Gertrud Winter Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen

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Inhaltsangabe zu „Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen“ von Gertrud Winter

Als im Hungerwinter 1947 Gertrud und ihre Zwillingsschwester Else geboren werden, stehen die Eltern, das Schifferehepaar Anna und Philipp Vowinkel, am Wendepunkt ihres Lebens: Hinter ihnen liegen Schicksalsschläge, Armut, zwei Weltkriege. Die Ära des Wirtschaftswunders bricht an - ihre Kinder, mit denen sie an Bord eines Rheinschiffs leben, sollten es einmal besser haben. Stets begleitet von Philipps skurrilem Humor ist die Familie jedoch unerwarteten Strömungen und überraschenden Untiefen ausgesetzt. Als »Backfisch« bricht Gertrud, wie einst Anna, zu neuen Ufern auf, doch der Fluss des Lebens führt sie an ganz andere Gestade als ihre Mutter. Diese Reise durch das 20. Jahrhundert nimmt den Leser mit an die unterschiedlichsten Schauplätze: das Rheinschiff in Kriegs- und Friedenszeiten, die Dorf-»Idylle« der 50er-Jahre, ein bigottes katholisches Mädchenwohnheim, ein glamouröser Couture-Salon in den 60ern, eine großstädtische Studenten-WG um 1970… Ein facettenreiches und sehr persönliches Panorama deutscher Zeitgeschichte.

"Ein Buch voller Zeitgeschichte, dem Leben mit dem Rhein – aber auch die Weiterentwicklung zu einer eigenen Persönlichkeit." WB Mannheim

— GertrudWinter
GertrudWinter

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  • Presseartikel Badische Neueste Nachrichten: Packendes vom harten Schifferleben

    Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen
    GertrudWinter

    GertrudWinter

    12. August 2017 um 12:55

    Museumsverein traf mit Lesung ins Schwarze Von unserer Mitarbeiterin Katja Stieb Autobiografien stehen im Ruf, oft informativ und spannend zu sein. Doch manchmal gewinnt man auch den Eindruck, dass der Autor sein Leben nur aufgeschrieben hat, um sich von einer Last zu befreien, um mit einer Geschichte abzuschließen, die Kraft gekostet und Sorgen bereitet hat. Bei der 1947 in Nierstein am Rhein geborenen Gertrud Winter ist das anders: „Nein, ich habe mein Leben aufgeschrieben, um ein Stück Geschichte zu bewahren“, sagt sie. „Für meine Kinder, meine Enkelkinder und für alle, die sich dafür interessieren. Für mich war das Schreiben kein reinigender Prozess, sondern eine sehr emotionale und wunderschöne Reise in meine Erinnerung.“ „Lebet wohl, ihr engen, staub’gen Gassen. Aus dem Leben einer Rheinschiffer- Familie“ heißt Gertrud Winters Werk, das sie am Wochenende im Knielinger Museum auf Einladung des Museumsvereins vorstellte. Dessen Vorsitzende Ute Müllerschön unterstrich, dass Lage und Ambiente des Museums perfekt zum Thema des Buches passten: „Wo könnte man den Erinnerungen eines Schifferkindes besser lauschen, als in einem Museum direkt am Rhein, das obendrein eine Schifffahrts-Ausstellung beherbergt?“, fragte sie schmunzelnd. „Wir als Verein wünschten uns im 25. Jahr unseres Bestehens eine interessante Lesung für unser Kulturprogramm: Ich denke, wir haben Dank Gertrud Winter thematisch ins Schwarze getroffen.“ Die Geschichte von Gertrud Winters Kindheit und Jugend, die sie mit ihrer Familie über weite Strecken auf einem Rheinschiff verbrachte, ist mehr als nur Autobiografie. Es ist eine Zeitreise durch Kriegs- und Friedenszeiten, liefert Schlaglichter aus der Nazi-Zeit und der Ära des deutschen Wirtschaftswunders, und entführt den Leser an unterschiedlichste Orte. Die Geschichte beginnt schon mit ihren Eltern Anna und Philipp und endet erst im Jahr 1980. Sie erzählt vom harten Leben auf einem Schiff zwischen Rotterdam und Basel, von der Möchtegern-Idylle eines Dorfs in den 1950er Jahren und dem Alltag in einer Studenten-Wohngemeinschaft um 1970. Dass Gertrud Winter ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben hat, ist ihrer Tochter Julia Arbeiter zu verdanken, dieals professionelle Sprecherin am Samstag die Lesung aus dem Werk ihrer Mutter übernahm. „Julia war es, die vor rund zehn Jahren zu mir sagte: ‚Mama ,schreib’ das doch mal auf!’“, erinnert sich Gertrud Winter. „Ich weiß noch, dass ich das zunächst irgendwie für eine verrückte Idee hielt.“ Verrückt wohl auch deshalb, weil Gertrud Winter nie gerne geschrieben hat: Sie hat eine Lese- und Rechtschreibschwäche und hatte überhaupt keine Erfahrung mit dem Computer. „Meine Tochter hat mir mit viel Geduld den Umgang damit beigebracht“,sagt Gertrud Winter. „Ich kann ihr dafür gar nicht genug danken.“ Während des Schreibens sei sie immerwieder auf Erinnerungsfragmente gestoßen, die längst verschüttet waren, und konnte in Gesprächen mit ihren dreiGeschwistern viele Lücken füllen. „Drei Jahre lang hatte ich fast täglich geschrieben“, erklärt Winter. „Dann lag das Manuskript jahrelang in der Schublade. Jetzt, da mein Leben in Buchformgebracht ist, freue ich mich über die große Resonanz.“ Die kommt nicht von ungefähr: Das Werk lebt von einer überaus lebendigen Sprache, erweist sich als fesselndes historisches Dokument und berührende Familiensaga zugleich. Gertrud Winters Buch erzählt von Aufbruch und Heimkehr, von der Notwendigkeit, neue Kapitel aufzuschlagen ohne die eigenen Wurzeln zu vergessen. Es ist eine Geschichte, die so authentisch wie packend ist. Eine, die eben nur das Leben selbst schreiben kann. AUTHENTISCH UND PACKEND: Gertrud Winter (rechts) erzählte im Knielinger Museum aus ihrer Lebensgeschichte als Spross einer Rheinschiffer-Familie. Ihre Tochter Julia Arbeiter hatte die Lesung aus dem Buch ihrer Mutter übernommen. Foto: Sandbiller

