aus sich macht, eigentlich maßgeblich durch dessen/deren Schullaufbahn und die dortigen Erfahrungen beeinflusst, oder sind hier ganz andere Faktoren prägend? Und trifft es tatsächlich zu, dass die guten, braven, strebsamen, an den Lehrerlippen klebenden Schüler diejenigen sind, die im späteren Leben mangels praktischer Intelligenz und Durchsetzungsfähigkeit regelmäßig versagen und es zu nichts bringen, wohingegen die coolen, abgeklärten, ihren Lernaufwand unter Inkaufnahme schlechter Noten auf das Nötigste beschränkenden "Freigeister" (also die, über die die besorgten Eltern zur eigenen Beruhigung immer faseln, "der Bursche ist intelligent und könnte, wenn er wollte, er ist einfach nur stinkfaul") nach der Schule dann die wirklichen Durchstarter sind?



    Diese Fragen untersucht Prause in seinem Buch am Beispiel der wirklich lesenswerten Lebenswege und schulischen Erfahrungen von über hundert bekannten und berühmten Persönlichkeiten aller denkbaren Kategorien der letzten fünf Jahrhunderte und kommt zu dem wenig überraschenden Schluss, dass derartige Thesen schon immer komplett an der Realität vorbei gehen. Ob Geistes- oder Naturwissenschaftler, Politiker oder Schriftsteller oder was auch immer, es ist immer die eigene Persönlichkeit und Einstellung, die Ziele und der Leistungswille, die später letztlich zählen, unabhängig davon, ob jemand in der Schule gute oder schlechte Noten hatte, strebsam, gleichgültig oder einfach Mitläufer war (natürlich zählen auch Intelligenz und sonstige glückliche oder behindernde genetische Dispositionen wie auch der Zufall, der allerdings bekanntermaßen ja primär mit den Tüchtigen ist). Schicksalhafte Wendungen im Leben natürlich außen vor.



    Das dürfte eigentlich jeder bestätigen können, mir jedenfalls geht´s so, wenn ich mal reflektiere, wohin sich die Jungs aus meinen früheren Klassen alle so entwickelt haben. Aus meiner persönlichen Sicht basieren die absolut entscheidenden Grundlagen für die Persönlichkeitsentwicklung und damit einen möglichen späteren "Erfolg" im Leben zuallererst auf den Erfahrungen und Erlebnissen, die jeder Einzelne in Kindheit und Jugend in seinem Elternhaus macht, der dortigen echten Förderung und Begleitung (abseits des ganzen bestussten Helikoptergetues) oder eben auch nicht. Schule ist dabei, und das wird so auch im vorliegenden Buch bestätigt, entweder zusätzlicher Motivator oder "Abturner", besitzt jedoch niemals den Stellenwert einer familiären Grundprägung. 



    Interessant dabei, dass nahezu allen im Buch aufgeführten Persönlichkeiten beiderlei Geschlechts (incl. den Überfliegern) die Institution Schule als solche mit ihren ganzen Zwängen, Bevormundungen und Einengungen in Verbindung mit dem oftmals unsäglichen Verhalten der dort installierten (mir selbst noch bestens in Erinnerung gebliebenen), teils regelrecht deformierten Lehrerpersönlichkeiten absolut zuwider war. Wie schon ein guter Freund von mir seinen Söhnen während deren Schulzeit immer wieder einbläute: "Strengt Euch an und lernt was, sonst müsst Ihr womöglich eines Tages noch Lehrer werden". War wohl Ansporn genug ;).  Aber klar: Auch in diesem Berufsstand gibt´s die positive, andere Seite der Medaille.



    Sehr interessantes, gut recherchiertes und unterhaltsames Buch.










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