Gerhart Hauptmann Die Spitzhacke. Ein phantastisches Erlebnis.

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Inhaltsangabe zu „Die Spitzhacke. Ein phantastisches Erlebnis.“ von Gerhart Hauptmann

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  • Rezension zu "Die Spitzhacke. Ein phantastisches Erlebnis." von Gerhart Hauptmann

    Die Spitzhacke. Ein phantastisches Erlebnis.
    sabisteb

    sabisteb

    17. November 2012 um 18:25

    Die Spitzhake ist der literarische Abgesang Gerhart Hauptmanns auf sein Elternhaus. Gerhart Hauptmanns Eltern betrieben ein Hotel, das wohl „Die Krone“ hieß. Der neue Besitzer hatte es nun verkauft und Hauptmann brieflich darauf hingewiesen, dass es bald abgerissen werden sollte. Der nun 68 Jahre alte Hauptmann verbringt eine letzte nach in dem Zimmer, in dem er geboren wurde (Nr. 6 und 7) und betrinkt sich mit altem Wein, den der Kellner in einer hinteren Ecke des Kellers noch gefunden hat. Seinen sehr surrealistischen Traum hat Hauptmann in diesem kleinen Büchlein 1931 veröffentlicht. Dem Träumer Hauptmann erscheinen die anderen berühmten Gasthöfe der damaligen Zeit in Form ihrer Symbole, wie Esel, Meisen, Adler und dergleichen und die Geister der Kellner, die winkend in den Bäumen sitzen (und sich irgendwann in Fledermäuse verwandeln), um von der alten Krone Abschied zu nehmen. Man betrinkt sich, denn diese Zunft ist trinkfest und schwafelt gequirlt vor sich hin. Da liest man von Eichen mit Zungen statt Blättern, die Sprache schwitzen (das ist ja noch poetisch) aber Sätze wie „ Ein gewisser Ernst, der bis zur Feierlichkeit steigen kann, bemächtigt sich unserer Seelen, und indem sich in den sinnlichen Organen deutliche Spuren von Beängstigung zeigen, sinkt der nachdenkende Geist in sich selbst zurück und scheint sich auf ein erhöhtes Bewußtsein seiner selbstständigen Kraft und Würde zu stützen…“ Seitenweise Geschwafel in der Art von „Wasser im Mörser zerstampfen führt zu nichts.“ Was zunächst surrealistisch gefangen nimmt, beginnt schon bald unsäglich zu langweilen, und sich zu ziehen. Ein Abgesang auf ein abgewracktes altes Gasthaus, gedichtet wohl unter erheblichen Alkoholeinfluss. Mich konnte dieses Werk nicht überzeugen.

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