Gernot Gricksch Die heldenhaften Jahre der Kirschkernspuckerbande

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Inhaltsangabe zu „Die heldenhaften Jahre der Kirschkernspuckerbande“ von Gernot Gricksch

'Als die sinnlose Rede vorbei ist, treten wir ans Grab. Den Kübel mit Sand ignorieren wir. Wir werden unseren Freund nicht mit Dreck bewerfen. Stattdessen legen wir alle gleichzeitig, als hätten wir es wochenlang geübt, den Kopf zurück. Und dann spucken wir in hohem Bogen unsere Kirschkerne in das Grab. Der Pastor funkelt uns wütend an. Doch was weiß der schon.' An seinem 40. Geburtstag steht Piet am Grab eines Freundes. Hier erinnert er sich an Prickel Pit und Schlaghosen, Miami Vice und Startbahn West, den ersten Kuss, die letzte Gehaltsabrechnung. Und Piet denkt an vier Jahrzehnte mit seinen besten Freunden: an die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande!

Hier sind wir uns einig: die Fortsetzung ist gelungen! Nachdenklicher als im ersten Teil, aber wieder wunderbar lebensbejahend!

— LitteraeArtesque

Klasse Fortsetzung zu der "denkwürdigen Geschichte..." 13 Jahre liegen dazwischen. Man merkt es. Aber es ist gut.

— karatekadd

Eine tolle Wiederbegegnung mit der Kirschkernspuckerbande - ernster als im ersten Band, aber wieder humorvoll, warmherzig und berührend... ♥

— parden

Nach dem 1. Teil der Kirschkernspuckerbande ist dieses Buch ein Muss. Auch nach Jahren noch in Freundschaft verbunden, gehen sie ihren Weg

— Katzenpersonal_Kleeblatt

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  • Ich liebe die Kirschkernspuckerbande!

    Die heldenhaften Jahre der Kirschkernspuckerbande

    parden

    ICH LIEBE DIE KIRSCHKERNSPUCKERBANDE!Piet und seine Kirschkernspucker-Freunde aus alten Zeiten müssen sich auch mit 40 Lebensjahren noch den Widrigkeiten des Lebens stellen. Die lang ersehnte Lebensweisheit und eine lässige Abgeklärtheit lassen leider auf sich warten. Stattdessen winken die erste Midlife-Crisis, eine späte Schwangerschaft, die immer wieder turbulente Liebe und die Rettung eines vernachlässigten Mädchens. Wenn dazu die eigenen Kinder genauso viel Mist bauen wie man selbst früher, ist das Chaos komplett. Aber mit guten Freunden ist alles zu schaffen. Sogar das Leben."Ich weiß nicht, ob die Wet wirklich immer schlimmer wird, ob die Menschen tatsächlich immer gröber und kaputter werden oder ob es mein Alter ist, das mich die Dinge anders wahrnehmen lässt. In den letzten zehn Jahren habe ich so viel Verwahrlosung bei den Menschen gesehen, so viel alleingelassene Kinder, so viel Kälte, Egoismus und Dummheit, dass ich dazu tendiere, zu glauben, dass die Welt generell den Bach runtergeht. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur ein alter Mann geworden und habe in den Früher-war-alles-besser-Modus geschaltet, den ich bis vor kurzem an alten Männern immer so furchtbar gefunden habe." (S. 6/7)Ja, Piet ist älter geworden. Bereits seinen 50. Geburtstag feiert er im Prolog - wobei: von Feiern kann eigentlich nicht die Rede sein. Zwar sind alle seine Freunde, die Familie und selbstredend die Kirschkernspuckerbande versammelt, doch Angst und Unsicherheit prägen die Szene, und draußen zuckt das Blaulicht. Keine Band, die die ollen Hits spielt, sondern stattdessen eine Durchsage der Polizei: 'Dies ist die letzte Warnung. Sie haben fünf Minuten, um...' Doch der Prolog verrät noch nicht, was da los ist - er präsentiert nur eine ähnlich schräge Eingangsszene wie schon in Band eins.Das erste Buch endete mit dem Erreichen des 40. Lebensjahres der Freunde, Band zwei setzt nahtlos an dieser Stelle an und begleitet die Kirschkernspuckerbande durch ein weiteres Jahrzehnt. Einen besonderen Stellenwert erhält dabei das Silvesterfest in jedem Jahr, denn seit dem Begräbnis von einem ihrer Freunde treffen sich die anderen samt Anhang stets am letzten Tag des Jahres, um ihres toten Freundes zu gedenken - und einfach, um sich wieder einmal alle zu sehen. Im Alltag ist dies nämlich nicht immer leicht, auch wenn einzelne der Kirschkernspuckerbande sich auch sonst schon mal begegnen. Midlife-Crisis, pubertierende Kinder und einfach das Leben machen es nicht unbedingt leichter für Piet, Susanne, Sven, Petra und Dille. Obwohl es Piet und Susanne gut geht mit ihrer kleinen Tochter, versinkt Piet unmerklich in einer Sinnkrise. Sven lebt sich mit seinem Mann Jörn allmählich auseinander - während Sven als Theaterregisseur gerade ganz groß durchstartet, führt der arbeitslose Jörn den Haushalt und fühlt sich zunehmend ungesehen. Ein Pflegekind soll helfen, den Riss zwischen den beiden zu kitten. Petra und Dille können nicht mit- und nicht ohneeinander. Sie streiten sich oft wie die Kesselflicker und sind mit der ungeplanten späten Schwangerschaft Petras fast überfordert. Dille probiert laufend neue Aktivitäten aus, weil er ständig das Gefühl hat, im Leben zu kurz zu kommen. Und Petra - sucht die Liebe."Ich war mir sehr wohl der Tatsache bewusst, dass Anita das hatte, was man eine psychische Störung nennt. Doch Anita war immer gut gelaunt, sie war voller Energie und Neugier und einer atemberaubenden Offenheit für alles und jeden. Sie war glücklich. Konnte es eine Störung sein, sein Glück gefunden zu haben?" (S. 191)Den Leser erwartet hier wieder eine turbulente Mischung, die Begegnung mit einigen anderen besonderen Menschen eingeschlossen. Mit Adolf z.B., dem skurrilen WG-Partner von Petras und Dilles Zwillingen. Oder auch mit Anita, der langjährigen Freundin des verstorbenen Freundes der Kirschkernspuckerbande. Lebendig erzählt Gernot Gricksch hier wieder, wie es im Leben so laufen kann - nachdenklicher als im ersten Teil, aber wieder wunderbar lebensbejahend. Humorvoll, warmherzig, berührend - und fast schon hat man das Gefühl dazuzugehören. Ich habe es wieder sehr genossen..."Ich hoffe, die Kirschkernspuckerbnde hat Sie (wieder) amüsiert und berührt. Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, als die schräge Truppe elf Jahre nach ihrem ersten Abenteuer plötzlich wieder vor meinem inneren Auge auftauchte und Einlass in meinen Kopf begehrte. Erst beim Schreiben habe ich bemerkt, wie sehr ich diese Querköpfe vermisst habe." (S. 315)Da bleibt nur zu hoffen, dass die Kirschkernspuckerbande hartnäckig bleibt und Gernot Gricksch dazu bewegt, bald wieder einmal von ihren Erlebnissen zu berichten. So - in zehn Jahren vielleicht? Ich würde mich jedenfalls sehr freuen!Für dieses Buch gibt es wieder eine klare Empfehlung - verbunden mit dem Hinweis, unbedingt mit Band eins zu beginnen, da es hier viele Bezüge zu den vorherigen Ereignissen gibt. Also: ran an die Kirschkernspuckerbande!© Parden

