Gesa Helm Der Spiegel von Kajx

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Inhaltsangabe zu „Der Spiegel von Kajx“ von Gesa Helm

Zjapina wächst auf Dachant auf, einer verschlafenen Burg, wo sie bei einer heilkundigen Frau in die Lehre geht. Ihren Lebensweg meint sie zu kennen. Daß sie anders ist, beunruhigt sie, bis sie Pekeiraz trifft, der ebenfalls diese besondere, seherische Gabe, das Miach-Sehen hat. Er schickt Zjapina an die hohe Schule von Zabga. Damit beginnt sich für sie der Weg zu erfüllen, den ein Orakelspruch der Götter geweissagt hatte. Der Spruch, aufbewahrt im Spiegelschrein von Kajx, ist dunkel. Seine wahre Beschreibung wird erst offenbar, nachdem er sich erfüllt hat: Aus dem elternlosen Kind Zjapina wird eine stolze Regentin, gefürchtet als Hexenfürstin und kluge Gemahlin eines mächtigen Herrschers, dem es gelingt, die verfeindeten Fürstentümer zu einen.§Zjapina, die Erzählerin, führt in eine völlig neue Fantasy-Welt, zu fremden Völkern mit ihren verschiedenen Sprachen, ihrem Götterglauben, den Staatsintrigen und Machtkämpfen. Und sie erzählt von dem schüchteren Mädchen, das sie einst war.

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  • Rezension zu "Der Spiegel von Kajx" von Gesa Helm

    Der Spiegel von Kajx
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    21. December 2010 um 23:24

    Vereinzelt steht dieses Buch in der Buchhandlung. Kein großer Name, etwas bemüht wirkende Namensgebungen - will da etwa jemand auf den Tolkien-Rollenspiel-Fantasyzug aufspringen ohne es zu können? Ich las das Buch auf Empfehlung einer Freundin, deren Geschmack ich sehr vertraue und wurde belohnt. Es ist ein wunderschöner historisch-phantastischer Roman. Zeitumspannend, mitreißend, zum Dahinschmelzen. Und im Abspann auch noch episch. Genug der Adjetivverschleuderung! *** Die Waise Zjapina wächst auf einer entlegenen Burg als Bedienstete auf doch die Begegnung mit dem Seher Pekeiraz führt sie hinaus in die Welt. Wir begleiten sie auf ihrem Weg zu einer sagenhaften Herrscherin. Alte Glaubenswelten, fremde Völker, dunkle Geheimnisse und auch sonst alles, was man von Fantastik, Rollenspiel-Literaur oder auch Historienschmökern erwartet. Die Perspektive der Frau ist in tolkienhaften Universen ja eher selten anzutreffen. Gesa Helm erschafft hier ein schwindelerregendes Panorama, das ganze Zeiten umspannt und zugleich eine Protagonistin, zu der man eine enge Bindung aufbauen kann. *** Wer so etwas mag, wer von "Die Elfen" angetan war, wer die Nebel von Avalon mochte, für den gilt: LESEN!

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  • Rezension zu "Der Spiegel von Kajx" von Gesa Helm

