Gert Loschütz

 3.7 Sterne bei 51 Bewertungen
Autor von Ein schönes Paar, Dunkle Gesellschaft und weiteren Büchern.
Autorenbild von Gert Loschütz (©Bogenberger/autorenfotos.com)

Lebenslauf von Gert Loschütz

Mehrfach ausgezeichneter Autor: Der deutsche Schriftsteller und Verfasser von Fernsehspielen Gert Loschütz wurde 1946 in Genthin geboren. Nach seinem Abitur am Humanistischen Gymnasium, studierte er an der Freien Universität in Berlin Geschichte, Soziologie und Publizistik. Seine Werke wurden mit vielen renommierten Preisen, wie den Ernst Reuter Preis und den Rheingau Literaturpreis geehrt. Er hat Erzählungen, Romane, Gedichte, Hörspiele, Theaterstücke und Filmdrehbücher geschrieben. Seine bekanntesten Werke sind "Dunkle Gesellschaft", "Die Bedrohung", "Das erleuchtete Fenster" und "Auf der Birnbaumwiese". 2000 wurde er mit der Ehrengabe der Deutschen Schillergesellschaft gekrönt. Mit "Ein schönes Paar" hat er es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft. Gert Loschütz lebt mit seiner Familie in Berlin.

Alle Bücher von Gert Loschütz

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Buchformat:
Cover des Buches Ein schönes Paar (ISBN:9783895611568)

Ein schönes Paar

 (32)
Erschienen am 06.02.2018
Cover des Buches Dunkle Gesellschaft (ISBN:9783492249164)

Dunkle Gesellschaft

 (10)
Erschienen am 01.03.2007
Cover des Buches Die Bedrohung (ISBN:9783492251471)

Die Bedrohung

 (5)
Erschienen am 21.04.2008
Cover des Buches Das Pfennig-Mal (ISBN:9783458339717)

Das Pfennig-Mal

 (1)
Erschienen am 01.01.1999
Cover des Buches Das erleuchtete Fenster (ISBN:9783627001452)

Das erleuchtete Fenster

 (0)
Erschienen am 01.09.2007
Cover des Buches Auf der Birnbaumwiese (ISBN:9783895611551)

Auf der Birnbaumwiese

 (0)
Erschienen am 15.02.2011
Cover des Buches Unterwegs zu den Geschichten (ISBN:9783886611973)

Unterwegs zu den Geschichten

 (0)
Erschienen am 01.01.1998
Cover des Buches Ein schönes Paar (ISBN:9783869743585)

Ein schönes Paar

 (2)
Erschienen am 18.10.2018

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Neue Rezensionen zu Gert Loschütz

Neu

Rezension zu "Ein schönes Paar" von Gert Loschütz

Zerplatzte Träume
gstvor einem Jahr

Die Liebe zwischen Herta und Georg, die einmal wunderbar romantisch begann, zerbrach an der rauen Wirklichkeit. Die Flucht vom Osten in den Westen war daran nicht unbeteiligt – meint Philipp, der Sohn der beiden. Er ist heute Fotograf und erzählt die Geschichte seiner Eltern, die sich kurz nach dem zweiten Weltkrieg in der DDR kennenlernten und später in die BRD auswanderten. Doch die Träume, die sie hatten, zerplatzten wie Seifenblasen.

Gerd Loschütz beginnt seinen Roman mit dem Tod von Philipps Vater Georg. All die Dinge, die der Sohn im Nachlass fand, zeigen, dass die zerbrochene Gemeinschaft der Eheleute doch nicht die Verbundenheit miteinander zerstören konnten. Die Kamera, die im hintersten Winkel des Schrankes auftauchte, hatte dabei eine ganz besondere Bedeutung, die dem Leser erst nach und nach bewusst wird.

Der Autor erzählt emotionslos, wie ein Berichterstatter. Trotzdem gelang es ihm, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Sie handelt vom Leben, von Enttäuschungen und davon, wie jeder für sich versucht, die Probleme mehr oder weniger gut zu meistern. Interessant fand ich, wie der Sohn sein Privatleben konträr zu den Eltern gestaltet. Während sie sich trennten, hält er die Freundschaft zu einer ehemaligen Liebesbeziehung auch nach deren Ende aufrecht.

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Rezension zu "Ein schönes Paar" von Gert Loschütz

Die zerrissende Familie
sommerlesevor einem Jahr

"Ein schönes Paar" von Gert Loschütz wird in der Hörbuchvariante gesprochen vom Schauspieler Jan Katzenberger. Die Audio CD erschien 2018 bei Steinbach sprechende Bücher.

Herta und Georg Karst haben sich auf den ersten Blick verliebt, sie wohnen in Plothow, in der damaligen DDR. Philipp Karst hat nach dem Tod seiner Eltern nicht nur ihre Hinterlassenschaften zu ordnen, er versucht auch, über das Leben und die Liebe von Herta und Georg nachzudenken und ihre Gründe für vieles zu verstehen. Was bewegte seine Mutter zum Fortgehen und warum ließ sie ihn und seinen Vater zurück? Welche Geheimnisse hielten seine Eltern vor ihm geheim? Wie ging die Flucht seines Vaters aus der DDR in den Westen vonstatten? Als Kind konnte er vieles nicht verstehen. Vielleicht gelingen ihm nach ihrem Tod weitere Einblicke.

