Die Bremer Stadtmusikanten - was wirklich geschah: Oskar ganz nach oben

von Gerlis Zillgens und Katja Jäger
4,8 Sterne bei12 Bewertungen
Die Bremer Stadtmusikanten - was wirklich geschah: Oskar ganz nach oben
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Funny1210s avatar

supertolles, liebenswertes Kinderbuch mit ebenso tollen Bildern!

danielamariaursulas avatar

Märchen müssen nicht gruselig sein, sondern können witzig und modern sein. Toll zum Vorlesen. Süße Bilder. Schrift recht klein

Alle 12 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Bremer Stadtmusikanten - was wirklich geschah: Oskar ganz nach oben"

Die Bremer Stadtmusikanten - Was keiner weiß: sie waren sogar zu fünft!
Der kleine Hund Oskar muss zu seinem Opa nach Bremen ziehen. In seiner neuen Klasse wird er von zwei aufgeblasenen Kötern gemobbt. Opa ist ihm dabei keine große Hilfe, er und seine Kollegen, Eselin Agatha, Katze Pummelchen und Hahn Schröder, wurden gerade entlassen – sie sind zu alt! Schlechte Stimmung also in Bremen. Aber dann bringt Oskar die Bremer Bande gemeinsam mit dem Pudelmädchen Tiramisu auf Trab …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783943086539
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:80 Seiten
Verlag:Südpol Verlag
Erscheinungsdatum:28.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Funny1210s avatar
    Funny1210vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: supertolles, liebenswertes Kinderbuch mit ebenso tollen Bildern!
    absolut liebenswertes Kinderbuch mit Humor und tollen Bildern

    In "Die Bremer Stadtmusikanten - was wirklich geschah, Oskar ganz nach oben" von Gerlis Zillgens mit Illustrationen von Katja Jäger geht es um den kleinen Hund Oskar, dessen Eltern ihn leider aus beruflichen Gründen bei seinem Opa in Bremen lassen müssen. Dort muss er in eine neue Schule, in der zwei sehr unfreundliche Mitschüler sind und ihm das Leben schwer machen. Der Opa und seine Freunde sind leider mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Aber dann freundet sich Oskar mit dem Pudelmädchen Tiramisu an und diese erweist sich als wirklich gute Fitnesstrainerin und  vielleicht ist Bremen ja doch nicht so schrecklich? 


    Das Buch ist absolut kindgerecht und liebenswert geschrieben. Mein Sohn (6) liebt das Buch. Wir haben es inzwischen mehrfach gelesen. Das Buch hat auch witzige Wortspielereien, die aber vor allem bei den Erwachsenen oft zu einem Schmunzeln führen. Alleine die Namensgebung der Tiere ist einfach treffend und überzeugend.

    Sehr schön finde ich, dass verschiedene Themen so ganz nebenbei abgehandelt werden und es durchwegs friedliche Lösungen für die Probleme gibt. Es geht um Heimweh, Alleinsein in einer neuen Umgebung, Konflikte mit Mitschülern und ganz viel Freundschaft. 

    Das gesamte Buch ist zudem wundervoll illustriert. So macht es auch wirklich Freude  sich immer wieder die tollen Bilder beim Lesen anzuschauen.

    Insgesamt also ein tolles, absolut empfehlenswertes Buch, das sowohl meinem Sohn als auch mir sehr viel Spaß gemacht hat beim Lesen. 


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    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Märchen müssen nicht gruselig sein, sondern können witzig und modern sein. Toll zum Vorlesen. Süße Bilder. Schrift recht klein
    Witzige Märchenadaptation

    Habt Ihr auch schon mal in Bremen vor der Statue der Bremer Stadtmusikanten gestanden und gestaunt, wie sie das hinbekommen haben? Wenn wir im Sportunterricht Menschenpyramiden erschaffen sollten, war es auf jeden Fall alles andere als einfach und die Tiere im Märchen waren doch alt! Das war wohl auch der Grund für Gerlis Zillgens mach genauer nachzuforschen, wie das eigentlich wirklich war....

    Hundejunge Oskar sitzt nichts ahnend zu Hause und knabbert an einem Knochen, als ihm seine Eltern, zwei berühmte Forscher nach Neufundland reisen müssen, er solle solange zu Opa nach Bremen, dort werde er auch eine Zeitlang zur Schule gehen. In Bremen ist es alles andere als schön. Opa hängt mit seinen alten Kumpels, die wie er ihre Arbeit verloren haben, weil sie zu alt sind, träge und frustriert in seinem Haus herum. Die Eselin, die dicke Katze und der alte Hahn fühlen sich ebenso nutzlos wie Oskars Opa. Am nächsten Tag in der Schule kommt es noch schlimmer. Er ist der Neue, kennt niemanden und hat keine Freunde. Klar, daß die zwei Klassenrabauken Rambo und Honda ihn drangsalieren, sobald er es mit dem Bockspringen bei ihm nicht klappt. Nur das zarte Pudelmädchen Tiramisu lässt sich von den zwei Rüpeln nicht einschüchtern und ist sogar nett zu Oskar. Mit ihr gemeinsam entwickelt er einen Plan, wie man es den zwei Klassentyrannen mal so richtig zeigen kann und Opa und seine Freunde müssen dabei mit machen. Tiramisu erweist sich als ziemlich unerbittliche Trainerin, aber trotzdem werden die alten Lebensgeister wieder wach!

