Gerhard von Kapff

 4.5 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Wüstenblues, Mit zwei Elefanten über die Alpen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Gerhard von Kapff

Wüstenblues

Wüstenblues

 (11)
Erschienen am 12.09.2016
Mit zwei Elefanten über die Alpen

Mit zwei Elefanten über die Alpen

 (2)
Erschienen am 01.09.2010
Abenteuer für Vater und Sohn

Abenteuer für Vater und Sohn

 (0)
Erschienen am 06.03.2014

Neue Rezensionen zu Gerhard von Kapff

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Rezension zu "Wüstenblues" von Gerhard von Kapff

Entfacht die Reise- und Abenteuerlust
himbeerbelvor 2 Monaten

Gerhard von Kapff (Jahrgang 1964) ist Buchautor, Referent, Reisejournalist, Sportredakteur einer Tageszeitung in Süddeutschland und ist schon viel gewandert in seinem Leben – unter anderem über die Alpen von München nach Venedig. Mit dem Rad war er bisher weniger unterwegs. Doch als ihm ein Werbeflyer von einer dreiwöchigen 1.200 Kilometer langen Extremradtour in die Hände fällt, lässt ihn das nicht mehr los. Er fragt sich, ob er als normaler Familienvater, der noch nie auf einem Mountainbike saß, mit zwölf Rad-Verrückten diese Reise schaffen kann, die bei den Victoria Wasserfällen in Sambia beginnt, in Botswana ins Okavango-Delta führt, in Namibia zu den größten Sanddünen der Erde weiter geht und an der Spitze Südafrikas in Kapstadt endet.

„Wie weit komme ich? Schaffe ich vielleicht die ganze Strecke?“ Das sind nur zwei der vielen Fragen, die von Kapff vor und während der Reise beschäftigen. Und auch die Reiseform mit dem Fahrrad ist etwas Besonderes. Die Umwelt wird intensiver wahrgenommen, was natürlich nicht ganz ungefährlich ist, da gerade auch in Botswana die unterschiedlichsten Tiere in freier Wildbahn leben und unter Umständen die manchmal auch nicht so komfortable Fahrbahn kreuzen, die man gerade befährt. Ein verantwortungsvoller erfahrener Guide ist da unverzichtbar.  Nebenher fragt man sich natürlich auch, warum der Autor diese unkomfortable Art des Reisens gewählt hat und ob er sich damit selbst etwas beweisen will. Er geht mit der Frage ganz offen um:

„…gerade jetzt stehen vielen Menschen um die 50 alle Möglichkeiten offen, noch einmal Gas zu geben, das Feuer neu anzufachen. Schon allein, um auszuloten, wie leistungsfähig und aufnahmebereit man noch ist, ob Strapazen wie die auf dieser Tour noch möglich sind.“ (S. 151/152)

Als 50jährige kann ich diese Gedankengänge gut nachvollziehen und der Autor weckt mit seinen Beschreibungen und den farbigen Abbildungen im Mittelteil des Buches tatsächlich auch in mir die Abenteuerlust, so dass ich mich am liebsten gleich nach dem Lesen auf den Weg machen möchte, um herauszufinden, ob auch ich solch eine Tour noch, beziehungsweise überhaupt, bewältigen könnte. Es ist wohl die Mischung dieser Reise, die mich vollends in ihren Bann gezogen hat. Sie ist herausfordernd, bringt die Teilnehmer an körperliche Grenzen, birgt einige Überraschungen, ist gut geplant und doch teilweise unkalkulierbar und glänzt von bezaubernder und atemberaubender Schönheit der Natur. Der Autor, der überaus sympatisch ist und sich selbst nicht immer ganz ernst nimmt konnte mich mit seinen Beschreibungen derart begeistern, dass selbst meinem Partner auffiel, dass ich dieses Buch immer mit leuchtenden Augen und einem Lächeln auf den Lippen las.

Ganz großes Bücherkino und ein echtes Jahreshighlight für mich!

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Rezension zu "Mit zwei Elefanten über die Alpen" von Gerhard von Kapff

Familien-Wanderung XXL: In drei Sommern quer über die Alpen
Mary2vor 6 Monaten

Einen Reisebericht der etwas anderen Art hat der Journalist Gerhard von Kapff hier geschrieben.

Es geht um den (bei Insidern) bekannten „Traumpfad“, einen Fernwanderweg von München nach Venedig. Erstmalig hat Ludwig Graßler diese Wegführung 1977 beschrieben. In mindestens 28 Wanderetappen können demnach die 550 km vom Marienplatz zum Markusplatz zu Fuß bewältigt und dabei der Alpen-Hauptkamm überquert werden. Die Faszination der beiden Städte und die körperliche Herausforderung lockt in jedem Jahr Wanderer auf die Strecke. Auch Gerhard von Kapff erliegt diesem Reiz und er möchte dieses Erlebnis mit seiner Familie teilen. Die muss jedoch von diesem Vorhaben erst einmal überzeugt werden. Beim Start des Unternehmens ist auch noch nicht absehbar, ob die körperlichen Voraussetzungen gegeben sind – insbesondere bei der Wanderung mit Kindern.

 

Gemeinsam mit dem Autor kann der Leser sich nun diesen Herausforderungen stellen (wir allerdings wissen schon zu Beginn, dass die Unternehmung von Erfolg gekrönt sein wird).

