Gernot Gricksch Ghetto Bitch

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Inhaltsangabe zu „Ghetto Bitch“ von Gernot Gricksch

Hochglanz-Girl im Hochhaus-Schick: Die 15-jährige Nele wohnt mit ihrer Familie im schicken Hamburg-Poppenbüttel und führt ein unbeschwertes Leben. Doch plötzlich nimmt ihr Leben eine gravierende Wendung: Neles Vater stirbt und hinterlässt Berge von Schulden! Neles Mutter ist gezwungen, mit ihr und ihrem 14-jährigen Bruder das Villenviertel gegen eine Hochhaussiedlung in Hamburg-Steilshoop einzutauschen. Schnell ist Nele hier die arrogante Zicke vom Dienst und lässt kein Fettnäpfchen aus. Als jedoch der 18-jährige Skater Yannik auftaucht, gelingt es Nele immer besser, sich in ihr neues Umfeld zu integrieren. """Ghetto Bitch"" stammt von Wortwitz-Genie Gernot Gricksch, der auch schon Drehbuchautor von ""Tatort Münster"" und ""Das Leben ist nichts für Feiglinge"" war." Ghetto Bitch</a

Eine rührende Geschichte über das Leben in Hamburg.

— Cynni93

Ein gutes Buch, das die Protagonistin vor eine große Aufgabe stellt: vom "rich girl" zur Ghetto bitch.

— LyPaint

Sehr unterhaltsam: amüsant geschrieben & eine interessante Story.

— ClaraOswald

Ein tolles Buch, in dem Nele von Poppenbüttel nach Steilshoop verschlägt - unbedingt lesen...

— MissRose1989

Tolles Buch über ein reiches Mädchen, dessen perfektes Leben zerbricht und sich plötzlich im Ghetto wieder findet. Unbedingt Lesen!!!

— Larii-Mausi

Ein tolles Jugendbuch über Freundschaft, Familie und Zusammenhalt.

— lilia

In einem Rutsch durchgerauscht! Sehr unterhaltsame Geschichte über eine Upper-Class-Familie im Brennpunkt-Viertel.

— lex-books

Hochmut kommt vor dem Fall. Uralte und insofern unoriginelle Story in modernem Gewandte mit frechem Schreibstil.

— wandablue

Geniale Story, schön geschrieben!

— Sandkuchen

Ein flüssig geschriebenes Jugendbuch das mit viel Charme versucht mit Klischees aufzuräumen.

— MelaM

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  • eBook Kommentar zu Ghetto Bitch von Gernot Gricksch

    Ghetto Bitch

    Anna Keks

    via eBook 'Ghetto Bitch'

    Ich finde dieses Buch absoluzt klasse.Ich hbe richtig mitgefiebert und das passiert mir nur bei absolut top Büchern

    • 4
  • Ein tolles Jugendbuch...

    Ghetto Bitch

    MissRose1989

    06. November 2016 um 00:01

    Nele hat eigentlich alles, was sie in ihrem Leben haben will - einen Freund, eine intakte Familie, Geld und Ansehen, aber das alles verändert sich über Nacht als Neles Vater Selbstmord begeht und so die Familie im Stich lässt. Neles Familie ist nicht nur in dem Moment geschockt, sondern es zerstört auch den schönen Schein der Neles Welt bis dahin aufrecht erhalten hat, den durch den Tod des Vaters kommen die gesamten Schulden ans Licht und für Nele und ihre Familie beginnt der Abstieg von Hamburg-Poppelbüttel in das Armenviertel Hamburg-Steilshoop...Neles Bruder Timo kommt aber mit der Welt aus Glanz und Glamour nie so wirklich klar, weil er gemobbt wird und ist deswegen eher froh über die Veränderungen, die nun anstehen.Nele und auch ihr Bruder Timo kommen nicht so wirklich mit der neuen Situation klar, die neue Umgebung, neue Schule, neue Freunde - genau das wird für sie zu einem grossen Problem, das sich auch leider nicht so einfach klären lässt...Gernot Gricksch schafft mit Nele eine Protagonistin, die in die Generation von Teenager der heutigen Zeit passt und eben das erlebt, was kein Teenager erleben will, sie erlebt einen gesellschaftlichen Abstieg, der so Knall auf Fall kommt und dann einfach erstmal mit einer neuen Situation konfiniert wird, die zunächt nicht einfach erscheint, erst mit der Zeit findet sie auch in Steilshoop Anerkennung...Die Handlung an sich ist gut aufgebaut und auch die Umgebung schafft Gricksch recht gut, aber leider ist die Handlung etwas vorhersehbar, weil es immer wieder etwas das Entdecken der Wendungen vorweg nimmt, aber darüber kann man hinweglesen.Gernot Gricksch hat einen sehr ehrlichen und lebensnahen Stil ein Buch geschaffen, was in die Zeit passt, wird dabei aber nicht oberlehrerhaft oder belehrend, er zeigt nur die sehr realitätsnah wie das Leben sein kann und was es für Unterschiede zwischen einer Stadt herrschen können. Er schafft es aber mit der lockere Art zu Schreiben, den Leser ab der 1. Zeile mitzunehmen und immer wieder zu zeigen, dass ein Abstieg immer nur dann einer ist, wenn man ihn wirklich als solchen begreift.Fazit:Ghetto Bitch lässt für den Leser zwei verschiedene Welten aufeinander prallen - das Luxusleben in Hamburg-Poppelbüttel und das Leben in der arme Stadtgegend Hamburg-Steilshoop. Nele, die wir im Buch kennenlernen, ist ein Charakter, der in die Zeit passt und eben auch etwas vorhersehbar ist, was aber der Geschichte nicht die Sogwirkung raubt.

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  • Tough Boy oder Ghetto Bitch?

