Gernot Beger

 4.4 Sterne bei 14 Bewertungen
Autorenbild von Gernot Beger (©privat)

Lebenslauf von Gernot Beger

Gernot Beger, geboren 1950 in Neuss am Rhein, studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete bei verschiedenen Banken in Düsseldorf in der Unternehmensfinanzierung. Wegen seiner fortgeschrittenen Taubheit schied er vorzeitig aus dem Berufsleben aus und widmete sich der Schriftstellerei. Die ersten Veröffentlichungen waren religionskritische Sachbücher. Nachdem der gemeinsame Hausstand mit seiner Ehefrau um einen Rhodesian Ridgeback erweitert wurde, schrieb er sein erstes Buch über die Beziehung von Mensch und Hund. Genau genommen ist es ein Buch, welches aus der Sicht des Vierbeiners geschrieben wurde. Also kein Hundefachbuch, sondern eine unterhaltsame Lektüre zum Schmunzeln.



Alle Bücher von Gernot Beger

Cover des Buches Wer erzieht hier eigentlich wen? (ISBN: 9783956836572)

Wer erzieht hier eigentlich wen?

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Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Der Sohn meiner Eltern (ISBN: 9783738603767)

Der Sohn meiner Eltern

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Erschienen am 12.12.2014
Cover des Buches Ich bin ja nur der Hund! (ISBN: 9783956836367)

Ich bin ja nur der Hund!

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Erschienen am 01.07.2020
Cover des Buches Wie viel Gott braucht der Mensch? (ISBN: 9783837071740)

Wie viel Gott braucht der Mensch?

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Erschienen am 01.02.2009

Neue Rezensionen zu Gernot Beger

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Rezension zu "Wer erzieht hier eigentlich wen?" von Gernot Beger

Von Vierbeinern mit ihren Zweibeinern - oder umgekehrt?
Waschbaerinvor 2 Jahren

Das vorliegende Buch "Wer erzieht hier eigentlich wen?" von Gernot Beger ist ein humorvoller Unterhaltungsroman mit viel wahrem Hintergrund. Die Realität übertrifft ja oftmals die Fantasie und ist schon deshalb urkomisch. Dieses Buch ist etwas fürs Herz - egal ob man einen Hund hat oder auch nicht.

Die Erzählerin ist Chaka, eine Ridgeback-Hündin, die ihr Herrchen Gernot bei Spaziergängen an der Leine mitlaufen lässt. Doch vor der Metzgerei hat eindeutig Gernot das Sagen. Chaka muss draußen bleiben und darf sabbernd die ganzen Leckereien hinter der Scheibe begierig anschmachten. Wer wie ich nicht weiß was ein Ochsenziemer ist, bekommt zu diesem Hundeleckerlie Aufklärung.  Chaka ist entzückt von diesem nach Mist stinkenden Etwas, welches sie abkauen darf -  was aber der Männerkochrunde am Abend den Genuss ihrer neuen Kochkreation beeinträchtigt, da sich ein unangenehmer Geruch über deren Geschmacksnerven legt. Aber für was gibt es Rotwein zum Nachspülen?

Auf den gemeinsamen Spaziergängen zeigt Chaka mal gleich anderen Vierbeinern wer hier das Sagen hat und wo der Hammer hängt. Man muss sich ja Respekt verschaffen. Und andere Hundehalterinnen die sich dumm benehmen, werden gleich mal angeknurrt bis sie parrieren. Für die kleinen "Sandpupser" (Hunde mit kurzen Beinen) hat Chaka wenig übrig. Gleichzeitig hat sie aber auch Mitleid mit den vollgestopften Vierbeinern, die bei Kälte in Strickpullover gesteckt werden und nicht herumtollen können.

Dass Herrchen Gernot seine Hundespaziergänge auch mal gerne auf dem Fahrrad erledigt, hat ungewollte Folgen. Immerhin ist es gar nicht so einfach, sein Rad samt Hund in der Balance zu halten. So enden solche Spazierfahrten für Gernot ab und zu mit einem Sturz in den Straßengraben. Zu Fuß ist sowieso gesünder. Vor allem, man trifft auch andere, nette Leute sowie deren Hunde und es tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf. Besonders der Mischlingsrüde Einstein hat es Chaka angetan. Sein Frauchen ist auch nicht von schlechten Eltern und wenn Gernot mit Frauchen Jule - so könnte auch Chaka mit Rüde Einstein. Und schon fängt das Hundehirn an und arbeitet.

