Gerit Bertram Die Tochter des Medicus

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Inhaltsangabe zu „Die Tochter des Medicus“ von Gerit Bertram

Das Schicksal einer Frau wird zum Vermächtnis einer ganzen Familie ...Als Gideon Morgenstern in Regensburg das Erbe seines Großvaters antritt, ahnt er nicht, dass der Koffer, den der alte Mann ihm vermacht hat, sein Leben für immer verändern wird. Gideon entdeckt nun die tragischen Zeugnisse einer längst verschwundenen Welt: alte Fotografien – und vor allem einen uralten kleinen Holzkasten. Dieser gehörte Daniel Friedman, einem jüdischen Arzt, der 1519 bei einem Pogrom ermordet wurde. Als einzige Überlebende nahm seine Tochter Alisah den Medizinkasten an sich und führte sein Handwerk fort. Doch als jüdische Frau war es nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, als Ärztin tätig zu sein …

Ein wunderbarer historischer Roman, der auch viel Interessantes über das Judentum vermittelt.

— Tichiro
Tichiro

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  • Die Tochter des Medicus

    Die Tochter des Medicus
    Engel1974

    Engel1974

    26. February 2016 um 11:02

    „Die Tochter des Medicus“ ist ein Roman von Gerit Bertram, wobei der Autorenname als Pseudonym für das Autorenduo Iris Klockmann und Peter Hoeft steht. Bei diesem Roman handelt es sich um einen fiktiven, die eingebauten historischen Anteile beruhen allerdings auf wahre Begebenheiten. Autoreninfo: Iris Klockmann: ist gelernte Arzthelferin und wohnt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Lübeck Peter Hoeft: war Altenpfleger und wohnt mit Frau und Sohn in der Nähe von Hannover Beide Autoren haben sich 2007 durch ein Internet – Schreibforum kennengelernt und schon viele schöne historische Romane gemeinsam geschrieben. Inhalt: Gideon Morgenstern erbt von seinem Großvater einen alten Koffer, nichts ahnend das der Inhalt sein Leben für immer verändern wird. Der Koffer ist ein Vermächtnis seiner Vorfahren und wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Er enthält u.a. Fotografien, alte Briefe und Tagebücher. Stück für Stück taucht Gideon nun in uralte Familientraditionen ein. Alishas Schicksal aus dem 15. Jahrhundert berührt in dabei am Meisten. Bei einem Prognom in Regensburg wurde ihr Vater, jüdischer Arzt ermordet. Sie überlebte als einzigste aus der Familie und fand Unterschlupf in Frankfurt. Dort versuchte sie nun die Familientradition fortzuführen indem sie in die Fußstapfen ihres Vaters trat und versuchte als Ärztin und Hebamme den Menschen zu helfen. Dies war kein leichtes Unterfangen, denn sie war Jüdin und sie war eine Frau. Dieses war eine Tätigkeit als Medicus untersagt. Meinung: Sehr bewegend erzählen die Autoren vom Schicksal der Menschen, von jüdischen Glauben und der jüdischen Kultur. Insgesamt ist ein Roman mit einer geballten Handlung entstanden, bei dem garantiert keine Langeweile aufkommt. Der Einstieg gelingt sehr schnell, sofort fühlt man sich hier mitten im Geschehen. Es gibt zwei Handlungsstränge, die Gegenwart um 2013 und die Vergangenheit um 1519, dabei ist die historische Handlung mit ihren wahren Hintergründen sehr ausführlich und gut recherchiert. Ein umfassendes Glossar im Anhang ergänzen diese Hintergründ und sind sehr informativ. Der Schreibstil orientiert sich am Wesentliches, ist gut verständlich und liest sich somit gut, flüssig und schnell.  Der Inhalt ist eine spannende und interessante Familiengeschichte, die mich sehr berührt hat. Seite um Seite habe ich verschlungen und mit den Protagonisten mitgelitten und mitgefiebert. Alle Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet, wirken authentisch und haben mich sehr bewegt. In Kürze: Schreibstil: sehr gut verständlich, liest sich schnell und flüssig Charaktere: wirken sehr authentisch und berühren den Leser Inhalt: überzeugt mit ausführlichen und sehr gut recherchierten Hintergrundinformationen Fazit: bewegende Familiengeschichte, mit historischem Hintergrund, absolut lesenswert