    Ghetto Bitch

    Larii-Mausi

    04. November 2016 um 13:49

    Zum Buch: "Ghetto Bitch" wurde von Gernot Gricksch geschrieben und ist im Dressler Verlag erschienen. Das Buch hat 320 Seiten und kostet 14,99 €. Inhalt: Die hübsche Nele genießt ihr Leben im tollen Hamburger Villenviertel Poppenbüttel. Sie wohnt in einem große Haus, hat alles was sie braucht, ihre Mutter ist für sie wie eine Freundin und um ihren Freund Daniel beneiden sie alle Mädchen der Schule. Doch dann stirbt plötzlich Nele´s Vater und ihr perfektes Leben zerbricht, denn er hinterlässt einen Riesenberg Schulden, den sie nicht bezahlen können. Nele, ihr Bruder Timo und ihre Mutter Henriette müssen ihre große Villa verlassen und in eine 75 Qudratmeter Wohnung im Hochhaus Ghetto Steilshoop ziehen. Um schnell Freunde zu finden muss Nele unbedingt schnell herausfinden, wie man eine echte Ghetto-Bich wird. Und vielleicht kann sie so auch den coolen Rick beeindrucken? Meine Meinung: Cover: Das Cover passt sehr gut zum Buch. Im Hintergrund der Müll des Ghettos und im Vordergrund Nele mit Sonnenbrille und einer Ghetto Bitch Mütze. Auf der Mütze sieht man außerdem noch eine kleine Krone, da Nele von ihren neuen Mitschülern "kleine Königin" genannt wird. Die pinken Farbflecken verleihen dem Cover nochmals einen besonderen Hingucker Effekt. Inhalt: Das Buch wird aus der Beobachter Perspektive erzählt. Meist über die Hauptprotagonistin Nele. In kleineren Abschnitten wird außerdem über den Hautnebenprotagonist Timo, Nele´s jüngeren Bruder, erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und leicht, sodass man das Buch in einem Rutsch durchliest. Die Geschichte ist spannend und behandelt vor allem den Lebensunterschied zwischen reichen, gut vedienenden Leuten und Hartz IV Empfängern. Nele und ihre Mutter tischen ihren Freundinnen eine riesige Lüge auf, damit diese nicht herausfinden wo sie sich jetzt befinden. Zitat von Seite 73: Nele öffnete das Fenster und schaute hinaus. In ihrem Haus hatte sie einen eigenen Balkon gehabt, der den Garten überblickte. jetzt hatte sie bloß ein Fenster. Nele konnte von hier die ganze Sidlung, ganz Steilshoop sehen. Mehr als zwei Dutzend Wohnblöcke und Hochhäuser, dazwischen Straßen und Wege, ein paar Plätze, sehr wenige Bäume, ein Supermarkt, eine Schule, eine Sporthalle. Ein graues Labyrinth. [...] Timo, der in Poppenbüttel keine Freunde hatte findet jetzt sofort Anschluss. Aber sind das auch wahre Freunde? Nele tut sich zuerst sehr schwer, doch dann freundet sie sich mit Ginny und Leia an und kommt sogar mit Rick zusammen. Wie Nele feststellt kann man zwar im Ghetto wohnen, muss aber nicht gleich "Assi" sein. Das ist eine tolle Erfahrung. Die meisten Charaktere waren total sympatisch. Am meisten gefiel mir die selbstbewusste Ginny, die in Steilshoop Nele´s neue beste Freundin wird, und immer sagt was sie denkt. Allerdings fand ich den Sprachausdruck manchmal etwas krass. Außerdem wird im Buch noch das Thema "Zwangsheirat" behandelt, da Samira´s Eltern, welche auch eine Mitschülerin von Nele ist, ihre Tochter mit einem doppelt so altem Mann in Afghanistan verheiraten wollen. Die behandelten Themen waren gut gewählt und bisher habe ich auch noch nie von einem solchen Buch gehört. Allerdings fand ich manche Sachen etwas zu krass, beispielsweise Rick´s ständiges Kiffen und Ginny´s Sprachweise. *Spoiler* Einige Sachen fand ich auch schade, beispielsweise dass es keine Beerdigung für Nele´s Vater gab und dass nie geklärt wurde ob es ein Unfall oder Suizid war. Außerdem, dass es nie eine Strafe für die beiden Brandstifter gab. Fazit: Ein gelungenes Buch über ein Mädchen, dessen perfektes Leben zerbricht und sich plötzlich im Hochhaus Ghetto wiederfindet. Eine tolle Geschichte mit vielen Facetten, die zum Nachdenken anregen, es gibt zwar einige, kleinere Kritikpunkte, aber im Großen und ganzen: TOP! Lesen lohnt sich!!! 4,5 von 5 Sternen! Sie ist die Queen der Hood Was sie macht macht sie good Sie ist tough, sie ist street Sie lebt nach ihrem eigenen Beat. Zitat von Seite 313

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  • Platz da, jetzt kommt die Ghetto Bitch

    Ghetto Bitch

    lilia

    09. September 2016 um 12:00

    RezensionDieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Dressler Verlag erhalten - vielen Dank !!In diesem Buch geht es nicht nur um Nele sondern auch um ihren Bruder Timo. Beide kommen aus reichen Eltern Haus. Nele ist sehr beliebt, hat einen tollen Freund und ihre Freunde kommen ebenfalls aus der Hamburger Schickeria. Timo, ihr Bruder ist das Gegenteil, er lebt eher zurück gezogen, zock viel, wird als Nerd gesehen und hat keine Freunde. Er ist sehr einsam, wird gemobbt und erpresst. Davon weiß seine Familie nichts.Von jetzt auf gleich ändert sich das Leben von Nele und Timo - als ihr Vater stirbt und die Familie sich das Haus nicht mehr leisten kann. Sie ziehen also in den Plattenbau.Die Freunde werden belogen, denn niemand will zugeben, dass sie jetzt bei den "Assis" wohnen.Timo schlägt sich in seinem "neuen" Leben viel besser, er findet sofort Anschluss, auch wenn dieser vielleicht nicht der richtige Umgang ist.Nele fällt das neue Leben schwer, jetzt wird sie zur Außenseiterin. Das Buch ist immer abwechselnd aus Timo´s und Nele´s Sicht geschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen, denn so konnte man miterleben wie es den beiden so geht in ihrem neuen Leben. Das Buch wird nie langweilig, es passiert immer wieder etwas im Leben von Nele und Timo. Auch der Schreibstil ist in Jugendsprachen und ich finde es passt zu dem Buch - auch wenn es am Anfang mir ein bisschen viel vorkam.Mich hat das Buch gut Unterhalten. Eine kleine Liebesgeschichte gibt es auch, aber diese drängt sich nicht in den Vordergrund. Die Familie kämpft mit ihren Problemen und wächst dadurch wieder zusammen. Auch Timo, der am Anfang ein Außenseiter ist verändert sich im Laufe des Buches. Und dann holt die Familie die Vergangenheit wieder ein und ihre alten Freunde stehen vor der Tür....FazitMir hat Ghetto Bitch gefallen - ein tolles Cover. Eine Geschichte die nicht langweilig wird. Eine Familie die zusammenhalten muss und sich im Laufe das Buches verändert.

