German Roamers

 4.5 Sterne bei 4 Bewertungen

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Rezension zu "German Roamers - Deutschlands neue Abenteurer" von German Roamers

Deutschland aus einer anderen Perspektive......
DocAndrewvor einem Jahr

Ich mache selber gerne Fotos und mag tolle Bilder, vor allem Landschaftsaufnahmen. So bin ich auch immer auf der Suche nach neuen Ideen und Inspirationen. Von den „German Roamers“ hatte ich bisher nichts gehört. Als ich dann den Bildband in meinen Händen hielt, war ich positiv überrascht. 
Das Buch hat schon einiges an Gewicht. Dafür hat es aber auch einen hochwertigen, stabilen Einband. Darin finden sich dann auf ca. 257 Seiten tolle Fotos und Berichte von den 14 Hauptakteuren. Die Gruppe der „German Roamers“ (übersetzt „Deutsche Wanderer“) setzt sich aus jungen Männern zusammen, die sich über Instagram gefunden und organisiert haben. In einer der beantworteten Fragen, warum keine Frauen im Team sind ist die Antwort: „Das hat bei uns absolut keinen speziellen Grund. Damals waren es quasi nur Jungs, die sich in diesem Bereich bewegt haben.“ Bis heute hat sich daran auch nichts geändert. Zu Gründerzeiten handelte es sich ausschließlich um Amateure. In den Jahren hat sich das aber gewandelt. Nun arbeiten viele aus der Gruppe hauptberuflich als Fotografen.
Der Inhalt gliedert sich wie folgt: unter „Grandiose Abenteuer“ erfahren wir wer die „German Roamers“ sind und wie alles begann. Dann kommt der Verweis auf eine „Blick hinter die Kulissen“ und „die besten Fototipps“. Der Hauptteil beinhaltet die „Atemberaubenden Orte“. Beginnend mit „Up-North“ wo sich Fotos von der deutschen Küstenlandschaft, dem Hinterland und der Heide finden. Dann kommt „Right in the Heart“ mit der „hügeligen Mitte“ Deutschlands. Bilder aus dem Ruhrgebiet findet man hier nicht. Eher Fotos aus der MIttelgebirgslandschaft. Zum Schluss geht es dann „At the very Top“ und somit in die Bayrischen Alpen, wo damals alles angefangen hat.
Die Fotos sind schon beeindruckend. Teilweise gehen sie über zwei Seiten. Neben einer Ortsbeschreibung findet sich oft ein kurzer Text, mit der Entstehungsgeschichte der Fotos. Jeder „Roamer“ hat seine eigene Handschrift. Da finden sich Fotos ohne oder mit Personen, mit Tieren, Burgen, Seen und Flüssen, Sonnenaufgangs- und Untergangsimpressionen …….. Alle haben aber eines gemeinsam. Sie zeigen Orte in Deutschland aus einer dem Betrachter neuen Perspektive. Mir haben unter anderem die Bilder der Hängeseilbrücke im Handstück und vom Baumwipfelpfad in Waldbröl gefallen. Die Fotos inspirieren und machen Spaß an mehr! Sie sind entstanden als „Liebe zu eigenen Heimat“ und das kann man bei jedem der Bilder spüren.
Unter „Unvergessliche Momente“ findet sich die Rubrik „10 Fragen an…“ die einzelnen Mitglieder der „Roamers“. Diese unterscheiden sich bei allen und geben Informationen zu den einzelnen Interessen, Motivationen, Zielen und noch vieles mehr. Hier erfahren wir auch das Alter und den Beruf der Mitglieder und Informationen zu der genutzten Hardware.
Unter „Hinter den Kulissen“ begleitet der Leser die „Roamers“ und steht mit ihnen um 3.20 Uhr auf um einen aufregenden Tag zu erleben. Dieser Endet  erst am späten Abend, bevor er bei Sonnenaufgang von neuem los geht.
Besonders habe ich mich auch über „die besten Fototipps“ gefreut. Hier konnte ich auch viel für mich als Hobbyfotografen mitnehmen. Trotzdem blieb aber auch ein wenig Wehmut. Warum??
Nun ja! Zu den Gründerzeiten der „Roamers“ handelte es sich in erster Linie um jugendliche Mitglieder ohne spezielle Erfahrungen oder Equipment. Es war vielmehr ein Versuch, einen eigenen Stil zu etablieren. Dies hat sich über die Jahre verändert und aus den einzelnen Mitgliedern sind viele Berufsfotografen geworden, die mit den Fotos ihren Lebensunterhalt gestalten. So finden sich bei der Hardware fast durchgehend hochpreisige Kameras und Objektive. „Fast standardmäßig gehört heutzutage auch eine Drohne in das Repertoire eines Fotografen“. Die Nachbearbeitung wird mit PhotoShop durchgeführt. und die im Artikel beschriebene App „PhotoPills“ kostet im App Store gut 11 Euro. Dies desillusioniert mich als „Anfänger“ und ich hätte mir hier ein wenig mehr Tipps und Hilfe aus Anfängersicht gewünscht. Und wenn man schon die schönes Seiten Deutschlands präsentieren möchte, warum benötigt man so viele Anglizismen? Ob hier auch an eine bessere Vermarktung der „German Roamers“ gedacht wird?