    Diese Geschichte zum Vorlesen und Selberlesen spielt mit den Fantasien der Kinder. Denn Märchen, so wie sie Kindern erzählt werden, werfen ja doch einige Fragen auf und sind bisweilen ziemlich gruselig. Hier werden keine gefährlichen Räuber verjagt, denn welches Kind ist schon bösen Räubern begegnet? Keins, eben, aber fiese Mitschüler kennen Kinder schon, leider. Doch wie soll man diesen begegnen? Sich bloß nicht unterkriegen lassen, wie die gewitzte Tiramisu dem eingeschüchterten Oskar zeigt und gemeinsam ist es sowie so viel leichter, mit Freunden traut man sich viel mehr. Tiramisu gibt Oskar aber nicht nur Selbstvertrauen, sie bringt auch Schwung in die frustrierte Rentnergang. Denn nachdem sie das Problem der zwei Schulhofrabauken analysiert haben, entwickeln sie einen listigen Plan, zu dessen Umsetzung sie die Hilfe der „Großen“ brauchen, doch die sind leider völlig aus der Form. Da hilft nur Übung und die fällt gerade am Anfang richtig schwer! Aber mit der Zeit wird es immer leichter und die Senioren sind auch echt stolz auf ihre beachtlichen Erfolge. Aber auch Oscar wird von Tiramisu nicht geschont. Ihre Trainingsmethode ist dabei sehr speziell und witzig, denn es erklärt mit frechem Augenzwinkern ein Wort, über das sich nicht nur Kinder bislang gewundert haben. Dabei macht Tiramisu auch den jungen Lesern Mut und Sport zum Durchhalten an. Auch Lesen ist anfangs anstrengend, fällt aber dann immer leichter!
    Selbst ihre Kölner Wurzeln lassen sich beim Schulsport deutlich erkennen, gerade jetzt in wilden Fußballzeiten wird einigen großen oder kleinen Fußballfans auffallen, daß das Maskottchen des 1. FC Köln sich in die Geschichte hineingeschmuggelt hat. Keine Sorge, es ist nur ein kleines Bonbon am Rande und wird auch sicher Fußball uninteressierten nicht auffallen und nicht stören, für die anderen ist es weiter nur ein lustiges Extra.
    Das Ende ist richtig klasse und lebensfroh! Es wird für alle eine sehr gute Lösung gefunden, die alle glücklich macht. Es wird den jungen Lesern vermittelt: hab Mut, trau Dich, halte durch Du schaffst es. Es lohnt sich in jedem Alter zu „kämpfen“, man ist nie zu alt oder zu jung, um etwas zu verändern.
    Das Buch richtet sich an geübte Erstleser, das heißt, daß die Seiten wunderbar farbig illustriert sind, allerdings auch schon ordentlich Text auf den Seiten steht. Verwendet wird auch keine Fibelschrift und die Schrifttypen sind auch deutlich kleiner als in der Fibel oder auch im Lesebuch für das 2. Schuljahr. Die Seiten sind an und für sich schön groß, da wäre wirklich noch genug Raum für etwas größere und dickere Drucktypen, gerade wenn man bedenkt, daß Kinder oft weitsichtig sind. Die lesenden Kinder sollten also wirklich schon Spaß am Lesen gewonnen haben. Die lustige Geschichte, die mitten ins kindliche Forscherherz trifft, wird ihren Lesewillen belohnen.
    Ach ja, was ich immer wieder vergesse, das Buch ist auch bei Antolin gelistet, wer also von der Schule her dort angemeldet ist, kann hiermit weitere Punkte sammeln.

    Sowohl die Geschichte, als auch die umwerfenden Illustrationen von Katja Jäger sind wirklich toll. Witzig, frech und kurzweilig. Da aber aller Anfang schwer ist, ziehe ich einen Stern für den Schrifttypus und die Schriftgröße ab, weil meine Töchter anfangs Serifenschrift komplett verweigert haben und beide nun einhellig der Meinung sind, die Schrift wäre zu klein für Anfänger. Das ist ein Punkt, der uns sehr wichtig ist, weil meine Kinder deswegen ganz oft auf ebooks umsteigen, um die Schrift zu vergrößern und es hier nur die wunderschöne Printausgabe gibt, bei der es diese Möglichkeit leider nicht gibt.

    Daher leider nur gute 4 von 5 Sternen, die Geschichte und die Illustration verdienen 5.