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  • Villa ade! Sozialwohnung Hallo! Ein amüsantes Spiel mit dem Stigma sozialer Milieus

    Ghetto Bitch

    lex-books

    08. September 2016 um 13:01

    Beim Konzert von Hip-Hop-Queen Lisa T. ist Neles Welt noch in Ordnung: Die 17-jährige ist mit Daniel, dem begehrtesten Jungen der Schule, zusammen und wird von allen Mädchen beneidet. Ausgelassen feiert sie mit ihren Freunden zum angesagten Ghetto Chic und fährt nach dem Konzert bequem zurück in die elterliche Villa im vornehmen Hamburger Stadtteil Poppenbüttel. Nele geht mit dem Gefühl ins Bett, dass ihr Leben ziemlich „fucking perfect“ ist. Einzig Bruder Timo nervt mit seinem ungepflegtem Äußeren und seiner Begeisterung für Death Metal. Aber den kann Nele meistens gut ausblenden.                  Dann bricht Neles heile Welt zusammen: Ihr Vater stirbt bei einem Autounfall und hinterlässt einen Berg Schulden. Begriffe wie Insolvenz, Hartz IV und Schulwechsel kommen ins Spiel. Kurz darauf muss die Familie in eine Sozialwohnung nach Steilshoop ziehen. Von der Upper Class ins Ghetto - für Nele und Timo ist das ein krasser Bruch, der zu vielen Problemen und einigen überraschenden Erkenntnissen führt. "Ghetto Bitch" war für mich eines dieser Rauschbücher, die man richtiggehend inhaliert – nach den ersten Zeilen war ich mittendrin, plötzlich hatte ich 100 Seiten gelesen, ein paar Stunden später das ganze Buch. Und weil der Erzählstil zwar grundsolide ist, sonst aber eigentlich keine Besonderheiten aufweist, liegt der Grund dafür wohl in den Komponenten der Geschichte, die wie geschmiert zusammenlaufen, in einer ausgewogenen Mischung aus Ernst und Leichtigkeit. Erzählt werden abwechselnd die Erlebnisse von Nele und Timo, wobei Nele zwar die Hauptfigur ist, ihr Bruder Timo aber mit all seinen Problemen und seiner Individualität kaum weniger Raum einnimmt. Schließlich ist da noch die Beziehung der beiden zueinander, die anfangs gegen null geht und sich unter den veränderten Bedingungen neu finden muss. Ich mochte sowohl Nele als auch Timo sehr gerne. Beide sind normale pubertierende Teenager, die sich gegenseitig einfach nur nervig finden – Jugendliche mit Stärken und Schwächen, weder phänomenal gut aussehend, noch unglaublich reif. Gerade weil sie auch Fehler begehen, bereichern sie eine unterhaltsame Geschichte um wichtige Unebenheiten. Man ist als Leser unheimlich neugierig, wie es Timo, der in seiner alten Schule übel von einem Mitschüler gemobbt wird und daher gar nicht so unglücklich über den Umzug ins unfeine Steilshoop ist, ergehen wird. Und man verfolgt amüsiert, wie Neles schlimmste Klischeevorstellungen von Ghettoschlägern, Glitzerleggings und Kopftüchern auf die echte Welt prallen, wo sich einiges als allzu wahr entpuppt, anderes aber lange nicht so schwarz-weiß ist, wie Nele angenommen hat. Vor allem mit einem hat sie nicht gerechnet: dass sie sich bei den „Assis“ Hals über Kopf verlieben könnte! Es ist bestimmt nicht leicht, dem Thema „Sozialer Status“ gerecht zu werden, ohne in Stereotype oder Bitterkeit abzugleiten. Gricksch, finde ich, hält hier eine gute Balance – er spricht ernste Themen wie Perspektivlosigkeit, Zwangsehe und Drogen an und setzt all dem ein kleines Augenzwinkern entgegen. Geschickt leitet er zu Schicht und Geschlechter übergreifenden Themen über – Familie, Freundschaft, Liebe, Hass, Feigheit, Mut und ganz generell der Suche nach der eigenen Identität. Was die Geschichte permanent vorantreibt, sind die kleinen und größeren Reibungspunkte, von denen Gricksch gerade so viele konstruiert, dass durchgehend Spannung und Dramatik vorhanden ist, man als Leser aber trotzdem nicht von den Ereignissen erdrückt wird. Wesentlich zum Gelingen dieses Spagates tragen die Nebenfiguren der Geschichte bei, in die ich mich zum Teil regelrecht verliebt habe - allen voran in die aufgedrehte Ginny und den angenehm schwer fassbaren Rick.                    Erwachsene bleiben übrigens weitestgehend außen vor, geben aber in den wenigen, ihnen zugedachten Szenen dennoch ein prägnantes Bild ab. (Kurzer Zwischenruf ins Universum: Kann ich bitte, bitte im nächsten Leben eine Lehrerin wie Frau Zwieriga in Geschichte haben?;-)) Fazit: Nach "Königskinder" und "Die Paulis außer Rand und Band" war dies mein drittes Buch von Gernot Gricksch und bestimmt nicht mein letztes. "Ghetto Bitch" ist eine gelungene Mischung aus Aschenputtel-rückwärts, Vorstadtkrokodile und Fuck ju Göhte, eine lockere Geschichte von Oberschichtkindern im sozialen Brennpunkt, der unverkrampft auch ernste Töne gelingen.

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  • Besser als erwartet - top!

