Gert Ueding

 4,1 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor*in von Herbarium, giftgrün, Utopisches Grenzland: Über Karl May und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Gert Ueding, geboren 1942, lehrt Rhetorik an der Universität Tübingen. Er ist Herausgeber u. a. folgender Bücher im Insel Verlag: Deutsche Reden von Luther bis zur Gegenwart (1999) Tübingen. Ein Städte-Lesebuch (it 1246) Adolph Freiherr von Knigge: Über den Umgang mit Menschen (it 2771)

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Gert Ueding

Cover des Buches Utopisches Grenzland: Über Karl May (ISBN: 9783863510299)

Utopisches Grenzland: Über Karl May

(2)
Erschienen am 27.02.2012
Cover des Buches Grundriß der Rhetorik (ISBN: 9783476024107)

Grundriß der Rhetorik

(2)
Erschienen am 18.07.2011
Cover des Buches Herbarium, giftgrün (ISBN: 9783520753014)

Herbarium, giftgrün

(2)
Erschienen am 22.03.2021
Cover des Buches Bloch, Jens und Mayer (ISBN: 9783520753038)

Bloch, Jens und Mayer

(1)
Erschienen am 06.03.2024
Cover des Buches Rhetorik des Schreibens (ISBN: 9783895471025)

Rhetorik des Schreibens

(1)
Erschienen am 01.02.1996
Cover des Buches Tübingen (ISBN: 9783458329466)

Tübingen

(1)
Erschienen am 19.04.2007
Cover des Buches Klassische Rhetorik (ISBN: 9783406390005)

Klassische Rhetorik

(0)
Erschienen am 01.02.2000

Neue Rezensionen zu Gert Ueding

Cover des Buches Über den Umgang mit Menschen (ISBN: 9783868209310)
mxchellex678s avatar

Rezension zu "Über den Umgang mit Menschen" von Adolph Freiherr von von Knigge

mxchellex678
🧠 Zeitlose Gedanken über den Umgang mit Menschen

Zu Beginn muss ich sagen, dass ich nur etwa 33 % dieses Buches gelesen habe – nämlich den ersten Teil. Der zweite Teil wird deutlich spezifischer und geht auf verschiedene Menschengruppen ein, was mir thematisch etwas zu viel wurde. Ich habe aber gemerkt, dass dieses Buch eigentlich nicht dafür gemacht ist, schnell gelesen zu werden. Ich denke, man sollte es eher Stück für Stück lesen und sich Zeit nehmen, um die Gedanken wirklich aufzunehmen.

Der Grund, warum ich dieses Buch überhaupt angefangen habe, war zunächst ein ganz anderer: Ich liebe diese Schmuckausgaben des Verlags und wollte mich einfach ein bisschen durch die Reihe lesen. Knigge war für mich allerdings kein komplett neues Thema, weil ich während meiner Zeit bei der Bank bereits Berührung damit hatte. Dort gab es sogar einen Kurs, der sich auf seine Ideen zum gesellschaftlichen Umgang stützt.

Der Einstieg in den Text war wegen der alten Sprache zunächst etwas schwierig. Doch nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich daran und versteht den Inhalt immer besser. Besonders überrascht hat mich, wie modern viele Gedanken trotzdem wirken. Obwohl das Buch sehr alt ist, lassen sich viele Aussagen erstaunlich gut auf heutige Situationen übertragen.

Was mich am meisten beeindruckt hat, war die enorme Reflektiertheit des Autors. Ich hatte selten das Gefühl, jemanden zu lesen, der so differenziert über menschliches Verhalten und zwischenmenschliche Beziehungen nachdenkt. Viele seiner Gedanken haben mich sogar dazu gebracht, über mein eigenes Verhalten und Situationen aus meinem Leben nachzudenken. Einige Passagen konnte ich direkt auf persönliche Erfahrungen übertragen.

Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass es eigentlich kein Buch ist, das man einfach „wegliest“. Genau das habe ich aber getan – und deshalb habe ich wahrscheinlich nicht alles so intensiv aufgenommen, wie es möglich gewesen wäre. Ich könnte mir gut vorstellen, das Buch irgendwann noch einmal langsamer und bewusster zu lesen.

Trotzdem finde ich, dass man auch heute noch viel daraus lernen kann. Gerade wenn es um zwischenmenschlichen Umgang, Respekt und Reflexion über das eigene Verhalten geht, hat dieses Buch erstaunlich viel Relevanz.

