Gerit Bertram Die Goldspinnerin

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Inhaltsangabe zu „Die Goldspinnerin“ von Gerit Bertram

Eine opulente Geschichte um Macht und Glauben, Gier und Verrat, Liebe und Treue
Lübeck, anno 1396. Die selbstbewusste Goldspinnerin Cristin Bremer führt mit ihrem Mann Lukas eine angesehene Werkstatt in der florierenden Hansestadt. Mit der Geburt ihrer ersten Tochter scheint das Glück des Ehepaars perfekt. Doch dann wird Lukas vergiftet und die junge Mutter von ihrer eigenen Schwägerin des Mordes und der Hexerei beschuldigt – und dem Henker übergeben. Nur dessen Sohn Baldo glaubt an ihre Unschuld, denn wie könnte eine so schöne und gutherzige Frau eine kaltblütige Mörderin sein?

Fand es gut. Tolle Charaktere spannende Zeit, sehr authentisch und gut zum mitfiebern. Bin schon am nächsten dran :D

— sabrinchen

Ich kann den Roman uneingeschränkt empfehlen.

— Ikopiko

Sannung pur und das alles in meiner Heimatstadt.Und die autorin ist eine der Besten(kenne sie persönlich)

— lucilein

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  • Die Goldspinnerin

    Die Goldspinnerin

    Ikopiko

    22. April 2015 um 17:02

    „Die Goldspinnerin“ ist ein historischer Roman des Autorenduos Iris Klockmann und Peter Hoeft, das unter dem Pseudonym „Gerit Bertram“ schreibt. Das Buch ist im Blanvalet-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es ist wunderschön aufgemacht und mit einer Landkarte zur besseren Orientierung versehen. Eine Fortsetzung wurde bereits angekündigt. Christin Bremer hat ein sorgenloses Leben. Gemeinsam mit ihrem Mann Lukas und der gemeinsamen Tochter lebt sie in Lübeck und arbeitet in der eigenen Werkstatt. Die Arbeit macht ihr Spaß, aber Christin ist voll Wissbegierde, die ihr Mann ihr erfüllt, indem er ihr das Schreiben beibringt. Das Glück der Familie wird jedoch zerstört, als Lukas stirbt und Christin die Schuld am Tod ihres Mannes zugewiesen wird. Sie wird wegen Hexerei verurteilt und entkommt selbst nur knapp dem Tode. Einen Freund findet sie in Baldo, dem Sohn des Henkers. Gemeinsam fliehen Sie aus der Stadt. Die Sehnsucht nach ihrer Tochter und der Wunsch nach Gerechtigkeit treiben Christin jedoch zurück nach Lübeck. Der Stadt, in der sie immer noch als Hexe gilt. Gerit Bertram beschreibt das frühere Leben in Lübeck liebevoll und detailliert, so dass sich der Leser in die Vergangenheit zurückversetzt fühlt. Man möchte die Sätze langsam lesen und auf der Zunge zergehen lassen. Viele alte Begriffe werden verwendet, die im Anhang erläutert werden. Historisches Fachwissen wurde sorgsam verpackt und liefert so interessante Informationen ohne zu langweilen. Der Schreibstil passt wunderbar zu einem historischen Roman. Christin und Baldo sind einem sofort sympathisch. Man leidet mit ihnen, man freut sich mit ihnen und fiebert einem guten Ende entgegen. Man fühlt sich so in die Geschichte integriert, dass man Christin manchmal packen und schütteln möchte.