    Ghetto Bitch

    MiraBerlin

    29. August 2016 um 12:44

    Nele führt ein traumhaftes Leben: tolle Freunde, keine Geldsorgen, ein perfekter Freund und zugleich auch noch eine recht harmonische Familie. Das alles ändert sich aber schlagartig, als sie durch den Tod des Vaters auf einmal komplett bankrott sind. Und so kommt es, dass sie aus dem noblen Viertel ins Ghetto ziehen müssen. Ein absoluter Horror für Nele. Auf solche Menschen hat sie bisher immer nur angewidert herabgesehen. Und auch die vermeintlichen "Assis" sind nicht sonderlich angetan von der Zugezogenen. Doch mit der Zeit muss Nele erkennen, dass Geld eben doch nicht alles ist und es auch noch andere Faktoren zum Glück gibt. Sind die Menschen hier vielleicht glücklicher als die Reichen? Hachja, Selbstfindungsprozesse finde ich immer ein super Thema für ein Buch. Auch wenn die Idee nicht sonderlich revolutionär ist, war ich dennoch gespannt, was der Autor daraus machen würde und war begeistert. Der Schreibstil ist angemessen und nicht zu hochgestochen. Die Charaktere waren mir zum Großteil echt sympathisch und sind auch authentisch gezeichnet. Nele verhält sich manchmal sehr kindlich und kindisch, was aber in dem Alter normal ist. Gerade das fand ich sehr gut: hier gab es einfach kein komplettes Schwarz-Weiß-Denken, wodurch man selbst halt auch viel eher über vermeintliche Vorurteile nachdachte, wodurch es neben dem Spaß auch schon beinahe inspirierend war. Die Seiten flogen nur so dahin und ich konnte mich kaum von der Geschichte lösen. Ich tauchte förmlich in diese Welt ab und wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Die ganze Zeit wusste ich nicht, was mich für ein Ende erwarten würde. Wie ich zu dem Ende stehen soll, weiß ich persönlich übrigens nicht. Ich fand es sehr rührend, frage ich aber, ob es realistisch ist. Das ist aber auch der einzige Makel, den ich bei diesem Buch finden konnte, obwohl man dies auch nicht wirklich als Makel bezeichnen würde. Alles in allem kann ich die Geschichte nur jedem empfehlen, der sich für die Identitätsfindung interessiert und mal seichte Unterhaltung genießen will. Meiner Meinung nach ist es auch für alle Altersgruppen geeignet.

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  • Ghetto Bitch

    Ghetto Bitch

    Naddlpaddl

    20. August 2016 um 15:38

    Hochglanz-Girl im Hochhaus-Schick: Die 15-jährige Nele wohnt mit ihrer Familie im schicken Hamburg-Poppenbüttel und führt ein unbeschwertes Leben. Doch plötzlich nimmt ihr Leben eine gravierende Wendung: Neles Vater stirbt und hinterlässt Berge von Schulden! Neles Mutter ist gezwungen, mit ihr und ihrem 14-jährigen Bruder das Villenviertel gegen eine Hochhaussiedlung in Hamburg-Steilshoop einzutauschen. Schnell ist Nele hier die arrogante Zicke vom Dienst und lässt kein Fettnäpfchen aus. Als jedoch der 17-jährige Skater Rick auftaucht, gelingt es Nele immer besser, sich in ihr neues Umfeld zu integrieren.       Ich hatte gar keine großen Erwartungen an dieses Buch. Das Cover sieht unschlagbar cool aus und da war klar: Ich muss dieses Buch haben!  Gelesen habe ich es auf der Fahrt vom Urlaub nach Hause - in einem Rutsch.  Die Geschichte ging so weg und hat unglaublich viel Spaß gemacht!  Die Rahmenbedingungen waren klasse, die Charaktere ein Fest! Besonders Neles Bruder hat es mir angtean. Ich liebe seinen schwarzen Humor und den Sarkasmus, den er versprüht. Ich musste mehr als einmal laut loslachen auf Grund seiner derben Sprüche. Auch jetzt grinse ich in Erinnerung an die genialen Wortwitze und Dialoge, die der Autor hier geschaffen hat!  DIe Lektüre war nicht anspruchsvoll, man musste nicht mitdenken. Ich hab mich einfach nur berieseln lassen, aber genau das hat perfekt gepasst!  Ich habe niemals erwartet, dass mich diese Geschichte so überzeugen kann und mich so oft und so herzhaft zum Lachen bringt. Auch die ganzen Nebenstories hatten es in sich!  Man macht eine ganz schöne Entwicklung mit Nele zusammen durch. Von der Nobelkönigin zur Ghetto Bitch ist es ein harter und steiniger Weg!  Ich fand die Umsetzung der Thematik gut, denn das Thema an sich ist ja schon ein relativ ernstes, viele Leute aus Nobel Gegenden denken, wenn man weniger Geld hat ist man gleich Abschaum, kann nichts und wird nichts. Hier geht der Autor mit viel Witz an dieses Thema heran und bringt den Leser mit Bedacht an das Thema heran, ohne zu ernst zu sein! Genau so mag ich es gerne. Trotz der ganzen Witze hat mich das Buch ein wenig nachdenklich gestimmt und ich denke, genau das war Sinn der Sache. Man hat einfach zu schnell und zu oft Vorurteile, ohne die Menschen dahinter zu kennen und sich ihre Geschichten anzuhören. Schade! Und ich denke da kann sich niemand von befreien, ich selbst auch nicht. Hier sollte sich jeder mal an seine Nase fassen und darüber nachdenken wie er mit anderen umgeht. Auch das Thema Flüchtlinge bzw Migranten wird in einer Nebenstory behandelt, was ich sehr interessant fand. Der Autor provoziert an dieser Stelle ein wenig und gibt wohl die Meinung der meisten Leute hier sehr krass wieder, viele sind eben immer noch gegen Ausländer und Flüchtlinge. Insgesamt war dieses Buch also mehr als stimmig und ich mochte es wirklich gerne!  Wer also auf viel Witz steht, gepaart mit einem Hauch Ernsthaftigkeit, der sollte hier unbedingt zugreifen und sich Neles  und Timos Geschichte anhören. Von beiden kann man noch einiges lernen und auch teilweise lernen wie man es nicht machen sollte!  Gute Unterhaltung, trotz Gehtto Slang :)  Vielen Dank an den Dressler Verlag für das Rezensionsexemplar! 