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  • Die Tochter des Medicus

    Die Tochter des Medicus
    Svanvithe

    Svanvithe

    21. January 2016 um 22:09

    Im Jahr 2013 erbt Gideon von seinem verstorbenen jüdischen Großvater, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, weil er entgegen der Familientradition nicht Arzt, sondern Buchhalter und Controller geworden und seinen eigenen Weg gegangen ist, neben dessen Haus in Regensburg einen alten Holzkoffer. Den Koffer wider das Vergessen. Mit dem Inhalt dokumentiert Gideons Familie seit Jahrhunderten ihr Leben, ihr Wirken und ihre Traditionen und findet darin Trost und Halt. Nun ist es an Gideon, den Koffer sicher aufzubewahren, ihn mit Achtung zu behandeln und irgendwann selbst Zeugnis über sich abzugeben, indem er etwas, das ihm viel bedeutet, für seine eigenen Nachfahren in den Koffer legt. Unter den Erinnerungsstücken entdeckt Gideon ein Tagebuch, das er nicht lesen kann, weil er kein Hebräisch beherrscht. Mit Hilfe der Studentin Paula gelingt es ihm jedoch, die Geschichte seiner Vorfahrin Alisah zu ergründen. Das Schicksal der jungen Frau lässt ihn auch sein eigenen Leben überdenken... 1519 werden die Juden in Regensburg gezwungen, innerhalb weniger Tage die Stadt zu verlassen, ihr gesamtes Wohnviertel und ihre Synagoge zerstört. Im Zuge dieses Pogroms wird der jüdische Arzt Daniel Friedmann ermordet. Infolgedessen erleidet seine Tochter Alisah, die ihrem Vater bei der Behandlung seiner Patienten sonst hilfreich zur Seite steht, ein Trauma und verliert ihre Stimme. Als einzige Überlebende der Familie findet sie Zuflucht in Frankfurt und versucht, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Allerdings ist ihr der Beruf des Mediziners eigentlich verwehrt, weil es Frauen verboten ist, zu studieren. Nur wenn Alisah ein doctor medicinae in Heilkunde unterweisen würde, wäre es ihr gestattet, als Chirurgin oder Hebamme zu arbeiten. Und so verfolgt Alisah zielstrebig ihren Traum... Die Geschichte der "Tochter des Medicus" auf zwei Zeitebenen, die gelungen miteinander verknüpft werden, weist eine detaillierte und fundierte Recherche auf. Die Autoren Iris Klockmann und Peter Hoeft, die unter dem Pseudonym Gerit Bertram schreiben, haben nicht nur den historischen Hintergrund ausführlich dargestellt, sondern machen den Leser auch in umfassender Weise mit dem jüdischen Glauben und Leben und der Kultur vertraut. Das ist interessant und wissenserweiternd. Im Übrigen tragen ein ausführliches Glossar und Nachwort ebenfalls hierzu bei. Der Erzählton zeigt sich in der Regel unaufgeregt, ruhig und entschleunigt, doch sehr einfühlsam. Dies vermittelt ein angenehmes Lesegefühl, das das nahe Erleben des Geschehens möglich macht. Die Protagonisten fügen sich gut in das Geschehen ein, sind mit erkennbarem Engagement charakterisiert worden und durchlaufen im Verlauf der Handlung eine nachvollziehbare Entwicklung. Die in der Vergangenheit im Mittelpunkt stehende Alisah zeichnet sich durch Herzenswärme aus, sie ist geistvoll und klug. Nach dem Tod und dem Verlust der Stimme verlässt sie den ihr vorbestimmten Lebensweg, da sie begierig ist, zu lernen und zu helfen. Ein Leben daheim, wie es die vorgeschriebenen Gesetze seit jeher verlangen, ist ihr nicht genug. Sie möchte stattdessen auf den Spuren jüdischer Ärztinnen wie Rebekka in Salerno, Floreta und Ceti, die sogar im Dienst spanischer Königinnen standen, folgen. Sie eignet sich medizinische Fähigkeiten an und beeindruckt durch ihre Art und Weise, Menschen kenntnisreich und beherzt zu behandeln. Gideon in der Gegenwart ist temperamentvoller Italiener, nicht besonders fromm, weshalb er gut wie nie die Synagoge besucht. Anfangs schenkt Gideon seinen jüdischen Wurzeln wenig Beachtung. Einst hatte er sich gegen die Familientradition für einen anderen Beruf entschieden. Im Laufe der Zeit ist er aber auch mit diesem nicht glücklich, ihm fehlt das Gefühl von Erfüllung und das sichere Wahrnehmen, die richtige Position gefunden zu haben. Zudem hat er viele Jahre an einem Ort gelebt, der nie zu einem Zuhause wurde. Während er Alisahs Geschichte erfährt, verändert er sich, verliert seine Lässigkeit, verspürt zunächst Trauer und legt eine Verletzlichkeit an den Tag, die den Leser für ihn einnimmt und freut, an seinem Wachsen und seiner Selbstfindung teilzuhaben. Alles in allem erzählt "Die Tochter des Medicus" von Gerit Bertram vom Schicksal der Menschen an Wendepunkten ihres Lebens und eröffnet dem Leser dadurch nicht nur die Möglichkeit, sich mit jüdischem Glauben und der Kultur vertraut zu machen, sondern bietet ebenso einen Blick auf die medizinischen Gegebenheiten im Mittelalter.