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  • Lübeck im Jahre 1396

    Die Goldspinnerin

    Sabine17

    Christin Bremer lebt und arbeitet als Goldspinnerin  bei ihrem Mann Lukas in Lübeck. Sie ist schwanger und führt ein glückliches Leben. Doch kurz nach der Geburt ihrer Tochter Elisabeth stirbt überraschend ihr Mann. Einige Tage später wird Christin verhaftet und beschuldigt, sie sei eine Hexe und habe ihren Mann umgebracht. Nach einem kurzen Prozess, in dem selbst ihr Schwager und seine Freu gegen sie aussagen, wird sie zum Tode verurteilt. Sie wird lebendig begraben. Doch Baldo Schimpf, der Sohn des Henkers, glaubt nicht an ihre Schuld, gräbt sie gerade noch rechtzeitig wieder aus und flieht mit Christin. Ihre Flucht führt sie nach Hamburg, zurück nach Lübeck und schließlich sogar nach Polen. Christin wird dabei immer klarer, dass irgendjemand ihren Mann vergiftet hat. Unterwegs begegnet sie ihrem Zwillingsbruder Piet, von dem sie erfährt, dass ihre Eltern nur ihre Pflegeeltern waren. Piet hilft Baldo und Christin bei ihrer Mission, bei der sie einem Frauenhändlerring auf die Schliche kommen und den Vitalienbrüdern sowie der Königin Jadwiga von Polen begegnen. Wird es Christin gelingen ihre Unschuld zu beweisen und ihre Tochter wieder zu erhalten? Dieses Buch ließ sich sehr flüssig lesen. Der Leser erfährt viel über das Leben in Lübeck und Hamburg zu dieser Zeit. Aber auch Themen wie Folter, Hexenverfolgung, Judenverfolgung, Bernsteinhandel, Störtebeker, die damalige Rechtsprechung und die Goldspinnerei werden angerissen. Auch die Rolle der Kirche wird kritisch durchleuchtet. Meiner Meinung nach war die Handlung nur ein in einigen Teilen ein bisschen unglaubwürdig und an manchen Stellen zog sich die Geschichte etwas. Alles in allem ein solider historischer Roman dessen 512 Seiten ich in zwei Tagen verschlungen habe.

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    • 2
  • schon etwas konfus

    Die Goldspinnerin

    Alexandra-vom-April

    07. May 2014 um 11:49

    Teils war die Handlung schon etwas konfus. Sonst war es ein netter Zeitvertreib das Buch zu lesen. Ich würde es mir nicht noch einmal kaufen.

  • Historischer (Kriminal-)Roman

    Die Goldspinnerin

    carpe

    28. February 2014 um 19:54

    Klappentext: Lübeck, anno 1396. Die selbstbewusste Goldspinnerin Cristin Bremer führt mit ihrem Mann Lukas eine angesehene Werkstatt in der florierenden Hansestadt. Mit der Geburt ihrer ersten Tochter scheint das Glück des Ehepaares perfekt. Doch kurz darauf wird Lukas vergiftet und die junge Mutter des Mordes und der Hexerei beschuldigt – und dem Henker übergeben. Nur dessen Sohn Baldo glaubt an ihre Unschuld, denn wie könnte eine so schöne und gutherzige Frau eine kaltblütige Mörderin sein? Gemeinsam müssen sie aus der Stadt fliehen, doch nichts wird Cristin daran hindern heimzukehren, um die hinterlistigen Mörder ihres Mannes zu überführen und ihre Tochter, die man ihr weggenommen hat, wiederzufinden … Nach langer Zeit und vielen Thrillern mal wieder ein historischer Roman ... oder besser eine Art historischer Krimi. Die Autoren sind nicht zimperlich mit der Beschreibung der Taten und Gepflogenheiten der Bestrafung zur damaligen Zeit. Cristin Bremer ist dem Leser vom ersten Moment an sympathisch und man lebt, liebt und leidet mit ihr. Auch Baldo und Piet sind sehr sympathisch und lebhaft beschrieben. Der Schreibstil des Autorenpaares ist sehr flüssig und trotz der der Zeit angepassten Sprache sehr gut zu lesen. Für einige "alte" Begriffe ist am Ende des Buches eine Begriffserklärung (Glossar). Die Handlung ist gut durchdacht und von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Es bleiben keine Fragen offen .... Außer .. wie geht es mit den dreien bzw. vieren weiter? Gibt es ein Wiedersehen zwischen .... nee das verrat ich nicht .... Wie ich gelesen habe, ist ja bereits ein weiterer Teil geplant. Ich freue mich auf alle Fälle schon und werde ihn mit Sicherheit genauso begeistert lesen. Fazit: Ein Buch mehr im Favoriten-Regal. Das Buch ist ein guter Tip für alle Freunde des historischen Romans.

