Gerhard Spannbauer

 2,3 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Gerhard Spannbauer

Gerhard Spannbauer (47) betreibt eine der führenden Internetseiten für Krisenvorsorge im deutschsprachigen Raum. Der Bestseller-Autor ("Finanzcrash - die umfassende Krisenvorsorge") beschreibt, wie man sich persönlich umerfinden kann, um sich auch in widrigen Zeiten Erlösquellen zu sichern. Der gelernte Schreiner und Autodidakt zeigt Mittel und Wege, die eigene Sicherheit zu erhöhen und beschreibt ein ausgeklügeltes Konzept zur Vorratshaltung.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Gerhard Spannbauer

Cover des Buches Perfekte Krisenvorsorge (ISBN: 9783864452543)

Perfekte Krisenvorsorge

 (2)
Erschienen am 29.10.2015
Cover des Buches Europa vor dem Crash (ISBN: 9783942016643)

Europa vor dem Crash

 (1)
Erschienen am 24.02.2011
Cover des Buches Finanzcrash (ISBN: 9783938516782)

Finanzcrash

 (1)
Erschienen am 07.10.2008

Neue Rezensionen zu Gerhard Spannbauer

Cover des Buches Perfekte Krisenvorsorge (ISBN: 9783864450549)D

Rezension zu "Perfekte Krisenvorsorge" von Gerhard Spannbauer

Nützliche Tipps und viele Illusionen
Dr_Mvor 7 Jahren

Dieses Buch geht davon aus, dass es genügend Gründe gibt, die eine größere Krise in naher Zukunft wahrscheinlich machen. Wenn man diesen Gedanken teilt, dann findet man in ihm zahlreiche Tipps, um solche dramatischen Änderungen der Lebensumstände einigermaßen ungeschoren zu überleben.

Zunächst diskutiert der Autor Möglichkeiten zur Sicherung des Einkommens für die verschiedensten Lebenssituationen sowie die Sicherung eines eventuellen Vermögens durch Gold- und Silberkäufe. Danach widmet er sich der persönlichen Versorgung mit Energie und Lebensmitteln. Der Text endet nach einigen Betrachtungen zur Verbesserung der eigenen Sicherheitslage mit Bemerkungen zum Auswandern in folgende Länder: Uruguay, Schweiz, Kanada, Paraguay, Neuseeland, Australien oder Norwegen.

Neben wirklich vernünftigen Tipps findet man auch zahlreiche Beschreibungen oder Hinweise, die verdeutlichen, dass dieses Buch des Buches wegen geschrieben wurde und nicht etwa, weil der Autor die Dinge alle wirklich erprobt hätte und sich so gewissermaßen bereits im Krisenmodus befindet. Wenn man sich nämlich wirklich auf eine baldige Krise vorbereiten möchte, dann muss man das jetzt tun und zwar sehr konsequent. Doch das hat weder der Autor gemacht, noch wird es kaum jemand anders tun, weil die entsprechenden Maßnahmen zum Teil aufwendig sind und deshalb eine motivierende Überzeugung brauchen, um durchgeführt zu werden.

Um das zu verdeutlichen kann man das ganze Buch durchgehen und die einzelnen zum Teil wirklich vernünftigen Vorschläge diskutieren. Wenn man also zum Beispiel auswandern möchte, dann reichen die paar Informationen dazu in diesem Werk garantiert nicht aus. Und man muss es jetzt in Angriff nehmen und nicht dann, wenn man dazu womöglich gar nicht mehr kommt.

Beim Thema Selbstverteidigung unterschätzen Autoren wie Spannbauer in geradezu kindischer Weise die Vorlaufzeiten, die man benötigt, um eine entsprechende Fertigkeit auf diesem Gebiet zu erlangen. Darüber hinaus sind die meisten Menschen erfahrungsgemäß mental zu echter Gegenwehr gar nicht fähig. Sie besitzen einfach nicht die Entschlossenheit eines Angreifers und werden im Ernstfall völlig paralysiert sein. Man muss das also professionell trainieren, denn wer nicht ausgebildet und entschlossen ist, einem Angreifer ernsthafte Schäden zuzufügen, sollte über Selbstverteidigung besser gar nicht erst nachdenken.