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    Angelika123s avatar
    Angelika123vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr schöne und lehrreiche Geschichte
    Oskar und Tiramisu

    Die Geschichte von Oskar hat mir sehr gut gefallen.
    Sie ist lebendig und spannend geschrieben. Die Tiere haben alle so lustige Namen und überhaupt kommt der Humor neben lehrreichen Themen nicht zu kurz.
    Es geht um Mut, seine Angst besiegen, Zusammenhalt, Freundschaft und vor allem um Verzeihen können auch wenn man Schlimmes erlebt hat – Großmut wird bei den Hauptakteuren Oskar und Tiramisu groß geschrieben.
    Eine wunderschöne Geschichte in Anlehnung an die Bremer Stadtmusikannten, die mit liebenswerten Bildern untermalt wird.
    Eine gelungene Gesamtkomposition aus toller Geschichte und tollen Bildern.
    Das Cover ist sehr schön gestaltet und hat einen hohen Aufforderungscharakter- die Hauptakteure werden in Glanzbildern hervorgehoben und das Buch hat ein handliches Format.
    Ich vergebe gerne 5 Sterne und empfehle das lehrreiche und spannende Buch sehr gerne weiter.

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    Nele75s avatar
    Nele75vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Auch der zweite märchenhaft angehauchte Teil aus der Feder von Gerlis Zillgens ist wieder Lesespaß für alle Altersklassen....tolles Buch!
    Oskar ganz nach oben.....von Gerlis Zillgens (Autorin) und Katja Jäger (Illustratorin)

    Der kleine Hund Oskar bekommt ein ganz mulmiges Gefühl im Bauch, wenn er an die ihm bevorstehende Zeit denkt. Denn er soll ohne seine Eltern eine zeitlang bei seinem Opa in Bremen verbringen. Dies bedeutet....neue Schule und viele unbekannte Dinge. Doch in Bremen angekommen, stellt sich heraus, dass nicht nur Oskar gegen ungute Gefühle ankämpfen muss, sondern auch der Opa und viele seiner Freunde. Wie gut, dass sie sich nicht unterkriegen lassen und sich gegenseitig so sehr unterstützen....dass Oskar's Zeit in Bremen für immer unvergeßlich für ihn bleibt.

    Nachdem wir in "Hipp & Hopp - retten Papa Grünsprung" schon ziemlich unterhaltsam und auf unvergleichlich tolle Art und Weise darüber aufgeklärt wurden, was denn damals beim Märchen "Der Froschkönig" wirklich geschah, geht es nun im neuen Buch "Oskar ganz nach oben" darum, was bei den Bremer Stadtmusikanten denn so los war.

    Wieder ist ein tolles Buch dabei herausgekommen, was natürlich an der wunderbaren und gut unterhaltenden Schreibweise von Gerlis Zillgens liegt (denn hiervon konnten wir uns schon bei mehreren Geschichten überzeugen, die wir allesamt sehr gerne und vor allen Dingen auch oft mehr als einmal gelesen haben) - zum anderen aber auch an den unglaublich tollen Illustrationen, mit welchen Katja Jäger das gesamte Buch ausgestattet hat. Vom ersten Anblick an hat man auch hier wieder das Gefühl, ein Schmuckstück unter den Büchern in den Händen zu halten und vor allen Dingen - etwas ganz Besonderes.

    Der kleine Held dieser Geschichte ist ganz klar Oskar, mit dem man von Beginn an ein wenig Mitleid hat, denn immer wenn er ein ganz schlimmes Gefühl im Bauch hat, geht es ihm auch nicht gut. Doch dank seines Opas, dessen Freunden und auch einer neuen Freundin wird er immer mutiger und zuversichtlicher - und wie ihm das gelingt, dies zeigt eben Gerlis Zillgens in einer unvergleichlich wundervollen Art und Weise, die nicht nur jüngeren Lesern ab ca. 7 Jahren (empfohlenes Lesealter) sehr viel Spass bringt, sondern auch alle anderen werden mit diesem Buch keine langweilige Zeit erleben.

    Aber nicht nur die Hauptfigur Oskar, sondern auch alle anderen, wie z.B. die Eselin Agatha, der Hahn Schröder oder auch das Pudelmädchen Tiramisu sind, jede Figur auf ihre Art, einfach unverwechselbar und voller mal liebens- und mal nicht ganz so liebenswerten Eigenschaften.

    Wir hatten wieder ziemlich viel Spass mit Oskar in Bremen und hoffen auf noch viele, viele weitere Teile aus dieser Reihe, die den Lesern, egal ob jung oder alt, endlich mal aufzeigt, was damals denn wirklich geschehen ist bei all den Märchen.......

    Erschienen im Südpol-Verlag.

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    alupuss avatar
    alupusvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Die Bremer Stadtmusikanten neu interpretiert, denn Oskar wurde vergessen
    Es geht doch nichts über gute Freunde!

    Es geht doch nichts über gute Freunde!

     

    Die Bremer Stadtmusikanten neu interpretiert, denn Oskar wurde vergessen!