Doch was sein Herrchen meint, wenn er "Sitz, Sitz" ruft, weiß sie dann doch nicht. Soll sie sich setzen, wieder aufstehen und wieder setzen? Oder was meint Gernot? Damit der Umgang mit seiner Hündin besser klappt, geht er mit Chaka in die Hundeschule. Gernot lernt dort, was seine Vierbeinerin braucht. Chaka weiß ja schon, was Hunde so benötigen. Dabei ist sie ganz liebenswert, macht ihrem Herrchen im Bett genügend Platz, damit auch er dort schlafen kann. 

Vor unseren Augen entwickelt sich eine liebenswerte Wohn- und Lebensgemeinschaft von Vier- und Zweibeinern. Wer das eigentliche Sagen in der Wohnung hat, ist bis zum Ende nicht ganz klar. Herrchen mag geschlossen Türen, wogegen Chaka auf ihre Art protestiert. Am Ende bleiben die Türen offen. Wer sagt's denn!

"Wer erzieht hier eigentlich wen?" ist ein allerliebstes Unterhaltungsbuch, das mich viel zum Schmunzeln und Lachen brachte.


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Rezension zu "Wer erzieht hier eigentlich wen?" von Gernot Beger

"Sitz! Sitz!" - was will mein Zweibeiner eigentlich?
Suszivor 2 Jahren

Dies ist mein erstes Buch das das Leben mit dem Zweibeiner aus „Tiersicht“ schildert und ich bin sehr begeistert davon. Sich in das Tier zu versetzen und so zu „denken“, ist das eine, es aber auch so rüber zu bringen, dass jeder Tierhalter die klassischen Situationen erkennt, dazu noch mit eigenen Wortkreationen gewürzt, dass macht dieses Buch so liebenswert. Ich kam aus dem Schmunzeln nicht heraus und musste öfters mal unterbrechen um besonders gelungene Passagen der Familie vorzulesen. Wir haben seit einem halben Jahr auch einen Hund und nachdem die Erziehung im Welpen-Alter schon nicht so geglückt ist, haben wir mit dem Rüpel-Alter nun jede Menge „Spaß“. Aber das Tier kann ja gar nichts dafür – es sind unsere ungenauen Befehle, die das liebe Tierchen in richtige Gewissenskonflikte stürzen ;-) Eine meiner Lieblingsszenen in dem Buch ist die Wiederholung des Kommandos „Sitz! Sitz!“ und in der sich Chaka – zu Recht - fragt – muss ich erst wieder aufstehen, um den Befehl erneut auszuführen. Köstlich! Was hier oft mit Augenzwinkern und viel Witz geschildert wird, hat jedoch auch einen wahren Hintergrund – viele Erziehungsprobleme sind hausgemacht. In diesem Buch erkennt man sie ohne das mit dem „erhobenen Zeigefinger“ darauf gezeigt wird. Vielmehr wird dazu auf humorvolle Weise angeregt, über seinen Umgang mit dem speziellen Familienmitglied mal nachzudenken.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ich hatte viel Spaß beim Lesen und kann es einfach nur weiterempfehlen!

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Rezension zu "Wer erzieht hier eigentlich wen?" von Gernot Beger

Lustiges von Leinenhalter, Ochsenziemer und Welpenschule
Aischavor 2 Jahren

Hundeliteratur gibt es ja wie Sand am Meer, vor allem jedoch Sachbücher rund um den "treusten Freund des Menschen". Das vorliegende Buch von Gernot Beger ist keinesfalls diesem Genre zuzuordnen, auch wenn Titel und Coverfoto an einen Ratgeber zur Hundehaltung erinnern.