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  • Ghetto Bitch

    Ghetto Bitch

    CanYouSeeMe

    17. July 2016 um 10:38

    3,5 Sterne Hochglanz-Girl im Hochhaus-Schick: Die 15-jährige Nele wohnt mit ihrer Familie im schicken Hamburg-Poppenbüttel und führt ein unbeschwertes Leben. Doch plötzlich nimmt ihr Leben eine gravierende Wendung: Neles Vater stirbt und hinterlässt Berge von Schulden! Neles Mutter ist gezwungen, mit ihr und ihrem 14-jährigen Bruder das Villenviertel gegen eine Hochhaussiedlung in Hamburg-Steilshoop einzutauschen. Schnell ist Nele hier die arrogante Zicke vom Dienst und lässt kein Fettnäpfchen aus. ‚Ghetto Bitch‘ von Gernot Gricksch war mein erstes Buch von diesem Autor. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, ich hatte das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen. Hauptcharakter Nele ist authentisch dargestellt, richtig sympathisch ist sie mir jedoch nicht geworden. Die weiteren Charaktere werden durch ihre Sicht portraitiert, wodurch der Leser sie nur so kennen lernt, wie Nele sie sieht. Die einzige Ausnahme ist hier Timo, ihr kleiner Bruder, aus dessen Sicht einige Kapitelabschnitte geschrieben sind. Insgesamt ist die Darstellung der Charaktere gelungen – viele wirken authentisch und sind einigermaßen tiefgehend. Die Handlung an sich ist nicht wirklich neu: Ein reiches, verwöhntes Mädchen muss in einen ‚assigen‘ Stadtteil, alles ist schlimm und komplett unter ihrer Würde, dennoch muss sie sich arrangieren, mit der Zeit merkt sie, dass es ja alles gar nicht schlimm ist, sie überdenkt ihre Werte, findet neue Freunde und eine neue Liebe und ist im Endeffekt ein anderer, besserer Mensch. Dieses Schema findet auch in ‚Ghetto Bitch‘ völlige Anwendung. Hinzu kommen gefühlt tausende Klischees, die voll und ganz ausgelebt werden. Schade fand ich auch, dass viele Feinheiten gefehlt haben, (SPOILER) so kam es z.B nie zu einer Beerdigung von Neles und Timos Vater, und die beiden Jungs kommen ungestraft von dem Brandanschlag davon? (SPOILER ENDE) Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten können und es war eine nette, aber oberflächliche, Lektüre für zwischendurch. Gestört haben mich einige Ungereimtheiten und fehlende Handlungen.

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  • Unheimlich spannend und sehr zu empfehlen

    Ghetto Bitch

    aly53

    10. July 2016 um 22:42

    Auf diesen Jugendroman war ich sehr gespannt und bereits der Einstieg gelang mir sehr gut.Nele ist mehr oder weniger die Hauptperson hierbei.Sie ist ein sehr sympathisches junges Mädchen, daß mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat.Auch ihr Bruder Timo ist auf seine Art sehr herzerwärmend.Das Schicksal der gesamten Familie hat mich sehr berührt und nicht losgelassen.Nach dem Tod ihres Familienoberhaupts, müssen sie mit dem sozialen Abstieg zurechtkommen.Trauer und Verzweilfung brechen ihren Bahn.Keine einfache Situation.Plötzlich besteht das Leben nicht nur aus Partys, Shoppingstrip und dem Problem, wer hat das angesagteste Outfit.Viel wichtigere Themen kommen dabei zutage, wie Freundschaft, Loyalität und der Frage wer man eigentlich ist.Doch zunächst lösen sie sich würdig von ihrem alten Bekanntenkreis.Ich fand den Weg der drei unheimlich interessant.Dabei spürt man ihre Emotionen recht deutlich.Man ist gefangen zwischen Ängsten, Verzweiflung, aber man spürt auch viel Liebe und Vertrauen.Neles Weg ist beschwerlich voller Hürden, aber auch voller Erkenntnissen und Wahrheiten.Neue Bindungen werden geknüpft und plötzlich findet man sich auf einem Weg der viel offenbart, was man mit bloßem Auge nicht sieht.Timo hat in mir die Beschützerrolle geweckt.Sein Weg.Vergangenheit und Gegenwart.Keines davon ist einfach.Doch man muss selbst entscheiden, ob man den richtigen Weg wählt.Doch schafft er es?Doch dann fangen sich an, die Ereignisse zu überschlagen.Alles droht zusammenzustürzen und plötzlich sieht man klar.Mir hat dieser Roman überaus gut gefallen. Auch wenn sich nicht immer alles so einfach entscheiden und lösen lässt, wie es hier scheint.Oftmals wirkte einiges etwas zu glatt, was dann wiederum etwas an Glaubwürdigkeit einbüßt.Aber es geht darum, was zwischen den Zeilen steht.Man muss sich selbst finden , um man selbst zu sein.Es müssen Entscheidungen getroffen werden, die alles verändern können.Es muss weitergehen, egal was passiert.Und vor allem muss man die wahren Werte im Leben erkennen.All dies wurde sehr gut aufgeführt.Dabei wurden auch wichtige Themen eingewoben.Alles in allem wirklich gut gelungen.Unweigerlich ist es doch sehr berührend und mir haben vor allem die Wendungen und die Entwicklung von Nele und Timo sehr gut gefallen.Trotz kleinerer Schwächen ist es ein wirklich tolles Jugendbuch, daß mir schöne Stunden beschert hat.Hierbei erfahren wir die Perspektive von Nele und Timo, was ihnen mehr Raum und Tiefe verschafft.Auch die Nebencharaktere sind gut gezeichnet.Ihre Handlungen und Gedankengänge sind meist gut nachvollziehbar gestaltet.Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.Der Schreibstil ist fließend und mitreißend gehalten.Das Cover und der Titel passen gut zum Buch.Fazit:Ein gelungenes Jugendbuch , das mich doch sehr gut unterhalten konnte.Sehr wichtige Themen kommen zur Sprache und zwei Charaktere die doch sehr große Entwicklungen durchmachen.Unheimlich spannend und sehr zu empfehlen.Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

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  • Ich habe das Buch gleich meinen Schülern empfohlen!

