Gernot Gricksch Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande

(55)

Lovelybooks Bewertung

  • 70 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 8 Rezensionen
(30)
(20)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande“ von Gernot Gricksch

»Als die sinnlose Rede vorbei ist, treten wir ans Grab. Den Kübel mit Sand ignorieren wir. Wir werden unseren Freund nicht mit Dreck bewerfen. Stattdessen legen wir alle gleichzeitig, als hätten wir es wochenlang geübt, den Kopf zurück. Und dann spucken wir in hohem Bogen unsere Kirschkerne in das Grab. Der Pastor funkelt uns wütend an. Doch was weiß der schon.« An seinem 40. Geburtstag steht Piet am Grab eines Freundes. Hier erinnert er sich an Prickel Pit und Schlaghosen, Miami Vice und Startbahn West, den ersten Kuss, die letzte Gehaltsabrechnung. Und Piet denkt an vier Jahrzehnte mit seinen besten Freunden: an die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande!

Tolles Buch. Ein etwas anderer Rückblick in Kindheit und Jugend, wenn man 196.. geboren ist.

— karatekadd
karatekadd

Gricksch schreibt lebhaft, liebevoll, witzig, mitreißend, berührend... trotz ein bisschen Schmalz und Klischee habe ich diese Geschichte geliebt <3

— Naibenak
Naibenak

Frischt Kindheitserinnerungen auf, herrlich unpathetisch und unsentimental, und doch auf ganz eigene Art berührend. Tolles Buch!

— parden
parden

Sehr mitreißende,schöne und spannende Geschichte. Hab das Buch gleich mehrmals gelesen.:)

— Galy
Galy

Stöbern in Romane

Der Vater, der vom Himmel fiel

Ein "Glücksgriff" in Buchform: Witzig, geistreich, einfach.nur.zum.Brüllen.komisch - und so wahr ;) 5 Sterne reichen hier nicht aus ;))

SigiLovesBooks

Underground Railroad

Eine tolle Heldin, die trotz aller Widrigkeiten nie aufgibt und immer wieder aufsteht, auch wenn es das Schicksal nicht gut mit ihr meint.

Thala

Swing Time

Eine sehr lange, gemächliche Erzählung, der streckenweise der Rote Faden abhanden zu kommen scheint. Interessanter Schmöker.

kalligraphin

Vintage

Überraschend gute und spannende Unterhaltung für jeden Blues- und Rock'n'Roll-Fan und alle die es noch werden wollen!

katzenminze

Die Geschichte der getrennten Wege

Fesselnd und langatmig, mal begeisterte mich der Roman, mal las ich quer. Ein gemischtes Leseerlebnis.

sunlight

Wie der Wind und das Meer

Liebesgeschichte, die auch einen Teil der deutschen Geschichte wiederspiegelt - mir fehlten die Emotionen

schnaeppchenjaegerin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Acht Berge" von Paolo Cognetti

    Acht Berge
    DVA_Verlag

    DVA_Verlag

    Wie wollen wir leben? Stadt oder Land? Soll man gehen oder bleiben? Sich einmischen oder raushalten?  Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Vor der ehrfurchtgebietenden Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert Paolo Cognetti die lebenslange Suche zweier Freunde nach dem Glück. Eine eindringliche archaische Geschichte über über das Leben, die Liebe und den Tod.Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt die Sommermonate am liebsten in seiner Hütte im Aostatal auf 2000 Metern Höhe. Er hat Mathematik studiert, einen Abschluss an der Filmhochschule gemacht und Dokumentarfilme produziert, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Acht Berge ist ein Bestseller in Italien; das Buch erhielt den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega, und erscheint in über dreißig Ländern.Wir suchen 15 Leser, die eine Schwäche für Romane haben, in denen es um Freundschaft, Natur und die Frage nach dem Sinn des Lebens geht.  Fühlt ihr euch angesprochen? Dann freuen wir uns auf eure Bewerbung.Bewerbungsaufgabe: Gibt es einen Roman über eine (lebenslange?) Freundschaft, der euch besonders gefallen hat?