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  • Sympathische und starke Protagnostin

    Die Goldspinnerin

    silicia

    21. August 2013 um 11:19

    Zum Inhalt: Lübeck 1396: Die 19-jährige Cristin führt ein beschauliches Leben. Als Ehefrau eines Kaufmannes muss sie keine nennenswerten Abstriche machen und hat keine Sorgen. Ihre kleine Tochter Elisabeth macht ihr Glück perfekt, könnte man meinen. Um so schockierender ist der plötzliche Tod ihres Ehemannes Lukas. Cristin ist sich sicher, dass er vergiftet wurde. Doch von wem? Und warum? Zu allem Überfluss muss sie sich auch noch gegen die Vorwürfe der Hexerei und des Gattenmordes verteidigen. Einzig der Sohn des Scharfrichters, Baldo, glaubt an ihre Unschuld und rettet ihr das Leben. Gemeinsam sind sie gezwungen zu flüchten. Doch Cristin gibt nicht auf und versucht die wahren Mörder ihres Mannes ausfindig zu machen. Meine Meinung: Da ich in der letzten Zeit hauptsächlich Fantasy gelesen habe, wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen Historischen Roman. Umso erfreulicher, dass das Buch unheimlich packend ist. Das Debütt des Autorenpaar ist von der ersten bis zur letzten Seite ein voller Erfolg.  Der Plot ist ein Paradebeispiel dafür, wie es damals im Mittelalter zuging. Wie einfach man jemanden der Hexerei beschuldigen und Beweise manipulieren konnte. Schnell war das Leben einer unschuldigen Person verwirkt, die dann um ihr Leben fürchten musste. Mir ist bei diesem Buch besonders aufgefallen, dass die Autoren viel mit veralteten Ausdrücken (Archaismus) arbeiten. Somit kommt man nicht nur durch die Beschreibungen, sondern auch mithilfe der sprachlichen Gestaltung des Textes in richtiges  Mittelalter-feeling. Ein großer Vorteil dieses Buches: Man fühlt sich der Protagonistin Cristin sofort verbunden. Sie ist sympathisch, stark, kämpferisch und doch so verletzbar. Durch ihre Schicksalsschläge ist sie noch stärker geworden, fest entschlossen, die wahren Mörder zu finden.  Viele Themen, die hier behandelt werden, verlieren auch in unserer heutigen Gesellschaft nicht an Gültigkeit, weshalb es für mich eine interessantes und aufschlussreiches Lesevergnügen war. Für mich immer wichtig: Ist das Buch in sich abgeschlossen? Obwohl der zweite Band “Das Gold der Lagune” seit Februar auf dem Markt ist, bleiben bei diesem Teil keine wichtigen Fragen offen. Ein paar unwichtigere Begebenheiten wurden jedoch nicht vollständig aufgelöst. So hätte ich gerne erfahren, wie es mit einigen Nebencharakteren weiter ging. Das tut der Haupthandlung zum Glück keinen Abbruch. Ich bin mir jedoch sicher, dass diejenigen, die den ersten Band gelesen haben, auf jeden Fall auch zum zweiten Band greifen werden. 