In diese Geschichte taucht man dank eines allwissenden Erzählers ein. Die Reisenähmaschine von Herta und die alte Kamera von Georg waren ihre persönlichen Dauerbegleiter, durch sie erfährt man von ihrem Lebensweg, der nicht nur Republikflucht beinhaltete, sondern auch die Teilung des Dorfes, die dann auch zur Teilung der Familie beitrug. Vor solchen Hintergründen bleibt vieles unerklärt.


Gert Loschütz schreibt sprachgewaltig mit eindringlichen Sätzen, die beim Hören zu einer endlosen und manchmal schwer zu erfassenden Kette verhallen. Der Text erscheint emotionslos und distanziert und doch bringt er Empfindungen auf den Punkt.
Es sind die feinen Beobachtungen der Menschen, die Loschütz gut darzustellen vermag und die mich an das Buch fesseln. Dennoch sprang der entscheidende Funke nicht über.

Als Zuhörer muss man sich auf die Geschichte einlassen, es gibt keine Sympathiefiguren, die Spannung kann auch der gut lesende Sprecher nicht in die Höhe treiben.

Philipps Eltern waren ein schönes Paar, sie hatten jedoch im Miteinanderleben Probleme, konnten aber auch nicht ohne den andern und das hat zur Folge, dass sie sich gegenseitig aufgerieben.
Manche Szenen machen das deutlich, es gibt aber auch Kindheitserinnerungen Philipps, die er zwar vor Augen hat, die ihm aber kein klares Bild der Situation verschaffen. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, jetzt nach dem Tod der Eltern.

In Philipps Kindheit war Schweigen in der Familie an der Tagesordnung, über Gefühle wurde nicht geredet, Ereignisse nicht kommentiert. Er fragte nicht nach und so blieb vieles unausgesprochen.
Dennoch kann man zwischen den Zeilen lesen und entdeckt die nicht gesagten Emotionen.

Woran zerbricht eine Liebe? An der Eintönigkeit, an fehlender Zuneigung, an mangelnder Selbstzufriedenheit? In diesem Buch kann man es auch am Ende nicht genau einschätzen. Da spielt alles mit hinein, aber vor allem fehlt es in dieser Familie an der mangelnden Kommunikation untereinander.


Dieses sprachgewaltige Buch ist zwar eindrucksvoll, aber zum Hören recht mühselig. Es zeigt, was Liebe ausmachen kann und wozu menschliches Handeln fähig ist. Der entscheidende Funke ist trotz der schönen Sprache jedoch nicht übergesprungen.

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Rezension zu "Ein schönes Paar" von Gert Loschütz

Lebensnah
wbetty77vor einem Jahr

Nachdem sein Vater verstorben ist, findet Philipp bei der Haushaltsauflösung einen Gegenstand, welcher die Erinnerung an die Trennung der Eltern weckt.

Hertha und Georg lernen sich kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges kennen. Hertha lebt in einem kleinen brandenburgischen Dorf und träumt davon Model zu werden. Nach dem Krieg bauen sich die jungen Eheleute in dem Dorf ein Leben auf. Hertha und Georg sind ein schönes Paar. Doch Hertha zieht es in den Westen. Der Familie gelingt die Flucht nach Westdeutschland.
Zeitgleich mit dem neuen Leben beginnt das Ende der Ehe. Kein Jahr später verlässt Hertha die Familie. Philipp erinnert sich an Postkarten, die er 30 Jahre lang in unregelmäßigen Abständen von der Mutter erhält.

Mit einer nüchternen Distanz schildert der Sohn die Beziehung seiner Eltern ebenso wie sein eigenes Verhältnis zu Mutter und Vater. Das Glück, die Hoffnung und die Enttäuschung. Sein Vater, der häufig in Situationen gerät, die ihn in Schwierigkeiten bringen. Die Mutter, die ihn zurücklässt, ohne ihrem Sohn zu sagen, wo und wie sie lebt.

Gert Lohschütz erzählt in seinem Roman aus dem Blickwinkel des erwachsenen Sohnes, der in der Rückschau versucht zu verstehen, warum und wann die Ehe seiner Eltern scheiterte. Ein sensibler Roman, der zeigt wie nahe Hoffnung und Enttäuschung beieinander liegen. Zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Ein schönes Paar (ISBN:undefined)
Liebe Lovelybooks Freunde,

wir laden Euch herzlich ein, an unserer Leserunde zu Gert Loschütz' Roman Ein schönes Paar teilzunehmen! Das Buch ist ein ergreifender Roman über die Liebe und die Vergänglichkeit vor dem Hintergrund der deutschen Teilung:

Beim Ausräumen seines Elternhauses stößt der Fotograf Philipp auf einen Gegenstand, der in der Familiengeschichte eine entscheidende Rolle gespielt hat. Seine Eltern, Herta und Georg, waren ein schönes Paar. Es lag eine glückliche Zukunft vor ihnen. Doch rasch verkehrten sich ihre Hoffnungen ins Gegenteil.

Wenn Ihr interessiert seid, dann bewerbt Euch jetzt für die Leserunde und gewinnt mit etwas Glück eines von 15 Leseexemplarpaketen!

Beantwortet einfach folgende Frage bis zum 29.01.2018, um Euch zu bewerben:

Was versteht Ihr unter einem schönen Paar?



Viel Erfolg wünscht Euer

Verlag Schöffling & Co.

PS: Eine Leseprobe zum Buch findet Ihr hier.
420 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Gert Loschütz wurde am 09. Oktober 1946 in Genthin (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 85 Bibliotheken

auf 11 Wunschlisten

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