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  • Die Tochter des Medicus

    Die Tochter des Medicus
    Klusi

    Klusi

    05. January 2016 um 23:52

    Bei dem Pogrom im Jahr 1519 in Regensburg verliert die junge Jüdin Alisha nicht nur ihre gesamte Familie, sondern durch die dramatischen Erlebnisse auch ihre Stimme. Mit dem Medizinkoffer ihres Vaters geht die junge Frau nach Frankfurt und betätigt sich dort als Heilerin und Assistentin eines Arztes. Da sie nicht sprechen kann, fällt es ihr schwer, sich bei ihren Mitmenschen verständlich zu machen. Ihr größter Wunsch ist, in die Fußstapfen des Vaters zu treten und Ärztin zu werden. Aber das war zur damaligen Zeit schier unmöglich. Die Rahmengeschichte zu diesem Roman, der von einem sehr berührenden Frauenschicksal des 16. Jahrhunderts handelt, spielt in der Gegenwart in Regensburg. Gideon Morgenstern findet im Vermächtnis seines verstorbenen Großvaters einen alten Koffer, in dem sich zahlreiche Relikte aus der Vergangenheit befinden. Neben Fotografien und alten Briefen enthält dieser Koffer auch ein Hochzeitsgewand und einen uralten Holzkoffer. Wie sich herausstellt, war das der Arztkoffer Daniel Friedmanns, Alishas Vater, der damals, vor vielen hundert Jahren bei dem Pogrom ermordet wurde. Gideon, der bisher kaum etwas mit dem Glauben seiner Vorfahren zu tun haben wollte, entdeckt auch alte Tagebücher, die er jedoch nicht lesen kann, da sie in Hebräisch verfasst sind. Mit Hilfe der Studentin Paula gelingt es ihm, die alten Schriften zu übersetzen, und die beiden jungen Leute erleben eine Überraschung, ist dies doch ein aufrüttelndes Zeitzeugnis, von Gideons Vorfahrin Alisha eigenhändig verfasst. Je länger sich Gideon mit der Vergangenheit und den alten Tagebüchern beschäftigt und je mehr er über die damaligen Geschehnisse und über Alisha erfährt, umso stärker wird seine Faszination. Alishas Schicksal berührt ihn sehr, und er sieht sich selbst, sein Leben, seine Familie und die Religion seiner Vorfahren plötzlich aus einem ganz neuen Blickwinkel. Nicht nur Gideon und Paula nehmen intensiven Anteil am Schicksal der schönen Alisha, auch ich, als Leserin dieses Romans, war von der ersten Seite an gefesselt und berührt. Die beiden Handlungsstränge, einmal die Vergangenheit mit Alisha und dazwischen die Gegenwart mit Gideon und Paula, laufen parallel nebeneinander her. Obwohl ich völlig in der Geschichte versinken konnte, fand ich die Wechsel zwischen den Zeiten nicht lästig. Ich habe sie nicht als Unterbrechungen wahrgenommen, sondern als Brücken, die Gideons Familiengeschichte aus Vergangenheit und Gegenwart verbinden. Der Handlungsstrang über die Vergangenheit ist natürlich ungleich dramatischer als die Ereignisse der Gegenwart, denn was dem jüdischen Volk damals widerfahren ist, lässt sich aus humaner Sicht kaum begreifen. Zwar ist Alisha ein fiktiver Charakter, aber die historischen Ereignisse, die diesem Roman zugrunde liegen, sind leider nur allzu wahr. Im Anhang sind auch zahlreiche reale historische Personen verzeichnet, die im Verlauf der Geschichte Erwähnung finden. Die historische Handlung mit all ihren wahren Hintergründen ist meines Erachtens sehr ausführlich und gut recherchiert. Man erhält intensive Einblicke in das Leben einer jüdischen Gemeinde und erfährt sehr viel Wissenswertes über jüdische Bräuche, Regeln und Feiertage. Die vielen Erklärungen im Glossar, zu speziellen Bezeichnungen und Redewendungen, sorgen für ein gutes Verständnis. Die Rahmenhandlung mit Gideon und Paula rundet diesen eindrucksvollen und bewegenden Roman sehr schön ab, denn Gideon macht eine starke und faszinierende Veränderung durch, die ihren Auslöser in dem alten Koffer und in Alishas Tagebüchern hat. Bei Gideon, dem momentan jüngsten Nachfahren der Familie Morgenstern, schließt sich der Kreis, und es ist nun an ihm, das uralte Vermächtnis zu bewahren und vielleicht eines Tages weiterzugeben. Für mich gehört dieses Buch zu den „nachhaltigen“ Romanen, die mich noch lange nach dem Lesen beschäftigen und mir intensiv in Erinnerung bleiben.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • gelebte Vergangenheit

    Die Tochter des Medicus
    kira35

    kira35

    12. October 2015 um 13:32

    Kurzbeschreibung: (Klappentext) Als Gideon Morgenstern in Regensburg das Erbe seines Großvaters antritt, ahnt er nicht, dass der Koffer, den der alte Mann ihm vermacht hat, sein Leben für immer verändern wird. Gideon, der stets gegen die Traditionen aufbegehrte und als Einziger in der Familie nicht Arzt wurde, entdeckt die tragischen Zeugnisse einer längst verschwundenen Welt: alte Fotografien, ein Hochzeitsgewand - und vor allem einen uralten Holzkoffer. Dieser gehörte Daniel Friedman, einem jüdischen Arzt, der 1519 in Regensburg bei einem Pogrom ermordet wurde. Als einzige Überlebende aus der Familie nahm seine Tochter Alisah den Medizinkoffer an sich und führte sein Handwerk fort. Doch als jüdische Frau war es nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, als Ärztin tätig zu sein ... Meinung / Fazit: Der erste Satz im Klappentext "Als Gideon Morgenstern in Regensburg...." zog meine Aufmerksamkeit an, da ich seit einiger Zeit in der Nähe von Regensburg lebe. Über die Geschichte der Juden hier wusste ich nichts. Zwar war mir bekannt, dass es die Juden schon immer schwer hatten, aber dass es 1519 sogar hier ein Pogrom gab, war mir nicht bekannt. Der Einstieg in die Geschichte war mühelos und das Buch las sich wie von allein. Beginnend im Jahr 2013, zwischen Trient und Regensburg, beginnt die Geschichte um Gideon, der das Erbe seines Großvaters antritt. Zuerst uninteressiert an dem Erbe wurde Gideon dann doch von der Neugier gepackt und untersuchte den Inhalt des Koffers. Tagebücher in hebräischer Schrift stellten ihn vor ein Hindernis, da er der Sprache nicht mächtig war. Mit Paula, die er als Übersetzerin gewinnen konnte, tauchten Gideon und auch ich ein in das Jahr 1519. Traurige Ereignisse umgaben Alisah, doch nie verlor sie ihren Mut. Eine wahrhaft starke junge Frau, die tapfer ihren Weg ging und die Werte ihres Glaubens nicht aus den Augen verlor. Auch Gideon und Paula überdachten ihr bisheriges Leben und schlugen einen anderen Weg ein. Gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger, angenehmer Schreibstil und eine wirklich gute Recherche gaben dieser Geschichte die richtige Würze. Nicht jeder Autor schafft es, mich so für ein Buch zu begeistern. Von mir eine Leseempfehlung! die Autoren: Gerit Bertram ist das Pseudonym eines Autorenpaares, das sich 2007 durch ein Internet-Schreibforum kennen lernte. Schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Liebe zur Geschichte und schreiben seitdem erfolgreich zusammen. Iris Klockmann ist gelernte Arzthelferin und lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Lübeck. Peter Hoeft war fast dreißig Jahre lang in der stationären Altenpflege tätig und wohnt mit Frau und Sohn in der Nähe von Hannover.

