Gert Heidenreich Das Fest der Fliegen

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Inhaltsangabe zu „Das Fest der Fliegen“ von Gert Heidenreich

Als der Kriminalkommissar Alexander Swoboda auf einer Reise nach Edinburgh in die Turmkuppel der berühmten Camera Obscura steigt, ahnt er nicht, was ihn erwartet: Er wird Zeuge eines Mordes, der auf offener Straße vor dem Turm geschieht. Es beginnt ein Albtraum, der Swoboda immer tiefer in eine Verschwörung führt: Eine fanatische Bruderschaft, die sich Engelslegion nennt, will die Menschheit von den Gehilfen des Teufels befreien. Es kommt zu einer Serie von Morden und bald sind die Engelslegion Swoboda selbst auf der Spur.

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  • Rezension zu "Das Fest der Fliegen" von Gert Heidenreich

    Das Fest der Fliegen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. November 2010 um 19:27

    Der erste Kriminalroman von Gert Heidenreich um den sympathischen, malenden Kommissar Swoboda, "Im Dunkel der Zeit", war ein sehr angenehmer Roman, sprachlich und literarisch auf hohem Niveau, der sowohl interessante und sympathische Figuren zeichnete als auch eine für Krimifans nicht unwichtige spannende Handlung offenbarte. Der Nachfolger "Das Fest der Fliegen" kann den entsprechenden Erwartungen leider nicht nachkommen und fehlt dort, wo der erste Band glänzte. Zwar blitzt hier und dort noch einmal Heidenreichs Fähigkeit, Charaktere zu erschaffen, auf, doch treten die Figuren zu sehr in den Hintergrund einer religiös geprägten Verschwörungsgeschichte, in der ein selbsternannter Orden die Inquisition neu heraufbeschwört und Morde begeht. Nicht nur durch diese Konstruktion erhalte ich den Eindruck, der zweite Band ist mit wenig Motivation und Einfallsreichtum geschrieben, vielmehr arbeitet sich der Autor an gängigen Klischees und Mechanismen massenhaft produzierter Thriller ab, ohne dabei einen halbwegs guten Roman zu produzieren. Motive und religiöser Wahn wirken unreal, aneinandergereihte Skandale der Kirchen wirken in der Geschichte aufgesetzt. Zu oft werden Seiten mit Gebeten und religiösen Überlegungen gefüllt, ohne die Handlung zu bewegen oder ihr Tiefe zu geben. Gelegentlich wird Spannung aufgebaut doch zu häufig durch langweilige, sinnlose Passagen unterbrochen. Schade.

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