Germaine Tillion Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

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Inhaltsangabe zu „Frauenkonzentrationslager Ravensbrück“ von Germaine Tillion

>Ravensbrück< ist das wichtigste Dokument und die bedeutendste wissenschaftliche Untersuchung über das einzige Frauenkonzentrationslager des Nazireichs. Verfaßt von einer Wissenschaftlerin, die als Mitglied der französischen Résistance deportiert und inhaftiert wurde, ist es ein einzigartiges Buch in der Literatur über das KZ-System. Verschiedene Schichten der reflektierten Erfahrung werden in ihm verwoben: zur Authentizität des dokumentarischen Berichts einer ehemaligen Lagerinsassin in Ravensbrück tritt der scharfe analytische Blick einer großen Ethnologin, die es zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hat, mit wissenschaftlicher Akribie alle erreichbaren Zeugnisse in ihre Forschung zu integrieren. >Ravensbrück< entstand in drei historischen Etappen. In der ersten französischen Ausgabe von 1946 verarbeitete Tillion ihre eigenen Erfahrungen aus der noch frischen Erinnerung und verband sie mit den von ihr eilig gesammelten Erfahrungsberichten der ehemaligen Mithäftlinge. In der zweiten Ausgabe von 1973 wurden die Dokumente aus den Prozessen gegen Naziverbrecher mit den Erfahrungsberichten verglichen. Schließlich wurden in der Ausgabe von 1986 die Resultate der ersten beiden Etappen anhand der Materialien aus den inzwischen zugänglichen Archiven überprüft und um diese Materialien bereichert. >Ravensbrück< ist damit nicht nur das Referenzwerk über das einzige Frauenkonzentrationslager des Nazireichs, sondern zugleich ein Dokument der Entwicklung über die wissenschaftliche Aufarbeitung des KZ-Systems nach dem Kriege. Die literarisch einzigartige Form der Verbindung von Erfahrungsbericht, Dokumentation und wissenschaftlicher Reflexion hat es zurecht in Frankreich berühmt gemacht. Nun ist es endlich auch dem deutschsprachigen Publikum zugänglich. Die Autorin: Germaine Tillion, Jahrgang 1907, studierte bei Marcel Mauss Ethnologie. Als Mitglied der Résistance wurde sie 1942 von den Deutschen verhaftet und ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert. Sie überlebte die Haftzeit, obwohl nach SS-Maßstäben genügend Belastungsmaterial für ein Todesurteil vorlag. Nach der Befreiung untersuchte sie am Centre national de recherche scientifique die deutschen Kriegsverbrechen. Von 1954 bis 1962 trat sie als politische Aktivistin gegen die Folterpraxis der französischen Kolonialmacht in Algerien hervor. Als Auszeichnung für ihr Gesamtwerk wurde Germaine Tillion im Dezember 1997 die Médaille de Vermeil von der Académie Française überreicht. "Germaine Tillion gelingt es, das zu zeigen, was sich weder erklären noch rechtfertigen läßt: das Absurde der Unmenschlichkeit der kleinen Exekutorinnen. Portraits von einfachen Leuten, die belegen, daß man sich, mit der Mentalität des braven Beamten ausgestattet, sehr einfach in >Schlächter< verwandeln kann . Selten findet man . ein Buch, das in diesem Punkt so nüchtern und gerade aufgrund dieser Tatsache so überzeugend ist." (Le Devoir)

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