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  • Lesung in Karlsruhe am Samstag, 20.05.2017, Knielinger Museum, Hofgut Maxau

    Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen
    GertrudWinter

    GertrudWinter

    14. May 2017 um 13:55

    Ein Schifferkind erzählt …! Rheinluft schnuppern und dabei auf Zeitreise gehen - Autorin Gertrud Winter lädt ein, mit ihr Kindheits- und Jugenderinnerungen zu teilen, die sie in ihrer Autobiographie "Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen - aus dem Leben einer Rheinschiffer-Familie" festgehalten hat. Julia Arbeiter, Tochter der Autorin und ausgebildete Radio- und TV-Sprecherin, liest Auszüge aus dem Buch, die Autorin selbst führt durch die Veranstaltung und bietet anschließend die Möglichkeit zum Gespräch. Den passenden Rahmen bietet das Knielinger Museum, direkt am Rhein gelegen. Eine Besichtigung der beeindruckenden Ausstellung Rheinschifffahrt im Knielinger Museum bietet sich an und bereichert den Abend mit Wissenswertem rund um die Welt der Binnenschifffahrt. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch einen Akkordeonspieler. Die Museumsküche verwöhnt die Gäste mit kleinen Köstlichkeiten.  Eintritt Lesung EUR 5,00 - Einlass ab 17.00 Uhr   Der Knielinger Museumsverein freut sich auf Ihren Besuch.

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  • Weitere Lesungen in 2017: Nierstein, Karlsruhe, Mainz

    Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen
    GertrudWinter

    GertrudWinter

    31. January 2017 um 11:54


    Liebe Nostalgiker, historisch Interessierte, Schifffahrtsfreunde... folgende Lesungs-Termine sind schon gesetzt:
    21.04.2017 Weingut Guntrum, Nierstein
    20.05.2017 Knielinger Museum, Karlsruhe
    November 2017 Museum für Antike Schifffahrt, Mainz
    Weitere Informationen folgen hier auf der Autorenseite!