     

     Beschreibung:

    Die Bremer Stadtmusikanten - Was keiner weiß: sie waren sogar zu fünft!
    Der kleine Hund Oskar muss zu seinem Opa nach Bremen ziehen. In seiner neuen Klasse wird er von zwei aufgeblasenen Kötern gemobbt. Opa ist ihm dabei keine große Hilfe, er und seine Kollegen, Eselin Agatha, Katze Pummelchen und Hahn Schröder, wurden gerade entlassen – sie sind zu alt! Kindergemeinsam mit dem Pudelmädchen Tiramisu auf Trab …

    Meine Meinung:

    Die Eltern von Oskar müssen beruflich nach Neufundland, zwar freut sich Oskar schon auf eine herrliche Zeit, aber daraus wird nichts. Oskar muss zu Opa Otto nach Bremen. Rambo und Honda mobben den kleinen Oskar, doch Oskar bekommt Unterstützung von dem Pudelmädchen Tiramisu.

    Auch die Stimmung bei Opa Otto ist sehr bedrückt, denn Opa Otto, die Eselin Agatha, die Katze Pummelchen und der Hahn Herr Schröder sind alle auf Grund ihres Alters entlassen worden. Das Pudelmädchen Tiramisu bringt Oskar mit Hilfe eines Bockspringbettes springen und hüpfen bei. Auch die WG von Opa Otto muss Tiramisu gehorchen, denn sie ist ihre Fitneßtrainerin und sie wollen doch einen Monsterturm bauen um  Rambo und Honda zu erschrecken. Ob es gelingt und was weiter passiert, werde ich nicht verraten.

    Gerlis Zillgens hat ein zauberhaftes Kinderbuch geschaffen, was kleinen Zuhörern sehr große Freude bereitet hat. Auch wird der ernste Hintergrund, dass man Freunde braucht, um wieder Lebensfreude zu erlangen, nicht vergessen. Die liebevollen Illustrationen von Katja Jäger runden das Buch ab und sie begeistern ganz besonders die Kleinen.

    Fazit:

    Ein ganz hervorragendes Kinderbuch zum Vorlesen und auch zum selber lesen. Den einzigen Kritikpunkt muss ich leider aufführen. Ich wurde von einer Achtjährigen gefragt: „Wenn die arbeitslos sind, wie können sie sich so ein tolles Frühstück leisten?“

    Das Buch ist im Südpol-Verlag erschienen und ich durfte dieses Buch innerhalb einer Leserunde bei Lovelybooks lesen.

     

     


     

     


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    kruemelmonster798s avatar
    kruemelmonster798vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein kleiner Hund wächst über sich hinaus
    Ein kleiner Hund wächst über sich hinaus

    Ein neues Buch für uns aus dem Südpol-Verlag - dort haben wir bislang nur wunderschöne Kinderbücher gelesen.

    Besonders auffällig auch hier wieder die schöne Gestaltung, das Buch ist stabil, innen durchgängig farbig illustriert, außen mit Glanzlackelementen - ausreichend großer Zeilenabstand, damit das Lesen auch für junge Leser Spaß macht und nicht anstrengend ist und jede Seite ergänzt durch wunder-wunderschöne, putzige und herzallerliebste Zeichnungen.

    Aber nun endlich zum Inhalt:
    Der kleine Oskar zieht zu seinem Opa nach Bremen und muss dort auch in eine neue Schule. Seine Mitschüler sind grässlich, aber es gibt auch das kleine Pudelmädchen Tiramisu und die ist das komplette Gegenteil...

    "Oskar ganz oben" interpretiert die Bremer Stadtmusikanten neu und kindgerecht, das Lesen macht einfach nur Spaß. Auch für die erwachsenen Vorleser sind einige Wortwitze eingebaut, die das Vorlesen bzw. Mitlesen noch lustiger machen.

    Wenn ihr also wissen möchtet, was bei den Bremer Stadtmusikanten wirklich geschehen ist -> dann lest dieses Buch!

    Unser Fazit: Lustig, warmherzig, spannend, ein Highlight unter den Kinderbuch-Neuerscheinungen.

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    Anteks avatar
    Antekvor 4 Monaten
    trotz "Knie wie Haferbrei" ganz rauf auf den Turm

    Ich liebe die Kinder- und Jugendbücher von Gerlis Zillgens und schon „Der Froschkönig – was wirklich geschah: Hipp und Hopp retten Papa Grünsprung“, mit dem die Reihe, die altbekannte Märchen geraderückt, an den Start gegangen ist, hat mich begeistert. Deshalb habe ich mich natürlich sehr auf Oskar, der den Bremer Stadtmusikanten einen draufsetzt, gefreut.


    Wie sind die Gebrüder Grimm nur auf diesen Namen gekommen? In Bremen waren die tierischen Gesellen nie und ob man I-ah, Miau, Wau und Kikeriki, als Musik bezeichnen kann, doch wohl eher nicht. Aber jetzt sorgt ja Oskar dafür, dass man erfährt, was wirklich geschah.


