Gert Scobel Der Ausweg aus dem Fliegenglas

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Inhaltsangabe zu „Der Ausweg aus dem Fliegenglas“ von Gert Scobel

Glaube und Vernunft – für die meisten Menschen sind dies entgegengesetzte Welten. Es scheint, als könnte man nur der einen oder der anderen Seite angehören. Doch was, wenn man sich weder ausschließlich auf den Glauben noch auf die Vernunft verlassen kann (oder will)? Der bekannte Wissenschaftsautor und Fernsehjournalist Gert Scobel zeigt in seinem so gedankenreichen wie anregend-unterhaltsamen Buch, dass es sich lohnt, zwischen den Stühlen zu sitzen. Er gibt uns die entscheidenden Mittel an die Hand, um uns in der Fülle der Theorien, der Bücher und Meinungen zurecht zu finden. Mit seiner Hilfe gelingt es, der Fliege Auswege aus ihrem Glasgefängnis zu zeigen.

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  • Rezension zu "Der Ausweg aus dem Fliegenglas" von Gert Scobel

    Der Ausweg aus dem Fliegenglas
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    06. June 2012 um 08:42

    Der Jesuitenschüler und bekannte Fernsehjournalist Gert Scobel zählt mit seinen intellektuellen, aber immer verständlichen Sendungen insbesondere auf 3 sat zu den meiner Meinung nach wichtigsten Intellektuellen und Denkern in diesem Land. Selten nimmt er ein Blatt vor den Mund und bekennt sich nicht nur offen zu dem wichtigen Stellenwert der Kultur in einer zunehmend verflachenden Medienlandschaft, sondern immer wieder auch zu seinem kritischen Glauben, den er mit Argumenten der Vernunft und der Aufklärung vertritt. In dem hier vorliegenden Buch hat er das auf über 400 Seiten getan und damit ein wohl lange schon geplantes Projekt zum Abschluss gebracht. „Wie wir Glauben und Vernunft in Einklang bringen können“ ist sein Thema, zu dem auch andere Theologen und Philosophen in den vergangenen Jahren wichtige Beiträge geleistet haben. Die umstrittene Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI. und etliche Beiträge von Jürgen Habermass seit 2001 gingen in diese Richtung. Viele Menschen, so Scobel, denken, Glaube und Vernunft seien entgegen gesetzte Welten, zwischen denen es keine Aussöhnung gibt. Doch Scobel kann auf anspruchsvolle und dennoch immer unterhaltsame Weise nachweisen, dass viele der bekannten Konflikte zwischen der Wissenschaft und der Religion auf falschen Annahmen oder auf Missverständnissen beruhen. Und so, sagt er, gleichen wir Menschen nicht selten einer Fliege, die im Glas gefangen ist: „Da sie die durchsichtige Wand nicht sieht, fliegt sie bis zu Ermattung immer wieder gegen dieselbe Stelle.“ Aus diesem Dilemma will Scobel Ausweg zeigen und tatsächlich gelingt es ihm auf eine Erkenntnis bringende und vergnügliche Art, dennoch immer mit hohem Anspruch, alte und grundlegende Konflikte im Streit Gott, Glauben und Vernunft anzusprechen und sie zu lösen. Allen Menschen, die mit den alten Fragen noch nicht fertig sind, die sich noch abmühen mit ihrem Glauben, kann ich dieses wirklich schwergewichtige Buch nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Der Ausweg aus dem Fliegenglas" von Gert Scobel

    Der Ausweg aus dem Fliegenglas
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. October 2011 um 16:37

    Zwei Welten prallen aufeinander Gert Scobel, studierter Philosoph und Theologe, ist durch seine Sendung scobel in Deutschland sehr bekannt geworden. Er unterhält sich in dieser Sendung mit Wissenschaftlern und bekannten Persönlichkeiten zu verschiedenen Themen, die jedoch immer einen Aktualitätsbezug aufweisen und perfekt in die heute Zeit passen. Und genauso ist es auch bei diesem Buch! Im Zeitalter der Globalisierung und der fortschreitenden Wissenschaften zeichnet sich in der Gesellschaft immer deutlicher ein Bild ab: die Unvereinbarkeit von Glaube und Vernunft, Religion und Wissenschaft, Gott und Urknall, Schöpfung und Evolution. Doch sind Glaube und Vernunft wirklich unvereinbar? Nein, sagt Gert Scobel und sagt weiter, dass die Vorstellung der Unvereinbarkeit ganz einfach auf Fehlannahmen beruht. Und genau dies vergleicht er mit der Situation der Fliege, die im Glas gefangen ist: da sie die durchsichtige Wand nicht sieht, fliegt sie bis zur Ermattung immer wieder gegen dieselbe Stelle. Anhand vieler Hilfsmittel zeigt er uns, wie wir Glaube und Vernunft vereinen können – oder weiter metaphorisch gesprochen: wie wir die Fliege aus dem Glas helfen können. „Der Ausweg aus dem Fliegenglas“ ist aber nicht nur Hilfestellung, sondern auch Anweisung, denn Scobel macht deutlich, dass wir die alten Probleme und Konflikte begraben müssen, um erfolgreich an der Lösung von neuen (interdisziplinären) Problemen zu arbeiten. So lassen sich viele Erkenntnisse aus dem Buch ziehen! Das in zwei Teile untergliederte Buch – der erste Teil heißt Vernunft, der zweite Glauben – lässt sich vorzüglich in kleinen Etappen lesen, wozu ich dringend rate, da es sich keinesfalls in einem Zug runterlesen lässt, denn das vorgestellte Material ist unheimlich umfangreich und trotz der wunderbaren Vorstellung und Erläuterung nicht leicht zu verdauen. Aber dennoch lohnt sich jede einzelne investierte Minute. Gert Scobel schreibt sehr schön, wenn auch schnörkelig und teilweise sehr abschweifend, sodass oft sehr lange und überladene Sätze entstehen, die man dann auch zweimal lesen muss, um wirklich dahinter zu kommen, was Scobel dem Leser mitteilen will. Auch eine leichte Spannung wird dadurch erzeugt, dass der Leser wissen will, was Scobel zur Vernunft und zum Glauben sagt. Insgesamt ist „Der Ausweg aus dem Fliegenglas“ ein sehr gelungenes, wenn auch teils anstrengendes Buch, das den Versuch, Vernunft und Glaube endlich zu vereinen, darstellt. Scobel gehört zweifelsohne zu den großen Intellektuellen und zeigt, dass wir das aufgeben müssen, woran wir so lange geglaubt haben: die Unvereinbarkeit von Vernunft und Glauben!

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