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  • Rezension zu "Die Goldspinnerin" von Gerit Bertram

    Die Goldspinnerin

    JED

    09. May 2011 um 14:59

    Kurzinhalt: Christin Bremer betreibt mit ihrem Mann eine Goldspinnerwerkstatt im Lübeck des 14. Jahrhunderts. Als sie schwanger wird, scheint das Glück der beiden perfekt. Doch das Blatt wendet sich ganz plötzlich. Kurz nach der Geburt ihrer Tochter Elisabeth stirbt Christins Mann und Christin wird des Mordes an ihm angeklagt. Bei lebendigem Leibe soll sie begraben werden. Meine Meinung: Würde dieses Buch nicht permanent von unglaubhaften Zufällen bestimmt, es hätte durchaus 5 Sterne verdient. Aber was sich das Autorenduo (hinter dem Pseudonym verbergen sich Iris Klockmann und Peter Hoeft, die sich in einem Internet-Schreibforum kennengelrnt haben) dabei gedacht hat, hinter jeder Hausecke - egal an welchem Zipfel der Welt man sich gerade befindet - genau den Menschen auftauchen zu lassen, den es zum Fortgang der Handlung braucht, weiß ich auch nicht. Was ich aber weiß ist, dass mich das bald unglaublich genervt hat. - Christin wird verfolgt? - Pronpt wird zu von einem plötzlich auftauchendem Helfer in die rettende Hausecke gezogen. - Christin sucht bestimmte Personen, die am Mord ihres Mann beteiligt waren? - Schon trifft man sie (obwohl in einem völlig anderem Land) im nächsten Gebäude an und sie unterhaltensich natürlich genau über das, was es gebraucht hat. Die Liste ließe isch beliebig fortführen. Das Leben ist nicht so! Das Mittelalter erst recht nicht. So wirkt es z.B. einfach nur lächerlich, wenn Piraten eine Frau an Bord eines gekaperten Schiffes entdecken und nichts anderes mit ihr anzufangen wissen, als (ACHTUNG, SPOILER) sie natürlich unversehrt freizulassen. Hinzu kamen fantstische Elemente, die es in dem Buch nicht auch noch gebraucht hätte: Christin hat heilende Hände, ihr Bruder ist Hellseher - wozu? Gibt es keine anderen Möglichkeiten, Spannung aufzubauen und in einer Handlung voranzukommen? Die Geschichte hat das Potential auch so sehr spannend zu sein. Das Autorenduo hat das Talent, Figuren zu entwickeln und sich sehr mit der historischen Materie beschäftigt, was auch der Glossar der mittelalterlichen Begriffe am Ende sowie die historische Karte von Lübeck beweist. Wen das nicht stört, der wird mit diesem Buch auf jeden Fall gut unterhalten sein. Man trifft einen Querschnitt durch die gesamte mittelalterliche Bürgerwelt: Könige, Bettler, Gaukler, Huren, Handwerker, Bauern. Einzig das titelgebende Goldspinnen spielt nur am Anfang des Buches eine Rolle. Fazit: Zu zufallsbeladen, zu fantastisch - dabei durchaus spannend und wunderbar geschrieben.

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  • Rezension zu "Die Goldspinnerin" von Gerit Bertram

    Die Goldspinnerin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. January 2011 um 20:55

    Leider hat mir "die Goldspinnerin" von Gerit Bertram nicht sehr gefallen. Das ist natürlich Geschmackssache! Mir war dieser Roman einfach zu romanhaft und phantastisch. Denn was mit einem Mord in einer Goldspinnerei beginnt, ufert sich zu vielerlei Ereignissen aus, z.B. Mädchenhandel, Heilende Hände, verlorene Geschwister, die sich zufällig wieder finden... Von Titel und Inhalsangabe habe ich mir mehr erwartet. Über die Goldspinnerei erfährt man nicht viel. Um aber auch noch etwas gutes zu sagen, war die Geschichte jedoch trotzdem spannend und flüssig geschrieben. Und ich bin sicher, es gibt auch viele Fans...

