Gerhard Schulz Europa und der Globus

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Inhaltsangabe zu „Europa und der Globus“ von Gerhard Schulz

Ethnos und humanitas, Geblüt und Eigenart, Herrscher und Geisteswelt -- an zündenden Überschriften herrscht im Buch von Gerhard Schulz kein Mangel. Und auch der Titel <I>Europa und der Globus. Staaten und Imperien seit dem Altertum</I> ist zumindest viel versprechend. Allein der Inhalt, als Synthese aus politischer, Wirtschafts- und Geistesgeschichte gepriesen, lässt partout keine rechte Begeisterung aufkommen.<P> Weniger um Theorien gehe es hier, als um Vorstellungen, Begriffe und deren Klärung, heißt es in der Einleitung, "um die Formen des Zusammenlebens der Menschen, der Bewährung ihrer kulturstiftenden Gemeinschaftsbildungen, die Art ihrer politischen Durchsetzung und Erhaltung" etc. Klingt gut, zumal an chronologisch-deskriptiven Werken neueren Datums zum Thema eigentlich kein Mangel herrscht. Doch abgesehen davon, dass der Tübinger Emeritus für Neuere Geschichte die Neuzeit weit übergewichtet, reißt er in seinen Betrachtungen zu vieles nur oberflächlich an, ohne zu vertiefen und setzt dabei zu viel voraus, ohne zu erklären. Und wer meint, aus dem Titel Umfassendes über das globale Engagement der Europäer ableiten zu könne, der sieht sich getäuscht. <i>Alexander dem Großen</i> werden zwar immerhin noch rund zwei Seiten eingeräumt. Doch die Conquista beispielsweise kommt überhaupt nicht vor, und von Britanniens König Georg III. erfahren wir zwar, dass er zwecks Wirtschaftsbeziehungen 1793 Fühlung mit dem Kaiser von China aufnahm, nicht aber dass er zuvor aus Tölpelei die amerikanischen Kolonien verspielt hatte, was ja nicht ganz unwichtig ist.<P> Dieses streckenweise obendrein staubtrockene Buch ist weit entfernt von einer Universalgeschichte, geschweige denn von einer "grundlegenden", wie der Umschlagtext weismachen will. Es verfügt weder über ein Sachregister, ohne welches thematisch strukturierte Werke schlicht unbrauchbar sind, noch über ein Literaturverzeichnis, worüber sich ein Kommentar erübrigt. Wer an einer wirklich spannenden und geistreichen <i>Geschichte Europas</i> von der Antike bis zur Gegenwart interessiert ist, dem sei -- konventionell hin oder her -- das gleichnamige Buch von Michael Salewski empfohlen. <I>--Roland Detsch</I>
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