    Neufundland, erforschen wie die ersten Hunde dort gelebt haben, das ist die Aufgabe für Oskars Eltern für die nächsten Wochen. Aber anstelle von schulfrei und in dem fremden Land Kuchen und Knochen finden, wovon Oskar schon geträumt hat, heißt es für ihn ab zum Opa nach Bremen. Nicht nur Heimweh plagt ihn dort, auch in der Schule haben es zwei ganz üble Köter auf ihn abgesehen. Zudem hängt beim Opa im Haus die Stimmung auf halb acht. Er und seine Kollegen, Eselin Agatha, Katze Pummelchen und Hahn Schröder, werden entlassen und haben genug damit zu tun, sich den Kummer weg zu schlafen und weg zu essen. Da ist kein Platz für Oskars Sorgen, aber Hängenlassen ist ein Fremdwort für Pudelmädchen Tiramisu, das mit ihm in die Klasse geht, und so zeigt sie nicht nur den beiden „hirnlosen Doofpaketen“, die Oskar das Leben schwer machen, die Stirn, sondern auch der traurigen Truppe, was in ihnen steckt.


    Mit einem Erzähler ist man aus Oskars Perspektive hier als Leser live mit dabei. Erste Eindrücke und Niederlagen in der Schule, beim Opa vom Heimweh geplagt, erfährt man, dass gilt, „Hey, Oskar, du bist echt manchmal ein kleiner Angsthase und sportlich ein Looser. Aber eines muss man dir lassen, du hast echt coole Ideen.“ Wer jetzt wissen will, wie man aus einem „plattgedrückten Eierpfannkuchen“ einen „Monsterturm“, aus einer etwas eingerosteten Truppe lebensfrohe Musikanten macht und was sonst noch so geschieht in Bremen, der muss selber lesen.


    Sprachlich pfiffig, spritzig und nicht nur perfekt auf die Altersgruppe abgestimmt, sondern mit der nötigen Prise Humor auch um die erwachsenen Vorleser bedacht, präsentiert Gerlis Zillgens ihr neuestes Werk. Die Geschichte sprudelt geradezu wieder vor Charme und witzigen Ideen.  Fitnesstraining im Boxspringbett, Bockspringen über lebende Vertreter der Gattung Ziege und vieles mehr, hier geht sportlich und mit viel Spaß rasant durch die Geschichte, sodass man hier „schwitzen wie ein tropfender Wasserhahn“, muss. Begeistert bin ich wieder einmal auch von ihren originellen Vergleichen. Kann man sich bei, „weich, wie die flauschige Daunendecke in seinem Bett“ angefangen bis hin zu „härter, als der härteste Stein der Welt.“, doch gleich noch einmal so gut in die Situation versetzen. 


    Den kleinen Oskar habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen, ich konnte seine Traurigkeit gut nachvollziehen und so leid er mir zu Beginn getan hat, so sehr habe ich mich über jeden Fortschritt gefreut. Richtig süß ist auch Tiramisu, mit der er nicht nur die Schulbank drücken muss, sondern die ihm zur richtigen Freundin wird und ihn toll unterstützt. Besonders gut hat mir auch der Zusammenhalt unter Opa Hund, Esel, Katz und Hahn gefallen, da wird hart gearbeitet um Oskar zu helfen. Besonders leid tat mir allerdings Katze Pummelchen, die ihre Sorgen weggegessen hat. Die ist verständlicherweise traurig darüber, dass alle sie so nennen, obwohl es doch so viele schöne Namen gibt. Selbst einmal ein Moppelchen gewesen, hat mir das auch einen Stich versetzt.

     

    Wie immer geht es in Gerlis Zillgens Geschichten auch unter die Oberfläche, und so fehlen auch in der zweiten Märchenadaption ernste Themen nicht. Mobbing, Heimweh, die Wichtigkeit von guten Freunden, das wird toll umgesetzt,  aber auch Fitnesstraining und sein Leben in die Hand nehmen fehlt nicht.

     

    Inzwischen hat sich bei mir der Verlagsname Südpol zu einem wahren Favoriten im Bezug auf Kinderbücher bei mir herauskristallisiert. Wie alle Bücher, die ich bisher aus dem Verlag gelesen habe, ist auch hier wieder auf jeder Seite zu spüren, dass die Illustratorin mit ganz viel Herzblut und Liebe zum Detail am Werke gewesen ist. Ich bin schlichtweg begeistert von der durchwegs farbenfrohen Gestaltung, die vor Phantasie, Witz und Ideenreichtum geradezu sprüht. Aber man muss sich ja nur das süße Cover anschauen, da kann man ja schon gar nicht anders als sich zu verlieben.

     

    Die knapp 80 Seiten verteilen sich auf übersichtlichen, kurzen dreizehn Kapiteln, die durch die vielen farbigen Bilder sicher auch kleine Leser nicht überfordern werden. Aber auch zum Vorlesen eignet sich diese Geschichte hervorragend, denn hier kommt auch ein jeder Erwachsener auf seine Kosten.

     

    Alles in allem ist Oskar ganz nach oben wieder einmal ein solch süßes und witziges Buch aus der Feder von Gerlis Zillgens, dass es auf keinen Fall im Bücherregal als weiteres optisches Highlight aus dem Südpol Verlag neben Hipp Hopp fehlen darf. Fünf Sterne verstehen sich da von selbst.