Cover des Buches Herbarium, giftgrün (ISBN: 9783520753014)
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Rezension zu "Herbarium, giftgrün" von Gert Ueding

aus-erlesen
Frisch gepresst und nicht nur hübsch anzusehen

Nur ein kleiner Zettel. Es ist nur ein kleiner Zettel, der dem Maler Max Kersting bei einem Uni-Empfang vom Rektor zugesteckt wird. Etwa in der Art wie man ihn tausendfach schon geschrieben hat. Milch – Butter – Käse. Oder der Friseurtermin. 

Irgendwas mit einem Herbarium sidereum, das himmlische Kräuterbuch. Und eine Zeitangabe, F20. Freitag, 20 Uhr vielleicht? Ob er, der Maler, etwas damit anfangen könne, fragt ihn der Rektor und überlässt dem verblüfften Ex-Akademiker gönnerhaft das beschriebene Blatt Papier. Klingt jetzt nicht nach dem spannendsten Krimianfang aller Zeiten. Doch der Schein trügt. Das wird sich auf den kommenden dreihundert Seiten gewaltig ändern! 

Max Kersting ist angefixt. Irgendwas – wenn er doch um Himmels Willen nur wüsste was! – fesselt ihn an dieser Notiz. Er weiß, dass er eine Verbindung herstellen kann. Ihm fehlt nur der Anfang. Es hat etwas zu tun mit dem, was vor ein paar Monaten in der Uni passiert ist. Eine Studentin, Germanistik, wurde ermordet. Sie war eine enthusiastische Studentin. Und das, obwohl Sprachwissenschaft wirklich nur für penible Geister einen echten Thrill darstellt. Und ausgerechnet er, der Maler, der Freigeist, der jedoch auch den Philosophen sehr zugetan ist, soll nun dem Geheimnis auf den Grund gehen und Licht ins Dunkel bringen? Dafür ist doch die Polizei, in Person von Kommissar Neunzig, zuständig. Doch die tappen noch unsicherer im Dunkeln als der wissbegierige Maler. 

Als dann auch noch eine weitere Leiche auftaucht, ist jeder Zweifel ob der Eingangszene weggewischt. Gert Ueding führt den Leser ganz sanft in eine Welt ein, die nicht jedermanns Geschmack sein dürfte. Das elitäre Umfeld gibt sich nicht mit schnödem Mord ab. Hier stichelt man gekonnter. Sollte man meinen. Doch auch wer täglich Synapsen klingeln lässt, kann durchaus auch die Muskeln spielen lassen. 

Wie ein leises Laubrascheln hört man das Unheil sich heranschleichen. Wenn man unter dem Laubberg begraben ist, ist es zu spät. Man ist gefesselt von der Wortvielfalt des Autors und will nur noch eines: Endlich den Täter enttarnen! Das bedeutet aber auch, dass man am Ende des Buches angelangt ist und der ganze Lesespaß ein Ende gefunden haben wird. Das nennt man dann wohl die zwei Seiten einer Medaille. 

In „Herbarium, giftgrün“ ist jede Person, jeder Satz, jedes Wort sorgsam gewählt. Nichts wird dem Zufall überlassen, schon gar nicht Kommissar Zufall. Ist man sich dessen von vornherein bewusst, liest sich dieser Krimi wie eine Mischung aus einem Schmöker, einer verzwickten Kriminalgeschichte, Milieustudie und einem Ausflug in die Welt der Philosophie und Philologie. Spannung bei jedem Umblättern! 


Rezension zu "Knigge, Über den Umgang mit Menschen" von Adolph Frhr. von Knigge

Besitze eine alte Ausgabe (ca. 1900). Seit damals dürfte sich im Inhalt kaum etwas geändert haben.
Das Buch beschreibt, wie im Titel steht, den Umgang mit Menschen.
Menschen die eine gute Erziehung genossen haben, werden darin zwar wenig neues finden, aber womöglich erfahren, warum man dies und jenes nicht tun sollte bzw. aus welchem Grund man etwas tut. Man zieht für sich seine Rückschlüsse auf die eigene Moral und erkennt, dass dieses Buch, in unserer heutigen Zeit, in der es viel zu viele Menschen mit äußerst schlechtem Betragen gibt, immer noch aktuell ist und auch einen höchst pädagogischen Wert hat. Sei es für Groß oder Klein.

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