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  • Mitreißende, bewegende und lehrreiche Geschichte einer Jüdin im Mittelalter

    Die Tochter des Medicus
    Alyana83

    Alyana83

    21. September 2015 um 09:55

    Inhalt: Gideon Morgenstern lebt und arbeitet im schönen Italien, als er eines Tages nach Regensburg kommen soll, um das Erbe seines Großvaters an zu treten.Als ihm nicht nur dessen Haus vermacht wird, sondern auch ein sonderbarer Koffer, den er hüten soll, ist Gideon zunehmend verwirrt. Denn schon lange hatte er keinen Kontakt mehr zu seinem Großvater, da es immer wieder Streitigkeiten zwischen den beiden gab. Denn Gideon hat mit der Familientradition der Morgensterns gebrochen, in dem er kein Arzt wurde. Als Gideon sich dann aber doch näher mit dem Koffer beschäftigt, stellt sich heraus, dass sich darin sehr alte Gegenstände und hebräische Aufzeichnungen seiner Vorfahren befinden. Gideons Interesse ist geweckt und er fühlt sich plötzlich wieder sehr verbunden mit seiner Familie.Und so begibt sich Gideon zusammen mit der Übersetzerin Paula auf die Spuren seiner Vorfahren und erlebt so die tragische Geschichte von Alisah Friedmann aus dem Jahre 1519. Persönliche Meinung: Nicht nur das wunderschöne Cover dieses Buches, nein auch Titel und Rückentext sprachen mich sofort an. Da ich von dem Autorenduo bereits ein Buch gelesen habe, war ich gespannt, ob mir dieses hier auch gefallen würde.Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist auch in "Die Tochter des Medicus" sehr gut, flüssig und einfach zu verstehen. Dies ist bei historischen Roman ja nicht immer der Fall. Doch hier handelt es sich ja auch nicht rein um einen historischen Roman. Die Geschichte springt zwischen den Jahren 2013 und 1519 hin un her und wir kommen einer wunderschönen, spannenden Familiengeschichte auf die Spur. Diese Art von Geschichten kennt man natürlich schon, doch hier ist der Zeitsprung größer, als er es gewöhnlich ist. Dies hat mir persönlich aber sehr gut gefallen und ich fand das Buch durchweg absolut spannend.  Im Jahr 2013 begleiten wir Gideon Morgenstern dabei, wie er von seinem Großvater einen geheimnisvollen Koffer erbt. Darin befinden sich alte, meist medizinische,  Andenken seiner Vorfahren und mittelalterliche Aufzeichnungen über den Beruf des Medicus und der Geschichte von Alisah Friedmann, die als Jüdin 1519 in Regensburg lebte. Als die Juden von dort vertrieben wurden verlor sie ihre Familie und schlug sich nach Frankfurt durch um dort als Ärztin zu arbeiten. Doch jüdische Frauen durften dies damals nicht und generell hatten es die Juden alles andere als einfach.  Diese Thematik hat mir unglaublich gut gefallen. Natürlich haben wir alle schon vom Judentum gehört. Spätestens im Geschichtsunterricht zum Thema 2. Weltkrieg wird das ein Thema. Doch so ganz genau wusste ich persönlich gar nicht über diese Religion Bescheid. Oder darüber, wie verpönt Juden schon viel früher waren. Die Geschichte von Alisah war also nicht nur spannend und bewegend, nein, sie war für mich auch noch äußerst lehrreich. Es gab so viel zu entdecken für mich und ich habe einen Einblick in den jüdischen Glauben bekommen, der mich durchaus überrascht hat. Ich werde mich auch weiterhin mit diesem Thema auseinander setzen. Die Charaktere Gideon und auch Alisah sind mir beide sehr ans Herz gewachsen und es war fast schon ein wenig traurig, als ich mich am Ende des Buches von ihnen trennen musste.Beide sind sehr gut ausgearbeitet und man kann sich in die Handlungen und sie Gedanken sehr gut hinein versetzen.  Autoren: Gerit Bertram steht für das Autorenpaar Iris Klockmann und Peter Hoeft. Die beiden lernten sich 2007 in einem Internet-Schreibforum kennen und stellten schnell fest, dass sie gemeinsam schreiben wollen.Iris Klockmann lebt mit ihrer Familie in Lübeck, wo sie auch geboren wurde. Sie ist gelernte Arzthelferin.Peter Hoeft lebt in der Nähe von Hannover und arbeitete sehr viele Jahre in der Altenpflege. Fazit und Bewertung: "Die Tochter des Medicus" ist ein wirklich sehr gut geschriebener, mitreißender und teilweise bewegender Roman, den ich absolut empfehlen kann. Auch für Historik Einsteiger ist dieses Buch sehr gut geeignet. Denn es spielt nicht durchgehend in der Vergangenheit und der Schreibstil ist sehr leicht und hat trotzdem Tiefgang. Ihr habt sicher keinerlei Probleme mit dieser Geschichte, also traut es euch ruhig zu und wagt euch in dieses Genre vor.

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  • Die Geschichte einer Jüdin, packend und authentisch erzählt