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    • 6
  • Leben kann man nicht planen, Leben passiert einem.

    Die heldenhaften Jahre der Kirschkernspuckerbande

    IlonGerMon

    13. March 2014 um 12:51

    Vor vielen Jahren habe ich den Vorgänger zu diesem Roman “Die denkwürdige  Geschichte der Kirschkernspuckerbande“ mit dem allergrößten Vergnügen gelesen, empfohlen und dann auch zigmal verkauft. Entsprechend gespannt war ich auf diesen Folgeband, für den der Autor sich sehr viel Zeit gelassen hat. Zwischenzeitlich sind eine ganze Reihe anderer Romane von Gernot Gricksch erschienen, die ich bis auf wenige Ausnahmen auch sehr gern gelesen habe. Nun also endlich die  Möglichkeit, nach den ersten vierzig Jahren im ersten Band die Kirschkernspucker in ihrem weiteren Lebensjahrzehnt zu begleiten und auch zu beobachten. Auch hier beginnt der Roman wieder mit einem Prolog, der den 50. Geburtstag des Ich-Erzählers Piet Lehmann, der zehn Jahre zuvor seinen ersten Roman veröffentlicht hat, in den Mittelpunkt stellt. Eigentlich sollte die Feier in einem Lokal stattfinden, mit Livemusik und Tanz, mit allen Freunden, aber ganz besonders mit den Kirschkernspuckern. Warum alles ganz anders abläuft, warum die Kirschkernspucker und ihre Familien in einer Wohnung sitzen und beinahe angstvoll die zuckenden Blaulichter draußen vor den Fenstern beobachten, wird uns an dieser Stelle noch  nicht erzählt. Nur soviel erfahren wir als Leser: sie können jetzt nicht aufgeben und sie mussten tun, was sie getan haben. Ganz genau wie im ersten Band, die mit einer sehr schrägen Szene während einer Beerdigung in Hamburg beginnt, und dann in die vorherigen Jahrzehnte zurückblickt, passiert es auch hier. Wie es den Kirschkernspuckern in der Zwischenzeit ergangen ist, wie sie ihr Leben zwischen Alltag und Chaos, zwischen Liebe und Freundschaft in den Jahren der ersten Midlife-Crisis bestehen und gestalten, das schildert der Autor erneut mit leichter Feder und trotzdem mit dem nötigen Tiefgang. Und Leben ist keineswegs das, was man geplant hat, Leben passiert einem irgendwie einfach und man muss sich gefälligst damit arrangieren. Mich hat dieser zweite Band nicht in gleicher Weise begeistert, aber mit etwas Abstand betrachtet liegt das wohl einfach daran, dass die eigenen Erinnerungen an die Kindheit und Jugend einen mehr anrühren und Dinge zum Klingen bringen als das die Erinnerungen an eine Zeit, die einem doch noch viel näher ist, vermögen. Trotzdem - ein herrliches Lesevergnügen. Nicht nur für Frauen, sondern auch und ganz besonders für Männer, die auch mal „was Heiteres“ lesen wollen oder sollen.