    Mehr
    • 323
  • Ein etwas anderer Rückblick auf Kindheit und Jugend

    Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande
    karatekadd

    karatekadd

    28. May 2017 um 10:07

    Da sitzt ein gewisser Piet Lehmann, 41, bei einem jungen Schnösel von Kulturjournalisten beim NDR. Er, selbst Redakteur, ist zum Interview geladen. Sein Roman Kirschkernspucker ist das Thema. TOTAAL langweilig findet der Schnösel die Geschichte von sechs im Jahr 1960 gebornen Freunden. Gelesen hat er sie auch nicht. Er hat sich, selbst kaum dem Volontariat entwachsen, von einer Volontärin einen kurzen Überblick geben lassen.„Er schien sich nicht vorstellen zu können, dass das Leben für Menschen über vierzig noch irgendwas bereithielt. Wahrscheinlich dachte er, alles was Männern meines Alters noch blieb, waren die alljährlichen Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchungen und sporadische Ü40-Partys, auf denen wir zu den Klängen von Status Quo und Cindy Lauper unsere arthritischen Gelenke schüttelten.‚Doch, doch. Es geht immer weiter, das Leben‘, bekräftige ich.‚Sicher‘, sagte Klein-Dominik. ‚So ist das wohl.‘“  (Seite 19)All das geht Piet an seinem 50sten Geburtstag durch den Kopf. Der war 2010. Meiner war drei Jahre später. Und mir schwant, dieses Buch ist vor allem was für Leute, die noch in richtige Baumwollwindeln gesch... haben, Seifenkisten bauten, gleich alleine zur Schule gingen, und denen in den letzten Schuljahren die Benutzung von Taschenrechnern noch verboten wurde, weil nicht alle einen hatten. Also zumindest in Dresden war das um 1980 so, ob Letzteres in Hamburg ebenso war, weiß ich nicht genau. Vielleicht.All das habe ich soeben den ersten Seiten aus DIE HELDENHAFTEN JAHRE DER KIRSCHKERNSPUCKERBANDE entnommen. Daraus folgt, es geht gar nicht um dieses Buch, sondern um DIE DENKWÜRDIGE GESCHICHTE DER KIRSCHKERNSPUCKERBANDE. Band EINS von Gernot Gricksch. Band 2 wird noch gelesen und wenn alles klappt, werden Anne und ich uns gemeinsam darüber amüsieren. Sie wird das Küken sein, denn sie ist noch mal um einiges jünger. Aber uns eint mit Piet, Petra, Bernhardt, Sven, Susann und Dilbert: Wir sind alle im siebenten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts geboren und haben alle noch in Baumwollwindeln... usw.* * *»Als die sinnlose Rede vorbei ist, treten wir ans Grab. Den Kübel mit Sand ignorieren wir. Wir werden unseren Freund nicht mit Dreck bewerfen. Stattdessen legen wir alle gleichzeitig, als hätten wir es wochenlang geübt, den Kopf zurück. Und dann spucken wir in hohem Bogen unsere Kirschkerne in das Grab. Der Pastor funkelt uns wütend an. Doch was weiß der schon.« (Seite 7)Wer da in das Loch auf dem Friedhof in Ohlsdorf heruntergelassen wurde, ist nicht klar, nur soviel, einer von sechs wird es schon gewesen sein. Wenn im Epilog diese Szene wiederholt wird, hat man schon einen leicht verschleierten Blick, denn während man meist lachen musste bei der Lektüre, hier ist die Geschichte so was von traurig, da darf man schon mal ein Tränchen verdrücken. Im Übrigen zeigt Piet Lehmann, der Erzähler ja des Öfteren, dass Mann auch mal heulen darf. Ohne heulen hätte er seine bessere Hälfte nicht, verraten, ob die nun Petra, Susann oder ganz anders heißt, wird hier nicht.Sven ist der Erste, den Piet kennenlernt. Sozusagen im Laufstall. Bei einer Art Ghostbuster-Spiel kommt ein neuer Junge dazu. Petra. „‚Petra?‘, rief ich entsetzt. ‚Du bist´n Mädchen??‘ ‚Ja.‘ Petra funkelte mich wütend an. ‚Aber ich bin stärker als du!‘ Ich sagte lieber nichts mehr. Wahre Führer wissen, wann es klüger st, einen temporären Rückzug anzutreten.