Gerold Späth

 4.7 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Unschlecht, Commedia und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Gerold Späth

Sortieren:
Buchformat:
Unschlecht

Unschlecht

 (3)
Erschienen am 01.08.2006
Mein Lac de Triomphe

Mein Lac de Triomphe

 (1)
Erschienen am 01.09.2007
Das Spiel des Sommers neunundneunzig

Das Spiel des Sommers neunundneunzig

 (1)
Erschienen am 01.08.2009
Die heile Hölle

Die heile Hölle

 (1)
Erschienen am 01.02.2010

Neue Rezensionen zu Gerold Späth

Neu
Pankrazs avatar

Rezension zu "Das Spiel des Sommers neunundneunzig" von Gerold Späth

Rezension zu "Das Spiel des Sommers neunundneunzig" von Gerold Späth
Pankrazvor 9 Jahren

Gerold Späths Protagonist Heinrich R., Heiri oder auch Henry begibt sich in den äußersten Westen Irlands, eigentlich auf Erholungsreise, Ruhe suchend, rechnet nicht mit den Geschichten und Menschen, welche ihm da aber gehörig in die Quere kommen:
"Paddy Swift ist ein heimlicher Säufer, ein Landverhökerer, ein Schacher, ein durchtriebenes Profitschwein, wie übrigens auch fast alle Politiker im Land, die Regierung Heuchler, eine Schweinebande und...", tja, dies und vieles mehr wird erzählt und einiges wird Henry, dem Ruhesuchenden angetan.
Einmal mehr ein wortgewaltiges, großes Buch von Gerold Späth.

Ausführliche Besprechung auf ---- www.suite101.de

Kommentieren0
25
Teilen
Pankrazs avatar

Rezension zu "Stimmgänge" von Gerold Späth

Rezension zu "Stimmgänge" von Gerold Späth
Pankrazvor 9 Jahren

Lassen Sie sich ein auf Gerold Späths “Stimmgänge“, begleiten Sie Orgelbauer Jakob Hasslocher auf seinen Reisen. Seien Sie versichert…, die Reise wird so manch Ungemach bringen, knapp sechshundert Seiten, man kommt den “Stücken“, “Knöpfen“, “Bässen“, “Orgeln“ und “Pfeifen“ kaum nach, kann auch mit Beschreibung des “Stücks“ im Gesamten kaum dienen, zu umfangreich die Geschehnisse, Begebenheiten und Fälle des Künstlers der verzweifelt und schließlich erfolgreich seiner ersten Million und seiner perfekten Orgel hinterherläuft. Es wird keine einfache Reise, da wird der Leser gefordert, sogar an den Rand des Wahnsinns getrieben, lässt man sich allerdings hineinfallen, dann ist der Lohn zwar nicht die “perfekte Orgel“, aber das Verständnis für das Streben danach.

“Es kommt eben nicht nur aufs Material und aufs Können an, wenn so ein Ding gut klingen soll. Da gehören auch ein langes Haar vom Bart des Propheten hinein, ein steiler Schrillpfiff aus der Schreckpfeife des großen Pan, dazu Kindergeplapper und etwas von der Schwärze der Erde bei Regen und Nacht, etwas von der silbernen Stille des Mondlichts und dionysisches Gelächter und ein Höllenfunkgestöber und verliebtes Geraule und Jammertöne, der Anfang vom ersten Schrei eines Neugeborenen und das Ende vom letzten Gestöhn eines Sterbenden und Fegefeuerflammen und Wind, viel vom Wind, (…).“

Und das alles und vieles mehr in einer Orgel…, und in einem Buch, und in einem Leben, und in jedem großen Kunstwerk, welches den Künstler fordert und diejenigen, die sich auf ein großes Glanzstück einlassen.

Und der Autor weiß selbst was er vom Leser fordert, rudert oft im letzten Moment zurück: “Bleiben Sie! Ich will Sie nicht schrecken (…) und in irgendwelche andere Bücher hineinscheuchen. Bleiben Sie!“

Und man bleibt, ich zumindest, die “Stimmgänge“ wieder gelesen und man wird sie wieder lesen wenn es an der Zeit ist und wieder Neues zu Tage fördern. Denn mit “Bedacht planen“ und “ähnlich gründliche Bedachtsamkeit (…) dürfte auch beim Lesen von Vorteil sein; einfach auf Stimmgänge steigen oder sich zurechtfinden sind zweierlei.“

Ein vorletztes Schlusswort noch und damit schließt sich der Kreis:
“Es ist natürlich hoffnungslos, weil man ein Leben lang Orgeln stimmen kann, Pfeife um Pfeife, immer weiter und immer wieder Ton nach Tönchen stimmen und stimmen – aber stimmen tut’s nie.“

Und so bleibt, um eine Rezension nicht ausufern zu lassen die Abwandlung eines Hörers einer Hasslocher-Orgel zu erwähnen, der sagt: “Heilandsack! Ihre Orgel hat wirklich großmächtig getönt!“
Und ich sage (und damit letztes Schlusswort): “Dreifaches Heilandsack! Das Buch hat seine Wirkung einmal mehr nicht verfehlt.“

Kommentieren0
20
Teilen
Pankrazs avatar

Rezension zu "Barbarswila" von Gerold Späth

Rezension zu "Barbarswila" von Gerold Späth
Pankrazvor 10 Jahren

Der Erzähler kommt heim, hat einen Termin in “Barbarswila“, besieht sich die Menschen, Bekannte von früher, Zugezogene, erzählt die Geschichte zum Tag, einem einzigen Tag. Denn…, auch andere haben ihr Tagwerk zu vollbringen, da gibt es allerhand zu tun, noch mehr zu sehen.

“Item, in seiner Badeanstalt stand der Bademeister Haug mit herausgestellter Brust und eingezogenem Bauch unter seinem weißen Sonnensegel hinter seinem Tisch voll Ware und hatte flinke Finger fürs Geld und hinter spiegelnder Sonnenbrille flinke Augen für alles stramm und straff Gewachsene rings umher.“

Der Bademeister starrt, der gute Fischer Beck sucht seine Nixe, der Vermieter versumpft bereits vormittags in der Beiz inklusive Gelüsten besonderer Art, der ihm zugewiesene Geldeintreiber macht sich vorerst auf die Suche, später alleine auf zum Geldeintreiben, scheitert hier auf höchstem Niveau, der Luftwaffenoberbefehlshaber lässt die Jets ein ums andere Mal Angriffe auf das Städtchen fliegen, auf dass das Gebimmel der Glocken hintertrieben werde, die Glocken läuten zur Hochzeit, alleine die Braut will nicht, worauf der Brautvater aufbricht zur alkoholgetränkten Geschäftemacherei.

“In der Marktgasse ist mir der Casagrande vor die Kühlerhaube gelaufen auf allen vieren und käsbleich wie ein Leintuch. Total abgefüllt und völlig hinüber…“

Ja, es scheint, “völlig hinüber“ die Einwohner des Städtchens am Zürichsee, dem Gerold Späth so viele Namen gab.

Und wenn sich alles in diesem Buchbericht verworren und regellos, quasi wirr anhört, so hat das seine Richtigkeit und seine Berechtigung sowieso. Denn der Phantasie dieses Meisterwerks gerecht zu werden fehlen hier die Worte oder sind in dem Buch verarbeitet.

Wer also wissen will wie berichtet, gefischt, gelacht, getrunken, gebelfert, erzählt, meisterlich fabuliert wird, nebenbei normale Betrügereien, Flunkereien, Märchen jedem aufgetischt werden, der lese.

Kommentieren0
15
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 10 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks