Adria-Express

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Inhaltsangabe zu „Adria-Express“ von Gerrit Fischer

Der 18jährige Tim kommt mit seinem Leben nicht mehr zurecht. Zu viel ist passiert in den letzten Monaten. Verzweifelt bricht er aus seinem Alltag aus, setzt sich in den nächstbesten Zug und lässt sich ohne Ziel treiben.Er strandet am Münchner Hauptbahnhof, wo er eine Gruppe Backpacker trifft, die als Interrailer mit der Bahn durch den Süden reist. Er schließt sich ihnen an und erlebt eine Welt, die ihm bisher verborgen geblieben ist, mit vielen interessanten Bekanntschaften, spannenden Abenteuern, traurigen und heiteren Erlebnissen. Irgendwann wird ihm klar, was ihm wirklich wichtig im Leben ist.Adria-Express, ein unterhaltsamer, amüsanter und manchmal nachdenklicher Roman über die Träume und Realitäten des Lebens.

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  • Rezension zu "Adria-Express" von Gerrit Fischer

    Adria-Express
    Janika_Hoffmann

    Janika_Hoffmann

    25. August 2012 um 17:48

    Das Leben des achtzehnjährigen Tim ist stramm durchgeplant: Schulbildung, Ferienbeschäftigung, späterer Beruf – alles bestimmt sein Vater. Der einzige Lichtblick für Tim ist die Zeit mit seiner Freundin und seinem besten Kumpel Jan. Als letzterer jedoch ums Leben kommt und auffliegt, dass seine Freundin seit einiger Zeit fremdgeht, bricht sein Leben komplett zusammen.
    Kurzentschlossen leert er sein Sparbuch, setzt sich in den nächstbesten Zug und fährt nach München. Dort trifft er auf einige Interrailer – Menschen, die mit dem Zug quer durch die Länder reisen und kleinere oder größere Abenteuer erleben. Als sie ihm von ihren Reiseplänen nach Italien erzählen, schließt er sich ihnen an.
    Eine spannende Reise beginnt, auf der Tim viele neue Freunde und auch sich selbst ganz neu kennenlernt. Die freie Lebensweise gefällt ihm sehr, ebenso Lara, eine seiner Reisegefährtinnen. Doch die ist single und will das auch bleiben …
    Je länger Tim unterwegs durch Italien ist, an der Adria-Küste entlang, desto mehr verändert er sich. Dennoch ist ihm klar, dass er früher oder später eine Entscheidung für seine Zukunft treffen muss …

    „Adria Express“ ist eines der sehr wenigen Stammbücher in meinem Regal, das keinerlei Fantasy-Elemente enthält. Dieses Buch beweist, dass keinerlei Kämpfe, Kriege oder Morde nötig sind, um den Leser in seinen Bann zu ziehen. Auf seine eigene Art reißt es einen mit und bildet eine neue Art von Spannung, wie es mit Tims Leben und seiner aussichtslosen Liebe weitergeht.
    Gerrit Fischer versteht es, diese ungewöhnliche Interrail-Geschichte auf muntere und erfrischende Art zu erzählen. Er versteift sich nicht auf die Wortwahl, sondern geht mit dieser an den richtigen Stellen auch mal ein wenig lockerer um.
    Ich habe die Personen allesamt liebgewonnen, von den verrückten Kumpels Ische und Keks über Ina und Lara bis hin zu den Hotelgästen – oder auch einen gewissen Mann, der ziemlich sauer auf Tim und seinen Kumpel Daniel ist. ;-)
    Was mich an diesem Buch gestört hat, ist die Tatsache, dass bei Sprecherwechsel keine neue Zeile begonnen, sondern höchstens ein Trennstrich gesetzt wurde, teilweise stand nur ein beschreibender Satz dazwischen. Einige Male kam ich dadurch durcheinander, wer denn nun wann spricht, das finde ich schade, daher auch ein Stern Abzug.

    Davon einmal abgesehen, hat Gerrit Fischer jedoch ein tolles Werk geschaffen. „Adria Express“ ist etwas Neues, leicht Verdauliches - und damit die ideale Lektüre für Urlaub, Mittagspause oder den Feierabend nach einem langen Arbeitstag. Aber Vorsicht, nicht, dass jemand sofort in den nächsten Zug nach Italien springt, um all die so liebevoll beschriebenen Sehenswürdigkeiten selbst zu bestaunen!
    Vier Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Adria-Express" von Gerrit Fischer

    Adria-Express
    sarahsbuecherwelt

    sarahsbuecherwelt

    26. February 2012 um 10:43

    Jeder im Leben hatte schon mal eine Situation, wo er am Liebsten einfach irgendwo eingestiegen, und einfach ohne Ziel losgefahren wäre. Egal ob mit der Bahn, dem Auto oder gar dem Flugzeug, einfach dem Straßenverlauf oder einem bestimmten Gleis folgen, sich treiben lassen und schauen, wo man landet.

    Diesen Gedanken hat sich Gerrit Fischer zu Nutzen gemacht und dabei seine Erfahrungen, die er in den 90er Jahren auf zahlreichen Bahnreisen mit Freunden in Richtung Süden, mit eingebaut.