    Der Spiegel von Kajx
    Jerron

    Jerron

    03. December 2009 um 01:12

    Ziapina wächst als Findelkind auf einer unbedeutenden Burg auf und möchte Heilerin werden. Sie besitzt die Fähigkeit, die Aura anderer Menschen zu sehen, ihre Stimmungen und Gefühle zu lesen. Wenn man die Schmerzen eines schwer Verwundeten miterlebt, ist diese Fähigkeit für eine Heilerin ziemlich unpraktisch... Andererseits ist sie aber auch dazu in der Lage, Zuversicht und Kraft zu übertragen und sie hat sich selbst beigebracht, sich gegen die Schmerzen anderer Leute abzuschotten. Ihr wird eingebleut, über ihre Fähigkeit kein Wort zu verlieren, denn das ist ja schließlich Hexerei... Als eines Tages eine Abordnung eines fremden Burgherrn eintrifft, befindet sich darunter auch ein widerlich arroganter und selbstherrlicher Kerl namens Pekeiraz, der ebenfalls diese Fähigkeit besitzt, wie Ziapina entsetzt feststellt, als sie plötzlich die Präsenz eines fremden Geistes spürt, der in ihr Bewusstsein eindringen will. Pekeiraz macht ihr klar, was sie ist: Sie ist Miach, eine Empathin, und muss ihre Fähigkeit unbedingt schulen, um damit kein Unheil anzurichten, denn mit ihr kann man nicht nur Gefühle lesen, sondern auch lenken, spiegeln, aufzwingen, im Extremfall sogar andere Menschen töten. Pekeiraz sorgt dafür, dass Ziapina die Hohe Schule in Zagba besuchen kann, wo sie nicht nur ihre Fähigkeit als Miach sondern auch als Heilerin perfektionieren soll. Auf der Reise zur Schule entpuppt sich Pekeiraz mehr und mehr als gewiefter intriganter Polit-Stratege, dessen Handeln Ziapina heftig verabscheut. Ebenso heftig ist aber auch das Gefühl des Verlangens, dass Pekeiraz bei ihrem Anblick überkommt, und da dieses Gefühl in Ziapina einen Spiegel findet, wird es verstärkt, zurückgeworfen usw., sodass sie im Zuge der daraus resultierenden Liebesnacht beinahe ums Leben kommt. Schockiert von dieser Entwicklung sucht Pekeiraz daraufhin schnellstens das Weite und hinterlässt ein Mädchen mit gebrochenem Herzen, das einem Geliebten nachtrauert, den sie doch eigentlich verabscheut... In Zagba geht sie in die Lehre bei der kaltherzigen, überheblichen und intriganten Meisterin Bogada, die im Prinzip die inoffizielle Herrscherin des ganzen Landes ist. Als Ziapina bemerkt, dass sie schwanger ist, beschließt sie, das Kind dieses Pekeiraz zu bekommen. Doch Bogada gelingt es durch gezieltes Spiegeln von Gefühlen und Zweifeln, eine Fehlgeburt bei Ziapina zu verursachen, woraufhin diese schwer traumatisiert ihre Fähigkeit verliert... Sie hat sich während ihres Studiums mit einem schwermütigen Heilkunde-Mitstudenten namens Mazron angefreundet, der sich später als Sohn des grausamen Herrschers des Nachbarlandes entpuppt. Ebenso stellt sich heraus, dass Ziapina das Ergebnis eines Seitensprunges von Mazrons Mutter mit einem Miach ist, woraufhin der finstre Herrscher die Mutter jagen und foltern/hinrichten ließ. Verständlicherweise hasst Mazron seinen Vater und sieht nun allmählich die Zeit gekommen, dem Tyrannen die Herrschaft streitig zu machen. Auf der Reise ins Nachbarland werden die beiden als feindliche Spione festgenommen und zum Herrscher gebracht, der Ziapinas Identität sofort erkennt. Als er sich gerade anschickt, sie zu vergewaltigen, kehrt Ziapinas Fähigkeit zurück uund all ihre Verzweiflung und ihr Schmerz spiegelt sich im Geist des Tyrannen, der daraufhin stirbt... Somit kann nun Mazron unter seinem neuen Namen Mazokajiz die Herrschaft antreten und endlich alles besser machen als sein tyrannischer Vater. Er besucht sogleich göttliche Orakel, die er dahingehend auslegt, die Erlaubnis der Götter erhalten zu haben, seine Halbschwester Ziapina zur Gemahlin zu nehmen. Natürlich bewahrheitet sich der Orakelspruch, der davon handelt, dass eine ruhmreiche Dynastie gegründet wird, nicht so geradlinig, wie es zunächst den Anschein hat... Da Mazokajiz erst einmal gezwungen ist, mehrere Jahre lang Krieg zu führen, um sich aufmüpfige Provinzfürsten gefügig zu machen, sehen sich die Ehegatten kaum und entfremden sich zusehends, obwohl Ziapina mit ihrem Status und mit ihrer Fähigkeit alles dafür tut, den Zwecken ihres Gemahls dienlich zu sein. Als sie beim Besuch auf der Burg eines Gefolgsmanns herausfindet, dass dieser verräterischerweise eine Gesandtschaft des Nachbarlandes gefangengenommen hat, wird es brenzlig. Nicht nur befindet sie sich alleine am Hofe eines Verräters, nein, zu den Gesandten gehört auch ein gewisser Pekeiraz... Und so nimmt eine Geschichte voller Ehebruch, Verrat, Eifersucht und Kränkungen ihren Lauf, mit deren Vollendung sich erst der Sinn hinter dem göttlichen Orakelspruch erschließt. Es handelt sich hier weniger um einen Fantasyroman als eher um einen historischen Roman aus einer detailliert durchdachten Welt. Vor allen in den Zwischenkapiteln, die die einzelnen Handlungsabschnitte unterbrechen, wird in historischen Dokumenten, Legenden, Liedern und Reiseführerbeschreibungen die Welt und ihre Hintergründe genauer beleuchtet. Trotzdem wird man erst einmal erschlagen von einem Wust an Titeln, Rängen und Anreden sowie von einer Fülle von komplizierten Namen, die zwar nicht unbedingt unaussprechlich aber unmöglich zu merken sind (Enehasinecha, Fenistichasija, Jasuionahichax...), und die man auch bis zum Ende des Buches nicht wirklich zu verinnerlichen hinbekommt. Netterweise ist ein Lesezeichen beigelegt, auf dem die einzelnen Titel und Anreden noch einmal erklärt sind. Diese Fülle an überexotischen Begriffen verhindert leider ein angemessenes Eintauchen in die beschriebene Welt, die eigentlich hochfaszinierend ist und mit detailliert durchdachten Kulturen aufwarten kann. Die Geschichte an sich ließ mich relativ kalt, vor allem weil ein großer Teil von der Liebesbeziehung zwischen Ziapina und Pekeiraz eingenommen wird. Pekeiraz, der eine denkbar miese Einführung spendiert bekommen hat und einem dann auch im Rest des Buches nicht mehr sympathisch wird. Das letzte Zwischenkapitel ist schließlich eine historische Abhandlung (500 Jahre später in der "Jetztzeit" verfasst) über das Herrschergeschlecht, in dem der wissende Leser dann erfährt, wie sich der göttliche Orakelspruch bewahrheitet hat - gespickt mit Spekulationen, Vermutungen und Irrtümern, die den Chronisten eben so passieren, wenn sie mit dem Matrial arbeiten müssen, das ihnen nun mal vorliegt... Vor allem wegen der Zwischenkapitel lohnt sich eine Lektüre dieses Buches. Die Geschichte an sich ist dann doch relativ langweilig und zu sehr soap opera.

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