Geseke Clark

 3.3 Sterne bei 7 Bewertungen

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Geseke ClarkHilkes Tagebuch
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Hilkes Tagebuch
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 (7)
Erschienen am 14.04.2009
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Hilkes Tagebuch
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Erschienen am 15.03.2012

Neue Rezensionen zu Geseke Clark

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Rezension zu "Hilkes Tagebuch" von Geseke Clark

Beklemmendes Zeitzeugnis einer jungen Deutschen in den Kriegswirren 40-45
sabrinchenvor 4 Jahren

Dieses Buch wurde von Geseke Clark veröffentlicht die die jüngere Schwester von Hilke ist und uns hiermit ein beklemmendes Zeitzeugnis zur Verfügung stellt.
Die persönliche Geschichte in diesem Kriegstagebuch stammt aus dem Jahr 1940 -1945 und wird von der 12jährigen Hilke aufgeschrieben.
Was dieses Buch sehr interessant macht ist das es einige Originalseiten zeigt , Fotografien der Familienangehörigen und auch Zeitungsausschnitte damaliger Zeit.
Ich konnte viel entdecken und durfte an Hilkes Leben über die Zeit teilhaben.
Das Buch ist vom Schreibstil her in der Tagebuchform und einfach gehalten die dem Alter der Schreiberin angemessen ist.
Auch die Ausdrucksweise die hier verwendet wird lässt auf die Zeit zurückschliessen.
Hilke erlebt hier die Bombenangriffe und wird viel rumgeschickt um aus der Schusslinie und in Sicherheit zu sein, was zu dieser Zeit sicherlich schwer zu bewerkstelligen war und uns mehrmals im Verlauf aufgezeigt wird.
Auch wenn Hilke leider schnell erwachsen werden muss kann man sich an kindlichen Aussagen erfreuen und bekommt einen tollen Einblick in ihr Leben.
Interessant finde ich auch das es die Sicht einer jungen Deutschen ist, die ja eigentlich nichts zu befürchten hat.
Auch ist ein ausführliches Nachwort enthalten wie es danach weiterging mit der Familie.
Und zum guten Verständnis sind auch Legenden und Karten beigefügt .
Wenn jemand Geschichtsinteressiert ist sollte er es mal gelesen haben.
Von mir gibt es 3 Sterne dafür.
Danke an Geseke Clark für die Veröffentlichung um besseres Verständnis und auch Verantwortungsbewusstsein in jüngere Generationen zu schaffen.

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Herbstroses avatar

Rezension zu "Hilkes Tagebuch" von Geseke Clark

Kriegserlebnisse eines Kindes
Herbstrosevor 4 Jahren

Wie Titel und Cover von „Hilkes Tagebuch“ bereits vermuten lassen, handelt es sich hier um authentische Aufzeichnungen. Hilke beginnt im Juli 1940 im Alter von zwölf Jahren ihre Erlebnisse als Hamburger Mädchen während der Wirren des II. Weltkrieges aufzuschreiben und endet damit im August 1945. Man verfolgt ihre Erlebnisse während dieser Zeitspanne quer durch ganz Deutschland mit dem Bemühen, dem Bombenhagel der Großstädte zu entgehen.
Das Büchlein ist beinahe siebzig Jahre später zusammengestellt von Hilkes Schwester Geseke Clark und beinhaltet neben Fotos von Original-Seiten auch sehr viele Familienfotos, kleine Fundstücke und Bilder von Hilke während ihrer Evakuierung. Der Schreibstil ist einfach und knapp gehalten, so wie ein junges Mädchen eben Tagebuch führt, ist aber trotzdem sehr aussagekräftig. Interessant ist auch das Nachwort, in dem Geseke Clark über das weitere Leben ihrer Schwester Hilke erzählt und einiges über die Familienverhältnisse dieser großen Hamburger Familie schreibt. Eine chronologische Zeittafel und Karte sind angefügt.
Fazit: Kriegserlebnisse einmal aus der Sicht eines Kindes gesehen, interessant zu lesen.

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SATZZEICHENs avatar

Rezension zu "Hilkes Tagebuch" von Geseke Clark

Geseke Clark: Hilkes Tagebuch
SATZZEICHENvor 5 Jahren

Das Tagebuch eines Mädchens, während des Zweiten Weltkriegs geschrieben - das weckt unweigerlich Assoziationen zu Anne Frank.
Eine Ähnlichkeit ist aber nur vordergründig vorhanden, denn Hilke überlebt den Krieg, im Gegensatz zu Anne Frank. Wenngleich ihr Schicksal dennoch tragisch bleibt ...

Hilke wird 1928 geboren und wächst in einer betuchten Hamburger Familie auf. Der Vater ist ein angesehener Rechtsanwalt, die Mutter hat die "Höhere Töchterausbildung" und schmeißt den Haushalt zusammen mit ihren Angestellten. Die Familie, das sind die Geschwister Henning, Geseke, Brigitte und später noch das Nesthäkchen Regine, das erst 1942 geboren wird. Schon früh beginnt die Mutter, ihre Kinder aus der Großstadt aufs Land zu schicken, um sie nicht unnötig den Gefahren des Krieges auszusetzen. Immer länger werden diese Phasen, in denen die Kinder von Zuhause fort sind.

Hilke berichtet anfänglich in sehr kurzen Notizen. Sie klebt kleine Fundstücke ein, wie gepressten Klee oder Zeitungsausschnitte. Je älter sie wird, desto länger und reflektierter werden ihre Einträge. Man meint auch, dass der Wechsel von der altdeutschen zur lateinischen Handschrift, den sie miterlebt, ebenfalls eine Wandlung in der Länge ihrer Eintragungen mit sich bringt. Sie schreibt nun deutlich mehr. Doch vielleicht liegt dies auch an den Grauen des Krieges, die ebenfalls mehr werden und die sie verdauen muss. Sie sieht großes Unglück, Verletzte, Tote, und muss schneller erwachsen werden, als man sich das heute, behütet im neuen Jahrtausend, in Deutschland auch nur ansatzmäßig vorstellen kann.

Hilke kommt nach Hegne an den Bodensee, kann dort 1945 sogar einen Kursus als DRK-Helferin abschließen und hat es gar nicht mal so schlecht getroffen. In diesem Jahr macht sie in dem sonst eher nüchtern gehaltenen Tagebuch einen bemerkenswerten Eintrag: sie hat sich in ein Mädchen verliebt, ein gewisses "Fräulein D.". Rührend schreibt sie über ihre Gefühle: "Ich liebe und verehre sie. (Wenn ich mal später diese Zeilen lese, ob ich es wohl dann noch verstehe, oder ob ich lächel und sage: Backfischschwärmerei.)".

Im Mai schließlich beginnt ihr ganz großes Abenteuer. Der Krieg ist zu Ende und sie wird sich auf einer ereignisreichen Tour von Hegne über Franken, Kassel nach Hamburg durchschlagen. Ohne Passierscheine schafft sie in 3 Monaten das fast Unmögliche und beendet ihr Tagebuch ein für alle Mal mit den Worten "Total kaputt, aber unendlich glücklich.".


Geseke Clark: Hilkes Tagebuch. Deutschland Juli 1940 - August 1945. Hansanord, Feldafing 2009. 156 Seiten
www.hansanord.de

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