    In der Ich-Perspektive begleitet der Leser den jugendlichen Tim auf seiner Reise. Eine Reise zum Sinn des Lebens. Tim wird den Lesern als antriebslos, verzweifelt und hilfebedürftig dargestellt. Er ist an einem Punkt in seinem Leben angekommen, wo er seine Träume aufgibt, und die kalte Realität erblickt. Mit dieser kommt er jedoch nicht klar. Es ist eine Situation, wie man sie vielleicht selbst kennt. Und selbst wenn dies nicht der Fall ist, kann man sie trotzdem nachvollziehen, denn Gerrit Fischer gelingt es durch die richtige Wortwahl ein klares, emotionales und tiefgründiges Bild entstehen zu lassen. Diese Liebe für seine Hauptfigur kommt auch bei den anderen Nebenrollen zum Vorschein. Ich hatte ganz oft das Gefühl, dass es sich um reale Figuren handelt, so greifbar und authentisch wurden sie dargestellt.

    Alles erscheint sinnlos. Anstrengend. Ziellos. Planlos. Leer. Ich fühlte mich wie eine Flipperkugel. Immer in Bewegung, die Richtung fremdbestimmt, von einem harten Anschlag zum nächsten harten Aufprall geschossen. (Zitat S. 6)

    Doch nicht nur bei den Charakteren, sondern auch bei den Schauplätzen und Begebenheiten ist der Stil ein wahrer Genuss. Leicht, plastisch und verträumt schildert er Ortschaften, sodass man sie direkt vor seinem inneren Auge sieht und davon träumen kann. Mitreißen, kräftig und zart hingegen sind die Situationen. An Hand dieser Beschreibungen wurde mir sofort klar, warum dieser Autor schon in der ersten Klasse von seiner Deutsch-Lehrerkraft, für seine Schreib- und Stilsicherheit gelobt wurde. Im fliegen die Worte nur so zu. Es ist eine Freude diese Wortgewandtheit miterleben zu dürfen.

    Neben dem Stil kommt auch der Inhalt nicht zu kurz. Spannende Momente werden von lustigen Situationen abgelöst. Kleine Anekdoten, neue Kontakte oder interessante Begebenheiten sorgen für eine gute Abwechslung, sodass in meinen Augen keine Langweile aufkommt. Zeitgleich vergiss Gerrit Fischer die Grundidee nicht. Tiefgründig, Gefühlvoll und zum Nachdenken anregend befasst er sich mit dem Sinn des Lebens, dem Träumen und den Zielen, die man haben sollte.

    Gerrit Fischer bezeichnet das vorliegende Werk als Jugendbuch. Ich selbst würde es in die zeitgenössische Literatur einordnen. Der Protagonist ist zwar 18, und Interrailer ist ein Thema, dass gerade junge Leser interessiert, aber durch die Grundidee ist es nicht unbedingt eine Umsetzung die Jugendliche begeistern wird. Trotzdem will ich damit nicht sagen, dass nicht auch Leser ab 16 oder gar ab 14 das Buch lesen können. Im Gegenteil, es eignet sich idealerweise für den Deutschunterricht ab der 9 Klasse. Die stilistischen Mittel, der Inhalt und die Umsetzung bieten nicht nur genügend Material im „Deutsch-Sinn“, sondern auch zum Diskutieren.

    Unterhaltsam ist dieser Roman definitiv, aber als leichte Sommerlektüre, würde ich ihn nicht empfehlen. Da muss ich der Mittelhessischen Anzeigen Zeitung widersprechen. Oberflächlich gesehen ist es ein leichtes Thema, aber liest man zwischen den Zeilen, dann ist es tiefsinnig. Und genau diese Kombination macht das Buch so lesenswert. Vergesst den Verlag, denn der Autor kann definitiv überzeugen.

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  • Rezension zu "Adria-Express" von Gerrit Fischer

    Adria-Express
    PaxetBonum

    PaxetBonum

    01. June 2011 um 04:27

    Ich war noch niemals in New York
    Nun werden sie sich fragen was hat das mit New York zu tun. Wenn sie sich dieses Lied vor Augen führen und den Geruch von Bohnerwachs und Spiesigkeit in sich spühren haben sie genau die richtige Grundstimmung für das Buch. Diese kam bei mir auf als ich das Buch begann. Raus aussteigen aus dem was ist und Abendteuer erleben.
    geschickt wandelt sich dieses Gefühl im Laufe der Zeit in die Erinnerung an vergangene Tage wo das Reisen als Interrailer noch voller Abendteuer und Leben war. Viele wird es noch einmal zurück versetzen in Ihre eigene Jugend und Erinerungen an das erste Verliebt sein. An unbeschwerte Zeiten voller verrückter Ideen und das Gefühl von Freiheit.
    Man kann also sagen mit dem Adria Express zurück in die Zeit der Jugend und der ersten Erfahrungen die Welt sebst zu entdecken.
    Ich kann ihnen allen diese Fahrt mit dem Adria Express nur empehlen.

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