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  • Bitte mehr davon

    Die heldenhaften Jahre der Kirschkernspuckerbande

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    19. July 2013 um 07:49

    Nachdem ich in dem Buch "Die heldenhafte Geschichte der Kirschkernspuckerbande" die ersten 4 Jahrzehnte des 6-er Gespanns kennenlernen durfte, geht die Geschichte in die zweite Runde. Das nächste Jahrzent ist angebrochen. Petra ist auch nach vielen Jahren Zank und Streit noch immer mit Dille verheiratet. Inzwischen ist sie wie alle anderen auch, 40 Jahre alt. Und erneut schwanger, ungewollt. Sie will das Kind nicht, es wäre an der Zeit, an sich selbst zu denken, nachdem die anderen 3 Kinder alle aus dem Haus sind. Es kommt anders als geplant. Sven und Jörn sind noch immer verheiratet, leben sich aber gerade auseinander, da Sven in der Theaterszene der Überflieger geworden ist und Jörn, nunmehr arbeitslos, nicht mehr mit ihm Schritt halten kann. Piet versucht nach wie vor erfolglos, seine Liebste und Mutter seiner 6-jährigen Tochter Nele, jedes Jahr dazu zu bringen, ihn zu heiraten. Er ist inzwischen Autor, recht erfolgreicher sogar, aber mit sich und der Welt irgendwie uneins. Mit dieser Anfangssituation wird der Leser konfrontiert, wenn er das Buch zur Hand nimmt. Die folgenden zehn Jahre durfte ich die Protagonisten wieder begleiten und sie mit ihren Macken und Verschrobenheiten neu kennenlernen. Sie haben sich weiterentwickelt, der eine zum Guten, der andere eher nicht. Nur eines ist immer geblieben - ihre Freundschaft. Es gab Momente, da haben sie sich gegenseitig weh getan, andere unabsichtlich verletzt. Auch gab es Zeiten, da haben sie jahrelang nicht miteinander gesprochen, trotzdem blieb das Zusammengehörigkeitsgefühl da. Denn wenn auch die Freundschaften nicht mehr so eng wie früher waren, so gab es doch immer einen / eine, die sich mit anderen traf. Man war immer auf dem Laufenden, was das Leben der anderen Freunde anging. Das Leben der Protagonisten hat sich verändert. Sven fühlt sich wohl in der Welt des Theaters und merkt nicht einmal, dass er abhebt. Er hinterfragt seine Beziehung zu Jörn, hat sie noch eine Zukunft? Kann ein Kind ihre Beziehung noch kitten? Dille ist dabei, sich ebenfalls zu verwirklichen, wobei er sich ein wenig übernimmt. Hundert Dinge, die er schon angefangen hat, aber nie wirklich zu Ende gebracht. Nun aber hat er das Richtige für sich gefunden, oder? Piet, der den Tod seines Freundes Bernhards noch immer nicht verarbeitet hat, macht sich auf die Suche nach Bernhard. Er begibt sich in dessen Umfeld und versucht herauszufinden, wer er war. Jeder der Protagonisten hat einen Traum, nur wie weit kommen sie damit? Neue "Mitspieler" kommen hinzu. Anita und Adolf sind zwei Personen, die man um nichts in der Welt verpassen möchte. Die Beschreibung des Autoren von Adolf, dem Mitbewohner der Zwillinge Lucy und Florian, war so super, dass ich gleich ein Bild vor Augen hatte. Er erinnerte mich an den Mitbewohner Spike von William (Hugh Grant) aus dem Film "Notting Hill". Und genauso kaputt wie Spike ist auch Adolf, sie könnten Zwillinge sein. Mit diesem Buch hat der Autor seinen ersten Band um die Kirschkernspuckerbande erfolgreich fortgesetzt. Es gibt viele Momente, in den man als Leser spontan laut loslachen kann, aber auch nachdenkliche fehlen nicht. Es ist eine Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen, aber auch eine Geschichte um wirkliche und wahre Freundschaft, die auch nach Jahren und einiger Vorkommnisse Bestand hat und in denen man sich aufeinander verlassen kann. Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass es noch nicht das Ende der Kirschkernspuckerbande war und hoffe stark auf einen Nachfolger in ... sagen wir mal ... 10 Jahren?

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