    Die Tochter des Medicus
    Zabou1964

    Zabou1964

    23. August 2015 um 14:11

    Seit seinem ersten Roman verfolge ich bereits mit wachsender Begeisterung das Schaffen des Autorenpaares Gerit Bertram. Mit großer Spannung und hohen Erwartungen habe ich das Erscheinen ihres neuesten Werkes „Die Tochter des Medicus“ herbeigesehnt. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, die Autoren haben sie sogar übertroffen. Die Geschichte um Alisah Friedmann hat mich bewegt, gerührt und neugierig gemacht auf das Leben der Juden und die Arbeit der Mediziner im späten Mittelalter. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart erbt Gideon Morgenstern, ein jüdischer Buchhalter, der in Italien lebt, von seinem Großvater einen Koffer, den Koffer „wider das Vergessen“, in dem seit Generationen Erinnerungsstücke aus dem Leben der Familienmitglieder gesammelt und weitergegeben werden. In diesem findet Gideon unter anderem das Tagebuch seiner Vorfahrin Alisah Friedmann, Tochter eines Medicus, die im Jahr 1519 Waise und mit allen anderen Juden aus Regensburg vertrieben wird. Ihr größter Wunsch ist es, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und Medica zu werden. Doch Anfang des 16. Jahrhunderts ist dieser Beruf Männern vorbehalten. Aber Alisah geht ihren Weg, entgegen allen Widerständen. Besonders interessant fand ich die Schilderung der Arbeit der Mediziner zu dieser Zeit. Wobei ich sehr froh war, dass die Autoren bei der Beschreibung einiger Operationen nicht zu sehr ins Detail gegangen sind. Aber auch das Leben der Juden, deren Verfolgung und die Ausübung der Religion fand ich spannend und packend erzählt. Man merkt dem Roman eine gründliche Recherchearbeit an. Trotzdem wirken die Erklärungen niemals belehrend, sondern sind unterhaltsam in die Geschichte eingeflochten. In der Gegenwart lernt Gideon Morgenstern durch die Lektüre des Tagebuchs seiner Vorfahrin auch die Religion seiner Familie, die er bis dato immer abgelehnt hatte, besser kennen. Er beginnt, seinen Großvater, von dem er sich im Streit getrennt hat, besser zu verstehen und hinterfragt seine eigene Lebensweise. Dieser Teil der Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen, wenn auch das Leben von Alisah mich mehr bewegt hat. Im Anhang gibt es einige Erklärungen der Autoren sowie ein Glossar, das die jüdischen Begriffe und medizinischen Fachausdrücke sehr gut erklärt. Fazit: Packende Geschichte, die authentisch das Leben einer jungen Jüdin mit ungewöhnlichem Berufswunsch im frühen 16. Jahrhundert erzählt.

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  • Eine mutige junge Frau

    Die Tochter des Medicus
    Yomiko

    Yomiko

    23. August 2015 um 12:50

    Die Geschichte von Alisah Friedmann ist die Geschichte einer mutigen jungen Frau, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts zielstrebig ihren Weg geht und ihren Traum als Medica zu arbeiten nicht aufgibt. Es ist die Geschichte einer mutigen jüdischen Frau, die in einer schweren Zeit viele Schicksalsschläge erleidet und trotzdem an ihrem Glauben und ihren Zielen festhält. Entdeckt wird ihre Geschichte von einem ihrer Nachkommen, der 500 Jahre später durch ihre Tagebücher in ihre Geschichte eintaucht und gefesselt ist von ihr und der Geschichte seines Volkes, die ihm bisher nicht als seine eigene erschien. Die Tochter des Medicus ist ein interessanter und spannender historischer Roman der auf zwei zeitlichen Ebenen spielt. Mit Gideon Morgenstern erlebt der Leser die aufregende Reise seiner jungen Vorfahrin. Durch die persönliche Verknüpfung mit Alisahs hat er nun einen Einblick in das mittelalterliche jüdische Leben, dass ihn mehr und mehr beschäftigt und er lernt etwas darüber einen Lebenstraum zu verwirklichen. Den Autoren gelingt es durch die verschiedenen Zeitstränge eine Spannung aufzubauen und durch die Schilderung der beteiligten Personen und ihren Erlebnissen diese bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten. Man mag gar nicht mehr aufhören zu lesen und mit zu erleben wie es weiter geht mit Alisah und Gideon in ihren verschiedenen Lebenssituationen. Durch das Erzählen aus der Perspektive verschiedener Personen hat der Leser die Möglichkeit die Handelnden aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und gewinnt so ein vielseitiges Bild. Die gut recherchierte Darstellung jüdischen Lebens macht Lust darauf noch mehr zu erfahren und vielleicht noch mehr bemerkenswerte Personen wie Alisah Friedmann kennen zu lernen. Einer jungen Frau die ihr Leben dem Dienst an den Menschen verschreiben möchte, einer jungen jüdischen Frau die ihr Glaube an einen allmächtigen Gott lehrt, dabei keine Unterschiede zu machen und immer die Bedürftigkeit der Mitmenschen zu sehen ungeachtet aller Regeln und Traditionen. Ein schöner Roman für alle die Freude an erlebbarer Geschichte haben.

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  • zum Grübeln und sich Verlieren

    Die Tochter des Medicus
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    12. August 2015 um 20:55

    Gideon Morgenstern bekommt von seinem Großvater ein großes Erbe vermacht. Unter anderem einen Koffer, auf welchen er gut acht geben soll. Gideon findet darin Tagebücher von Alisah Friedman, einer direkten Vorfahrin, die 1519 unter tragischen Umständen das Judenviertel in Regensburg verlassen muss. Ihr Weg führt sie nach Frankfurt, doch auch dort ist das Leben als Jüdin nicht sehr einfach. Und dann ist da noch Lorenzo Neri, ein junger Mann aus Venedig, der sich zu Alisah hingezogen fühlt. Das Buch beginnt eher harmlos und stellt uns erst mal Gideon Morgenstern vor. Er lebt in Italien, geht einem gesicherten Job nach und führt mit der rassigen Gianna eine stabile Beziehung. So denkt er zumindest, bis er nach Deutschland zur Testamentseröffnung fährt und das Erbe von seinem Großvater antritt. Ab diesem Zeitpunkt ändert sich alles. Es geht quasi mit Gideon bergab. Er überdenkt sein Leben und weiß nicht so recht, ob er wirklich ausgefüllt ist. In einem weiteren Handlungsstrang lernen wir Alisah Friedman kennen, eine Jüdin aus dem Jahre 1519 und direkte Vorfahrin von Gideon. Ihr Leben ist nicht einfach. Dies wird von den Autoren auch eindrucksvoll dargestellt. Der Kampf der Juden gegen Vorurteile, Hass und Beleidigungen schlagen einem auf fast jeder Seite entgegen. Aber Alisah ist tapfer und sucht sich ihren Weg. Wie auch Gideon, der sich näher mit seiner Vorfahrin beschäftigt und damit auch Einblick in sein Innerstes bekommt. Abgerundet wird alles mit einer kleinen Liebesgeschichte um Gideon und Paula und auf der anderen Seite Alisah und Lorenzo. Das alles natürlich nicht auf gerade Linie passieren kann, ist ja wohl klar. Es kommt zu Widrigkeiten, die nicht so einfach zu überwinden sind. Das Autorenduo Gerit Bertram hat es in eindrucksvoller Weise geschaffen, sich dem Thema Judenhass und -vertreibung zu widmen und daraus eine Geschichte zu spinnen, die durch Intensität glänzt und einen tiefen Einblick gibt. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch in zwei Stränge unterteilt ist. Die Gegenwart, demonstriert von Gideon und Paula sowie die Vergangenheit mit Alisah und Lorenzo. Zu Anfang war mit Gideon nicht sympathisch, doch als er anfing, aus seinem Leben etwas zu machen, hat er es doch noch geschafft, sich in mein Herz zu schleichen. Alisah aber hatte mich gleich in ihren Bann gezogen. Ihr Schicksal ist berührend, ihr Wille ist bewundernswert. Aber auch die anderen Charaktere sind sympathisch und liebenswert. Lorenzo war für mich am herausragendsten, da er einfach er selbst war und mit allen Mitteln für sich und seine Liebsten kämpt. Ich hatte das Vergnügen, das Buch in einer Leserunde zusammen mit den Autoren zu lesen und konnte so wieder einen Einblick hinter die Idee, die Kulissen und vor allem die Gedanken erhaschen. Fazit: Ein Buch zum Grübeln, sich Verlieren und Abschalten.

