Giacomo Cacciatore Der Sohn

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Inhaltsangabe zu „Der Sohn“ von Giacomo Cacciatore

Wer redet, muss sterben Der neunjährige Giovanni aus Palermo lebt in einer Welt des Schweigens, der Omertà. Denn sein Vater Vincenzo, ein Polizist, arbeitet heimlich für das organisierte Verbrechen. „Wenn man das Böse nicht sieht, existiert es nicht“, pflegt er zu sagen – eine Maxime, die ihm in Palermo nur nützen kann. Auch für Giovanni hat das Doppelleben seines Vaters Vorteile: eine geflüsterte, nicht zu verweigernde Bitte beim Elektrohändler, und Stunden später steht der langersehnte Farbfernseher im Wohnzimmer. Giovanni geht in amerikanischen Polizeiserien auf. Doch die finden ein bedenkliches Echo im echten Leben: Drohanrufe und Leichen auf der Straße zeigen dem Jungen, dass sein Vater in ernster Gefahr ist … „Spannend wie ein Krimi, poetisch in seiner Sprache, zärtlich und wütend zugleich.“ (Brigitte)

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  • Vater/Sohn Geschichte im Mafiaumfeld

    Der Sohn

    Duffy

    23. October 2014 um 12:45

    Giovanni lebt in Palermo und bekommt früh mit, dass sein Vater, ein Polizist, ein Doppelleben führt und für die Mafia arbeitet. Das bringt auch Vorteile für Giovanni, einen Gefallen hier und ein Geschenk dort. Doch die Zeiten ändern sich, Giovannis Vater gerät in Schwierigkeiten und fällt in Ungnade. Doch nicht nur in dieser Beziehung gibt es Probleme. Plötzlich taucht noch eine zweite Familie auf und Giovanni erfährt von der Existenz zweier Halbbrüder. Es ist manchmal nicht leicht, Cacciatore zu folgen. Szenenwechsel und kurze Zeitsprünge bei chronologischer Erzählweise stiften das eine oder andere Mal ein wenig Verwirrung. Er macht es nicht gerade leicht, dabei zu bleiben, obwohl die Geschichte gut entwickelt ist, doch es fehlt an Konsequenz, den Leser fesseln zu wollen. Der Autor bleibt unverbindlich, sein Roman spielt ja auch nicht im Mafiamilieu, er ist auch nicht über die Mafia, er konzentriert sich in erster Linie auf Vater und Sohn, die sich in Mafiakreisen bewegen, ohne zu agieren. Das tut ohnehin keine der Figuren außerhalb des Familiengeflechts, sodass ein fühlbarer Umschwung in der Dramaturgie spät vollzogen wird, dann aber auch erst rätselhaft, verwirrend und umständlich, bis man den Zusammenhang begriffen hat. Wenn das ein Stilmittel und gewollt ist, muss sich der Leser darauf einstellen können. Und ob das so gelungen oder hemmend ist, mag jeder selbst entscheiden. Zwiespältig, eine ansonsten interessante Geschichte stellenweise so verklausuliert zu erzählen.

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  • Rezension zu "Der Sohn" von Giacomo Cacciatore

    Der Sohn

    Lucindana

    12. June 2011 um 17:04

    „In der Taschen seines Bloussons fand man einen Schal, drei Nagescheren, zwei Kämme, die Hausschlüssel. Im Gummizug der rechten Socke steckten ein Küchenmesser, Geschenkband, eine Tüte Instant-Orangengetränk, mehrere Nagelfeilen und weitere Kämme. Aus der linken Socke rollte ein Ei, das mit einem Knirschen zerbrach. Wer sich nicht bereits nach ihm umgedreht hatte, tat es jetzt. Denen, die ihn festnahmen, nannte er einen Namen. Als sie nicht begriffen, nannte er noch einen anderen. Dann bat er darum, telefonieren zu dürfen.“ Während sein Vater, ein Polizist, seine Augen vor dem organisierten Verbrechen verschließt, versucht seine Mutter das Schweigen zu brechen. Und mitten drin, zwischen allen Stühlen, steht der neunjährige Giovanni und versucht, den Geschehnissen um ihn herum in seiner kindlichen Sichtweise zu ergründen und im späteren Verlauf, seinen Familie und seinen Vater zu beschützen. Dieses Buch ist etwas besonderes, was vor allem an der Perspektive liegt. Der Autor schreibt so nah, so authentisch aus der Sicht eines neunjährigen Kindes, dass es herzerwärmend und zugleich schmerzhaft naiv wirkt. Naiv für den Leser, der nach und nach merkt, in welcher Welt dieses Kind groß wird. Dies fesselt, nimmt mit, bezaubert und tut weh, auf einer zutiefst menschlichen Ebene. Später, im zweiten Teil des Buches, ist Giovanni ein Teenager, der die Welt inzwischen begriffen hat und versucht, seine gefallene Familie allein aufzufangen. Sehr schön beschreibt der Autor auch hier die Beziehung zwischen Vater und Sohn und fängt dabei sehr präzise die schmale Grenze des erwachsen werden ein. Wenn der Status zwischen Kind und Erwachsenem sich langsam ändert, angleicht, wandelt und verschiebt und es plötzlich Giovanni ist, der seinen starken, aber gealterten und gefallenen Vater zu stützen und zu beschützen versucht. In wieder zurück ins Leben führen will, dass er doch gerade erst selbst begriffen hat. Dieses Buch ist eines von solche, die langsam genossen werden sollten, allein schon wegen der großartigen Sprache und Präzision der Wortwahl des Autors. Mich hat dieser Stil von der ersten Seite an gepackt, auf welcher der Autor eindringlich schildert, wie der kleine Giovanni zum ersten Mal einen Farbfernseher sieht. Heutzutage eine Normalität, doch der Autor schafft es, die Besonderheit, die Faszination des Fernsehens, des Farbfernsehens der ersten Stunde, auf beeindruckende Art und Weise wieder einzufangen und wiederzugeben. Kurz: Der Autor ließ mich die Welt mit anderen Augen sehen. Wie es bei Schilderungen von Dingen oder Ereignissen aus der Sicht einer Figur eigentlich immer sein sollte. „Point of View“ in Bestform umgesetzt. Die Geschichte spielt sich hauptsächlich auf der psychologischen Ebene ab. Es ist kein Buch für Actionfreunde, Blockbusterliebhaber oder für die leichte Lektüre nebenbei. Es ist ein Buch für lange, ruhige Nachmittage, ohne Nebengeräusche. Es ist ein Buch für Leser, die an leisen Tönen, an Tiefe, an schöner Sprache und an der Darstellung der Menschlichkeit interessiert sind. Fazit: Wortgewand, bildgewaltig, berührend, traurig-schön und tragikomisch. Eine Charakterstudie der besonderen Art aus besonderer Perspektive glaubwürdig erzählt.

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  • Rezension zu "Der Sohn" von Giacomo Cacciatore

    Der Sohn

    Beagle

    17. June 2008 um 09:24

    Interessant in der Art, in der das Buch geschrieben wurde - die Übergänge zwischen den einzelnen Lebensabschnitten des Sohnes sind fließend und es verlangt etwas damit man mitkommt. Die Geschichte selber ist eher mittelmäßig, da hätte ich mir mehr erwartet.

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