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    bine_2707vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Oskar kann einen wirklich leid tun. Erst freut er sich über seinem Sonderurlaub und dann lassen seine Eltern ihn in Bremen.
    Schönes Buch

    Oskar kann einen wirklich leid tun. Erst freut er sich über seinem Sonderurlaub und dann lassen seine Eltern ihn in Bremen. Schlimmer kann es kaum kommen, oder doch? Ja denn er landet bei seinem Opa, einem wilden Haufen von Opas Freunden und einer neuen Klasse, die ihn nicht leiden mag....


    Die Geschichte hat und sehr gut gefallen. Der schreibstil ist kindgerecht und die Illustrationen sind schön gestaltet. Oskar und Tiramisu haben wir  direkt ins Herz geschlossen. 

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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch ist besonders, nur der Punkt wie über Übergewichtige das Denken weitergegeben wurde, hat mir sehr missfallen.
    Eine tolle Märchenadaption

    Meine Meinung zum Kinderbuch:

    Oskar ganz nach oben


    Aufmerksamkeit:

    Diesen Punkt verrate ich euch wieder auf meinem Blog.

    Inhalt in meinen Worten:

    Oskar ist ein kleiner Hund, nein er ist ein Welpe. Seine Eltern müssen eine Reise machen, wo er jedoch nicht mitkann und deswegen bei Opa landet.

    Dort muss er auch eine neue Klasse kennenlernen. Da gibt es aber zwei, die meinen es gar nicht gut mit Oskar, und es gibt Tiramisu, nein nichts zu essen, sondern ein kleiner Pudel, um ganz genau zu sein eine kleine Pudelin. Gemeinsam hecken sie einen Plan gegen die Widersacher aus und schaffen es damit einen merkwürdigen Fall zu lösen.

    Wie das von statten ging, na einfach selbst zum Buch greifen und die Welt von Oskar entdecken.


    Wie ich das Buch empfand:

    Aus Kinderaugen wird dieses Buch geliebt werden, aus meinen Erwachsenen Augen bin ich ein bisschen kritischer.

    Die Gestaltung des Buches ist sehr farbenfroh, was ansprechend ist, die Tiere aus der bekannten Geschichte kommen auch drin vor, und es gibt noch andere Tiere die es zu entdecken gibt, so auch die Lügnerische Ziege (zumindest meines Verständnisses nach) aus Tischlein deck dich.

    Oskar ist ein liebenswerter Hund, der einerseits Heimweh hat, sich andererseits in der WG von seinem Opa auch wohlfühlt.

    Wer da alles in der WG zu treffen ist.

    Ein Hahn, der das flattern verlernt hat.

    Eine Katze, die Übergewichtig ist.

    Ein Esel der besonders ist.

    Ein Hund der der Opa von Oskar ist.

    Und Oskar.


    Kritik:

    Ich finde es schwer, das es einerseits liebevoll und nett suggeriert wird, wenn man sich bewegt, nimmt man ab und man muss halt die leckeren Dinge einfach mal nicht essen, schon nimmt man ab,  aber das ärgerte mich auch ein bisschen. Wer mit Übergewicht lebt, sei es wegen Krankheit und Medikamenten, oder weil eine andere Stoffwechselstörung vorliegt, weiß das abnehmen einfach nicht so einfach ist. Und das es überhaupt nicht richtig ist, jemanden unterschwellig mitzuteilen, wenn du abnimmst bist du schön, das hat das Buch mir aber vermittelt, und tat mir dann etwas weh, denn ich weiß wie ich als Kind immer wieder angemahnt wurde, und auch verletzt worden bin, und ich sogar so ein Kinderbuch dann geschenkt bekam, als Kind ist mir das aber im Buch nicht aufgefallen, erst durch dieses Buch ist es mir wieder mehr in die Erinnerung gekommen. Das ist zwar hier ein Kritikpunkt, der mir persönlich echt wichtig ist, aber keine Angst, wenn ihr ohne Hintergedanken an das Buch heran geht, kann es sein, das es euch gar nicht auffallen wird, und ihr einfach das Kinderbuch zu schätzen wisst.


    Stärken:

    Ich finde es toll, das die Autorin diese altbekannte Kindergeschichte neu umgeformt hat, und die Idee hatte, die Bremer Stadtmusikanten in das Hier und Jetzt und in die heutige Zeit zu schreiben. Denn somit wird auch positiv die Schwäche vom Alter angesprochen, aber mit den Stärken, die ein Alter auch mit sich bringt. Weisheit und doch lebt in jedem Erwachsenen immer noch ein Kind.

    Einfach toll.

    Auch finde ich die Charakter Entwicklung im Buch toll. Die Zeichnungen im Buch sind kreativ und ich muss dazu sagen, ich finde gerade die Pudel Dame wunderschön gestaltet und auch Oskar und das ganze drumherum ist wunderschön gezeichnet. Toll finde ich, das in diesem Buch sogar eine Postkarte beiliegt.