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  • Rezension zu "Die Goldspinnerin" von Gerit Bertram

    Die Goldspinnerin

    Zabou1964

    06. October 2010 um 07:17

    In der Hansestadt Lübeck lebt Ende des 14. Jahrhunderts die Golspinnerin Cristin mit ihrem Mann Lukas und ihrer Tochter Elisabeth. Die Werkstatt des Ehepaares floriert, sie sind ein erfolgreiches und liebenswertes Paar. Eines Tages wird Lukas jedoch krank und stirbt kurze Zeit später mit fürchterlichen Magenkrämpfen. Zu allem Überfluss wird Cristin schon bald gefangen genommen und des Mordes an ihrem Mann angeklagt. Obwohl sie mehrfach ihre Unschuld beteuert, glaubt ihr niemand, denn angesehene Bürger der Stadt verleumden sie, allen voran ihre Schwägerin Mechthild, die Frau von Lukas’ Bruder Lynhard. Cristin wird zum Tode verurteilt, doch sie wird von Baldo, dem Sohn des Henkers, gerettet und den beiden gelingt die Flucht. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Lukas’ wahrem Mörder und beginnen eine Reise voller Gefahren und Abenteuer, die sie bis an den polnischen Königshof führt. Mit „Die Goldspinnerin“ ist dem Autorenpaar Iris Klockmann und Peter Hoeft ein bildgewaltiger und spannender historischer Roman gelungen. Sie haben sehr viel Wert auf historische Details gelegt, diese aber äußerst geschickt in die Handlung eingeflochten, sodass die Lektüre nie belehrend oder langatmig war. Die Beschreibungen der Figuren, Gebäude und Landschaften war so plastisch, dass alles vor meinem inneren Auge Gestalt annahm. Die Charaktere sind mehrdimensional gezeichnet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte. Aus der lebensfrohen und etwas verwöhnten Cristin wird eine skeptische und mutige Frau. Baldo hingegen wandelt sich von dem vom Vater unterdrückten Sohn zu einem selbstbewussten jungen Mann. Voller Spannung bin ich Cristin und Baldo durch Europa gefolgt und habe mit ihnen gerätselt auf der Suche nach dem Mörder. Neben dem Nervenkitzel und den historischen Details hat auch eine romantische Geschichte in der Handlung für ausgezeichnete Unterhaltung gesorgt. Das Buch ist sehr aufwendig gestaltet. Das Cover zeigt das Bild einer Goldspinnerin, im unteren Teil ist in goldener Prägeschrift der Titel abgebildet. Im vorderen Innenteil befindet sich eine Karte Lübecks, im hinteren eine Landkarte, auf der die Reise Cristins durch Europa eingezeichnet ist. Ein Glossar bietet viele Informationen über Fachausdrücke und Dialektwörter. Ich fand es sehr hilfreich, hier das ein oder andere fremde Wort nachschlagen zu können. In einem Nachwort erklären die Autoren dem Leser, welche Details ihrer dichterischen Freiheit entsprungen sind. Fazit: „Die Goldspinnerin“ hat mich ausgezeichnet unterhalten und mir alles geboten, was ich von einem historischen Roman erwarte: Detailtreue, Hintergrundwissen, Spannung und ein Schuss Romantik.

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  • Rezension zu "Die Goldspinnerin" von Gerit Bertram