“ (Seite 23) Und dann trennen sich Svens Eltern, es wird dauern, bis die Leser den Grund dafür erfahren.1966 gab es Schultüten. Und zu dem Trio stoßen der stille Bernhardt und der Rüpel Dilbert hinzu. Bernhardt sitzt neben Piet, Dilbert gehört auch in diese Klasse. Sven hat eine Banknachbarin namens Susann. Und um das mal richtig zu erklären, was den Unterschied von Petra und Susann ausmacht und warum sich neben ein Mädchen zu setzen eine große Dummheit ist, gebe ich mal folgende Erklärung. „Wenn Mädchen so waren wie Petra – permanent schmutzig, mit aufgeschlagenen Knien und einer Rauferei nie abgeneigt – , dann konnte man vielleicht mal eine Ausnahme machen, aber so ein richtiges Mädchen, eins mit Zöpfen, mit einem Kleid!“ (Seite 36)Bernhard dagegen: „W-wollt ihr Sch-schokolade?“ – Ach, Bernhard. Der ist der Schlaukopf. Total belesen, Geografie-As würden wir sagen. Besitzer zweier Alkoholiker-Eltern. Stotternd, schüchtern, außer in dieser nun kompletten Clique, die auch in der Schule vollständig wird, nachdem Petra es geschafft hatte, von ihrer Mädchenschule zu fliegen. Piet, Sven, Petra, Bernhard, Susann und Dilbert.Überspringen wir mal ein paar Jahre. 1972, da wird die Rasselbande zwölf. Petra hat den Dilbert des öfteren im Schwitzkasten und Piet hat Susann´s beginnende Brüste wohl zu lange angeschaut. Und „Susann bemerkte alles, was ich tat“.„Ich lag also da, zwölf Jahre alt und dachte an Susanns Lippen und an ihre Minibrust... Und da war sie dann: Meine erste Erektion. Halleluja! Ohne dass es mir jemand erklärt hätte, fand ich sehr schnell heraus, wie man so eine Erektion wieder loswird.“ (Seite 71)* * *Überspringen wir erneut ein paar Jahre und auch die Phase, in der Dilbert meint: „So viele Weiber! So wenig Zeit!“ – Überspringen wir überhaupt den ganzen Rest, der nur spoilerhaft wirken würde und kommen wir mal zu einem Fazit:Da lese ich nun einen „Wessi-Roman“ und finde mich doch wieder. Nicht unbedingt in Hamburg-Altona-Reeperbahn und LSD-WG, auch nicht an der Startbahn-West und in Brokdorf, als deren Vertreter besagter Piet seine kurzen Ausführungen dazu bringt. Ich will da mal was ganz Profanes erwähnen: Cat Stevens - Morning has brocken. Was verbindet Ost und West damit, wenn man zwischen 1960 und ein paar Jahren später geboren ist? Natürlich: Den Engtanz. Den in der Klassendisko. Näher kam man ja in einem bestimmten Alter an die Busen der Mädchen nicht heran. Aber jetzt gleite ich schon wieder zurück in die pubertären Erinnerungen. Dabei wird doch dieses Buch zunehmend ernst und nicht erst, als die Freunde (teilweise) Eltern werden.Übrigens war es wohltuend, nichts, aber auch gar nichts zum Thema Ost/West zu lesen. Keine Tante, kein Onkel, keine Carepakete und Ostreisen. Ein einziges Mal die Erwähnung der Geschehnisse von 1989.Für Anne Parden „war das wie eine Reise durch meine eigene Kindheit und mein Leben. Ereignisse, die ich längst verdrängt hatte, politische Bewegungen, besondere Augenblicke kamen wieder zum Vorschein, Gegenstände, Ausdrücke, Mode und Musik im Wechsel der Jahre - ein herrliches Wiedertreffen!“ wie sie in ihrer Rezension schrieb.Oder auch ganz kurz bei Droemer-Knaur: „Frischt Kindheitserinnerungen auf, herrlich unpathetisch und unsentimental, und doch auf ganz eigene Art berührend. Tolles Buch!“Geht mir genauso, auch wenn ich mir, ähnlich der nebenstehenden Jahrgangsbücher auch eine Ost-Variante der Kirschkernspuckerbande vorstellen könnte. Aber schade ist letztendlich nur, dass ich diesen denkwürdigen Roman einer denkwürdigen Gruppe fast Gleichaltriger nicht schon eher in die Hände bekam, denn Gernot Gricksch schrieb den bereits 2001.Die eingangs erwähnte Fortsetzung, also „unsere“ heldenhaften Jahre, erschien „erst“ 2013. Nun ist die Geschichte schon etwas ernsthafter, darüber wird noch zu schreiben sein.PS: Bei Droemer-Knaur steht, Gernot Gricksch ist einer der meistverfilmten deutschen Autoren. Das war mir bisher ebenso wenig bekannt, wie seine beiden Romane über die Kirschkernspuckerbande. Aber das wird nicht so bleiben.© KaratekaDDauch unter LITT-ART

