Gertrud Lehnert

 3.6 Sterne bei 14 Bewertungen
Gertrud Lehnert

Lebenslauf von Gertrud Lehnert

Gertrud Lehnert wurde 1956 geboren. Sie studierte in Bonn und Paris. Mittlerweile lebt sie als freie Autorin, Publizistin und Universitätsdozentin in Berlin. Des weiteren ist Lehnert Vorsitzende der Bücherfrauen e.V.

Alle Bücher von Gertrud Lehnert

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DuMont Schnellkurs Mode

DuMont Schnellkurs Mode

 (6)
Erschienen am 18.09.2008
Coco Chanel und Elsa Schiaparelli

Coco Chanel und Elsa Schiaparelli

 (3)
Erschienen am 15.09.2015
Frauen mit Stil

Frauen mit Stil

 (1)
Erschienen am 13.11.2017
Herzanker

Herzanker

 (1)
Erschienen am 20.04.2011
Wir werden immer schöner

Wir werden immer schöner

 (1)
Erschienen am 01.09.2002
Modetheorie

Modetheorie

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Erschienen am 01.05.2014
Räume und Lebensstile im 18. Jahrhundert

Räume und Lebensstile im 18. Jahrhundert

 (0)
Erschienen am 02.01.2014

Neue Rezensionen zu Gertrud Lehnert

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Coco Chanel und Elsa Schiaparelli" von Gertrud Lehnert

Zwei Modeschöpferinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten
Bellis-Perennisvor einem Jahr

"Mode ist ein Geschäfte und keine Kunst, und wir sind keine Genies sondern die Lieferanten" - diese Philosophie zeigt die Einstellung von Coco Chanel während ihre schärfste Rivalin Elsa Schiaparelli eine andere Meinung vertritt: "Das Entwerfen von Kleidung  ist meiner Ansicht nach kein Handwerk sondern Kunst". (S. 89)


Genau diesen Gegensatz beleuchtet dieses Buch. Doch bei allen Unterschieden haben die beiden Frauen einiges gemeinsam: Beide entwerfen außergewöhnlich Modelle samt Accessoires, beide sind ungemein geschäftstüchtig  und machen aus ihrer Herkunft einen Mythos.


Ist es bei Coco Chanel die Geschichte mit dem Waisenhaus und Kloster, so pflegt Elsa den Ausbruch aus einem reichen gebildeten Elternhaus.
Interessant ist, dass beide im selben Künstlerkreis verkehren (Salvatore Dali, Jean Cocteau etc.)


Schön werden die Modestile gegenüber gestellt: Hier die geradlinige beinahe asketische Schnittführung von Chanel, dort das opulente von Schiap.


Bei Chanel muss "die richtige Trägerin das richtige Kleid inszenieren"  während Elsas Creationen nicht von jeder Frau getragen werden. (S.111) kann.
Witzig ist, dass Schiap die (derzeit aktuelle) Mode mit den künstlichen Löcher bereits vorweggenommen hat. 
"Alles schon einmal dagewesen" soll Rabbi Ben Akiba schon vor 2.000 Jahren gesagt haben.


In der Zwischenkriegszeit haben beide ihre Hoch-Zeit. Während Schiap Anfang der 1950 ihren Salon schließt, feiert Chanel eine Renaissance - vor allem in den USA. Stilikone ist dabei Jackie Kennedy.


Meine Meinung:


Mir hat das Buch gut gefallen. Doch hätte es ein paar Seiten mehr vertragen. Von Coco Chanel gibt es ja mehrere Biographien, von Elsa Schiaparelli nur wenige.


Das mit 144 Seiten doch recht schmal gehaltene Buch wird durch Skizzen und Fotos einiger Modelle beider Modeschöpferinnen ergänzt. Die Liste der weiterführenden Literatur macht Lust, sich mit diesem Thema eingehend zu beschäftigen.


Fazit:


Eine gelungene Gegenüberstellung von zwei Designerinnen, die mehr gemeinsam hatten als ihnen lieb war. 4 Sterne

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W

Rezension zu "Frauen mit Stil" von Gertrud Lehnert

Rezension zu "Frauen mit Stil" von Gertrud Lehnert
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

„Der Mode entkommt man nicht. Denn auch, wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“

Dieser Ausspruch des Designers und Modepapstes Karl Lagerfeld kann sehr gut über dem hier anzuzeigenden Buch der Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Gertrud Lehnert stehen. In einer mit vielen Abbildungen versehenen kulturgeschichtlichen Reise zeigt sie ihren Leserinnen (aber auch Männer können von diesem Buch so einiges lernen, nicht zuletzt über vielleicht bislang unverstandenen Bedürfnisse ihrer Frauen), dass es in den letzten drei Jahrhunderten bei der Mode immer um viel mehr ging als nur um ein schönes Kleid, das seine Trägerin hervorhob.

Sie geht, an vielen Beispielen reich illustriert, der Frage nach, warum es kulturhistorisch von Bedeutung ist, dass Frauen immer wieder verzweifelt vor ihren Kleiderschränken stehen, obwohl diese prall gefüllt sind.
Anschaulich zeigt sie, dass zur Mode nicht nur ein entsprechendes Wissen gehört, sondern auch Geschmack und das Vergnügen an der Gestaltung der eigenen Person.

Sie kommt zu dem Schluss, der mir persönlich sehr gut gefallen hat, weil ich ihn, wenn ich mich so umschaue, bei nur ganz wenigen Frauen, darunter meiner eigenen, finde: „Die Frau mit Stil wird am Ende vielleicht nicht das schönste Kleid haben , aber das sicherste Gespür für das, was zu ihr passt.“

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almas avatar

Rezension zu "Wir werden immer schöner" von Gertrud Lehnert

Rezension zu "Wir werden immer schöner" von Gertrud Lehnert
almavor 11 Jahren

Mal wieder ein typischer Fall von Papierknappheit - ein paar kluge Gedanken und dann nicht die Zeit, der Raum, die Muse das Ganze in griffigen Thesen und einer schlüssigen Beweisführung zu Ende zu bringen - bleibt in seiner Betrachtung der gegenwärtigen Veränderungen in der Lesbenwelt völlig an der Oberfläche, langweilt streckenweise und überzeugt in seinen Schlussfolgerungen nicht - Was so schön gemeint scheint ("wir werden immer schöner" hätte eine herrlich ironische Abhandlung des wilden Lesbenzirkus der letzten Jahre oder eine feministische Kampfschrift sein können) enttäuschte mich gänzlich - der Neuigkeitenfaktor am Boden, die Leselust gesellt sich daher gleich dazu und selbst schöne Bilder lassen jegliche Entwicklung vermissen - bleiben flach und werden nie ganz zu Ende formuliert - ich finde es war mehr drin und damit mehr rauszuholen.

Fazit: weder als Lesevergnügen mit Unterhaltungswert noch als halbwegs ausgegorene Tatsachenuntersuchung oder Dokumentation konnte mich Frau Lehnerts Werk überzeugen, das Thema allerdings schreit nach Bearbeitung. Weiterhin.

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