Gert Loschütz

 3.8 Sterne bei 42 Bewertungen
Autor von Ein schönes Paar, Dunkle Gesellschaft und weiteren Büchern.
Gert Loschütz

Lebenslauf von Gert Loschütz

Mehrfach ausgezeichneter Autor: Der deutsche Schriftsteller und Verfasser von Fernsehspielen Gert Loschütz wurde 1946 in Genthin geboren. Nach seinem Abitur am Humanistischen Gymnasium, studierte er an der Freien Universität in Berlin Geschichte, Soziologie und Publizistik. Seine Werke wurden mit vielen renommierten Preisen, wie den Ernst Reuter Preis und den Rheingau Literaturpreis geehrt. Er hat Erzählungen, Romane, Gedichte, Hörspiele, Theaterstücke und Filmdrehbücher geschrieben. Seine bekanntesten Werke sind "Dunkle Gesellschaft", "Die Bedrohung", "Das erleuchtete Fenster" und "Auf der Birnbaumwiese". 2000 wurde er mit der Ehrengabe der Deutschen Schillergesellschaft gekrönt. Mit "Ein schönes Paar" hat er es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft. Gert Loschütz lebt mit seiner Familie in Berlin.

Neue Bücher

Ein schönes Paar

Neu erschienen am 18.10.2018 als Hörbuch bei steinbach sprechende bücher.

Alle Bücher von Gert Loschütz

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Ein schönes Paar

Ein schönes Paar

 (23)
Erschienen am 06.02.2018
Dunkle Gesellschaft

Dunkle Gesellschaft

 (10)
Erschienen am 01.03.2007
Die Bedrohung

Die Bedrohung

 (5)
Erschienen am 21.04.2008
Ein schönes Paar: Roman

Ein schönes Paar: Roman

 (2)
Erschienen am 06.02.2018
Das Pfennig-Mal

Das Pfennig-Mal

 (1)
Erschienen am 01.01.1999
Auf der Birnbaumwiese

Auf der Birnbaumwiese

 (0)
Erschienen am 15.02.2011
Unterwegs zu den Geschichten

Unterwegs zu den Geschichten

 (0)
Erschienen am 01.01.1998
Das erleuchtete Fenster

Das erleuchtete Fenster

 (0)
Erschienen am 01.09.2007

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Gert Loschütz

Neu
wbetty77s avatar

Rezension zu "Ein schönes Paar: Roman" von Gert Loschütz

Lebensnah
wbetty77vor einem Tag

Nachdem sein Vater verstorben ist, findet Philipp bei der Haushaltsauflösung einen Gegenstand, welcher die Erinnerung an die Trennung der Eltern weckt.

Hertha und Georg lernen sich kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges kennen. Hertha lebt in einem kleinen brandenburgischen Dorf und träumt davon Model zu werden. Nach dem Krieg bauen sich die jungen Eheleute in dem Dorf ein Leben auf. Hertha und Georg sind ein schönes Paar. Doch Hertha zieht es in den Westen. Der Familie gelingt die Flucht nach Westdeutschland.
Zeitgleich mit dem neuen Leben beginnt das Ende der Ehe. Kein Jahr später verlässt Hertha die Familie. Philipp erinnert sich an Postkarten, die er 30 Jahre lang in unregelmäßigen Abständen von der Mutter erhält.

Mit einer nüchternen Distanz schildert der Sohn die Beziehung seiner Eltern ebenso wie sein eigenes Verhältnis zu Mutter und Vater. Das Glück, die Hoffnung und die Enttäuschung. Sein Vater, der häufig in Situationen gerät, die ihn in Schwierigkeiten bringen. Die Mutter, die ihn zurücklässt, ohne ihrem Sohn zu sagen, wo und wie sie lebt.

Gert Lohschütz erzählt in seinem Roman aus dem Blickwinkel des erwachsenen Sohnes, der in der Rückschau versucht zu verstehen, warum und wann die Ehe seiner Eltern scheiterte. Ein sensibler Roman, der zeigt wie nahe Hoffnung und Enttäuschung beieinander liegen. Zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

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once-upon-a-times avatar

Rezension zu "Ein schönes Paar" von Gert Loschütz

Spannende Geschichte, aber nichts für mich
once-upon-a-timevor 2 Monaten

„Seine fehlende Anwesenheit ist mit Händen zu greifen.“ (S. 143)

Die Geschichte eines Paares oder dem, was von dem Paar nach einigen Jahren noch übrig ist, wird in diesem Roman aus der Sicht des gemeinsamen Sohnes erzählt. Dieser Blickwinkel eröffnet schmerzhaft offene Perspektiven auf die Familienstruktur vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Trennung.

Eigentlich hat dieses Buch alles, worauf ich Bock hatte, und trotzdem konnte es mich nicht so recht packen. Woran könnte das liegen?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es der Kern meines Problems mit diesem Roman war, ihm zu folgen. Es gab Zeitsprünge, Erinnerungen an das, was irgendwann mal passiert ist, und hin und wieder war ich mich überhaupt nicht sicher, in welcher Zeitebene wir uns gerade befinden.
Außerdem: Die vielen Namen. Möglicherweise kam beides bei mir zusammen, möglicherweise hätte ich mir die Figuren und die Namen und die Orte besser merken können, wenn es mir leichter gefallen wäre, der Handlung des Romans zu folgen, doch das war leider nicht der Fall.