    Ghetto Bitch

    Normal-ist-langweilig

    02. July 2016 um 16:31

    Meine Meinung: Ich war bei einem solchen Titel sehr gespannt, was mich erwarten würde! Dass irgendwie mit Vorurteilen gespielt werden würde, dachte ich mir – wie soll das bei einem solchen Thema auch anders sein und gehen! Ich fand es aber sehr spannend, was sich der Autor für eine Geschichte „drumherum“ ausgedacht hat! HIER findet ihr auch einen Buchtrailer! Mir gefällt der Header der offiziellen Seite sehr gut! Guckt euch diesen mal an! Zum Buch: Mir hat die Geschichte ausgesprochen gut gefallen und aus diesem Grund habe ich diese auch in einem Rutsch durchgelesen! Nele fand ich als Charakter sehr überzeugend, ihr Verhalten, ihre Sprache, ihr langsames Umdenken und Verändern. Auch Neles Bruder Timo fand ich sehr interessant. Sein Verhalten war ebenfalls sehr realistisch und seines konnte ich noch besser nachvollziehen als Neles. Ich fand auch Neles Mutter sehr gut dargestellt in all ihren Facetten! Für eine Mutter muss eine solche Änderung der Lebensbedingungen auch sehr schwierig sein. Die Trauer und die Scham konnte ich direkt mitfühlen! Rick – als der „böse“ Gegenspieler kam leider nicht so gut bei mir an, auch wenn er authentisch war! Er war für mich teilweise doch überzogen in seinen Handlungen! Das Ende fand ich gut gewählt und nicht gepresst, so dass ich mir dieses tatsächlich auch so vorstellen konnte! Insgesamt hat mir die Aussage des Buches gefallen, die ich aus dieser Geschichte gezogen habe. Die Themen sind alle hochaktuell und wurden vom Autor in einen modernen und jugendlichen Stil verpackt, der sich sehr gut lesen ließ und der mich gleichzeitig zum Lachen und auch zum Nachdenken gebracht hat! Auch wenn die Grundstory ansich nicht neu ist, finde ich das Buch wirklich lesenswert und habe es auch meinen Schülern empfohlen! Kann nie schaden, was gegen Vorurteile zu tun!  (4 / 5) Anmerkung: Meine beiden persönlichen Lieblingscharaktere waren übrigens Frau Zwieriga, eine junge und sehr nette Lehrerin und Ginny. Ginny ist echt der Knaller! Lernt sie kennen und lest das Buch!

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  • Für mich eine unsympatische Titelfigur und zu viele Klischees

    Ghetto Bitch

    Sagittaria

    28. June 2016 um 16:35

    Inhalt: Nele und ihr Bruder Timo leben in dem Villenviertel Poppenbüttel in Hamburg. Der Vater ein erfolgreicher Mann, die Mutter in vielen wohltätigen Aktionen beteidigt und den beiden mangelt es an nichts. Nele ist sehr beliebt und nicht nur weil sie mit Daniel zusammen ist, der der begehrteste Junge an der gesamten Schule ist. Timo steht auf Metal Musik und ist ein totaler Außenseiter. Die Geschwister haben nicht wirklich was mit einander zu tun. Doch dann stirbt ihr Vater bei einem Autounfall und es kommt herraus dass die Familie massive Schulden hat. Die Villa muss verkauft werden, die Konten werden geräumt und die 3 müssen nach Steilshop ziehen. Ein Viertel in Hamburg in dem nur "Assis" leben. Nele ist entsetzt und in ihrer Scham erzählt sie all ihren Freunden sie würde nach New York ziehen. Für Timo ist das ein Neuanfang. Weg von all den Peinigern an seiner alten Schule. In Steilshop angekommen finden sie sich in einer anderen Welt wieder. Timo findet jedoch schnell Freunde und auch Nele sieht den Umzug nicht mehr so pessimistisch nachdem sie Rick kennen gelernt hat. Doch nicht nur die Vergangeheit holt sie irgendwann ein auch andere Probleme tun sich auf.   Meine Meinung: Das Buch war flüssig und einfach geschrieben und kann sehr schnell gelesen werden. Timo´s geschichte hat mich besonders gefesselt und man konnte mit dem Jungen an einigen Stellen wirklich mitleiden. Nele hingegen hat mich einfach nur genervt. Sie war eine Zicke, was sie später auch selbst eingesteht. Nur kann auch diese Selbsteinsicht ihren Nervfaktor (für mich jedenfalls) nicht verringern. Wie oft ich die Augen über viele Ihrer Äußerungen verdreht haben und laut ausgeseuftzt habe. Auch die an manchen Stellen (jedoch wirklich immer vorhanden sein) fast schon karikaturhafte Darstellung der Menschen in Steilshop, dem "Assi-Ghetto" war mir zu viel. Ginny´s Sprachweise, Samira´s Eltern, das Kiffen von Rick nur um Beispiele zu nennen. Ein anderer Punkt der mir überhaupt nicht gefallen hat *ACHTUNG SPOILER* ist, dass die beiden Jungs komplett unbestraft mit der Brandstiftung davon gekommen sind.    Zusammenfassend ist zu sagen das Buch war in Ordnung, aber die unsympatische Hauptfigur und die massenweisen Klischees über "Assis" haben mir den Spaß leider doch dann ziemlich genommen.