    Die Goldspinnerin

    jucele

    03. October 2010 um 22:24

    Die Goldspinnerin von Gerit Bertram Lübeck, 1396. Die junge Cristin Bremer führt zusammen mit ihrem Mann Lukas eine erfolgreiche Werkstatt in der Hansestadt Lübeck. Das Ehepaar ist allseits beliebt und Cristin ist schwanger mit Lukas erstem Kind. Mit der Geburt der gemeinsamen Tochter ist das Glück der beiden perfekt. Doch plötzlich ändert sich alles, nach eine Feier im Hause Bremer, wird Lukas schwer krank und gerade als Cristin meint, er erhole sich, stirbt Lukas unter fragwürdigen Umständen. Als die trauernde Witwe kurz darauf auf dem Markt einkaufen geht, wird sie gefangen genommen. Keiner sagt ihr was sie verbrochen haben soll und sie hat eine schwere Zeit in der Fronerei. Als es dann endlich zum Prozess kommt, mag sie die Vorwürfe kaum glauben, sie soll ihren geliebten Lukas getötet haben und eine Hexe sein. Sogar ihr Schwager und seine Frau belasten Cristin schwer. Das Urteil lautet schließlich bei lebendigem Leibe begraben zu werden und Cristin bleibt keine Hoffnung mehr. Der Henkerssohn Baldo verliebt sich indes in die junge Frau und befreit Cristin nachts heimlich aus ihrem Grab. Zusammen fliehen die beiden nach Hamburg. Cristin hat nur ein Ziel, den wahren Mörder ihres Mannes zu überführen und ihrer Tochter zurück zu bekommen. Auf dem Weg nach Hamburg wird Baldo im Wald von einem Wildschwein angegriffen und ist dem Tode näher als dem Leben. Cristin tut ihr bestes sein Leben zu retten. Hilfesuchend wendet sie sich an eine alte Frau die aus Lübeck kommt. Diese erzählt ihr von dem Bader Ludewig, der ebenfalls auf der Reise nach Hamburg ist und ebenfalls bald den Weg entlang kommen müsste. Auch warnt sie Cristin deren Flucht in der Hansestadt nicht unbemerkt geblieben ist. Endlich kommt der Bader des Weges und ist bereit Cristin und Baldo zu helfen. Um nicht verraten zu werden, gibt Cristin sich fortan als Agnes aus und Baldo wird zu ihrem Bruder Adam. Der Bader Ludewig nimmt Cristin und Baldo mit nach Hamburg. Um für die Pflege Baldos und ihre Unterkunft bei dem Bader aufzukommen, geht Cristin Ludewig zur bei der Arbeit zur Hand. Baldo erholt sich in dieser Zeit, ist aber nicht begeistert von den Lügen mit denen sich Cristin umgibt. Cristin ist eines Tages auf dem Markt in Hamburg um einige Besorgungen für Ludewig zu machen, als sie sich plötzlich beobachtet fühlt. Zwei Büttel sind auf sie aufmerksam geworden und beginnen Cristin zu folgen. Cristin flüchtet und wieder in Ludewigs Haus angekommen, bereiten sie und Baldo ihre Flucht vor. Unterwegs schließen sie sich einer Trupper Gauler an und die Reise geht wieder Richtung der Hansestadt Lübeck und weiter in das heutige Polen. Wird es Cristin gelingen dem Mörder ihres Mannes auf die Schliche zu kommen und sich ein neues freies Leben aufzubauen? Kritik Die Goldspinnerin ist der Debütroman der Autorin Gerit Bertram. Von Anfang an, hält die Autorin den Leser gefesselt, spannend und temporeich entwickelt sich ab der ersten Seite ein Spannungsbogen der zu immer neuen Höhen findet. Es gibt zwar kaum überraschende Wendungen, und gerade bei dem Mord an Cristins Ehemann kommt oft nur der Zufall zu Hilfe, trotzdem gelingt es Gerit Bertram den Leser zu fesseln. Der packende, lebendige und detailreiche Schreibstil der Autorin vermag es den Leser in die damalige Zeit