  • Presseartikel Mannheimer Wochenblatt: Aus dem Leben einer Rheinschiffer-Familie - das Leben der Gert

    Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen
    GertrudWinter

    GertrudWinter

    31. January 2017 um 11:25

    Buchtipp. Pfalz-Krimis, Bücher über die Region – das alles gibt es schon. Gertrud Winter hat nun in ihrer Autobiografie das Leben der Rheinschiffer in den Mittelpunkt gerückt. In ihrem Buch geht es um eine junge Frau – sie selbst – die einst in Nierstein geboren, auf dem Schiff großgeworden ist. Gertrud Winter pendelt auf einem Frachtschiff zwischen Rotterdam und Basel. Gemeinsam mit ihren drei Geschwistern und einem Hund lernen sie das spannende, aber auch gefährliche Lebensumfeld kennen. Später – als die Kinder schulpflichtig wurden – ziehen sie nach Ludwigshöhe. In teil unterhaltsamen, teils nachdenklichen Anekdoten taucht der Leser in das Dorfleben der 50er und 60er Jahre ein. Ein Lebensalltag geprägt von Holzofen, Plumpsklo – aber auch von neuen Errungenschaften wie Kühlschrank, Fernseher und mehr. In ihrer Autobiografie berichtet Gertrud Winter über Krieg und Frieden, Armut und Wirtschaftswunder. Vor allem ist diese Autobiografie aber auch ein Beweis dafür, dass Flügel ausbreiten und Wurzeln schlagen kein Widerspruch ist. Ein Buch voller Zeitgeschichte, dem Leben mit dem Rhein – aber auch die Weiterentwicklung zu einer eigenen Persönlichkeit. Das Buch von Gertrud Winter ist ab sofort überall im Buchhandel oder online bestellbar. (gib)   Quelle: SÜWE - Wochenblatt Ludwigshafen Süd - Nr. 1/2017

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  • Presseartikel Ludwigshafener Rundschau: Kindheit auf dem Binnenschiff

    Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen
    GertrudWinter

    GertrudWinter

    31. January 2017 um 11:14

    Sie hätte nie gedacht, dass sie mit bald 70 Jahren ein Buch veröffentlichen würde, bekannte Gertrud Winter auf dem Museumsschiff in Mannheim. „Lebet wohl, ihr engen, staub’gen Gassen“ ist die Chronik ihrer Rheinschiffer-Familie. Anfangs nur klein gedacht, ist das Buch unter Mitwirkung ihrer Geschwister immer ausführlicher geworden. Am 20. Januar 1947 kamen Gertrud und ihre Zwillingsschwester Else in Nierstein zur Welt. Die ältere Schwester Eva war vier Jahre alt; ein Bruder sollte ein Jahr später folgen. Die vom Vater geführte Argo lag festgefroren in ihrem Heimathafen. Philipp Winter entstammte einer alteingesessenen Niersteiner Familie. Als 14-jähriger Volksschulabgänger entschloss er sich 1918, der Not gehorchend, Binnenschiffer zu werden. Während der dreijährigen Lehrzeit musste er Grundkenntnisse in unterschiedlichen Handwerken erwerben, auf mehreren Schiffen anheuern und darüber ein Dienstbuch führen. Die Argo war ein Schleppkahn. Er wurde zusammen mit anderen Schleppkähnen zu einem Gespann zusammengebunden, das von einem Schleppboot gezogen wurde. Philipp befuhr mit unterschiedlicher Fracht den Rhein von Basel bis Rotterdam, manchmal auch Main, Neckar oder Mosel. Es war eine wirtschaftlich meist schwere, selten schöne Zeit, wie im Sommer 1936, als er frisch vermählt mit Anna fuhr. Anschaulich erzählt die Autorin, wie es damals war. Der wirtschaftliche und politische Hintergrund ist in knappen Sätzen eingefügt, authentisch und unbeschönigt. Philipp wurde nicht zur Wehrmacht eingezogen, weil seine Tätigkeit kriegswichtig war. Kurz vor Kriegsende wurden von den Deutschen die Brücken gesprengt und die Schiffe versenkt. Die Argo kam nur davon, weil sie das am weitesten vom Kai gelegene Schiff war und die höheren Schiffe davor sie abschirmten. Sie hatte Maschinen von Opel geladen, die dann von den Amerikanern konfisziert wurden. Gertrud Winters eigene Erinnerung setzt ein, als sie drei Jahre alt war. Vier kleine Kinder auf einem Schiff – wie kann man die davor bewahren, ins Wasser zu fallen! Eva, der Ältesten, war das einmal passiert. Ihre Zwillinge, Gertrud dunkelhaarig, Else blond, band Mutter Anna mit Gurten fest. 1950 war das erste Jahr, in dem die Rheinschifffahrt wieder normal lief, und sie nahm rasant zu. 1951 kaufte Philipp die Argo, 1959 rüstete er sie mit einem Motor und elektrischem Strom aus. Die Zeit der Schleppkähne war vorbei. Gern würde man noch mehr vom Leben auf dem Strom erfahren. Aber für die Familie war es vorbei, als die Älteste eingeschult wurde. In ein Heim für Schifferkinder wollten die Eltern ihre Sprösslinge nicht geben. Die Mutter zog in ihr Heimatdorf Ludwigshöhe; aus den Schifferkindern wurden Landratten, die der Schiffervater nur sporadisch sah. Die besondere Reinschifferchronik wird zur gewöhnlichen Familienchronik, in der die Lebenswege in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschildert werden: Schule im Dorf, Lehrer auswärts, Stelle in einem feinen Modesalon in Wiesbaden, Stationen in München und Westberlin. Alles ist authentisch und humorvoll erzählt. Die Rheinschifffahrt ist da allerdings weit entfernt.   Quelle: Ludwigshafener Rundschau Nr. 291

