Gerhard Streminger Adam Smith

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Inhaltsangabe zu „Adam Smith“ von Gerhard Streminger

<p>Adam Smith war nicht nur der wichtigste Vordenker von Kapitalismus und Marktwirtschaft, sondern auch ihr erster grundlegender Kritiker. Das zeigt Gerhard Streminger in seiner fulminanten, aus den Quellen gearbeiteten Biographie des "ökonomischen Luther", wie Friedrich Engels Smith einmal nannte.<br /> Smith war nicht nur Wirtschaftstheoretiker, der die zentrale Rolle des Marktes betonte, sondern auch Moralphilosoph. Der schottische Denker entdeckte, dass der Markt manchmal zu Konsequenzen führt, die besser sind als die egoistischen Absichten der Menschen. Doch das ist keineswegs immer der Fall. Manchmal folgt aus Gutem auch Schlechtes, etwa unbeabsichtigte negative ökologische Folgen. Deshalb plädierte Smith dafür, der Unsichtbaren Hand des Marktes unter bestimmten Umständen "in den Arm zu fallen". Das ist dann die Sichtbare Hand des Staates, etwa durch aufgeklärte Bildung und Arbeiterschutz.<br /> Auch das Bild des Privatmanns Smith ist korrekturbedürftig. Er gilt als sauertöpfisch und sehr professoral. Wahr ist hingegen, dass er überaus empathisch, wohlwollend und freigiebig war und zudem zeitlebens ein ziemlich hitziges Gemüt besaß.</p>

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  • Annäherung an eine der bestimmenden Grundlagen des wirtschaftlichen Denkens

    Adam Smith
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    03. March 2017 um 11:49

    Annäherung an eine der bestimmenden Grundlagen des wirtschaftlichen DenkensEine interessante, wichtige Reibung ist es, die in der Person Adam Smiths vorhanden war. Wichtig deshalb, weil sie letztlich die Grundspannung finanziellen kapitalistischen Denkens in sich trägt, die gerade in der Gegenwart die Pole der Diskussion abbildet.Die Beförderung des Marktes auf der einen Seite und die Kritik an den Verwerfungen eben dieses Marktes, agiert er unkontrolliert und ohne ethische Grundlage. Was Smith in seinem Hauptwerk „Wohlstand der Nationen) gerade in seiner kritischen Haltung dem „Merkantilismus“ gegenüber mit zum Ausdruck bringt,Wirtschaft und Moral, das sind nicht nur die Themen „im Großen“, sondern in dieser Reibung spiegelt sich auch die Person eines der wichtigsten Vordenker des Wirtschaftens, Adam Smith.Eine Reibung, die Streminger in seiner Biographie aufnimmt, in Teilen des Werkes in den Mittelpunkt stellt und somit die Wichtigkeit beider Elemente für Gesellschaften in Worte fasst. Was sich auch in zwei zentralen, wichtigen Schriften von Adam Smith ausdrückt.Zum einen der „Wohlstand der Nationen“, in dem Smith den faktischen Linien des Wirtschaftens umfassend nachgeht und, beschreibend, weniger als Wertung, die Gewinnmaximierung als zentrales Motiv des Wirtschaftens setzt.Zum anderen am Ende seines Lebens die „Theorie ethischer Gefühle“, in denen u.a. Smith positiver Blick auf die menschliche Natur Niederschlag findet.Wirtschaften mit nachhaltigem Blick, auf die Förderung der Allgemeinheit in ausgerichtet und dies zu erreichen durch die Umsetzung moralischer Regeln im „echten Leben“ und die Ausrichtung desselben nach eben den moralischen Regeln hin.Wobei es von Bedeutung ist, dass Smith zunächst sich der Moralphilosophie zuwandte, bevor er dann ins einer Zeit als Privatlehrer in Frankreich den „Wohlstand der Nationen“ in Angriff nahm.Das „Weltbürgertum“ und die Empathie allen anderen Gegenüber könnten dann also eine gemeinsame Gestaltung der Wirtschaft zum Nutzen aller bedingen.In sich somit löste Smith die Reibungen beider Antriebe auf, wohlwissend, dass Menschen sich als gierig zeigen können und somit gegen die Interessen der Allgemeinheit aus „Selbstüberschätzung“ heraus nur der Eigenliebe dienen. Was den freien Markt umgehend moralisch „entfesseln“ würde, sollte diese Haltung der Eigendrehung überwiegend verbreitet werden.Kernüberlegungen Smith, die Streminger breit und, vor allem, verständlich ausführt und damit dem Leser eine unverkürzte Darlegung der wirtschaftlichen Erkenntnisse und der moralischen Setzungen ermöglicht. Dies in chronologisch aufgebaute, Nachgang des Lebens von Adam Smith. Wobei die Streminger auf die wesentlichen Stationen und Inhalte konzentriert und nicht allzu weit je abschweift oder in kleinteiligen Details sich verliert. Strikt bleibt Streminger bei seiner roten Linie der gradlinigen und sachgerechten Darstellung.Eine empfehlenswerte Lektüre. 

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