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RoteFees avatar

Rezension zu "German Roamers - Deutschlands neue Abenteurer" von German Roamers

Deutschland, deine Schönheit
RoteFeevor einem Jahr

Hier ist etwas wirklich großartiges entstanden.
Aus einem Treffen von Fotografen über Instagram ist die Idee entstanden, gemeinsam das eigene Land in all seiner Schönheit zu zeigen.
Man muss nicht weit reisen, um Schönheiten zu entdecken. Deutschland hat so unglaublich viele schöne Ecken, Orte, Landschaften, Burgen und Schlösser und und und....
Und so ist hier ein Bildband entstanden der seinesgleichen sucht. Aber nicht ausschließlich Bilder. Auch gibt es jeweils vom Fotografen einen Kommentar zu den Bildern und ein kleines Interview. Eine wirklich runde Sache.

Wer noch ein besonderes Geschenk sucht- schenkt dieses Buch. Es ist wirklich schön und hat hier jeder Generation gefallen.

Fünf von fünf Sternen!

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "German Roamers - Deutschlands neue Abenteurer" von German Roamers

Ein wenig zu dick aufgetragen
R_Mantheyvor einem Jahr

Um nicht missverstanden zu werden: Dies ist ein durchaus schöner Bildband, gemacht von jungen Fotografen in herrlichen Landschaften Deutschlands. Die Ruhe und Schönheit, die die meisten Fotografien in diesem Band ausstrahlen, will aber irgendwie nicht zu dem ganzen anderen Getöse passen, das einem aus dem Buch entgegenschlägt. Denn das klingt wie Sehnsucht nach Aufmerksamkeit.

Beim Lesen des Titels kramt man in seinem Gedächtnis nach einer passenden Übersetzung. In meinem Englischunterricht kam das Verb "to roam" nicht vor, vielleicht weil es nicht ins Lebenskonzept von Schulbuchautoren passt. "Herumstreifen" klingt eben nicht nach gezielter Tätigkeit. Die "deutschen Herumstreifer" also. So nennen sich diese jungen Fotografen natürlich nicht. Das würde wohl nicht cool genug sein und hätte (um im Sprachmischmasch des Buches zu bleiben) auch nicht den geheimnisvollen Touch von Outdoor- oder Survival-Feeling, Games of Thrones (steht tatsächlich auf der Rückseite des Einbands) oder sonstigen jugendlichen Träumereien.

Und überhaupt: Wenn man manche Textstellen liest, kann einen das Gefühl beschleichen, die jungen Fotografen hätten bis zur Volljährigkeit Stubenarrest gehabt und würden nun völlig überrascht das erste Mal die Natur sehen. Und weil sie nun ein wenig in Deutschland herumstreifen und ab und zu auch mal im Zelt übernachten, nennt man sie in diesem Band (Rückseite des Buches) "eine junge Generation moderner Nomaden" oder "Deutschlands neue Abenteurer". Liebe Leute, sprecht doch mal mit Fotografen, die tatsächlich wochenlang völlig allein in einer tatsächlich menschenleeren Wildnis herumgestreift sind, um Natur und Tiere zu fotografieren. Vielleicht steigt euch dann die Schamesröte ins Gesicht bei euren albernen Aussagen.

Gleich am Anfang des Bandes findet man zwei Fotografien aus der Sächsischen Schweiz. Auf einem, gleich doppelseitigen Foto schwingt einer der selbsternannten Abenteurer auf einem Felsvorsprung eine rote Fahne mit dem Logo der Gruppe. Darunter steht "Die German Roamers erobern die Sächsische Schweiz" Und im Bild meint einer der Herumstreifer: "Viele wissen gar nicht, wie aufregend Deutschland sein kann." Bei der "Eroberung" dieses eine knappe Stunde von Dresden entfernten Naturschutzgebiet, hätte man durchaus erfahren können, dass dies sehr viele sehr wohl wissen, denn im Sommer ist es dort mehr als voll. Klettern und in der Natur sein hat speziell dort, aber sicher nicht nur dort, in Deutschland eine sehr lange Tradition.

Vielleicht wäre es besser gewesen, einfach die vielen wirklich schönen Fotografien sprechen zu lassen oder sie nur ein wenig zu kommentieren. Die Grundidee, die die Gruppe in ihrem Buch vertritt, kann man nur begrüßen. Sie lautet nämlich: Geht einfach in die Natur und zwar zu jeder Jahreszeit, am besten früh am Morgen. Man braucht dazu auch nicht weit zu fahren. Wenn man dann fähig ist oder wird, den Blick für die Besonderheit der Landschaft und für stimmungsvolle Motive zu schärfen, indem man sich auf seine Umgebung einlässt und mit ihr verschmilzt, dann kommen auch solche Bilder zustande, wie man sie in diesem Buch zu sehen bekommt. Wenn das die Botschaft des Buches sein sollte, dann kann man vielleicht die oft eher lustige, weil etwas alberne Ansprache verschmerzen, mit der sich vielleicht nicht jeder anfreunden kann, der schon ein wenig länger in der Natur war als die German Herumstreifer.

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