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  • Die Geschichte der Morgensterns…

    Die Tochter des Medicus
    nicigirl85

    nicigirl85

    06. August 2015 um 17:26

    Als leidenschaftliche Leserin von historischen Romanen war es nur eine Frage der Zeit, dass ich über das Autorenduo Gerit Bertram stolpern würde. Der vorliegende Roman ist das erste Buch der beiden, welches ich gelesen habe. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und ein Erzähler führt uns durch die Geschehnisse. In der Gegenwart, im Jahr 2013, begleiten wir Gideon Morgenstern, in der Vergangenheit ab 1519 Alisah Friedman. Gideons Großvater, bei dem er aufwuchs, ist gestorben und nun gilt es das Erbe anzutreten. Doch zu dem geerbten Haus gehört noch ein geheimnisvoller Koffer. Als Gideon diesen öffnet erfährt er mehr über sich und seine Familie als er jemals geglaubt hätte. Den Hauptteil der Geschichte nimmt die Handlung in der Vergangenheit ein, was mir sehr gut gefiel. Alisah ist ihrer Zeit voraus, denn sie möchte unbedingt als Ärztin tätig sein, nur leider ist das 1519 Frauen nicht erlaubt und schon gar nicht jüdischen. Das Besondere an ihr ist, dass sie mit Mut, Herz und Verstand trotz aller Schicksalsschläge ihren Weg geht. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Gideon dagegen war mir anfänglich etwas suspekt, aber mit der Zeit wuchs auch er mir ans Herz. Mir hat der Roman richtig was gegeben, denn ich habe wieder einiges über die Juden und deren Geschichte dazulernen können. Das Autorenduo verwendet eine sehr bildhafte Sprache, die das Vorstellungsvermögen befeuert. Für mich lief die Handlung teilweise wie ein Film vor Augen ab. Ebenfalls positiv hervorheben möchte ich das Personenregister am Anfang des Buches und das Glossar am Ende, denn so etwas hilft immer sehr beim Verständnis der Lektüre. Fazit: Gute Unterhaltung, die zum Nachdenken einlädt. Ich empfehle den Roman nur zu gern weiter.

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  • Das Leben der Alisah Friedmann im mittelalterlichen Regensburg und Frankfurt

    Die Tochter des Medicus
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    04. August 2015 um 11:04

    Regensburg 1519: die Juden in Regensburg leiden zunehmend unter Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Ablehnung findet ihren Höhepunkt im Regensburger Pogrom, das neben offener Gewalt die Ausweisung der Juden zur Folge hat. Besonders hart trifft es die Familie der jungen Alisah Friedmann, die ihrem Vater, dem Medicus, zur Hand geht. Alisahs größter Traum wäre es, als Medica zu arbeiten, jedoch ist dieser Beruf Frauen untersagt und als Jüdin hat sie es doppelt so schwer. Trient 2013: Gideon Morgenstern erbt überraschenderweise von seinem Regensburger Großvater einen alten Koffer, der Erinnerungsstücke seiner Vorfahren enthält. Unter diesen Schätzen findet er auch die Tagebücher seiner Ahnin Alisah Friedmann. Mit ihrem Buch entführt das Autorenduo Gerit Bertram den Leser in die mittelalterliche Welt der Regensburger und Frankfurter Juden, die mir bisher unbekannt war. Es ist erschreckend zu sehen, wie jüdische Mitbürger schon immer unter Ablehnung und Ausgrenzung zu leiden hatten. Mehrmals mußte ich beschämend erkennen, wie die Ereignisse von damals den Geschehnissen aus der jüngerer Vergangenheit ähneln. Die Handlung des Buches wird in zwei Zeitebenen aufgeteilt: in der Vergangenheit begleitet der Leser Alisah auf ihrem Weg. In der Gegenwart erleben wir, wie die Tagebücher seiner Ahnin das Leben von Gideon Morgenstern veränderm, dem seine jüdischen Wurzeln und Vergangenheit bis dahin eher lästig waren. Neben vielen historischen Fakten lernt der Leser auch einiges über die Arbeitsweise der damaligen Medicae, den Ärzten des Mittelalters. Auch hier waren die Juden federführend und wegweisend, was ihnen jedoch oftmals angekreidet wurde. Alisah Friedmann ist eine mutige junge Frau, die sich trotz aller Schicksalsschläge immer wieder aufrafft und ihren Traum, als Heilerin zu arbeiten, verfolgt. Dabei hilft ihr der Zusammenhalt der jüdischen Gemeinschaft, aber auch unter den Christen findet sie Menschen, die zu ihr halten und sich wohltuend vom Mob abheben. Gideon Morgenstern ist ein Mensch, der manchmal etwas länger braucht, um bestimmte Dinge anzunehmen. Zugegeben, der alte Koffer samt Inhalt krempelt sein Leben aber auch komplett um. Mir hat das Buch schöne Lesestunden beschert und es wird sicherlich nicht das einzige Buch der sympathischen Autoren bleiben, das ich gelesen habe.