 

Das Buch fasst die Wanderung, die in drei aufeinanderfolgenden Sommern stattgefunden hat, zusammen. Die Familie hat für die Strecke insgesamt 35 Wandertage benötigt. Dabei haben die Wanderer Tagebuch geschrieben und zahlreiche Fotos geschossen. Beides lässt im vorliegenden Buch den Eindruck eines „Reise-Tagebuchs“ entstehen, auch die Gliederung folgt den Tagesetappen. Dabei ist der Aufbau der Kapitel stets gleich gewählt: Unter einer passenden Überschrift werden die Eckdaten der Etappe aufgeführt (Start, Ziel, Gehzeit nach Wanderführer, Gehzeit der Familie). Bis hier kann der Leser den Eindruck eines Wanderführers haben. Es folgen dann die Tageserlebnisse – und die wiederum sind nicht als Reiseführer zu lesen, sondern als persönliche Eindrücke des Weges und der Befindlichkeiten.

Hier ist sprachlich durchaus der journalistische Hintergrund des Autors festzustellen. Die Lektüre fällt leicht, so eindrucksvoll und bildhaft sind die Beschreibungen. Fotos an den entsprechenden Stellen unterstützen die Vorstellungskraft. So kann der Leser den Weg miterleben, die Schönheiten der Natur bewundern, bei kaltem und nassem Wetter frösteln sowie das typische Essen schmecken.

Recht viel Raum nehmen die Familien-Erlebnisse ein, besonders die Eindrücke, die sich durch die Wanderung mit Kindern ergeben. Immer wieder sind die Tricks zur Motivation beschrieben, auch die Unlust der Jungen wird eingefangen, Unvorhergesehenes beschrieben. Zahlreiche Tagebucheinträge sind Grundlage dieser Schilderungen, die viele persönliche Höhen und Tiefen beinhalten. Da rutschen auch „Informationen“ mit in den Text, die eher den Stellenwert „Anekdote“ haben.

Viel Freude werden dabei vor allem Leser haben, die selbst Eltern sind und einerseits fasziniert, andererseits bewundernd dieses Buch lesen werden, das ein gelungenes  Familienprojekt beschreibt.

Als Anleitung zum Wandern ist das Buch nur bedingt geeignet – hier ist zwingend noch andere Lektüre erforderlich.

Wer ein solches Projekt plant, der kann mit der Lektüre auf den Geschmack kommen, alle anderen können in Gedanken mitreisen, das Buch ist auf jeden Fall unterhaltsam zu lesen. Der Mix aus Reiseführer und Reisetagebuch ist Geschmacksache. Mir war es an ein paar Stellen „zu viel des Guten“ – da wollte ich nicht alles ganz so genau wissen.

Ich vergebe hier 3,5 Sterne (die ich aufrunde) und gratuliere zum erfolgreichen Abschluss des Großprojekts.

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V

Rezension zu "Wüstenblues" von Gerhard von Kapff

Ein kurzweiliges Reiseabenteuer durch Afrika
Vroni92vor 2 Jahren

Gerhard von Kapff fällt eine Ausschreibung für eine Mountainbike- Reise durch Afrika in die Hände. Nach langem überlegen meldet er sich, als absolut unerfahrener und untrainierter Mountainbiker, für dieses Reiseabenteuer an. Zusammen mit einer Reisegruppe will er in 20 Tagen von den Viktoriafällen bis nach Kapstadt reisen und davon 1200 km auf dem Rad zurücklegen. Dieses Abenteuer, seine Erlebnisse in der Natur und mit Wildtieren, seinen Kampf mit sich selbst und das Erlebnis, sein Ziel zu erreichen, hält er in diesem Buch fest.

Gerhard von Kapff schafft es, eindrucksvolle Bilder und Szenen im Kopf des Lesers zu erzeugen. Neben den plastischen Darstellungen von Naturereignissen finden sich auch Darstellungen und Skizzierungen der Reiseteilnehmer, die von Kapff während seiner Reise begleitet und unterstützt haben.
Außer der Schilderung der Reise finden sich im Buch Informationskästen über Afrika, z.B. mit Hintergrundinformationen zu den Viktoriafällen, die einen mit Fakten über das Land versorgen. Ergänzend gibt es in der Buchmitte noch ca. 50 Farbfotos der Reise und eine Afrika- Karte, auf der sich die Route nachvollziehen lässt.

Ich war zunächst etwas skeptisch und hatte Angst vor einem langweiligen, trockenen Reisebericht. Das absolute Gegenteil habe ich im Buch "Wüstenblues" gefunden! Das Buch lässt sich super flüssig lesen und bietet einem die Möglichkeit gedanklich als Teil der Gruppe an der Reise teilzunehmen.
Schade fand ich lediglich, dass die Bilder in der Buchmitte nicht alle mit Ereignissen bzw. den Schilderungen im Buch verknüpft sind und die Emotionen des Autors, z.B. beim Erreichen Kapstadts, etwas zu kurz kamen.

Fazit:
Ein kurzweiliger Reisebricht, nicht nur für Mountainbike- Fans! Wer sich die Fazsination für Afrika ins Wohnzimmer holen und die Lust auf eine Reise oder ein Abenteuer wecken möchte, ist mit diesem Buch gut beraten!



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Gespräche aus der Community

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Gerhard-von-Kapffs avatar

Liebe Leserinnen und Leser, 

gerne möchte ich Ihnen mein neues Buch vorstellen und Sie mit einer Frage "abholen" und inspirieren dem Abenteuer zu folgen: Was würde Sie dazu bewegen eine Tour wie diese mit einem Bungee-Sprung zu starten? 

Viel Spaß beim Träumen & viel Erfolg für die Verlosung!

 Ihr Gerhard von Kapff

Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Gerhard von Kapff wurde am 11. September 1964 in Ingolstadt (Deutschland) geboren.

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