Germán Kratochwil Scherbengericht

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Inhaltsangabe zu „Scherbengericht“ von Germán Kratochwil

Zwölf Personen aus drei Generationen auf einem Gutshof in Patagonien: das wird eine doppelbödige Geburtstagsfeier. Die aus Wien stammende Jubilarin, ihr als Menschenrechtler erfolgreicher Sohn, die rebellierenden Enkel und konfliktträchtigen Gäste – alle werden mit ihrem Familiendrama oder den Gespenstern der Vergangenheit konfrontiert.

Germán Kratochwils schwarzhumoriger Roman wagt den Blick in ein Kaleidoskop menschlicher Abgründe, die ebenso skurril wie berührend sind. Stets geht es dabei um nichts weniger als das Leben.

Erzählung vieler Ereignisse, ohne dass in der Gegenwart allzu viel passiert. Ebenfalls ohne grosses Aufsehens endet das Buch.

— stzemp

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  • Rezension zu "Scherbengericht" von Germán Kratochwil

    Scherbengericht

    gert_korndorrfer

    06. September 2012 um 00:05

    Weit weg von Europa, in Patagonien, dem südamerikanischen Landstrich zwischen Chile und Argentinien, feiert die Wienerin Clementine ihren Neunzigsten. Natürlich mit Familie und anderen Bekannten, sofern sie noch leben. Es ist trotzdem ein Roman über Europa, die Protagonisten stammen von dort. Wie es sich gehört für ein Leben in Südamerika, einige stramm rechts, mit mehr oder minder Dreck am Stecken, aber auch jüdische Mitbürger sitzen am Tisch. Sie bilden mit anderen Figuren eine bunte Mischung aus Faschisten, Pseudokommunisten, Verrückten, Geschäftsleuten, Aussteigern etc., brilliant im Charakter gezeichnet und mit einer gekonnten Darstellung des südamerikanischen Lebens ergänzt. Wir tauchen ein in eine Welt, die humanes und inhumanes Menschsein hervorbringt. Gewürzt mit schwarzem Humor und sprachlich virtuos, fesselte mich dieser Roman von Anfang bis Ende. Jeder in der Geburtstagsrunde wird einem nähergebracht, der alte Nazi, dem man mit seinen unerträglichen Auslassungen einfach nur wünscht, endlich zu sterben, die Gastgeberin selbst, die auch kein Geheimnis aus ihrer Anschauung macht und mit ihrer Direktheit schon mal verletzend wird. Aber auch ihre Kinder, die versuchen, anders zu sein und die langsam abtrifftende Tochter, die trotz ihres Anderssein sympatisch und mit ziemlich "verrückten" Aktionen die Familiengeschichte bereichert. Wie die Geburtstagsrunde mit Gästen aus drei Generationen ausgeht, möchte ich hier natürlich nicht preisgeben, aber eine klare Empfehlung für dieses Buch, was völlig zu Recht in die Buchpreisauswahl genommen wurde.

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