Gert Prokop Wer stiehlt schon Unterschenkel?

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Inhaltsangabe zu „Wer stiehlt schon Unterschenkel?“ von Gert Prokop

290 S. 2. A. (Quelle:'Flexibler Einband/01.01.2000')

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  • Rezension zu "Wer stiehlt schon Unterschenkel?" von Gert Prokop

    Wer stiehlt schon Unterschenkel?
    Andreás

    Andreás

    16. February 2010 um 23:06

    Die Bücher „Wer stiehlt schon Unterschenkel“ und „der Samenbankraub“ handeln von einem Sherlock Holmes der Upperclass in einer Zukunft, in der die USA eingekesselt/eingeschlossen von Krieg gezeichnet und sich innerlich als Polizeistaat und Erfüllungsgehilfen der „Big Bosse“ aufführt. Diese Zukunft trägt viele Cyberpunkansätze nicht nur in Sachen Technik, sondern auch was die Wertigkeit von Leben und Verhalten von Großkonzernen betrifft. Timothy Truckle ist ein Unikum der Welt in der er lebt, missgestaltet zwischen den Reichsten und Schönsten, seine bloße Existenz, eine Antithese der Umgebung. Er tut dies im Auftrag des UNDERGROUND, einer von DRAUSSEN gestützten Organisation. Trotz seiner Arbeit für den UNDERGROUND ist Truckle kein Kostverächter er genießt den Luxus, den unbegrenzten Zugriff auf Ware, Geld und Freiheit durch seine Stellung. In einigen Fällen lässt er sich mit Kunstwerken bezahlen, in einem anderen mit einem Rezept. Genüsslich zählt Prokop den Inhalt von Truckles Hausbar auf oder beschreibt minutiös das Kochen von Baked Beans oder das Backen eines Kuchens. Dies bringt uns den Helden menschlich näher denn trotz Untergrund: der Mensch isst! "Ich gelobe mein Leben für die Verwirklichung der zwölf Grundrechte eines jeden Menschen einzusetzen, für das Recht auf Leben, das Recht auf Tod, das Recht auf Identität, das Recht auf Nahrung, auf Bildung, auf Arbeit, für das Recht auf Gesundheitsschutz, auf Freizügigkeit, auf Gerechtigkeit, das Recht auf Kinder. Das gelobe ich. Do or die!" Eid des UNDERGROUND Das Buch ist mit Zitaten und Anspielungen voll, hineinlesen kann man auch viel. Sein Computer heißt Napoleon - ein kleiner Mann der Russland angriff. Großer Bruder - bekannt aus 1984 und auch als Synonym für Russland. Verfälschte Stadtpläne, Drachenfliegen ist verboten - auch in der DDR so geschehen Grundsätzlich stellt Prokop meiner Meinung nach beide Systeme in einem zusammen. Das Kapitalsystem als skrupellos ausnutzend, nur das Geld zählt und die abgekapselte totalitäre Kontrolle des ihm umgebenden Sozialismus als den Menschen entwertende Systeme. Alles Schlechte packt er in ein System und das DRAUSSEN ist sein Ideal, wo alles dieses Schlechte nicht vorkommt. Die Frage nach der Menschlichkeit in einem solchen Ideal klingt nur einmal leise an als er sich zögernd verabschieden muss, wird aber nicht wirklich beantwortet. Man könnte nun sagen das ist alles kalter Kaffee, unaktuell, überholt; ich denke nicht so. Diese Bücher können (müssen?) auch im aktuellen Kontext gelesen werden. Eine Leseempfehlung! Einen herausragenden Beitrag zu Prokops Schaffen findet ihr unter http://www.27-fingers.net/rgm/index.php?8:1:3:0:0 Verlinkung mit Genehmigung des Autors

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