Gerhard Seyfried Der schwarze Stern der Tupamaros

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Inhaltsangabe zu „Der schwarze Stern der Tupamaros“ von Gerhard Seyfried

Gerhard Seyfrieds großer, weitgehend autobiographischer Roman aus der Zeit der deutschen Terrorismus München, Anfang der Siebziger Jahre. Im Hinterzimmer der Roten Hilfe treffen seltsame Gestalten zusammen: Anhänger der umherschweifenden Haschrebellen und der Spaßguerilla, revolutionsromantische Tupamaros, abenteuerlustige Studenten und Anarchistinnen. Sie alle eint die Wut auf die Arroganz und Brutalität der Behörden. Unter ihnen sind Jenny und Fred, die sich kennen und lieben lernen. In einem kurzen, ausgelassenen Sommer der Anarchie entwickeln sie ihre eigene Form des Widerstands: Spottverse, unverschämte Sprüche, die sie im Rücken der Polizei an Wände sprühen, Glasmurmel-Angriffe auf Bankschaufenster. Doch die Szene verändert sich: die Spaßguerilla wird von militanten RAF-Leuten unterwandert, Lorenz entführt und Schleyer ermordet. Als Jenny verhaftet wird, ausbrechen kann und in den Untergrund abtaucht, weiß Fred, dass es ernst wird. Und er macht sich auf die Suche nach seiner Geliebten ... Gerhard Seyfried hat den ersten Roman aus dem Umfeld der Bewegung 2. Juni geschrieben. Er erzählt von einer Zeit, in der ausgelassene Lebensfreude und tödlicher Ernst näher beieinanderstanden als je in der deutschen Nachkriegsgeschichte. (Quelle:'Fester Einband/23.07.2004')

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  • Rezension zu "Der schwarze Stern der Tupamaros" von Gerhard Seyfried

    Der schwarze Stern der Tupamaros

    abschaffel

    28. January 2007 um 23:47

    der comiczeichner der linken hat den roman der spaßguerilla geschrieben, schnörkellos und dogmatisch wie die zeit eben war, aber vor allem als umfassende historische collage, die dem heutigen leser deutlich macht, aus welcher weltsicht heraus die linke ihren kampf formuliert hatte. die perspektive verbietet eine nach modernen maßstäben scheinbar ausgewogene darstellung, vielmehr dokumentiert sie eine heute fremd anmutende fokussierung auf die damals wahrgenommenen gesellschaftlichen und politischen widersprüche, die in der heutigen diskussion um die genese des militanten linken kampfes bis hin zur RAF fast vollständig ausgeblendet bleiben. viele, zum teil unbekannte historische details, der verweis auf internationale ereignisse und repressive verflechtungen der westlichen staaten, die darstellung der medialen stigmatisierung und dadurch hervorgerufene politische isolierung evozieren ein bild der enge, das die militante konsequenz als zwangsläufige folge darstellt, wollte man nicht kapitulieren und zum verräter am eigenen gewissen werden. die empathie, die sich beim leser einstellt, lässt denselben fast zum akteur werden und das mulmige gefühl, dass hier etwas entschieden schief läuft, hält ihn bis zum schluss fest. aus spaß wird schnell ernst. auch das erzählgerüst - die liebesgeschichte - bleibt zeittypisch spröde und dennoch als handlungsgerüst umso tragfähiger. letztlich fällt dem leser die schwierige aufgabe zu, eine eigene bewertung der sachverhalte zu formulieren, wäre da nicht hin und wieder das aufblitzen von selbstironie. das buch leistet - gerade weil die haltung nicht kritisch reflektiert wird, sondern den leser in die damaligen denk- und verhaltensmuster einführt - den wohl wichtigsten beitrag zur geschichte der 68er generation.

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