Fremde Erde ist eine leise, aber eindringliche Sammlung von Kurzgeschichten über bengalische Auswanderer und ihre Kinder. Jhumpa Lahiri beobachtet Familien, Beziehungen und innere Konflikte mit einer Präzision, die fast schmerzhaft ist – ohne Pathos, dafür aber mit vielen kleinen Momenten, die nachhallen.
Besonders stark fand ich, wie sie das Dazwischensein der zweiten Generation einfängt: beruflich erfolgreich, aber emotional oft heimatlos, hin- und hergerissen zwischen Tradition und neuer Welt. Einige Geschichten haben mich wirklich berührt.
Das Tempo ist sehr ruhig und wer viel Handlung braucht, wird vielleicht nicht so glücklich. Für mich trotzdem ein starkes, emotionales Buch, das ich gerade wegen seiner leisen Tragik empfehlen würde.
Gertraude Krueger
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Quelle: Verlag / vlb
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Neue Rezensionen zu Gertraude Krueger
Ein weiterer Krimi aus dem Hause Diogenes. Diesmal aber mit etwas mehr Pfeffer und nicht so cosy.
Privatdetektivin Tamara Hayle ermittelt in der US-amerikanischen Stadt Newark. Die Afroamerikanerin war früher bei der Polizei, schied selbsterwählt aus dem Polizeidienst aus, denn einige Praktiken in der Polizei die Rassenfrage und die Geschlechtergleichbehandlung betreffend, fanden nicht die Zustimmung der toughen Polizistin. So wurde sie zur Privatdetektivin und bezog ihr eigenes Büro.
Dieser kurzen Beschreibung kann man ja entnehmen, dass sich dieser Krimi nicht nur mit dem Kriminalfall befasst, sondern dass dieses Buch auch interessante und kritische Fragen zur Situation in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Der Fall hat es aber auch in sich und Tamara Hayle sticht bei den Ermittlungen zu einem Todesfall in ihrer eigenen früheren Umgebung in ein Wespennest. Intensiv erzählt die Autorin Valerie Wilson Wesley von den dunklen Dingen in uns und erzeugt damit einen soliden und recht scharf gewürzten Kriminalfall.
Lesenswert, spannend, interessante Crew und perfekte Umgebung mit einer kritischen Note. Ein gelungenes Buch!
Für Tamara Hayle der dritte Fall, für mich eine Erstbekanntschaff mit der schwarzen Ermittlerin aus Newark.
Der Vorliegende Roman ist (wenn ich richtig recherchiert habe) bereits 1999 erstmalig bei Diogenes herausgekommen.
Der Leser verfolgt hier die Ermittlung der taffen Ermittlerin, die herausbekommen soll, wer Shawn Rayond, den Sohn von Bessie Raymond erschossen hat.
Die Polizei hat den Täter, der Shawn vor seinem Haus mitten ins Herz geschossen hat, bislang nicht dingfest machen können; und tatsächlich haben sie auch nur begrennztes Interesse daran, herauszufinden, wer da einen schwarzen Drogendealer erschossen hat. Doch seine Mutter kann keine Ruhe finden, bevor sie nicht sicher weiß, wer ihren Sohn getötet hat. Sie bietet Hayle all ihr Erspartes an - beileibe nicht viel - damit diese den Mörder findet. Hayle nimmt an und gerät in Verstrickungen, die sie bald mehr als nur persönlich berühren.
Mehr darf zur Handlung nicht verraten werden - schließlich soll hier ein Mörder gefasst werden, der erst spät in der Geschichte entlarvt wird.
Ich war hinundhergerissen, von dem Buch; eigentlich genau mein Beuteschema: Newark, ein Schwarzenviertel, weiße, korrupte Polizisten, Armut, Sex, Drogen und Verbrechen sowie eine Ermittlerin, die selbst immer gerade so über die Runden kommt und in einem eher ärmlichen Büro ihre Ein-Mann, nein, ihre Ein-Frau Detektei führt.
Das ist genau die Kulisse und der Plot, in der sich die alten und neuen Hardboiled Detektive in den Romanen von Chandler, Hammett und Lehane bewegen.
Doch leider konnte die Autorin bzw. Hayle mich nicht ganz überzeugen; der Schreibstil nicht ganz so flüssig, die Charaktere teils etwas farblos, das Vorgehen der Ermittlerin etwas lasch und zum Teil doch etwas zu träge. Nichtsdestotrotz hat mich das ganze Setting insoweit eingefangen, dass ich mich sicherlich auch noch auf weitere Fälle von Tamara Hayle einlassen möchte; günstigenfalls beginnend bei dem ersten Fall, da doch immer wieder auch auf die Vergangenheit eingegangen wird - vielleicht wird das Gesamtbild dann etwas runder. Und zum Ende hat das Buch dann doch auch noch etwas an Fahrt zugelegt und hat am Ende noch die ein oder andere Wendung gezeigt.
Von mir bekommt es 3,5 von 5 bzw. 7 von 10 Sternen. Und obwohl ich schon spannendere Detektiv-Storrys gelesen habe, ist es ganz sicher kein Buch, das sich nicht zu lesen lohnt.
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