Spannbauer schreibt zwar, dass man "fachmännische Unterweisungen und einige Stunden Training" braucht, erwähnt aber nicht, dass man auch dadurch natürlich keine wirkliche Sicherheit im Umgang mit den vorgeschlagenen Waffen erlernt. Man muss dies ständig trainieren.

Auf einem ähnlichen Niveau liegen beispielsweise seine Vorschläge zu wildwachsenden Pflanzen für den Notfall. Besprochen werden hier Löwenzahn, Giersch, Brennessel, Breitwegerich, Gänseblümchen, Roter Wiesenklee, Weidenröschen, Vogelmiere, Indisches Springkraut, Sauerampfer und die Kanadische Goldrute. Dazu liefert das Buch Schwarz-Weiß-Fotos, mit denen kein Mensch wirklich etwas anfangen kann.

Auch hier wird deutlich, dass sich der Autor in Wirklichkeit mit der Materie nicht auskennt. Beim Giersch werden zum Beispiel nur die Blüten gezeigt. Aber gerade die führen oft zu Verwechslungen. Und außerdem schmeckt Giersch zur Blütezeit überhaupt nicht. Seine essbaren Blätter sind dann schrecklich hart und trocken. Er wächst auch nicht von Mai bis November, sondern schießt schon Ende März aus dem Boden und ist gerade dann köstlich. Die Vogelmiere wächst auch unter Schnee weiter und ist die einzige ganzjährig verfügbare Pflanze unter den genannten. Das wäre eine wichtige Information, doch darüber steht kein Wort im Text, vielmehr heißt es: "Erntezeit von März bis Oktober". Statt der Brennessel kann man die Taubnessel vorziehen, denn die brennt eben nicht. Usw. usf.

Auch hier sollte man sich also vorher und besser informieren und am besten an einer professionellen Kräuterwanderung teilnehmen, um die einzelnen Gewächse einmal zu sehen, zu fühlen und zu schmecken. Dann ist man auf der sicheren Seite.

Die meisten anderen Tipps erfordern ebenso einen Vorlauf und möglicherweise gewisse Investitionen, etwa wenn man sich ein kleineres Windrad zur Energieversorgung anschaffen möchte oder ein realistisches Überlebenstraining im Freien absolvieren will.

Alles in allem bietet dieses Buch also zahlreiche Tipps, die man jetzt bereits umsetzen muss, wenn man an das vom Autor befürchtete Szenario glaubt. Denn sie erfordern entweder ein gewisses Training oder Erfahrungen, die man sich erst einmal durch eigenes Probieren aneignen sollte. Dass dies aber offensichtlich noch nicht einmal der Autor wirklich getan hat, spricht Bände. Vieles in diesem Werk ist irgendwo abgeschrieben, nicht selbst erprobt, aber sicher nützlich, wenn man damit umgehen kann.

Ob man nun an die große Krise glaubt, ist eine ganz andere Frage, die man persönlich entscheiden sollte und die daher nicht Gegenstand dieser Besprechung ist. Möchte man sich mit Hilfe dieses Textes tatsächlich auf eine Krise vorbereiten, dann würde ich seine Nützlichkeit aus den erwähnten Gründen mit drei bis vier Sternen bewerten.

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Cover des Buches Europa vor dem Crash (ISBN: 9783942016643)D

Rezension zu "Europa vor dem Crash" von Michael Grandt

Apokalyptische Zustände in Europa?
Dr_Mvor 7 Jahren

Vor einigen Jahren hätte man den Titel und die Aufmachung dieses Buches vielleicht noch als ziemlich reißerisch empfunden. Doch inzwischen ist viel geschehen, und der Blick in die Zukunft ist nicht mehr ganz so sorgenfrei.

Dieses Buch hat drei Autoren, weil es aus den neugeschriebenen und aktualisierten Kurzfassungen von vier bereits vorher erschienenen Büchern zusammengesetzt ist. Dabei handelt es sich um Grandts Der Staatsbankrott kommt!: Hintergründe, die man kennen muss, Ulfkottes Vorsicht Bürgerkrieg!: Was lange gärt, wird endlich Wut und Kein Schwarz. Kein Rot. Kein Gold: Armut für alle im »Lustigen Migrantenstadl« sowie Spannbauers Finanzcrash: Die umfassende Krisenvorsorge.

