Gert Westphal

 4,1 Sterne bei 114 Bewertungen

Lebenslauf von Gert Westphal

Gert Westphal, geboren 1920 in Dresden, arbeitete als Schauspieler, Sprecher sowie als Theater- und Opernregisseur. Für seine Rundfunklesungen der Werke von Theodor Fontane, Johann Wolfgang von Goethe und Thomas Mann erhielt er den Deutschen Schallplattenpreis und wurde von der ZEIT zum »König der Vorleser« gekürt. Er starb 2002 in Zürich.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Gert Westphal

Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783867176125)

Schachnovelle

 (33)
Erschienen am 17.06.2010
Cover des Buches Doktor Schiwago (ISBN: 9783844518184)

Doktor Schiwago

 (7)
Erschienen am 08.12.2014
Cover des Buches Das Schloß (ISBN: 9783898135818)

Das Schloß

 (5)
Erschienen am 01.11.2006
Cover des Buches Die Leiden des jungen Werthers (ISBN: 9783844522556)

Die Leiden des jungen Werthers

 (4)
Erschienen am 21.12.2015
Cover des Buches Die Elenden / Les Misérables (ISBN: 9783862313273)

Die Elenden / Les Misérables

 (3)
Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches Der Fall Maurizius (ISBN: 9783784440323)

Der Fall Maurizius

 (2)
Erschienen am 01.08.2004
Cover des Buches Lew N. Tolstoi - Frühe Erzählungen (ISBN: 9783867352536)

Lew N. Tolstoi - Frühe Erzählungen

 (2)
Erschienen am 29.08.2007

Neue Rezensionen zu Gert Westphal

Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783867176125)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Schachnovelle" von Stefan Zweig

‚In dieser äußersten Not ereignete sich nun etwas Unvorhergesehenes, was Rettung bot'
sabatayn76vor 4 Tagen

‚In dieser äußersten Not ereignete sich nun etwas Unvorhergesehenes, was Rettung bot, Rettung zum mindesten für eine gewisse Zeit.‘ (Track 12)

Auf einem Passierdampfer von New York nach Buenos Aires befindet sich der Schachweltmeister Mirko Czentovic, der (sonst eher plump und geistig wenig agil wirkend) seit seiner Jugend durch herausragende Fähigkeiten beim Schachspiel besticht. Der Ich-Erzähler möchte mit Czentovic in Kontakt treten und versucht, ihn durch Schachspielen mit Mitpassagieren auf sich aufmerksam zu machen.

Auch der wohlhabende Tiefbauingenieur McConnor ist Passagier auf dem Schiff, und ihm ist eine Partie mit dem Schachweltmeisters einiges wert.

Nach einer ersten Partie, in der Czentovic gegen alle Anwesenden spielt und gewinnt, mischt sich beim zweiten Spiel ein Fremder ein, der McConnor gute Ratschläge gibt, so dass die bereits verloren geglaubte Partie in Remis endet. Ein weiteres Spiel lehnt Dr. B., wie sich der Fremde nennt, rigoros ab, was das Interesse des Ich-Erzählers weckt. Und schließlich erzählt Dr. B. dem Ich-Erzähler seine Geschichte.

Ich habe ‚Schachnovelle‘ vor etwa 20 Jahren gelesen und war damals sehr begeistert von der Geschichte. Manchmal ist es so, dass man das gleiche Buch nach Jahren oder Jahrzehnten nochmals liest und nicht recht versteht, warum man es damals so gelungen fand. Hier ist das definitiv nicht so: Beim Hören der ‚Schachnovelle‘ war ich genauso fasziniert und habe die Geschichte genauso gebannt verfolgt wie beim ersten Mal.

‚Schachnovelle‘ ist grandios erzählt, beeindruckend schlicht und doch faszinierend komplex. Die Geschichte, die auf so wenigen Seiten erzählt wird, ist extrem spannend und meiner Meinung nach ist ‚Schachnovelle‘ eines der besten Bücher überhaupt.

Christoph Maria Herbst liest das Buch durchweg überzeugend und schafft es, die passende Stimmung aufzubauen, so dass das Hörbuch eine gelungene Mischung aus anspruchsvoller Sprache, fesselndem Inhalt und gelungener Lesung ist.

Als Kind habe ich viel Schach gespielt, und ich mag schon immer Geschichten, die sich um das Spiel der Könige ranken bzw. in denen Schach eine mehr oder weniger zentrale Rolle spielt. Mit dem Spielen habe ich irgendwann aufgehört, doch nach dem Anhören des Hörbuchs habe ich direkt wieder mit Schachspielen begonnen. Eine echte Inspiration also!