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  • Die Tochter des Medicus - Gerit Bertram

    Die Tochter des Medicus
    Fluse

    Fluse

    04. August 2015 um 10:40

    Wer einen Roman sucht, der in verschiedenen Zeitebenen spielt sollte nicht am neuen Werk von Gerit Bertram vorbeigehen, denn hier gibt es genau die Mischung, die ein gutes Buch braucht ... Liebe, Leid und Freud, Erfolg, Glück und Trauer ... Wir leiden, lieben, hoffen, bangen und freuen uns mit den charakterstarken und sehr symphatischen Protagonisten dieses Romans. Dem Leser wird es am Ende schwer fallen, das Buch ein letztes Mal zuzuschlagen. Aber zurück bleibt ein Gefühl von Zufriedenheit, weil sich alles wunderbar aufgeklärt hat, man viel erfährt und nicht zuletzt regt die Geschichte auch zum Nachdenken über das eigene Leben an. Zunächst lernen wir Gideon kennen, ein junger Italiener, mit jüdischen Wurzeln und keinerlei Interesse an seiner Vergangenheit oder seiner Religion und Tradition. Dies ändert sich jäh, als er das Erbe seines Großvaters antritt, ein Erbe, welches sein Leben komplett auf den Kopf stellen wird ... Im zweiten Erzählstrang lernen wir Alisah und ihre Familie kennen, die als Juden im Jahre 1519 in Regensburg leben. Doch die Juden werden nicht länger in der Stadt geduldet und somit sind die Menschen gezwungen, all ihr Hab und Gut zurückzulassen und zu fliehen. Alisah, die stets wissbegierig ihrem Vater assistierte, der ein angesehener Medicus ist, bleibt nach einem schrecklichen Überfall allein zurück. Aber sie wird nicht nur ihren Vater verlieren .... Getrieben von dem Wunsch ihres Vaters und ihres eigenen Wunsches macht sich Alisah auf einen beschwerlichen Weg, der sie nach Frankfurt führt. Denn sie will dort weitermachen, wo ihr Vater aufhören musste ... sie will heilen und eine Medica werden, anerkannt und wertgeschätzt. Auf ihrem Weg liegen viele Steine, viele Hürden, viele Veränderungen, aber eines behält Alisah immer im Blick: ihr Ziel. Sie lässt sich tapfer auf alles ein, was das Leben ihr bietet und wird am Ende nicht nur mit einem Titel belohnt ... Ein toller, flüssiger Roman, mit lebendigen und authentischen Charakteren und vielen interessanten Details aus unserer Geschichte und der Medizin unserer Vorfahren.

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  • Lesenswerter Historischer Roman

    Die Tochter des Medicus
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    29. July 2015 um 16:20

    Gideon erbt von seinem Großvater einen alten Koffer. In diesem Koffer entdeckt Gideon ein altes Tagebuch seiner Ahnin Alisah, die im 16. Jahrhundert gelebt hat. Da das Tagebuch auf Hebräisch verfasst ist, bittet Gideon die Studentin Paula um Hilfe; sie soll das Tagebuch ins Deutsche übersetzen. Schon bald sind Gideon als auch Paula von der Geschichte Alisahs gefesselt, die eine jüdische Heilerin war und gegen viele Widrigkeiten hat kämpfen müssen.   Mein Leseeindruck:   Das Buch hat zwei verschiedene Zeitebenen. Einmal spielt die Geschichte in der Gegenwart und handelt von Gideon und Paula. Der Großteil aber dreht sich um die junge Alisah, die im 16. Jahrhundert als Jüdin aus ihrer Heimatstadt Regensburg vertrieben wurde und versuchte, sich als Heilerin durchzuschlagen. Mir haben beide Geschichten sehr gefallen, und generell mag ich es sehr, wenn ein Buch auf zwei Zeitebenen spielt.   Alisahs Geschichte hat mich noch ein wenig mehr ergriffen, vermutlich, weil der Leser einfach mehr über sie erfährt. Wir begleiten sie eine ganze Weile auf ihrem doch oft steinigen Weg, und ich habe mit ihr fühlen und leiden können. Sie ist eine sehr sympathische Protagonistin, die mir schnell ans Herz gewachsen ist.   Der Schreibstil ist für einen Historischen Roman sehr angenehm und leicht; das Buch hat sich wirklich schnell lesen lassen. Wenn ich lese, möchte ich mich in erster Linie entspannen; das war mit diesem Buch sehr gut möglich. Ich konnte eintauchen in Alisahs Geschichte und mich ganz in das Buch vertiefen.   Sehr gut hat mir auch gefallen, dass man sehr viel über den jüdischen Glauben erfährt. Ich muss gestehen, ich wusste vieles nicht, was in diesem Buch angesprochen wird. So war es nicht nur sehr interessant zu lesen, sondern auch lehrreich und informativ für mich.   Mir hat es sehr viel Freude gemacht, „Die Tochter des Medicus“ zu lesen, und ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

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  • Das Vermächtnis der Familie Morgenstern