    Empfehlung:

    Mögt ihr es, Kindergeschichten neu zu entdecken, vielleicht auch mit ein klein wenig anderem Handlungsstrang und dennoch ist es die Geschichte die ihr schon kennt? Dann werdet ihr auch Oskar mögen.

    Mögt ihr es, Träume groß werden zu lassen und mit euren Kindern zu träumen? Dann werdet ihr hier bestimmt den ein oder anderen Traum mit dem Kind entwickeln.

    Das Buch ist übrigens Kindgerecht gestaltet  und für Erstleser ein wunderschönes Buch. Es gibt sogar Antolinpunkte die man sammeln kann.

    Obwohl ich das Buch bis auf einen einzigen Punkt toll finde, muss ich dennoch sagen, das auch Menschen die „dick“ sind liebenswert sind, sich bewegen können und richtig tolles auf die Beine stellen können, und gerade das sollte man auch Kindern vermitteln.

    Deswegen entdeckt bitte zusammen mit eurem Kind die Geschichte und lasst euch nicht von meiner Kritik abschrecken.


    Bewertung:

    Ich gebe Oskar vier Sterne. Ich finde es toll, wie die Autorin die Bremer Stadtmusikanten neu geformt und in das Hier und Jetzt gesetzt hat. Obendrein sind manche Witze im Buch einfach herrlich und gerade für ältere Semester ein Grund um kugelnd auf dem Boden zu liegen.


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    lehmass avatar
    lehmasvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Viele originelle Kleinigkeiten und witzige Dialoge sorgten immer wieder für Lacher und Gekicher.
    Endlich kennen wir die ganze Wahrheit!

    Wusstet ihr schon, dass die Bremer Stadtmusikanten einmal zu fünft waren? Nein? Dann solltet ihr euch dringend auf den neusten Stand bringen und die „Die Bremer Stadtmusikanten – Was wirklich geschah“ lesen. Der kleine Oskar war nämlich ganz oben und nicht der Hahn und das wurde uns von den Gebrüdern Grimm einfach unterschlagen!

    Aber beginnen wir von vorn: Oskars Eltern müssen länger verreisen und so soll Oskar zu seinem Opa Otto nach Bremen und nach den Herbstferien sogar dort zur Schule gehen. Nun ist Oskar nicht gerade der größte und mutigste Hund und in der neuen Klasse gibt es auch ein paar finstere Hundegesellen. Hinzu kommen dann noch andere Herausforderungen, die den kleinen Oskar an sich zweifeln lassen. Zuhause bei Opa Otto, der mit Eselin Agatha, Katze Pummelchen und Hahn Schröder zusammenwohnt, bricht er dann in Tränen aus und gesteht seine Probleme. Aber Oskar ist auch ein kreatives und schlaues kleines Kerlchen. Er hat die Vision eines Turms, der aus den 5 WGlern besteht und wie dieser Monsterturm dann Rambo und Honda zu Tode erschreckt. Agatha, Otto, Pummelchen und Schröder sind sehr motiviert, diese Idee umzusetzen, aber sie sind alt und nicht in bester Verfassung. Aber Oskar wäre nicht Oskar, wenn er nicht auch für dieses Problem eine Lösung finden würde: er engagiert das mutige Pudelmädchen Tiramisu als Fitnesstrainierin. Und dann kommt der große Tag, der noch einiges mehr an Überraschungen bereithält.

    Nachdem Gerlis Zillgens uns vor einem Jahr die Wahrheit über den Froschkönig erzählt hat, gibt sie nun auch die brisanten Insiderinformationen zu den Bremer Stadtmusikanten preis. Auch diese Neuinterpretation eines bekannten Märchens der Gebrüder Grimm, die in der Reihe „Was wirklich geschah“ des Südpol Verlags erschienen ist, konnte uns wieder voll überzeugen. Viele originelle Kleinigkeiten und witzige Dialoge sorgten immer wieder für Lacher und Gekicher.

    Mit dem kleinen Oskar haben die jungen Zuhörer oder Leser eine Figur, mit der sie sich identifizieren und mit der sie mitfiebern können. Er muss sich in eine bestehende Klasse eingliedern, kommt vom Land in die Stadt, trifft auf viel Unbekanntes und wird dann auch noch gemobbt. Wie gut, dass er in Pudelmädchen Tiramisu eine neue mutige Freundin findet. Denn zusammen ist man immer stärker als allein!