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  • aktueller sozialkritischer Jugendroman

    Ghetto Bitch

    DasBuchmonster

    27. June 2016 um 12:20

    nhalt:Nach dem Tod von Neles Vater, gerät die gesamte Familie in einen sozialen Absturz. Aus der High-class Prinzessin wird ein Hochhaus- City-girl. Doch so einfach ist das nicht mit dem Anpassen, zu groß sind die Unterschiede, dann verliebt sie sich auch noch in den Skater und Kiffer Rick. Aber wie funktioniert Liebe hier inmitten von Hartz Vierlern? Kann man trotzdem glücklich werden?Meinung:Das CoverDas Cover ist schön schrill, die Farbkombination ist super und ein richtiger Hingucker, das jugendliche Motiv zusammen mit dem Titel wirken provokant und hinterlassen eindeutig den Eindruck, dass es sich um ein Jugendroman handelt.Die GeschichteDie Geschichte an sich ist nicht neu. Ein reiches girly Girl wird arm und ihr werden somit die Augen geöffnet, nun lernt sie also die Welt richtig kennen und muss darin klar kommen. Zunächst klingt dies nicht sonderlich spektakulär, doch es ist immer wieder interessant, worauf der Autor sein Hauptaugenmerk legt und dies ist in dem Fall von "Ghetto Bitch" ein hochaktuelles Thema.  Nicht nur, dass alles "ein großer Mist" ist, wenn man plötzlich arm ist, nein, sozialkritisch werden Themen behandelt wie Schulbildung, Hobby, Interesse und vor allem die Perspektivlosigkeit unserer Jugend in den sozial schwächeren Bereichen, sowie die Abgebrühtheit  und emotionale Verarmung in den sozial höher gestellten Bereichen. Kriminalität, Drogenmissbrauch, Zwangsehen sind die dunklen Seiten, mit denen Jugendliche immer mehr konfrontiert werden. Aber das Buch hat auch helle Seiten: Freundschaft, Solidarität, Zusammenhalt sind die schönen Themen, die hier angerissen werden. Die Charaktere:Nele ist ein authentischer Charakter sowohl als reiche Schönheit, als auch als armes Mäuschen, ihre Gedankengänge sind klar und gut nachvollziehbar. Nele ist in ihrer gesamten Situation sympathisch, auch wenn sie am Anfang mit ihrer Oberflächlichkeit bei mir auf Beton trifft. Ihr kleiner Bruder, der von Mobbing in einen kriminellen Teufelskreis gerät ist ebenfalls gut dargestellt, auch  wenn mir seine Geschichte nicht so gut gefallen hat, da sie schnell eskaliert ist und eventuell den falschen Schluss inne hat. Daniel als Traumprinz lässt den kiffenden Rick ziemlich blass dastehen, Rick ist ein passiver Charakter, bei dem man als Leser ständig am überlegen ist, warum Nele sich tatsächlich für ihn entscheidet. Mehr Input seitens dieses Charakters wäre dabei hilfreich gewesen. Mein Fazit:Ghetto Bitch ist ein spannender, sozialkritischer Jugendroman, der brandaktuell ist. Ich würde ihn als Schullektüre empfehlen, es ist wichtig, dass gerade unsere Jugend reflektieren kann, was genau mit ihnen passiert, wo die sozialen Grenzen sind. Es werden ein paar wichtige Punkte angesprochen, vor allem die Thematisierung der jugendlichen Perspektivlosigkeit ist ein Punkt, der meiner Meinung nach bisher viel zu wenig behandelt wurde. Es reicht nicht (und mir persönlich würde es auch stinken), wenn Jugendbuchautoren nur den Finger erheben und "Du du du" sagen, dies löst zumeist eine große Abneigung aus. In Ghetto Bitch dagegen ist das Mittel vollkommen perfekt gewählt. Wertfrei wird die Geschichte von Nele und ihren Freunden und Feinden erzählt, nachdenken müssen die Leser dabei selbst, ohne Druck, ohne erhobenen Zeigefinger, können die Leser sich selbst ein Bild von dieser authentischen Geschichte machen. Von mir gibt es daher 4 Punkte, da es den ein oder anderen Punkt gibt, der noch nicht ganz rund ist.

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  • "Sie ist die Queen der Hood" - fetzig, unterhaltsam und auch etwas gesellschaftskritisch

    Ghetto Bitch

    Damaris

    24. June 2016 um 22:10

    Das Szenario, das Gernot Gricksch sich hier für seinen Roman ausgedacht hat, ist gar nicht so abwegig. Denn wer kann garantieren, dass ein Luxusleben von Dauer ist? So hat "Ghetto Bitch" schon von Anfang an alles, was es zu einem flotten, jugendlichen Leseerlebnis benötigt. Dazu würzt der Autor seine Geschichte mit einer guten Prise Humor, etwas Spannung und durchaus auch Gesellschaftskritik.Hauptprotagonistin Nele wird im Roman als arrogante Zicke beschrieben. Ganz so schlimm wird es aber nicht, denn Nele ist überhaupt nicht unsympathisch. Vor allem in ihrer neuen Lebenssituation im "Assi-Viertel" wirkt sie eher unsicher, darauf bedacht, nicht als das ehemalige Luxusgirl rüberzukommen. Sie will sich anpassen. Und auch, wenn sie zuweilen etwas naiv daherkommt, hinterfragt sie ihr Verhalten und ihre Aussagen. Neben Nele spielen ihr Bruder Timo und auch ihre Mutter Henriette eine bedeutende Rolle im Buch. Alle werden hier um eine Lebenserfahrung reicher. Nicht alle Vorurteile bewahrheiten sich, andere hingegen schon.Der personale Erzähler wechselt innerhalb der Kapitel, manchmal wird die Geschichte sogar auktorial erzählt. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, liest sich aber spritzig. Sprachlich ist "Ghetto Bitch" hervorragend gelungen. Oftmals umgangssprachlich, werden sich manche Ohren mit der Wortwahl schwertun. Authentischer geht es kaum.Timo hatte ungläubig gelacht, als die beiden ihm ihre Lügengeschichte vorgetragen hatten: "Das glaubt euch kein Mensch! Damit macht ihr euch total zum Affen! Die lachen euch aus!"Doch Henriette hatte behauptet: "Du wirst dich wundern! Je größer die Lüge, desto weniger können die Leute sich vorstellen, dass man sich so etwas Unglaubliches auszudenken wagt." - S. 58/59Zuweilen wirkt die Story etwas konstruiert. Zum Beispiel tischt Neles Familie den reichen Freunden eine riesige Lüge auf, um nicht erklären zu müssen, warum und wohin sie umziehen. Dass das Folgen hat und welchen Auswirkungen dadurch auf Nele und ihre Familie zukommen, ist vorhersehbar. Auch gängige Klischees, was ein Leben im Problemviertel alles mit sich bringt, und in welche Schwierigkeiten man geraten könnte, sind reichlich vorhanden.Spaß macht "Ghetto Bitch" trotzdem. Die Handlung ist jederzeit interessant, oftmals polarisierend und wird sogar richtig spannend. Nach einigem Hin und Her trifft Nele eine Entscheidung, für die sie viel von ihrer Oberflächlichkeit hinter sich lassen muss, deren Konsequenzen aber nur im ersten Moment sehr einschneidend sind. Nach der dramatischen Grundidee fast schon etwas zu viel Friede, Freude, Eierkuchen. Aber nur fast.Das persönliche Fazit"Ghetto Bitch" ist Lesestoff für Augen und Ohren. Die derbe Authentizität einiger Charaktere, und die dramatische Lebensumstellung von Nele und ihrer Familie, hatte für mich fast etwas Sensationslüsternes. Das Buch liest sich gut, die verwendete Umgangssprache fängt die Stimmung perfekt ein. Zwar ist die Handlung ab und an etwas aufgebauscht, die Geschichte dadurch nicht sehr überraschend, Spaß macht der Roman aber allemal. Sie ist die Queen der Hood, was sie macht, macht sie good ...

