Gerhard Roth Das Labyrinth

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Inhaltsangabe zu „Das Labyrinth“ von Gerhard Roth

Die Wiener Hofburg, die riesige Residenz der Habsburger, brennt – und der Psychiater Heinrich Pollanzy hat einen Verdacht: Könnte sein pyromanischer Patient Philipp Stourzh der Täter sein? Während Stourzh auf den Spuren des letzten österreichischen Kaisers Karl nach Madeira und Madrid reist, führt auch Dr. Pollanzys Weg von Wien nach Spanien. Dort kommt es zu einer dramatischen Begegnung mit seinem Patienten. Oder war alles ganz anders? Welche Rolle spielt die Logopädin Astrid, die mit Pollanzy wie mit Stourzh ein Verhältnis zu unterhalten scheint? Welchem Erzähler ist in diesem Buch überhaupt noch zu trauen? Gerhard Roths neuer Roman ist eine faszinierende Reise in die Grenz- und Krisengebiete von Wahn und Wirklichkeit. Sie führt uns durch halb Europa und quer durch die Zeiten vor die Gemälde eines Velázquez, Goya und Arcimboldo, durch die literarischen Schatz- und Dunkelkammern eines Kafka, Pessoa und Cervantes, durch spanische Stierkampfarenen, Wiener Kaffeehäuser und Museumsdepots.

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  • Von Sinn und Unsinn des Wahns: Gerhard Roths Das Labyrinth

    Das Labyrinth

    claudiaausgrone

    08. May 2013 um 13:03

    Es ist ein wenig schwierig, dieses Buch zu beschreiben, zu rezensieren, denn bei einer Länge von 455 Seiten, die zum Teil über die Hälfte mit Fußnoten in winzigster Schrift bedeckt sind, passiert wenig. Aber als LeserIn erfährt man dennoch viel. Wie fang ich es nun an? Mit Klappentext II: Zitat Gerhard Roth „Ich nahm mir vor, ein Buch zu schreiben über die Könige, die Geisteskranken und die Künstler – und nicht zuletzt über mich selbst.“ Dieses Anliegen hat Roth sehr ausführlich, umgesetzt. Ich habe enorm viel über die Wiener Hofburg, Funchal, Lissabon und andere Städte, über Maler, Schriftsteller, Kaiser und Könige u.v.m. erfahren. Sehr ausführlich, aber auch untehaltsam. Manchmal, wenn ich dachte, jetzt wird es mir aber zu lang , kam die kleine Wende, eine Passage, über die ich schmunzeln musste oder die sehr erstaunlich oder wieder spannend war. Kurz gesagt, es lohnt sich am Ball zu bleiben. Roth spielt mit Wirklichkeit und Täuschung, untersucht Sinn und Unsinn des Wahns, fragt nach Schein und Sein und balanciert auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Wahn... Wer also geleitet durch Klappentext I: Zitat „Die Wiener Hofburg, die legendäre Residenz der Habsburger, brennt – und der Psychiater Heinrich Pollanzy hat einen Verdacht: Könnte sein pyromanischer Patient Stourzh der Täter sein? Während Stourzh auf den Spuren des letzten Kaisers Karl nach Madeira und Madrid reist, führt auch Dr. Pollanzys Weg von Wien nach Spanien. Oder war alles ganz anders?“ sich dazu verleiten lässt einen Krimi oder eine schnelle spannende Story zu erwarten wird ent-täuscht. Allen Täuschungen zum Trotz. Ich kannte vor diesem Buch das Werk G. Roths nicht, habe aber etwas recherchiert. Roth scheint es zu lieben, Protagonisten immer wieder in seinen Büchern auftauchen zu lassen, vor allem, wenn sie zum gleichen Zyklus gehören. Sein Sprachstil ist anspruchsvoll und angenehm zu lesen. Und er ist in seinen Beschreibungen sehr genau. So kommt z.B. ein Interview in dem Buch vor, dessen äußere Umstände, wie Räumlichkeiten und Interviewpartner so exakt beschrieben wurden, dass, als ich ein Foto im Internet sah, sofort wusste, das muss die Szene gewesen sein. Zwischen all dem Wahnhaften und Surrealen in diesem Buch ist die Faktengenauigkeit und die Exaktheit der Beschreibung ein intensiver Kontrapunkt.

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  • Rezension zu "Das Labyrinth" von Gerhard Roth

    Das Labyrinth

    weissenstein

    08. January 2011 um 19:19

    Die Geschichte setzt mit dem Brand der Wiener Hofburg ein. Der Psychiater Pollazny verdächtigt seine Patienten Stourzh der Brandstiftung, kann aber nichts beweisen. Pollazny arbeitet in der psychiatrischen Anstalt Gugging bei Wien, wo Stourzh auch als Hilfspfleger tätig ist und engen Kontakt zum Patienten Franz Lindner (Roth-Leser kennen ihn aus "Landläufiger Tod") sucht. Stourzh schreibt an einer Diplomarbeit über den letzten Habsburgerkaiser Karl V und reist auf dessen Spuren nach Portugal und später nach Spanien. Erzählt wird aus drei verschiedenen Perspektiven, eine Geschichte über Schein und Sein, Kunst, Täuschung und Wahn entspinnt sich, die schließlich in einem Mordversuch gipfelt. Für alle, die sich für Kunst, Geschichte und die schmale Grenze zwischen Realität und Wahn (oder ist es nur eine Perspektivenverschiebung, wie die Beschreibung des Bildes "Las Meninas" im Roman nahelegt ?) interessieren ein echtes Leseerlebnis !

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