    Das Buch ist für fortgeschrittene Erstleser zwischen 7 und 9 Jahren konzipiert. Die Kapitel sind schön kurz und auf jeder Doppelseite gibt es tolle farbige Bilder zu bestaunen. Die Illustratorin Katja Jäger hat wieder ganze Arbeit geleistet. Sie hat einen ganz besonderen Stil, der an einen Mix aus Scrapbooking und klassischer Illustration erinnert. So tauchen auf den Hintergründen immer wieder tolle grafische Muster auf. Das Buch kann auch jüngeren Kindern schon vorgelesen werden.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Gerlis_Zillgenss avatar
    Hallo liebe Lovelybooker,

    ich freue mich sehr, eine neue Leserunde eröffnen zu können. In meiner im Südpol Verlag erscheinenden Märchenreihe "... was wirklich geschah" ist - nach dem ersten Band
    in diesem Frühjahr der zweite Band
    Oskar ganz nach oben
    herausgekommen, wieder illustriert von der, wie ich finde, ganz wunderbaren Katja Jäger. Diesmal geht es um die Bremer Stadtmusikanten. Und wieder einmal haben die Gebrüder Grimm schlecht recherchiert :). Aber da will ich noch nicht zu viel verraten.
    Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr wirklich Lust auf Austausch mit mir und den anderen Teilnehmer_innen habt, Ich mag euch auch immer gern ein wenig kennenlernen im Laufe der Leserunde. Und beantwortet doch bitte folgende Frage:
    Was reizt euch an diesem ersten Kapitel so sehr, dass ihr das Buch unbedingt weiterlesen wollt.


    Große Reise

    „Oskar?“
    Oskar nagt an einem köstlichen Knochen. Er kann gerade nicht antworten.
    „Oskar?“
    Oskar muss nur noch eben dieses kleine, ganz besonders leckere Stückchen vom Knochen knabbern.
    „Oskar!“
    Dieser Knochen ist einfach so was von lecker!
    „Oskar!!!“ Jetzt klingt Papa schon ein bisschen böse.
    Oskar lässt den Knochen ungern los und hebt den Kopf. „Ja, Papa?“
    „Ich habe vier Mal nach dir gerufen! Wenn du an einem Knochen nagst, dann hörst und siehst du nichts mehr!“, beschwert sich Papa. „Du bist eine richtige Naschkatze!“
    Oskar ist empört. „Ich bin doch keine Katze! Ich bin ein Hund! Ein großer, starker, kräftiger Hund!“
    Jetzt lächelt Papa. Oskar ist ein Hund, das stimmt. Aber er ist kein großer, starker, kräftiger Hund. Er ist ein kleiner Hund. Sogar ein ziemlich kleiner Hund.
    Mama winkt Oskar zu sich heran. „Wir müssen mit dir reden.“
    Oskar kriegt ein komisches Gefühl. Sein Bauch wird hart wie ein Knochen. Wenn Mama Wir müssen mit dir reden sagt, hat Oskar immer etwas ausgefressen. Mal den Napf von der Nachbarin. Mal die Form mit dem noch warmen Hundekuchen, den Mama frisch gebacken hatte, als Opa Otto zu Besuch aus Bremen gekommen war. Aber diesmal kann sich Oskar nicht daran erinnern, irgendetwas ausgefressen zu haben. Er nagt doch seit Stunden nur an diesem köstlichen Knochen herum.
    „Komm mal her!“, sagt Mama.
    Ach Herrje, Oskar hat bestimmt etwas ausgefressen. Er schleicht geduckt zu seinen Eltern. Mama guckt lieb. Papa räuspert sich. Wenn Oskar etwas ausgefressen hat, guckt Mama normalerweise nicht lieb. Und Papa schimpft immer gleich los.
    Mama guckt jetzt noch lieber. „Also, Oskar, wir müssen dir etwas sagen.“
    Papa räuspert sich: „Wir werden verreisen.“
    Oskars Bauch wird mit einem Schlag wieder so weich wie die flauschige Daunendecke in seinem Bett. Verreisen! Das ist cool. Oskar wollte immer schon mal verreisen. Oskar ist noch nie verreist.
    „Es wird eine lange Reise“, sagt Mama.
    Papa nickt. „Eine sehr lange Reise.“
    Eine sehr lange Reise, das ist noch cooler. Eine sehr lange Reise, das bedeutet: sehr lange Ferien. Keine Hausaufgaben. Ausschlafen. Nur spielen. Oskar freut sich riesig. Sein Schwanz wedelt. Verreisen, das wird ein großer Spaß.
    Papa erklärt, wohin es geht: „Wir fahren nach Neufundland.“
    Neufundland. Oskar hat von diesem Land noch nie gehört. Aber es klingt, als könne man in Neufundland viele neue köstliche Knochen und die allerleckersten Kuchen finden.
    „Wir haben einen neuen Auftrag. Wir sollen erforschen, wie dort die ersten Hunde gelebt haben.“
    Mama streichelt Oskar und sagt leise: „Wir werden viel arbeiten müssen.“
    Oskar versucht sich die Freude nicht allzu sehr anmerken zu lassen. Wenn Mama und Papa viel arbeiten müssen, hat Oskar alle Zeit der Welt, in Neufundland herumzuschnüffeln. Hach, wer hätte gedacht, dass dieser Tag so herrlich würde!
    „Und deswegen wirst du in der Zeit bei Opa Otto in Bremen wohnen“, sagt Papa.
    „Und nach den Herbstferien auch dort zur Schule gehen“, sagt Mama.
    Oskars Magen wird härter als der härteste Stein der Welt. Wer hätte gedacht, dass dieser Tag so schrecklich würde.



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