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  • Presseartikel Allgemeine Zeitung Landskrone: Der erste Fernseher in Ludwigshöhe

    Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen
    GertrudWinter

    GertrudWinter

    31. January 2017 um 11:08

    NIERSTEIN/LUDWIGSHÖHE. Von Ulrich Gerecke."In Ludwigshöhe gab es einen Bäcker, einen Metzger, einen Kolonialwarenladen und zwei Gaststätten." Und zwei Autos, von denen eines, ein Borgwart Lloyd LP 300, dem Volksschullehrer von Gertrud Vowinkel gehörte. Dem Mädchen und ihrer Familie – Vater Philipp, Mutter Anna und vier Kindern – ging es so schlecht allerdings auch nicht (mehr). Schließlich besaßen sie den allerersten Fernseher von Ludwigshöhe. Kein Wunder, dass das halbe Dorf im Haus der Vowinkels zuguckte, als 1953 die Krönung der Queen übertragen wurde und 1954 das "Wunder von Bern". Anschaulich, liebevoll und dennoch ungeschminkt Das Rheinhessen der Nachkriegszeit und insbesondere das Dorfleben in Nierstein und Ludwigshöhe ist schon öfters von Zeitgenossen geschildert worden. Doch selten geschah dies so anschaulich, so liebevoll und doch so ungeschminkt wie bei Gertrud Winter. 1947 in der Niersteiner Schiffergasse als zweite Tochter des Rheinschifferpaares Vowinkel geboren, hat die heute in München wohnende Rheinhessin nun ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben. "Lebet wohl, ihr engen, staub’gen Gassen" (siehe Kasten) eröffnet einen faszinierenden Blick auf eine längst vergangene Zeit und einen Mikrokosmos, über den Winter an einer Stelle, als sie mit 14 Jahren erstmals mit dem Zug zur Arbeit nach Mainz fährt, so treffend urteilt: "Spätestens jetzt merkten wir, dass sich unser kleines idyllisches Dorf, das wir bis dahin für den Nabel der Welt gehalten hatten, in Wirklichkeit am Arsch der Welt befand." In diesem unprätentiösen, hemdsärmeligen Stil steigt Winter schon lange vor ihrer Geburt in eine spannende Familiengeschichte ein. Sie erzählt von ihrem Großvater Anton, der 1888 zur Kaiserkrönung von Wilhelm II. eine Linde auf dem Niersteiner Dorfplatz pflanzte, die dem Ort heute noch seinen Namen schenkt. Breiten Raum nimmt die Darstellung ihres Vaters Philipp ein, ein charmanter Querdenker, dessen Hang zum Unkonventionellen ein steter Quell lustiger Anekdoten ist. Dass er als Rheinschiffer zwar ständig auf dem Wasser unterwegs ist, aber dennoch nicht schwimmen lernte, erklärt Gertrud Winter aus einer heute fast schon zynisch anmutenden Logik der damaligen harten Zeiten: "Dahinter steckte eine raffinierte Überlegung: Bei einer Havarie ließ eine Besatzung, die nicht schwimmen konnte, das Schiff nicht vorschnell im Stich, sondern sie kämpfte um das Schiff, um zu überleben." Inflation, Armut, Kampf ums Überleben und um ein bisschen wahres Leben – Vowinkel steckt mittendrin im Mahlstrom der Zeit. Er liest Marx und Engels, legt sich gern mit den Nazis an, die ab 1933 aus Nierstein eine braune Hochburg machen, und schmuggelt Flugblätter in Fahrradschläuchen. Während des Zweiten Weltkrieges zieht er sich immer häufiger mit Anna auf sein Schiff zurück, um den Schergen der Diktatur aus dem Weg zu gehen. Möglicherweise entkommt Philipp so auch jenem tragischen Schicksal, dass die sechs Opfer der Kornsand-Morde am 18. März 1945 ereilt. "Gerüchten zufolge hat man auch ihm nachgestellt", berichtet Gertrud Winter . Der Rhein als Zufluchts-, Lebens- und Überlebensort – kein Wunder, dass auch Winters erste Kindheitserinnerungen auf dem Wasser spielen: "Es war eine mehr als unbehagliche Situation. Meine Zwillingsschwester Else und ich hatten hosenträgerähnliche Lederhalfter an, mit einer langen Schnur daran, die an einen Pfosten gebunden war, sodass wir uns nur in einem bestimmten Radius bewegen konnten. Wir trippelten von einem Fuß auf den anderen, denn wir hatten keine Schuhe und das schwarze Eisen des Schiffsdecks unter unseren Füßen wurde in der Sonne immer heißer. Wir plärrten aus Leibeskräften, bis endlich unsere Mutter kam und uns von dieser Qual befreite." Den Hungerwinter 47, ihr Geburtsjahr, haben die beiden da schon überlebt. Noch bis tief in die 60er Jahre wird sich ihr Dasein allein um Nierstein und Ludwigshöhe, den "Arsch der Welt", drehen, ehe die Geschichte Gertrud Winter zuerst in ein bigottes katholisches Mädchenheim und dann in einen glamourösen Wiesbadener Friseursalon führt. "Ein facettenreiches und sehr persönliches Panorama deutscher Zeitgeschichte", verspricht der Einbandtext. Das Buch hält das Versprechen. Quelle: Allgemeine Zeitung, Ausgabe Landskrone, Weihnachten 2016