    Mehr
  • Von Mofas, Schulterpolstern und Marc

    Mofaheld
    buchjunkie

    buchjunkie

    Als die Eltern von Marc umziehen, fällt ihm seine alte Schatzkiste wieder in die Hände, die prall gefüllt ist mit Konzertkarten, alten Kassetten, Briefen und vor allem einem Batikhandtuch! Dieses riecht nach Parfüm und Haarspray und katapultiert Marc zurück in die 80er Jahre. Denn damals mit fünfzehn waren der Traum von der eigenen Band, die Schmach über das peinlichste Sofa der Welt und vor allem seine große erste Liebe Anna wichtiger als Tschernobyl oder die Ehekrise seiner Eltern. Sehr witzig erzählt Marc aus seinem Leben 1986! Das Buch hat riesig Spass gemacht! Unter anderem auch deshalb, weil ich 1986 ebenso alt war und beim Lesen viele Erinnerungen an diese Zeit hochgekommen sind.Die scheinbar nebensächlichen Einwürfe wie z.B. Songtitel , die so typisch waren für die Achtziger , haben einen großen Teil dazu beigetragen. Der Schreibstil ist flott ,unterhaltsam und sehr gut zu lesen. So manches Mal hatte ich beim Lesen ein Grinsen im Gesicht, weil Marc es schafft, immer wieder in absurde und unfreiwillig komische Situationen reinzurutschen. Und dann erst sein Opa!!!. Mit hessischem Dialekt äußert er sich zu fast allem und ist stellenweise der einzige, der zu Marc hält. Opas Kommentar über Tschernobyl :„ Pass uff, Lutscher! Da is e Riesenscheisse passiert, des sach isch dir!“ Und Opa bestimmt Marc dazu mit ihm die ' Grundversorschung für die nächste paar Woche zu gewährleiste, bis die atomare Wolke dursch is, verstehste?' Lars Niederholz ist es mit diesem Roman gelungen, das Lebensgefühl eines pubertierenden Junges in den 80ern humorvoll und manchmal ein bisschen überzogen darzustellen. Ganz besonders gut hat mir am Ende der Ausblick auf das Leben der wichtigsten Personen gefallen. Wann erfährt man sonst, was aus den Figuren eines Romanes geworden ist? „Mofaheld“ bietet kurzweilige, humorvolle Unterhaltung und lässt einen auch an seine eigene Jugend zurückdenken! Ich fand's klasse!

    Mehr
    • 9
  • eBook Kommentar zu Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande von Gernot Gricksch

    Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande
    HelmutPoell

    HelmutPoell

    23. November 2014 um 14:24 via eBook 'Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande'

    'Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande' war wirklich eine nahe gehende Geschichte von er ersten bis zur letzten Seite

  • Über Freundschaft und mehr...

    Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande
    parden

    parden

    ÜBER FREUNDSCHAFT UND MEHR... Sofort nach der Geburt ihres Sohnes sprang Piets Mutter auf, um den Vater zu suchen, der sich in einer Toilette eingesperrt hatte. Und Piet? Der blieb im Kreißsaal liegen und dachte erstaunt: »War's das schon?« Die gleiche Frage stellt er sich vierzig Jahre später am Grab eines seiner besten Freunde; er erinnert sich an Prickel Pit und Schlaghosen, Miami Vice und Startbahn West, den ersten Kuss und die letzte Gehaltsabrechnung. Und Piet denkt an vier Jahrzehnte mit seinen besten Freunden - kurz: an die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande... "Als die sinnlose Rede vorbei ist, treten wir ans Grab. Den Kübel mit Sand ignorieren wir. Wir werden unseren Freund nicht mit Dreck bewerfen. Stattdessen legen wir alle gleichzeitig, als hätten wir es wochenlang geübt, den Kopf zurück. Und dann spucken wir in hohem Bogen unsere Kirschkerne in das Grab. Der Pastor funkelt uns wütend an. Doch was weiß der schon." An seinem 40. Geburtstag steht Piet am Grab seines Freundes. Zum Begräbnis sind auch die anderen Freunde aus Kindheitstagen erschienen Alle im Jahr 1960 geboren und von Kindesbeinen an miteinander verbunden. 'Die Kirschkernspuckerbande' wurden sie seinerzeit genannt: Piet, Sven, Petra, Susann, Bernhard und Dille. Und auch wenn sich ihre Leben im Laufe der Jahrzehnte auseinanderentwickelt haben - die Freundschaft blieb. Piet lässt die vergangenen gemeinsamen 40 Jahre Revue passieren, und da ich im selben Jahrzehnt geboren wurde wie die sechs Helden, war das wie eine Reise durch meine eigene Kindheit und mein Leben. Ereignisse, die ich längst verdrängt hatte, politische Bewegungen, besondere Augenblicke kamen wieder zum Vorschein, Gegenstände, Ausdrücke, Mode und Musik im Wechsel der Jahre - ein herrliches Wiedertreffen! Die Beschreibung der Freundschaft unter den sechsen mit allen Höhen und Tiefen, Krisen und freudige Ereignisse im Leben der verschiedenen Charaktere - alles glaubwürdig geschildert, herrlich unpathetisch und unsentimental, und doch auf ganz eigene Art berührend. Sechs Leben im Zeitraffer, so anschaulich, so lebendig, so normal, so nachvollziehbar beschrieben, dass man fast meint, man würde dazugehören. Und keine einzige Seite des Buches ist langweilig. Das Buch war ein Zufallsfund, und ich bin begeistert. Natürlich sollen sich auch jüngere Leser über das Buch freuen können - aber ich glaube doch, dass es vor allem die Leser meiner Generation sind, die das Buch in erster Linie anspricht. Irgendwo las ich mal: 'Haben Sie schon ein Lieblingsbuch? Nehmen Sie einfach dieses!' Nun, eines meiner Lieblingsbücher ist dieses hier nun ganz gewiss... © Parden

    Mehr
    • 15
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    17. September 2014 um 10:11
  • Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft

    Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    17. July 2013 um 10:40

    Sie sind die Kirschkernspuckerbande, Piet, Sven, Petra, Susann, Bernhard und Dille. Piet und Sven kennen sich von klein auf, die sind Nachbarsjungen und mehr oder weniger zusammen aufgewachsen. Als Svens Vater von heute auf morgen verschwindet, ist Piets Vater zu Sven wie ein Vater. Nachdem die beiden 5 Jahre sich allein hatten, zog Petra mit in ihre Straße und gesellte sich mit zu den beiden Freunden. Während der ersten Tage in der Schule lernen sie die anderen Freunde kennen und bilden von da an eine Einheit.  Sie sind alle im Jahr 1960 geboren und der Leser hat das Vergnügen, die 6 Protagonisten durch 4 Jahrzehnte zu begleiten. Die 6 schweißt eine Freundschaft zusammen, die Höhen und Tiefen ausmacht. Schon beim Kennenlernen gibt es Eifersüchteleien, aber auch gegenseitige Hilfe. Der Prolog des Buches beginnt mit Piets 40. Geburtstag, der gleichzeitig auch ein Tag der Trauer ist. Einer der Kirschkernspuckerbande wird an genau diesem Tag zu Grabe getragen. Es wird kein Name genannt.  Während ich teil nahm an dem Wandel der Persönlichkeiten der einzelnen Protagonisten, verschob sich die Ahnung, die ich anfangs hatte, immer wieder auf eine andere Person. Viele Dinge sind im Lauf der 40 Jahre passiert, manch einer der Bande befand sich in einem tiefen Loch, rappelte sich wieder auf, ein anderer, der nicht zeigen konnte, wie es ihm wirklich geht, blieb unten liegen. Es war ein ständiger Wandel vorhanden. Neben dem Miterleben der Freundschaft, des Füreinander daseins und der tiefen Bindung untereinander war dieses Buch ein Trip in meine eigene Vergangenheit. Ich bin fast zur gleichen Zeit wie die 6 Protagonisten geboren worden und konnte viele Dinge, wie zum Beispiel angesprochene geschichtliche Ereignisse noch einmal aus meiner Sicht Revue passieren lassen. Vieles hatte ich vergessen, das wieder in Erinnerung gebracht wurde. Sei es das erste "handliche" tragbare Telefon, die Übertragung der ersten Mondlandung oder auch nur die Erinnerungen an die damalige Musik. Ich musste oft schmunzeln und wurde auch nachdenklich. Es ist ein Buch der Freundschaft, Liebe, des Zusammenhalts und der Hoffnung. Ein wenig geschichtliches der Jahre 1960 bis 2000 helfen dem Leser, die Zusammenhänge zu verstehen. Obwohl ich nicht sagen möchte, dass das Buch Jüngere nicht anspricht, möchte ich behaupten, dass meine Generation, die also fast zeitgleich wie die Protagonisten sind, die größte Freude an dem Buch haben werden. Mir hat es sehr gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.

    Mehr
  • Rezension zu "Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande" von Gernot Gricksch

    Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande
    Lesefriese

    Lesefriese

    09. May 2010 um 22:42

    Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen. Ich habe dieses Buch innerhalb von drei Stunden durchgelesen weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte... ich hatte das Gefühl ich würde mit dieser Gruppe von Kinder aufwachsen und richtig miterleben wie sie in die Schule kommen ihre erste Freunden bzw Freund bekommen und erwachsen werden... aslo wenn ihr die möglichkeit habt... lest es ;-)

  • Rezension zu "Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande" von Gernot Gricksch

    Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. April 2010 um 07:42

    Geschenk Füsi 40. Geburtstag

  • Rezension zu "Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande" von Gernot Gricksch

    Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande
    Sternenstaub

    Sternenstaub

    26. March 2010 um 23:09

    Ein lesenswertes Buch.Man erlebt mit einer Gruppe von Freunden ihr Aufwachsen,ihre Freundschaft,ihre Freuden & Sorgen,ein vergangendes Jahrzehnt,ziemlich realistisch mit und frischt nebenbei aus der Mode gekommende Wörter wieder auf.

  • Rezension zu "Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande" von Gernot Gricksch

    Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande
    wanderhase

    wanderhase

    29. November 2009 um 21:16

    Wunderbar - selbst Jahrgang 59 kann ich alles nach- und mitfühlen. Wärmstens zu empfehlen zum Auffrischen von Kindheitserinnerungen an die 60er und 70er Jahre. Auch Formulierungen und Wortwahl sind herrlich erfrischend und führen dazu, dass man vielleicht im Zug und beim Lesen laut auflacht... Die andern sind ja nur neidisch, die haben keine Ahnung, um was es geht! Da kann man auch die wiederholten "dass" an der Stelle von "das" leichten Herzens übersehen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande" von Gernot Gricksch

    Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande
    SarahCatherine

    SarahCatherine

    05. September 2008 um 21:24

    Die Kirschkernspuckerbande, das sind Schulfreunde, deren Leben sich - teils mit, teils ohne einander - weiterentwickeln. Dieses Buch ist so geschrieben, wie ich mir eine gute Freundschaft vorstelle: liebevoll, mal nah, mal fern, auf und ab, aber immer da.