Gertrude Stein Die Welt ist rund, 2 Audio-CDs

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Inhaltsangabe zu „Die Welt ist rund, 2 Audio-CDs“ von Gertrude Stein

Rose ist ein kleines Mädchen, das einen Berg besteigt. Ein Mädchen voller Lebensmut und Zuversicht. Auf dem Weg nach oben bleibt sie stehen und schreibt ihren Namen in eine Baumrinde: ROSE. Und weil sie das Schöne liebt und ihr Name zugleich die schönste aller Blumen bezeichnet, schreibt sie Rose ist eine Rose. Und weil der Baum nun einmal rund ist und man ohne abzusetzen weiterschreiben kann, wird daraus: Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.§Gertrude Stein, die Mutter der Avantgarde , hat 1939 als Auftrag für ein Kinderbuch The World Is Round geschrieben. Die Worte rose is a rose is a rose , die Rose in die Rinde eines Baumes schnitze, gehören zu den am häufigsten benutzen literarischen Zitaten, meist ohne Kenntnis der Herkunft aus Die Welt ist rund .§Rufus Becks virtuose Sprechkunst verwandelt die Geschichte der kleinen Rose zu einem facettenreichen Hörvergnügen. §Martin Stock hat "Die Welt ist rund" unter Verwendung seiner Komposition "Konzert für 2 Klaviere und Streicher" musikalisch inszeniert.

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  • Rezension zu "Die Welt ist rund, 2 Audio-CDs" von Gertrude Stein

    Die Welt ist rund, 2 Audio-CDs

    capkirki

    17. July 2012 um 10:45

    Gertrude Stein gilt als die “Mutter der verlorenen Generation” und war schon zu ihrer Zeit eine Kultfigur. In ihrem Salon gaben sich Hemingway, Matisse, Picasso, Man Ray, Scott Fitzgerald, Thomas Eliot und viele andere die Klinke in die Hand. Was für eine spannende, kreative Zeit muss das damals in Paris gewesen sein und wie gern hätte ich mal Mäuschen gespielt – bei den Gesprächen in denen Stein Hemingway dazu brachte, seine Reportertätigkeit aufzugeben und Schriftsteller zu werden oder bei den endlosen Sitzungen in denen Picasso Gertrude portraitierte oder bei den vergeblichen Versuchen von James Joyce einen Verlag zu finden.. ach ja.. Doch zurück zu Gertrude, die nicht nur Schriftsteller und Künstler in Paris zusammenbrachte und beeinflusste, sondern auch selber schrieb. Es dauerte jedoch lange, bis man ihr Talent wirklich anerkannte, denn ihr avantgardistischer Schreibstil ist nicht für Jedermann. Auch das kleine Buch “Die Welt ist rund”, um das es hier gehen soll, ist keine Alltagslektüre. Eigentlich war es eine Auftragsarbeit, ein Kinderbuch (1938 erschienen) - doch es steckt so viel mehr drin! “Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose” Viele von uns kennen diese Worte, die wenigsten wissen, dass sie von Gertrude Stein stammen. Rose ist in diesem Fall ein kleines, weinerliches Mädchen, das oft singen muss, gern nachdenkt “Kann Rose eine Rose sein wenn ihre Lieblingsfarbe Blau ist?” und sich mit ihrem blauen Stuhl auf die Reise den Berg hinauf macht. Bei ihrem Abenteuer begleiten sie am Anfang ihr Freund Willie, die Hunde Love und Pépé und ein Löwe namens Billie. Oben auf dem Berg angekommen, ritzt sie ihren Namen in den Stamm eines Baumes und weil der Baum rund ist, ritzt sie einfach weiter “Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose (..) und dann ist’s einfach da und ich höre nirgends mehr irgendwas das mir in der Nacht Angst macht.” Erst der Name eines Objektes/einer Person verkörpert das Bild und die damit verbundenen Gefühle – was denken wir beim Namen Rose? Die Wiederholungen sorgen dafür, dass eine Sache im Gedächtnis bleibt – eine Rose ist eine Rose – und sie zeigen für Gertrude eigentlich das Leben auf, denn das Leben ist eine immer wiederkehrende Wiederholung – „alles immer wieder” hat sie in „The Making of Americans” geschrieben. Und sie sagte einmal, dass es ihr Hund Basket mit seinem rhythmischen Milch Schlecken war, der ihr den Unterschied zwischen Prosa und Poesie beigebracht habe. So liest sich das Buch auch: rhythmisch, poetisch, voller Wiederholungen, manchmal so als ob es ein dreijähriges Kind geschrieben hätte. Es ist eine moderne Geschichte, experimentell, Kubismus in Literaturform – kein Wunder bei ihrer Freundschaft zu Picasso. Doch wie Picassos Werke nicht von allen verstanden werden, verschliesst sich auch Gertrude Steins Werk vielen Menschen. Nicht nur die endlosen Wiederholungen, Reime, ja der Sprechgesang macht die Leser nervös, sondern auch das Weglassen von Satzzeichen. “Satzzeichen sind nur für schwachsinnige Personen” so wird sie zitiert, würde man diese Hilfestellung weglassen, “fördere man die Selbständigkeit des Lesers beim Verarbeiten der Wortfolgen” - oder man fördert das Desinteresse am Buch – viele Verlage lehnten Steins Werke mit der Begründung ab, dass sich dafür keine Leser fänden. Ihr Kritiker bezeichnen viele ihrer Werke als unlesbar. Doch Rose wurde veröffentlicht und geblieben ist uns ein wunderschönes Zitat, auch, wenn wir heute kaum noch wissen woher es stammt. Doch dieses Problem habe ich jetzt behoben ;) “Und manchmal verkaufte jemand eins recht oft verkaufte jeder eins. Willies Vater ging sich eins holen aber welches das durfte Willie aussuchen. Es war komisch wilde Tiere in einem Boot zu sehen ein wildes Tier in einem Ruderboot ein wildes Tier in einem Segelboot ein wildes Tier in einem Motorboot es war schon komisch da in dieser Stadt das heisst es wäre da nicht komisch gewesen es war wie überall woanders nur hatte jeder immer ein wildes Tier bei sich. Männer Frauen und Kinder und sehr oft waren sie auf dem Wasser in einem Boot und das wilde Tier war bei ihnen und natürlich sind wilde Tiere wild natürlich sind sie wild es war schon komisch da” Nun, wer diese Art des Bücherschreibens komisch findet, ist wohl nicht allein auf der Welt – egal ob auf einem Boot mit einem wilden Tier oder nicht. Aber es ist mit Sicherheit auch ein Erlebnis, sich auf Gertrudes Stil einzulassen. Ich gestehe, dass mir die Beschäftigung mit der Person Gertrude Steins, ihrem Leben, ihren Ideen und Gedanken mehr Spaß gemacht hat als das Lesen dieses Buches, trotzdem möchte ich jetzt nicht mehr missen. Ob ich weitere Werke von Stein lesen werde, weiss ich noch nicht, vielleicht wenn mir der Sinn wieder mal nach fehlenden Satzzeichen steht und ich Lust auf die Avantgarde des 20. Jahrhunderts habe. 4 faszinierte Sterne für die Rose die eine Rose ist Fun fact: Als man Frau Stein zum wiederholten Male nach dem Sinn des Rosen – Satzes fragte, antwortete sie: “Also hören Sie! Ich bin doch kein Narr. Ich weiß, dass man im täglichen Leben nicht sagt, ,is a …is a … is a …’. Aber ich denke, dass in dieser Zeile die Rose zum ersten Mal seit hundert Jahren in der Dichtung rot ist.” – nachdenkenswert, oder?

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