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  • Lesung: Ein Schifferkind erzählt - auf einem Schiff!

    Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen
    GertrudWinter

    GertrudWinter

    31. January 2017 um 10:27

    Schiffsluft schnuppern und dabei auf Zeitreise gehen... Autorin Gertrud Winter lädt Sie ein, mit ihr Kindheits- und Jugenderinnerungen zu teilen, die sie in ihrer Autobiographie "Lebet wohl, ihr engen, staub'gen Gassen - aus dem Leben einer Rheinschiffer-Familie" festgehalten hat. Julia Arbeiter, Tochter der Autorin und ausgebildete Radio- und TV-Sprecherin, liest Auszüge aus dem Buch, die Autorin selbst führt durch die Veranstaltung und bietet anschließend die Möglichkeit zum Gespräch. Den passenden Rahmen bietet "Müllers Restaurant&Café" auf dem Museumsschiff Mannheim. Gerne versüßt Ihnen das Service-Team die Lesung mit Kaffee und Kuchen, vielleicht möchten Sie den Abend anschließend noch mit einem Abendessen im Restaurant ausklingen zu lassen. Ein vorheriger Besuch der Ausstellung des Technoseums auf dem Museumsschiff bietet sich an und reichert den Besuch mit Wissenswertem rund um die Welt der Binnenschifffahrt an. Nach diesem Tag werden Sie die Welt der Binnenschifffahrt mit anderen Augen sehen! Eintritt Lesung EUR 5,00 - Einlass ab 15.00 Uhr Um Anmeldung wird gebeten unter schifferkinder@online.de Ausstellung Museumsschiff EUR 3,00 - ermäßigt EUR 2,00, geöffnet 14.00-18.00 Uhr Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier: https://tredition.de/autoren/gertrud-winter-15744/lebet-wohl-ihr-engen-staubgen-gassen-paperback-66834/. Müllers Café&Restaurant: www.muellers-mannheim.de Museumsschiff Mannheim: http://www.technoseum.de/ausstellungen/museumsschiff/

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