Gerhard Waldherr Elvis ist tot

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Inhaltsangabe zu „Elvis ist tot“ von Gerhard Waldherr

§B§Ein Streifzug durch das unbekannte Amerika§§S§Jeden 16. August marschieren Tausende von Menschen in Memphis den Elvis-Presley-Boulevard entlang nach Graceland, um den Todestag des 'King' zu zelebrieren. Sie tragen Kerzen und singen seine traurigen Lieder. Jedes Mal müssen sie wieder feststellen, dass Elvis tot ist. Und dennoch ist ihr Glaube an seine Legende ungebrochen. Sie handelt von einem Jungen aus ärmlichen Verhältnissen, der Amerika veränderte, reich und berühmt wurde und ein Weltstar. Die tragische Kehrseite, seine Drogenexzesse und Fresseskapaden, sein Elend und Unglück, an der Vereinnahmung durch die Massen, an falschen Freunden und Einsamkeit zerbrochen zu sein, verdrängen seine Fans. Elvis' Legende lebt. Genauso wie der amerikanische Traum, den der 'King' verkörperte wie kein anderer und der immer noch, immer wieder zum Schrittmacher ihrer gebrochenen Herzen wird. Amerika, das Land der unbegrenzten Mög lichkeiten? Sicher, stets gewesen. So sind die USA, deren Mythos tatsächlich nichts von seiner Faszination verloren hat, zum Modell für die moderne Welt geworden, zur wirtschaftlichen, politischen Supermacht und zum Weltpolizisten. Doch hinter diesen Parolen, den Klischees von Hollywood bis Wall Street verbirgt sich ein anderes Bild, jenes eines Amerikas, das geprägt ist von Absonderlichkeiten und Depression, einer Gesellschaft, die Wunschdenken aus Prinzip über Realitäten stellt und ihre Widersprüche konsequent verleugnet. Diese Sammlung von Reportagen, Porträts und Berichten ist der Versuch einer Bestandsaufnahme hinter den Kulissen. Was bleibt übrig vom Mythos dieses Landes, wenn man einen Streifzug durch die Hinterhöfe, Abgründe und Provinzen macht, seine Schattenseiten erkundet? Immer auch das Gefühl, dass irgendwas schrecklich schief gelaufen ist mit Amerika.

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