Gert Anhalt Mordsmäßig schmalzig

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Inhaltsangabe zu „Mordsmäßig schmalzig“ von Gert Anhalt

»Es ist ein bisschen wie Alaska. Nur ohne Grizzlybären …« Der hartgesottene Großstadt-Cop Thomas Caspari erleidet einen Kulturschock. Plötzlich muss er als Feld-, Wald- und Wiesenpolizist in Nordhessen Dienst tun. Strafversetzt und mit schweren Dellen in der Seele. Aber kaum hat der ausgebremste Elite- Ermittler seinen Schreibtisch eingeräumt, wird das Fachwerkstädtchen Frankenberg zur Mördergrube. Der nicht gerade in Würde gealterte Ex-Schlagerstar Henny Winkler findet ein höchst unappetitliches Ende: erstickt mit Schweineschmalz. Unterstützt von den örtlichen Kollegen – der aufsässigen Nadide und dem simpel gestrickten Happel –, stößt Caspari auf finstere Geheimnisse und bringt sich in größte Gefahr …

Ganz, ganz großes Kino. Habe selten so oft gelacht.

— Samuel_Pickwick
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    Mordsmäßig schmalzig
    Natalie77

    Natalie77

    Inhalt: Thomas Caspari wurde strafversetzte. Ausgerechnet in das kleine Städtchen Frankenberg in "Hessischsibierien" Dort wo alles noch recht ruhig zugeht, bis ein ortsansässiger ehemaliger Schlagerstar recht passend mit Schmalz ermordet wurde. Caspari geht mit Kollegin Nadide und Kollegen Happel auf Tätersuche und entdeckt viele Geheimnisse.... Meine Meinung: Dieses Buch entdeckte ich im Herbstprogramm und natürlich wanderte es sofort auf meine Wunschliste als ich sah das der Mord hier in dem bisher noch Krimimäßig unbefleckten Frankenberg geschieht. Nach der Lesung dann Anfang Dezember war ich vollends gespannt. Mit diesem Buch bekommt jeder Leser nicht nur einen Krimi sondern auch noch viel zu Lachen. Gert Anhalt nimmt meine Heimat und ihre Bewohner mehr wie einmal auf die Schüppe. Liebevoll aber auch sehr sarkastisch erzählt er von dem Mord von Henny Winkler, den ehemaligen Schlagerstar und die Aufklärung des Falls. Doch nicht nur der Fall wird erzählt, auch die privaten Verstrickungen und auch der Grund für die Versetzung von Caspari haben eine tragende Rolle. Die Figuren sind sehr authentisch. Gert Anhalt hat das Frankenberger Völkchen und auch die aus den umliegenden Dörfern gut skizziert und so mir das Gefühl gegeben wirklich zu Hause zu sein. Caspari ist da allerdings schon eine andere Erscheinung. Immerhin kommt er aus Frankfurt und muss sich an die Mentalität erst einmal gewöhnen. Dargestellt wird er als Erfolgs-Cop der sich nicht immer an alle Regeln hält. Doch im Laufe der Geschichte wird er dem Leser näher gebracht und man kann hinter die Fassade schauen. Caspari entwickelte sich für mich in eine Figur von der ich gerne mehr lesen würde, weil sie immer sympathischer wurde. Es gibt eine handvoll Kollegen mit denen Caspari ermittelt. Nadide eine junge Kollegin, die gerne ihren Job erledigt und sich dabei an die Gesetze hält. Sie möchte weiter hochklettern auf der Karriereleiter. Als Türkin hat sie mit einigen Vorurteilen zu kämpfen und auch ihre Familie ist nicht ohne. Da der Fokus im Hauptteil bei Caspari liegt lernt man Nadide und auch Happel nur recht wenig kennen, aber doch genug um sie nicht als Randfigur erscheinen zu lassen. Happel scheint das geborene Hänselopfer auf der Wache zu sein. Sein Herz am rechten Fleck und sehr eifrig ist er unter Kollegen nicht so angesehen. Es wird sich gerne über ihn lustig gemacht und er selbst tut auch alles dafür das es so bleibt. Ich hatte stellenweise Mitleid war aber auch erstaunt wie er sich entwickelte. Eine zu Beginn unscheinbare Figur wird hier noch wichtig und wächst über sich hinaus. Es gibt noch mehr. Liebold, der Chef von Caspari, Freckel, der Kommissar aus Korbach, der mit seinen SMS immer wieder für Lacher sorgt und andere Kollegen der Polizeistation. Dazu Bewohner aus den Dörfern, Nachbarn vom Mordopfer und Frauen die Caspari und Happel den Kopf verdrehen. Wie man sieht ist alles dabei. Nun habe ich öfter von Lachern geredet, aber natürlich bleibt das kriminalistische auch nicht auf der Strecke. Der Fall ist ungewöhnlich und bleibt auch nicht das Einzige Verbrechen was in dieser Geschichte zum tragen kommt. Gert Anhalt hat hier einige Stränge beschrieben die erst total wirr sind und sich mit der Zeit erst zu einem Gesamten fügen. Die Spannung bleibt dabei nicht auf der Strecke steigert sich aber erst zum Ende hin. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und der ganze Krimi ist auch nicht zu lang trotz seiner über 500 Seiten Mein Fazit: Von mir aus darf Caspari gerne weiterhin ermitteln.

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    parden

    parden

    05. January 2015 um 05:45