Gertrud Lehnert Frauen mit Stil

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Inhaltsangabe zu „Frauen mit Stil“ von Gertrud Lehnert

»Der Mode entkommt man nicht. Denn auch, wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.«“ Karl Lagerfeld Die Tatsache, dass Frauen nie etwas zum Anziehen haben, ist ein historischer und immer noch höchst aktueller Glücksfall. In seiner Konsequenz führte er dazu, dass in Ateliers, Nähstuben und Stoffhandlungen Couturiers, Schneiderinnen, Hutmacherinnen und Modeschöpferinnen sich den Kopf darüber zerbrachen, was der Frau auf den Leib geschneidert werden sollte. Frauen vor dem Spiegel, in der Anprobe und im Warenhaus; Näherinnen, Modistinnen und Vorführdamen in Ateliers; Damen in sportlichen Kostümen, eleganten Tageskleidern und großen Abendroben werden auf Gemälden großer Maler sichtbar und zeigen, dass es in der Mode stets um mehr ging als nur um ein schönes Kleid. Die Modespezialistin Gertrud Lehnert führt uns hinter die Kulissen und erklärt auf ebenso unterhaltsame wie fundierte Weise, warum es kulturhistorisch von Bedeutung ist, dass Frauen immer wieder verzweifelt vor ihren Kleiderschränken stehen. Mit Gemälden von Boucher, Tissot, Macke, Degas, Ingres, Caillebotte, Boldini, Gruau u.v.a.
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  • Rezension zu "Frauen mit Stil" von Gertrud Lehnert

    Frauen mit Stil
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    04. September 2012 um 11:45

    „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch, wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“ Dieser Ausspruch des Designers und Modepapstes Karl Lagerfeld kann sehr gut über dem hier anzuzeigenden Buch der Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Gertrud Lehnert stehen. In einer mit vielen Abbildungen versehenen kulturgeschichtlichen Reise zeigt sie ihren Leserinnen (aber auch Männer können von diesem Buch so einiges lernen, nicht zuletzt über vielleicht bislang unverstandenen Bedürfnisse ihrer Frauen), dass es in den letzten drei Jahrhunderten bei der Mode immer um viel mehr ging als nur um ein schönes Kleid, das seine Trägerin hervorhob. Sie geht, an vielen Beispielen reich illustriert, der Frage nach, warum es kulturhistorisch von Bedeutung ist, dass Frauen immer wieder verzweifelt vor ihren Kleiderschränken stehen, obwohl diese prall gefüllt sind. Anschaulich zeigt sie, dass zur Mode nicht nur ein entsprechendes Wissen gehört, sondern auch Geschmack und das Vergnügen an der Gestaltung der eigenen Person. Sie kommt zu dem Schluss, der mir persönlich sehr gut gefallen hat, weil ich ihn, wenn ich mich so umschaue, bei nur ganz wenigen Frauen, darunter meiner eigenen, finde: „Die Frau mit Stil wird am Ende vielleicht nicht das schönste Kleid haben , aber das sicherste Gespür für das, was zu ihr passt.“

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