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  • Ein gutes Jugendbuch

    Ghetto Bitch

    x_dieda_x

    19. June 2016 um 01:12

    Es war mein erstes Buch von Gernot Gricksch und ich muss sagen, dass er einen super flüssigen Schreibstil hat. Man liest das Buch, ohne wirklich zu merken, wie die Seiten verfliegen.  Nele lebt mit ihrer Familie in einem reicheren Viertel Hamburgs. Sie müssen sich um nichts Sorgen machen und haben genug Geld, um sich alles leisten zu können, bis ein Unfall das Leben von Nele, ihrem Bruder Timo und der Mutter auf den Kopf stellt. Ab da an ist nichts mehr so, wie es mal war.  Nele fällt es nicht leicht, auf den gewohnten Luxus plötzlich verzichten zu müssen. Durch den Umzug, in ein sozialschwaches Viertel, lernt sie in ihrer neuen Schule neue Freunde kennen und im Laufe der Geschichte, macht Nele eine überraschende Wendung mit, die man sich so im ersten Moment nicht gedacht hatte.  Mir persönlich ist das Thema "Armut" nur nicht ganz thematisiert worden. Es ist alles ziemlich oberflächlich und typisch beschrieben worden. Das letztendlich alles einfach nur Menschen sind, wurde zwar ansatzweise im Buch klar gemacht - allerdings nicht so, wie ich es mir persönlich gewünscht hätte  Im Grunde ist es aber ein gutes Jugendbuch, welches man sehr schnell und flüssig lesen kann. Zum Ende hin hätte ich mir allerdings eins oder zwei zusätzliche Kapitel gewünscht, um noch ein paar offene Fragen beantwortet zu bekommen.  Das Buch bekommt dennoch von mir sehr gute 3 1/2 Sterne, da es mir sehr viel Spaß gemacht hat, das Buch zu lesen. 

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  • Ein Buch über viele schwierige und aktuelle Themen.

    Ghetto Bitch

    Liss

    16. June 2016 um 10:47

    Ein Buch über viele schwierige und aktuelle Themen.Ghetto Bitch ist ein Buch, das aktueller wohl nicht sein könnte. Es setzt sich mit vielerlei Themen auseinander. Schule, Mobbing, sozialer Bildungsstand, Gewalt, Gruppenzwang, Vorurteile, Gleichberechtigung, aber natürlich sind auch Themen wie Freundschaft und Liebe mit dabei. Ich finde, dass die Themen sehr gut und nicht oberflächlich behandelt wurden, sodass man es auch kaum gemerkt hat, dass hier gerade ein gewisses Thema aufgegriffen wird.Im Mittelpunkt stehen dabei Nele und ihr 2 Jahre jüngerer Bruder Timo, die nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters auf einem Schuldenberg sitzen und ihr großes Haus und gänzlich alle Habseligkeiten verkaufen müssen. So geht es für sie in die Hochhaussiedlung ins "Assi-Viertel". Ich fand es bis fast zum Schluss ziemlich unangemessen, dass sie vorgaben, ins Ausland zu ziehen, weil sie das vor ihren Freunden nicht zugeben wollten. Mit Vorurteilen gespickt treten sie ihr neues Leben an und müssen lernen damit zurecht zu kommen.Die Liebe zum Skater und Kiffer Rick war für mich auch am Ende des Buches nicht wirklich vorhanden. Er ist jemand, der gerne plötzlich wohin muss und für ein paar Stunden abhaut. Ich finde, man kann ihm nicht wirklich vertrauen, da er auch nicht von Anfang an ehrlich zu Nele war, aus welchen Gründen auch immer. Nele hatte auch gegen Ende immer noch Zweifel an ihm, besonders wegen der Kifferei und ich muss sagen, ich verstehe sie. Ihre Wandlung allerdings dann doch nicht so. Denn Daniel war nach wie vor unfassbar lieb, auch wenn er sie nicht verstanden hat. Eine ruhige Minute und ein offenes Ohr hätten dem Ganzen gut getan, denke ich.Das aufregende letzte Viertel des Buches hat wirklich nochmal vieles rausgeholt. Die Ereignisse überschlagen sich fast und man schlägt förmlich die Hände über dem Kopf zusammen. Besonders toll war auch die unterschiedliche Entwicklung der beiden Geschwister. Sie bewegen sich, obwohl sie ja jeden Tag miteinander zutun haben, in komplett anderen Kreisen und kriegen vom anderen nur am Rande was mit. Somit konnten auch gleichzeitig mehrere Themen beleuchtet werden. Toll gemacht!Fazit "Ghetto Bitch" ist ein Buch mit vielen schwierigen aktuellen Themen, die sehr gut umgesetzt und in die Handlung integriert wurden. Einzig die Liebe und der plötzliche Umschwung von Nele blieben bei mir etwas auf der Strecke und kamen schlussendlich nicht an. Trotzdem tolles Jugendbuch! 4/5 Punkte.

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