    Die Tochter des Medicus
    Bellexr

    Bellexr

    15. July 2015 um 18:23

    Gideon Morgenstern zieht von Trient zurück nach Regensburg und tritt das Erbe seines Großvaters an. Hierzu gehört neben einer Villa auch ein Koffer, in dem seit Generationen hinweg vom erstgeborenen Sohn etwas hineingelegt wird. Beim Öffnen entdeckt Gideon neben einem Brautkleid und alten Fotos auch Tagebücher. Da sie in Hebräisch geschrieben sind, bittet er die Studentin Paula um die Übersetzung. Regensburg im Jahre 1519: Die Juden müssen Regensburg verlassen, auch die Arzttochter Alisah Friedmann gehört zu den Flüchtlingen. Ihr Weg führt sie nach Frankfurt, doch selbst dort ist Alisah vor den Übergriffen auf die jüdische Bevölkerung nicht sicher. Doch bei all den Widrigkeiten verliert Alisah ihr Ziel nie aus den Augen, eines Tages als Medica praktizieren zu können.   Nachdem Gideon die Tradition der Familie Morgenstern nicht fortgesetzt hat und statt Arzt lieber den Beruf des Controllers ergriffen hat, hat er mit seinem Großvater keinen Kontakt mehr. Sein Weg führte ihn von Regensburg nach Trient, doch mit dem Testament seines Großvaters ändert sich Gideons Leben radikal. Die Geschichte von Alisah, welche Paula für ihn nach und nach übersetzt, bewegt ihn sehr stark. Langsam beginnt Gideon über sein Leben nachzudenken, er entdeckt seine jüdischen Wurzeln und freundet sich mit dem Gedanken an, seinen Wunschtraum zu verwirklichen.   Alisah lebt mit Vater und Schwester im jüdischen Viertel Regensburgs. Dort praktiziert ihr Vater als Medicus, immer begleitet von seiner wissbegierigen Tochter. Doch als im Jahr 1519 die Juden die Auflage erhalten, binnen weniger Tage Regensburg zu verlassen, verändert sich das Leben von Alisah von Grund auf. Ihr Weg führt sie nach Frankfurt und selbst hier ist sie immer wieder den Übergriffen durch die christliche Bevölkerung ausgesetzt.   Bildhaft und lebendig beschreibt das Autorenduo Gerit Bertram das Leben der jungen Heilerin Alisah Friedmann. Dabei lassen die Autoren immer wieder jüdische Riten und Begriffe mit einfließen, die sehr unterhaltsam, gut dosiert und informativ in die Geschichte mit eingefügt sind. Die Ereignisse rund um Alisah gestalten sich sehr abwechslungsreich und unvorhersehbar, wirken aber jederzeit realistisch und sehr gut recherchiert.   Aber auch der Handlungsstrang der Gegenwart rund um Gideon Morgenstern und der Studentin Paula erzählen die Autoren interessant und unterhaltsam. Während die Charaktere der Vergangenheit allerdings sehr facettenreich und überzeugend beschrieben sind, bleiben die Personen der Gegenwart etwas blass. Jedoch überwiegt die Geschichte von Alisah mit ihren packenden Erlebnissen, sodass man hierüber gerne hinwegsieht.   Fazit: Auf der Suche nach seinen Wurzeln … unterhaltsam und bildhaft erzählt im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit.

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  • Meine 4-Sterne Rezension zu "Die Tochter des Medicus" von Gerit Bertram

    Die Tochter des Medicus
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    11. July 2015 um 21:03

    Das Schicksal einer Frau wird zum Vermächtnis einer ganzen Familie *************** Klappentext: Als Gideon Morgenstern in Regensburg das Erbe seines Großvaters antritt, ahnt er nicht, dass der Koffer, den der alte Mann ihm vermacht hat, sein Leben für immer verändern wird. Gideon, der stets gegen die Traditionen aufbegehrte und als Einziger in der Familie nicht Arzt wurde, entdeckt die tragischen Zeugnisse einer längst verschwundenen Welt: alte Fotografien, ein Hochzeitsgewand - und vor allem einen uralten Holzkoffer. Dieser gehörte Daniel Friedmann, einem jüdischen Arzt, der 1519 in Regensburg bei einem Pogrom ermordet wurde. Als einzige Überlebende aus der Familie nahm seine Tochter Alisah den Medizinkoffer an sich und führte sein Handwerk fort. Doch als jüdische Frau war es nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, als Ärztin tätig zu sein. *************** Meine Meinung: Wie man viel schon bemerkt hat, bin ich ein Fan historischer Romane. So war mir auch sehr schnell klar, dass ich das vorliegende Buch unbedingt haben wollte. Schon der Anblick des Covers hatte mich total neugierig gemacht. So neugierig, dass ich nach dem Erhalt des Rezensionsexemplars sofort mit dem Lesen begonnen habe. Einfühlsam, aber niemals kitschig beschreibt das Autorenpaar (Iris Klockmann und Peter Hoeft) das Schicksal einer jungen Frau um 1500, die trotz aller Auflage, Verbote und Schwierigkeiten ihrer Berufung nachgehen möchte. Aber nicht nur das. Im zweiten Handlungsstränge, begründet durch den Fund eines Tagebuchs, wird die Geschichte von Gideon erzählt. Gideon lebt allerdings im hier und heute. Er lernt durch das Tagebuch nicht nur seine Vorfahren kennen, sondern hat nun auch die Möglichkeiten sein Leben in eine andere Richtung zu lenken. Beide Handlungsstränge laufen parallel und sind jedoch deutlich zu unterscheiden. Sehr detailliert werden die Zeitgeschehen beschrieben, so dass man als Leser das Gefühl hat, mitten dabei zu sein. Also nicht nur Leser, sondern vielmehr als Zuschauer. Deshalb könnte ich mir die Story sehr gut verfilmt vorstellen. Sehr schön fand ich auch die Beschreibung des "Koffers wider des Vergessens". In der Tat sollten solche Schätze gewürdigt und nicht in Vergessenheit geraten. Vergessen dürfen wir auch nicht die Worte, die noch heute im Sprachgebrauch sind, ihren Ursprung jedoch in der jüdischen Sprache haben: Bammel, Schmonzes etc. Siehe hierzu auch das Glossar, das Aufschluss über die verwendeten Begriffen bietet. Einen kleinen Wehmutstropfen hatte es aber doch. Stellenweise, etwa ab 2/3 des Buches, fand ich die historische Geschichte, also die Geschichte der Alisah etwas zu langatmig und nur seitenfüllend. Ich war manchmal geneigt einfach weiterzublättern, habe dann aber doch tapfer durchgehalten. *************** Fazit: Ein toller historischer Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Absolut Lesenswert!

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