eintauchen zu lassen. Auch werden die historischen Begebenheiten kurz aber exakt erklärt und so entsteht ein rundes Bild in dem Roman Die Goldspinnerin. Der Roman ist in drei Teile unterteilt die jeweils eine große Etappe der Protagonisten Baldo und Cristin beschreiben. Der erste Teil bezieht sich auf das Leben der Protagonisten in Lübeck, bis zum Zeitpunkt wo sie auf den Bader Ludewig treffen. Im zweiten Teil wird das Leben in Hamburg und die erneute Flucht und das Versteckspiel als Cristin und Baldo wieder in Lübeck sind, erzählt. Dann endlich im dritten Teil kommen Cristin und Baldo dem Mörder Lukas auf die Spur und eine Reise die erst an den polnischen Königshof führt und schließlich wieder nach Lübeck. Geschichtlich ist der Roman ausreichend recherchiert und auch der Sprachstil passt sich der damaligen Zeit an ohne unverständlich zu werden. Erzählt wird der Roman aus der Sicht eines Beobachters, der sich hauptsächlich auf Cristin fixiert. Dadurch wird dieser Charakter am besten erklärt, aber auch die weiteren Figuren kommen nicht zu kurz. Die Protagonisten sind sympathisch, wenn auch nicht grundsätzlich glaubhaft konzipiert. Sehr lebendig und vielschichtig beschrieben, bieten die einzelnen Charaktere eine fülle Charaktereigenschaften. Lediglich die Beziehungen untereinander sind nicht grundsätzlich für die damalige Zeit glaubhaft, eine Liebesbeziehung eines Henkerssohnes zu einer Kauffrau war doch durch gesellschaftliche Stellung eher unwahrscheinlich. Cristin muss viel durchmachen lässt sich aber dennoch niemals unterkriegen und verfolgt trotz der vielen Schwierigkeiten ihr Ziel den Mord an ihrem Mann aufzuklären und ihre Tochter zurück zu gewinnen. Sehr glaubwürdig ist auch der Henkerssohn Baldo, der trotz seiner Liebe zu Cristin nicht immer mit ihrem Vorgehen einverstanden ist und dieses auch kundtut. Die übrigen Charaktere bestechen ebenfalls durch Lebendigkeit und sind sehr menschlich und sympathisch gezeichnet. Die Autorin Gerit Bertram hat einen farbenfrohen und mitreißenden historischen Roman geschrieben der dem interessierten Leser einiges zu bieten hat. Auch das Cover wirkt sehr ansprechend und die goldene Prägeschrift fällt ins Auge. Im inneren Teil ist zu Anfang eine Karte Lübecks und zum Schluß die Reiseroute von Cristin und Baldo gezeichnet. Ein Glossar erklärt historische und nicht jedem bekannte Begriffe. Fazit Die Goldspinnerin von Gerit Bertram hat mich überzeugen können. Die spannende und farbenprächtige Unterhaltung, wird auch dem geschichtlich interessierten Leser einiges bieten können. Ich kann diesen Roman Lesern des historischen Genres klar empfehlen. Autor Gerit Bertram ist das Pseudonym eines Autorenpaares, das sich 2007 durch ein Internet-Schreibforum kennenlernte. Schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Liebe zum historischen Roman. Seitdem schreiben sie erfolgreich zusammen. Iris Klockmann ist gelernte Arzthelferin und lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Lübeck. Peter Hoeft war fast dreißig Jahre lang in der stationären Altenpflege tätig und wohnt mit seiner Frau und seinem Sohn in Bad Oeynhausen. (Verlagsinfo) Broschiert: 512 Seiten Verlag: Blanvalet Verlag (23. August 2010) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3764503718 ISBN-13: 978-3764503710 http://www.randomhouse.de/blanvalet/ Nadine Warnke