Nein, "Wer erzieht hier eigentlich wen?" ist viel mehr humorvolle Unterhaltungsliteratur. Das Besondere: Die Geschichten sind allesamt aus Sicht der Protagonistin Chaka geschrieben, einer gelinde gesagt äußerst temperamentvollen Rhodesian Rigdeback-Hündin. Nun ist zugegebenermaßen auch die Idee, ein Haustier zur zentrale Figur eines Romans zu machen, spätestens seit dem Katzenkrimis Felidea mit Detektiv-Kater Francis auch nicht mehr wirklich innovativ.
Dennoch haben mich Gernot Begers Geschichten gut unterhalten. Beger erzählt humorvoll und kurzweilig, ich musste beim Lesen oft schmunzeln, bisweilen sogar lauthals lachen. So etwa wenn Hündin Chaka die Welt nicht mehr versteht, weil regelmäßig (Müll-)Männer in Uniform kommen und Nahrungsmittelreserven aus der Tonne vor dem Haus ungefragt entwenden - aus ihrer Sicht ein klarer Fall von Mundraub.
Schon bei der Auflistung der Akteure zeigt Beger Witz und Kreativität: der intelligente Mischlingsrüde heißt Einstein, auch bei Staatsanwalt Klagehorst gilt wohl "Nomen est omen".
Besonders gefallen hat mir, dass der Autor durchaus Mut zur Selbstironie zeigt. Das Lektorat hätte ein wenig mehr Sorgfalt walten lassen können, es haben sich doch einige kleine Rechtschreib- und Trennfehler eingeschlichen.
Alles in allem ist es kein literarisches Meisterwerk, aber diesen Anspruch erhebt das Buch ja auch gar nicht. Was man erwarten darf sind lustige Mensch-Hund-Geschichten, die mit Augenzwinkern (und sabbernden Lefzen) erzählt werden und neben guter Unterhaltung durchaus auch mehr Verständnis für die Canidae beim Leser wecken.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Wer erzieht hier eigentlich wen?

Chaka, eine temperamentvolle Rhodesian-Ridgeback-Hündin ist der Meinung, dass Hunde immer zu kurz und nie zu Wort kommen. Daher hat sie dieses Problem in die eigenen Pfoten genommen und selbst ein Buch verfasst. Darin beschreibt sie, wie eine kluge Hündin es vermeidet, hilflos den Marotten der Zweibeiner ausgeliefert zu sein. Wie sie ihr Herrchen dazu bringt, das zu machen, was sie will und ihn dabei in dem Glauben lässt, dass er entschieden hätte. Dies geht nicht ohne Komplikationen ab.
Chaka und zwei befreundete Vierbeiner haben nämlich ihre eigenen Vorstellungen über Leinenführung, wer Kommandos geben darf und wer überhaupt im gemeinsamen Haushalt der Chef ist. Sie machen sich über ihre Leinenhalter lustig, über ihre Fehler, ihre seltsamen Sitten und über ihr Unvermögen, einen Hund zu erziehen. Sie bringen ihre Besitzer oftmals zur Verzweiflung.

Bevor die Verlosung startet habe ich eine Frage: Wie gefällt Euch das Cover?

40 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Die zehn größten Irrtümer des Neuen Testaments
Liebe Interessenten der Leserunde,

 ein Sachbuch mit der sprechenden Hündin "Chaka" als Co-Autorin? Geht das überhaupt? Ist das nicht ziemlich schräg? In meinem Buch beschäftige ich mich kritisch mit dem Wahrheitsgehalt des Neuen Testaments. Die christlichen Kirchen behaupten, die alleinige Wahrheit zu besitzen und berufen sich dabei auf die Bibel. Aber sind diese Schriften denn überhaupt verlässlich?

Durch die Mitwirkung von "Chaka", die oftmals mit einer Prise Humor die entscheidenden Fragen stellt, soll das Buch unterhaltsam sein,  ohne an Seriösität zu verlieren. Mich interessiert auch, ob dies gelungen ist.

Viel Spaß beim Lesen.
38 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Gernot Beger wurde am 03. Oktober 1950 in Neuss (Deutschland) geboren.

Gernot Beger im Netz:

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in 13 Bibliotheken

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