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Cover des Buches Die große Hörspiel-Box (ISBN: 9783742414793)PoldisHoerspielseites avatar

Rezension zu "Die große Hörspiel-Box" von Stanislaw Lem

Stanislaw Lem – Die große Hörspiel-Box
PoldisHoerspielseitevor 2 Monaten

 Es ist eine Fehllieferung, die der Schriftsteller Tom Clempner an einem gewöhnlichen Tag erhält: Ein Roboter ist in der gut verschlossenen Kiste enthalten. Dieser stellt sich als Graumer vor und kündigt an, von nun an unverzichtbar für Tom zu sein und macht zugleich einige sinnvolle Vorschläge. Und da der Absender nicht ermittelbar ist, bleibt Graumer vorerst und macht sich zugleich nützlich. Doch schon bald bekommt Tom mehr und mehr Angst vor seinem Gehilfen… („Der getreue Roboter“)

Stanislaw Lem gilt als einer der bekanntesten und meist übersetzten polnischen Schriftsteller und hat sich seinen Werken insbesondere dem Genre der Science-Fiction gewidmet, welche er auf viele unterschiedliche Arten umgesetzt hat. Über die Jahre haben unterschiedliche Radiostationen auch Hörspiele nach seinen Geschichten produziert, acht davon hat der Audio Verlag nun zusammengestellt und in einer gemeinsamen Box veröffentlicht. Hier bekommt man einen kurzen, aber dennoch sehr überzeugenden Überblick über sein Werk, was dank abwechslungsreicher Themen und Szenarien viele unterschiedliche Stimmungen zulässt. Dabei geht es oft um das Zusammenspiel von Technik oder künstlicher Intelligenz, beispielsweise in der oben beschriebenen Geschichte „Der getreue Roboter“, aber auch in „Schichttorte“, in der es um eine Gerichtsverhandlung um ein Unternehmen geht, welches künstliche Ersatzteile für Menschen herstellt. Aber auch die Forschung von Menschen an der Grenze des Moralischen, klassische Raumfahrergeschichten oder den Kampf um die Thronfolge in einem futuristischen Reich kommen hier vor. Doch dabei wird nie lediglich eine spannende Geschichte erzählt, es geht vielmehr und gesellschaftliche Fragen und philosophische Herausforderungen. Das wirkt nie wie mit dem erhobenen Zeigefinger oder einer Fortschrittsaversion, zeigt aber die Folgen von allzu zügelloser Nutzung von Technik an und plädiert für Grenzen. Ich mag die meist eher ruhige Erzählweise, in der immer nur wenige Menschen im Fokus stehen, deren Beziehungen und Entwicklungen dafür umso näher beleuchtet werden. Nicht immer dynamisch oder packend, sondern einen ersteren, aber ebenso gelungenen Ansatz verfolgend. Acht Produktionen aus dem Laufe vieler Jahre, sodass es immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Bei den Sprechern gibt es eine ebenso umfassende Auswahl, insgesamt sind diese aber sehr überzeugend und erwecken ihre Rollen zum Leben. So ist Martin Held der Sprecher der einzigen Lesung der Bo. In „Die lmyphatersche Formel“ spricht er einem hochbegabten Wissenschaftler, der langsam dem Wahnsinn verfällt, was sehr intensiv und markant geschehen ist – eine sehr gelungene Leistung. Hans Peter Hallwachs ist in „Solaris“ als Kris Kelvin zu hören und gestaltet diese Rolle sehr dynamisch und vielseitig, sodass die Handlung und der Spannungsbogen sehr gut zur Geltung kommen. Karl-Michael Vogler ist in „Rückkehr zur Erde“ als Hal Bregg zu hören und gestaltet die sich aufbauende Gefühlslage des Raumfahrers sehr markant und vielseitig, wobei er den Handlungsbogen greifbar wirken lässt. Weitere der vielen Spreche sind Gert Westphal, Felix von Manteuffel und Dieter Wien.

Durch die verschiedenen Sendeanstalten, Regisseure und Produktionsjahre kann eine einheitliche Linie bei der akustischen Umsetzung nicht ausgemacht werden, allesamt sind aber mit viel Sorgfalt produziert. Und so bekommt man auch gleich einen interessanten Überblick über das Medium Hörspiel im Laufe der Jahre – die älteste Produktion stammt aus dem Jahr 1973, das jüngste aus 2018. Der Klang ist jedoch durchgängig klar und ohne störende Nebengeräusche, sodass anscheinend eine überzeugende digitale Überarbeitung stattgefunden hat.

Das Design des Covers gefällt mir sehr gut, eine überzeugende Mischung aus Futurismus und Nostalgie wird durch die klaren Formen und die kräftigen Farben erzeugt. Untergebracht sind die acht CDs jeweils in einfachen, dünnen Plastikhüllen, die wiederum in einer dicken und stabilen, aber auch etwas überdimensionierten Pappbox stecken. Auch ein Booklet liegt bei, welches nicht nur eine kurze Biografie des Autors samt Fotografie enthält, sondern auch Infos, Einleitungstexte und Mitwirkende zu den Produktionen.

Fazit: Eine sehr vielseitige Box mit acht Geschichten von Stanislaw Lem aus unterschiedlichen Strömungen des Science-Fiction, aber immer mit Anspruch und einer Aussage. Dabei stehen nicht nur die sehr gut erdachten Situationen im Vordergrund, sondern immer auch die Menschen und ihre Entwicklung, ihr Umgang mit den Herausforderungen. Die unterschiedlichen Produktionsjahre aus den letzten Jahrzehnten erlauben zudem noch eine Reise durch die Entwicklung des Mediums. Sehr lohnenswert!   

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Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783867176125)R

Rezension zu "Schachnovelle" von Stefan Zweig

mitreissend - zähflüssig - überraschende Quintessenz
RayTay65vor 2 Monaten

mitreissend - zähflüssig - überraschende Quintessenz

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