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  • Rezension zu "Die Goldspinnerin" von Gerit Bertram

    Die Goldspinnerin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Meine Meinung: Cristin und Lukas Bremer sind ein glückliches Paar, dessen Liebe mit der Geburt ihrer ersten Tochter Elisabeth gekrönt wird. Das Leben scheint perfekt, kein Leid kann ihr Leben trüben. Doch dann wird Lukas vergiftet und stirbt. Und Cristin wird angeklagt, ihn getötet zu haben und eine Hexe zu sein. Sie wird verurteilt und soll lebendig begraben werden. Baldo, der Sohn des Henkers, glaubt jedoch an ihre Unschuld und rettet sie aus dem Grab. Sie müssen jedoch fliehen, weil sonst beide der sichere Tod erwartet. Kann Cristin ihre Unschuld beweisen? Zusammen mit dem Autorenpaar durfte ich das Buch in einer Leserunde genießen und natürlich auch Fragen stellen, um ein bisschen den Hintergrund der Geschichte zu erfahren. Dies hat natürlich auch einen großen Reiz ausgemacht, das Buch zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Eine sehr gut recherchierte, farbenfrohe und vor allem spannende Geschichte wird präsentiert. Der Schreibstil ist wunderbar einfach zu lesen. Informationen werden gut verpackt und das Buch wirkt zu keiner Zeit langatmig. Die Hauptprotagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen und bei vielen würde ich mich freuen, sie im zweiten Teil (der schon geplant ist) wiederzutreffen und näheres von ihnen zu erfahren. Wörter, die einem unbekannt erscheinen, sind in einem Glossar aufgeführt. Eine Karte von Lübeck im vorderen Teil des Buches lässt einem den Weg verfolgen. Im hinteren Teil ist eine Karte der gesamten Reiseroute von Cristin und Baldo abgedruckt. Die Aufmachung des Buches hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Prägeschrift auf dem Cover. Nochmals ein herzliches Dankeschön an Iris und Peter für die wunderbare Leserunde und vor allem für das Schreiben des tollen Buches. Bei Teil 2 bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Fazit: Ein farbenprächtiger historischer Roman mit der Liebe zum Detail. Absolut empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Die Goldspinnerin" von Gerit Bertram

    Die Goldspinnerin

    Bokmask

    23. September 2010 um 21:17

    Dieses Buch habe ich gesehen und geliebt. Es war für mich das erste Werk der Aurorin. Das wunderschöne Cover zog mich einfach an, dort paßte einfach alles zusammen in einer regelrecht warmen Harmonie. Vor einem rötlichbraunen Hintergrund, an dessen oberen Rand das Panorama einer Stadt zu sehen ist, sitzt eine junge Frau mit einer Handspindel, die in ihre Arbeit vertieft ist. Die Kleidung der Frau sagte mir gleich, Hier handelt es sich um einen historischen Roman. Die Kleidung ist in Rot-Weiß gehalten, der Titel steht in goldener Prägeschrift darunter. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen musste. Cristin und ihr Mann Lukas betreiben in Lübeck eine gut florierende Goldspinnerei. Beide sind sehr glücklich miteinander und Cristin erwartet ihr erstes Kind. Alle Menschen in ihrer Umgebung mögen das Paar, auch ihre Lohnarbeiter sind sehr gern dort angestellt. Beide sind gut zu den Menschen. Aber mögen sie wirklich alle… Nein, den nach einem rauschenden Fest, welches Lukas gegeben hatte für alle seine Freunde und Angestellten, wird Lukas krank. Nach abklingen des unwohlseins fällt er einfach um und stirbt kurze Zeit später. Cristin wird verhaftet und des Mordes an ihren Mann und der Hexerei angeklagt. Bei der Vollstreckung des Todesurteils kann Cristin entkommen, mit der Hilfe des Henkerssohnes Baldo. Kann Cristin mit Baldos Hilfe ihre Unschuld beweisen? Ja das solltet ihr selber lesen. Der fesselnde, flüssige, ja schon liebevolle und detailgetreue Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Historische Begebenheiten wurden kurz aber genau erklärt, so hatte ich auch Einblick in das Leben des 14. Jahrhunderts in Deutschland. Während ihrer Flucht, die Cristin bis an den polnischen Königshof bringt, wurden wahre geschichtliche Begebenheiten eingebaut, so das man auf dieser Reise als Leser auch Persönlichkeiten kennen lernt die man nicht vermutet hätte. Dieses Buch aus der Hand zu legen fiel mir sehr schwer, es zog mich einfach immer weiter. Die Spannung nahm immer weiter zu, bis es dann zur alles entscheidenden Gerichtsverhandlung kommt. Mein Kopfkino lief während des ganzen Werkes mit, und das mit Ton und in Farbe. Für mich ist diese Autorin ein neuer Stern am Autorenhimmel. Band zwei werde ich auf jeden Fall lesen Hier vergebe ich kristallklare fünf Sterne für dieses Werk.

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