Gertraud Klemm Herzmilch

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Inhaltsangabe zu „Herzmilch“ von Gertraud Klemm

In einem großen Haus voller Kinder wächst ein Mädchen auf wie alle anderen; statt für Puppen interessiert sie sich für Wasserkäfer, und dass im Fernsehen immer nur Männer kochen, irritiert sie. Sie wird allmählich erwachsen – Diätwahn, sexuelle Eskapaden, Zorn, Sehnsucht, Orientierungslosigkeit und Selbstzweifel inbegriffen. Sie lässt sich treiben, von Schule zu Uni zu Arbeitsplatz, von Beziehung zu Beziehung – immer auf der Suche nach ihrer Bestimmung 'als Frau', hinter der sie dumpf die Mutterschaft vermutet (und befürchtet): Alle Welt scheint nichts anderes im Kopf zu haben als sich fortzupflanzen. Aber so viel Unentschlossenheit geht nicht allzu lange gut. Gertraud Klemms Debüt bei Droschl ist ein vor Lebendigkeit sprudelnder Roman mit wachem, klarem Blick auf alte und neue Geschlechterrollen. Sein Witz und sein Humor übertönen aber nie den Ernst der Lage – nämlich die Trägheit der Verhältnisse, den Druck der inneren Zwänge und Neurosen und die Aussichtslosigkeit, wenn alles anders läuft als geplant … Mit Herzmilch ist Gertraud Klemm ein Romanerstling gelungen, der ein altes und immer gleich heißes Eisen originell, schonungslos und temperamentvoll anpackt und neu formuliert.

Ein Buch, das vor allem wohl Frauen meiner Generation aus der Seele spricht - zerrissen zwischen Kinderwunsch und Karriereglück, was will ?

— Mrs_Nanny_Ogg
Mrs_Nanny_Ogg

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  • Lebensgeschichte einer Frau

    Herzmilch
    taigala

    taigala

    11. October 2015 um 20:19

    Ähnlich zu dem Kinder/Jugend/Abenteuerroman von Henschel verfolrgen wir das Leben einer Frau durch die verschiedenen Lebensjahre. Abwechslungsreich geschrieben, kritisch der Gesellschaft gegenüber, teils schreckhaft. So richtig warm wurde ich mit der Figur nicht, mag daran liegen, dass sie in einer anderen Zeit lebt, ich mich nicht gut identifizieren (und auch nicht in dieses andere einleben) konnte.

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  • Was wollen Frauen wirklich?

    Herzmilch
    Mrs_Nanny_Ogg

    Mrs_Nanny_Ogg

    27. December 2014 um 15:21

    Die Icherzählerin wächst in einem Haus voller Familie auf und doch - ist das Familie? Ist das der Ort, an dem man sich geborgen fühlen kann und will? Auf jedenfall ist es ein Ort, an dem die Frauen nicht nur Mütter sind, sondern einer bezahlten Arbeit nachgehen. Dies wird auch - unausgesprochen - von der Icherzählerin erwartet, also studiert sie, was sie schon immer interessiert hat: Biologie - das geheime Leben der Insekten. Wie es ihr in der Universität ergeht, können vielleicht nur Frauen meiner Generation verstehen - oder bitte, ist das IMMER noch so? Man ist hin- und hergerissen zwischen Karrierewunsch und Kinderglück, zwischen der Rolle als Assistentin des Professors, der dann doch nur auf die Milchdrüsen schielt, und der als anerkannter Wissenschaftlerin. Emanze? Man will doch keine kurzhaarige, graue Emanze sein, die lauthals nach ihren Rechten brüllt und sich damit jeder ernsthaften Diskussion verschließt. Man will als Frau einfach Frau sein, Mensch eben, mit den gleichen Rechten wie alle, warum ist das denn so schwierig, warum muss man sich immer für ein Rollenmodell entscheiden? All diese Gedanken beschreibt Gertraud Klemm (fast mein Jahrgang) auf leichte und poetische, nachdenkliche und doch aufrührerische Weise mit Hilfe ihrer Protagonistin. Ein Buch, das doch einen Keim pflanzt! Aber kein Buch für Emanzen....

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