Das ist vor allem deswegen schade, weil die Handlung spannend ist; weil die Figuren welche sind, mit denen man gut leiden kann, weil sie krasse Sachen erleben; weil dieser Roman vor Augen führt, wie schwierig es sein kann, eine Familie zu werden oder zu bleiben.

Deswegen ein für mich eher ungewöhnliches Fazit: Gebt diesem Buch eine Chance, es könnte sich lohnen – auch wenn es das für mich nicht tat.

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Aspasias avatar

Rezension zu "Ein schönes Paar" von Gert Loschütz

Ein so schöner Roman
Aspasiavor 2 Monaten


Ich schmeiße nicht so schnell mit Lob um mich, aber Gert Loschützs neuer Roman, für den er sich immerhin 12 lange Jahre Zeit gelassen hat, war das Warten wahrlich wert!

Ein schönes Paar auf jedem Photo sind die Eltern, Hertha & Georg, des Erzählers Philipp Karst, die 1957, noch vor dem Mauerbau, nach einem Zwischenfall übereilt die ehemalige DDR verlassen müssen und sich mit ihrem zehnjährigen Sohn in einem Ort im Hessischen niederlassen. Das ersparte Ostgeld angelegt in einer Kamera, rüber geschmuggelt zwischen der Wäsche im leichten Gepäck. Nach nicht einmal einem Jahr führt dieses Werkzeug, dass wie kein anderes als Erinnerungsbewahrer gilt, zum Bruch der Ehe. Die Mutter verlässt Vater und Sohn und taucht unter in der gerade Mal zehn Jahre alten Bundesrepublik. Die Kommunikation mit ihrem Sohn führt sie einseitig, lediglich über sporadisch gesendete Postkarten versehen mit kurzen, unpersönlichen Floskeln, ohne jede Möglichkeit für ihn ihr zu antworten oder sie zu kontaktieren. Jahre später kehrt sie ohne jede Erklärung an den Ort zurück, trifft sich mit ihren Sohn nun regelmäßig, wobei die Distanz und Sprachlosigkeit nie ganz verschwindet .

Gert Loschütz Roman Ein schönes Paar mit autobiographischen Zügen, der Autor selbst ist 1946 in Genthin geboren, ist als Junge mit seinen Eltern in den Westen geflüchtet, wo die Mutter wenig später verstarb. Er kennt Flucht- und Verlusterfahrungen also aus eigener Erfahrungen und weiß, wie sehr das eine Biographie für immer prägt.

Sein Protagonist Philipp stößt nach dem Tod der Eltern, im Abstand von nur wenigen Wochen, wie es bei lange miteinander verbundener Eheleute nicht selten vorkommt, doch waren Herta und Georg seit über 40 Jahren getrennt, bei den nun folgenden Haushaltsauflösungen auf jenen Photoapparat & alte Photos. Dadurch beginnt er über das Leben & die Liebe der beiden Königskinder, die zum Schluss auf zwei gegenüber liegenden Hügeln der Stadt, getrennt durch einen Fluss, lebten, zu phantasieren.

Loschütz Held erzählt die Geschichte seiner Eltern nicht chronologisch, sondern springt im Zeitverlauf hin und her, aber Erinnerung funktioniert ja auch nicht linear. Was er erinnert sind Assoziationsketten, die durch Trigger ausgelöst werden, und auch vor seine Erwachsenenvita, seiner eigenen Liebeserfahrungen nicht halt machen. Sein Bemühen diese Liebe zu verstehen, sich den Eltern nach dem Tod anzunähern, die stets irgendwie Fremde geblieben sind, sie endlich zu verstehen, sich ihnen nah zu fühlen, auch um sie gehen zu lassen, treibt ihn an & gipfelt in einem versöhnlichen Ende.

Dem Nominierten des Deutschen Buchpreises ist mit diesem Roman eine wunderbar altmodische, romantische & dabei kitschfreie Geschichte über die Liebe gelungen, die zugleich eine psychologisch raffinierte & sensible Studie über unseren Umgang mit Verlust ist.

Ob die schöne Geschichte, die er dem schönen Paar zuschreibt, wahr ist, ist völlig nebensächlich, schließlich ist all unsere Erinnerung immer nur eine gefühlte Wahrheit.

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Gespräche aus der Community

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Schoeffling_und_Cos avatar
Liebe Lovelybooks Freunde,

wir laden Euch herzlich ein, an unserer Leserunde zu Gert Loschütz' Roman Ein schönes Paar teilzunehmen! Das Buch ist ein ergreifender Roman über die Liebe und die Vergänglichkeit vor dem Hintergrund der deutschen Teilung:

Beim Ausräumen seines Elternhauses stößt der Fotograf Philipp auf einen Gegenstand, der in der Familiengeschichte eine entscheidende Rolle gespielt hat. Seine Eltern, Herta und Georg, waren ein schönes Paar. Es lag eine glückliche Zukunft vor ihnen. Doch rasch verkehrten sich ihre Hoffnungen ins Gegenteil.

Wenn Ihr interessiert seid, dann bewerbt Euch jetzt für die Leserunde und gewinnt mit etwas Glück eines von 15 Leseexemplarpaketen!

Beantwortet einfach folgende Frage bis zum 29.01.2018, um Euch zu bewerben:

Was versteht Ihr unter einem schönen Paar?



Viel Erfolg wünscht Euer

Verlag Schöffling & Co.

PS: Eine Leseprobe zum Buch findet Ihr hier.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Gert Loschütz wurde am 09. Oktober 1946 in Genthin (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 73 Bibliotheken

auf 11 Wunschlisten

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