Grandt geht in seinem Teil des Buches auf eine Mehrfachbedrohung ein, die durch die verschiedenen Schuldenberge in der Welt auf uns zukommt. Zunächst betrachtet er das Verhältnis der USA und Chinas. Während die vorgebliche westliche Führungsmacht bis über beide Ohren in China verschuldet ist, muss das Reich der Mitte unbedingt in einem gewissen Wachstumskorridor bleiben, denn sonst drohen soziale Spannungen. Doch weder werden die USA jemals ungeschoren aus ihrer selbst gestellten Falle kommen, noch wird China dieses Wachstumstempo ewig ohne Verwerfungen durchhalten können. Grandt erklärt die verschiedenen Aspekte dieses mehrfachen Dilemmas. Dann beschreibt er den unausweichlichen Kollaps der EU, dem der Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung vorausgehen wird.

Jedes Schneeballsystem platzt einmal. Wenn man seine Schulden und die Zinsen darauf immer nur noch dadurch bezahlen kann, dass man neue Kredite aufnimmt, dann kommt dieser Punkt irgendwann unausweichlich. Griechenland ist dort bereits angelangt. Dass die EU nun für die Griechen bürgt, verschiebt das Unabwendbare nur ein wenig in die Zukunft und reißt dafür noch andere mit. Insofern ist jeder Euro Griechenlandhilfe zusätzlich verbranntes Geld, denn die Griechen können sparen, was und wie sie wollen, ihre Schulden sind unbezahlbar und werden früher oder später abgeschrieben werden müssen. Leider erklärt Grandt das nicht präzise. Doch man kann stattdessen ruhig dem Chef der Deutschen Bank vertrauen, der diese simple Wahrheit einmal versehentlich ausgesprochen hatte. Griechenland ist jedoch nur ein kleiner Fisch im Verhältnis zu allen anderen ebenfalls hoch verschuldeten EU-Staaten, deren sowieso schon katastrophale Situation sich durch die gegenseitigen Rettungsversuche nur umso schneller verschlechtern wird.

Abschließend befasst sich Grandt mit der absehbaren Staatspleite Deutschlands. Wir hätten schon alleine genug Probleme mit den Schulden der Einheit und unserer ungünstigen Alterspyramide. Da wir aber noch für halb Europa und unsere glorreichen Banken blechen müssen, rasen wir trotz einer geradezu lächerlichen Schuldenbremse (wir machen weiter Schulden, aber nicht mehr ganz so viele) immer schneller zum Angriff auf die deutschen Privatvermögen. Denn nichts anderes bedeutet eine Staatspleite. Grandt beschreibt das so humorlos, wie es ist.

Im zweiten Teil dieses Werkes bemüht sich Udo Ulfkotte in seiner üblichen bissigen Art, uns auszumalen, was passieren wird, wenn sich die Wut der verschiedenen Interessensgruppen und der Frust über die Wohlstandsvernichtung in Deutschland in Gewalt entladen. Darüber hinaus beleuchtet er die sogenannte Migrationsindustrie, die den deutschen Steuerzahler zusätzlich um enorme Beträge bringt.

Im letzten Teil schließlich erklärt uns Gerhard Spannbauer, wie wir uns vor dem kommenden Unheil schützen oder uns wenigstens einigermaßen darauf vorbereiten können. Das fängt bei der Sicherung des Einkommens an und hört bei der Stärkung der inneren Psychologie auf. Dazwischen liegen eine vernünftige Bevorratung, das Beschaffen vernünftiger Zahlungsmittel und die Verbesserung der eigenen Sicherheit. Für die meisten wird sich das alles etwas paranoid anhören. Doch in der Regel ist die menschliche Vorstellungskraft recht träge. Wir können uns nur schwer eine so dramatische Veränderung ausmalen, schließlich sind keine unmittelbaren Vorboten zu fühlen. Die historische Erfahrung zeigt jedoch, dass es beim massenhaften Erkennen solcher Zeichen bereits sehr spät ist.

Fazit.
Das Buch ist eine aktualisierte Kurzfassung von vier bereits erschienen Büchern. Obwohl alle Teile recht gut geschrieben sind, macht das Lesen keinen Spaß, weil einem angst und bange wird. Leider sind die Befürchtungen der Autoren keineswegs unbegründet. Ich hätte mir an einigen Stellen weniger Polemik gewünscht und dafür ein genaueres und adäquateres Beschreiben der Sachlage.

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