Giampaolo Simi Vater. Mörder. Kind

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Inhaltsangabe zu „Vater. Mörder. Kind“ von Giampaolo Simi

Ein atemberaubend spannendes Familiendrama Furio Guerri, Handelsvertreter, führt ein Leben, um das ihn viele beneiden: Er hat eine schöne Frau, ein schmuckes Reihenhaus und eine wunderbare kleine Tochter. Doch als er Anzeichen entdeckt, dass seine Frau ihn betrügt, zerstört er in einem Anfall von Raserei das Familienglück. Er muss ins Gefängnis, jeder Kontakt zu seiner Tochter ist strengstens verboten. Zehn Jahre später versucht Furio wieder im Leben Fuß zu fassen. Seine 16-jährige Tochter ist das Einzige, was ihm noch etwas bedeutet. Er entdeckt sie im Internet in einem Chatroom und nimmt unter fremder Identität mit ihr Kontakt auf. Doch er ahnt nicht, was aus seiner Tochter inzwischen geworden ist und auf was für ein riskantes Spiel er sich einlässt … Ein aufrüttelnder, packender Roman über das Grauen hinter der bürgerlichen Fassade – und über den Kampf eines Vaters um seine Tochter.

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  • Eine tickende Zeitbombe aus Italien...

    Vater. Mörder. Kind

    Callso

    31. December 2013 um 09:59

    Ein Buch, das nachwirkt. Und ein Buch, das durch hohe Intensität und Emotionalität besticht. Mir hat der Stil von Giampaolo Simi sehr gut gefallen, gleichwohl muss ich anmerken, dass mit dem Verlauf des Werkes  der Spannungsbogen nicht gesteigert werden konnte. Der Roman aus Italien versprüht nur selten das sonnige Gefühl des Südens. Vielmehr geht es um die stets Bedrohung, es geht um den labilen Furio Guerri, der als Handelsvertreter einer Großdruckerei eine tickende Zeitbombe ist. Das richtige Handhaben von Job und Familie, der stete Ehrgeiz und die ganz dunkle Vergangenheit stehen ihm dabei jedoch deutlich im Weg... Ein irritierender Roman, der sich erst im Verlauf der Geschichte immer mehr aufklärt.

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  • Vater Mörder Kind von Giampaolo Simi

    Vater. Mörder. Kind

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2013 um 17:37

    Furio Guerri ist sowohl Familienvater als auch Vertreter einer Druckerei, bei der er sich um den Sektor “Kultur” kümmert. Furio Guerri ist ein Monster. Mit seinem Spider fährt er durch die italienische Landschaft, um Geschäfte abzuschließen und die Beträge ungedeckter Schecks einzutreiben, während zuhause seine kleine Tochter Caterina und Ehefrau Elisa auf ihn warten. Das vermeintliche Glück täuscht allerdings. Denn während Caterina in der Schule zu versagen droht, begehrt Elisa immer öfter gegen die Fesseln des häuslichen Lebens auf. Doch das kann, das darf Furio auf gar keinen Fall zulassen… “Vater.Mörder.Kind” ist ein Roman, der sich dem Leser nicht auf dem Silbertablett serviert. Noch nach fünfzig Seiten Lektüre hielt sich bei mir hartnäckig eine Einschätzung der Hauptfigur, die sich auf den folgenden Seiten als falsch heraus stellen sollte. Doch was ist zu erwarten von einer Figur, die sich mit den Worten vorstellt… …eine Selbsteinschätzung, die dem Leser zunächst Rätsel aufgibt, und ohne Umschweife frage ich mich – was hat dieser Furio Guerri denn getan, dass so schlimm ist, dass er sich sogar selbst als Monster beschreiben würde. Doch Giampaolo Simi rückt einfach nicht mit der Antwort heraus, noch nicht, noch lange nicht und dafür liebe ich ihn. Wo wir gleich beim zweiten Teil dieses höchst ungewöhnlichen Krimis wären. Dem, der Furio Guerris Familienleben thematisiert, und sich nach und nach als Ruhe vor dem Sturm heraus stellt. Doch wer ist hier eigentlich Furio Guerri – bin ich es? Oder spricht die Hauptfigur hier zu sich selbst? Wer eine Aversion gegen die 2te Person Erzählperspektive hat, dem wird dieses Buch nicht gefallen. Denn zur Hälfte muss der Leser sich damit abfinden sich angesprochen zu fühlen, als Furio Guerri zu tun, was ihm Giampaolo Simi aufträgt – so grausig das auch sein mag, denn wie es bei einem guten Krimi nun mal so ist, bleibt das Familienleben nicht lange so heil wie am Anfang. Doch inwiefern kann ich der Hauptfigur Glauben schenken, wenn sie mir erzählt, dass was die Familie zerstört alleine Ehefrau Elisa ist? Inwiefern kann ich mit ansehen, wie er sie einer Affäre bezichtigt, wenn er sich doch schon zu Anfang des Buchs von der Bürohilfe eines Kleinverlags einen hat blasen lassen? In diesen Momenten wird der Leser ihm gewahr – Furio Guerri, dem Monster. Dem Mann der sich auf eine Parkbank setzt und von dort aus junge Mädchen bespitzelt. Dem Mann, der sich mit einer Stützlehrerin einlässt, nur um ab und an in das Schulgebäude eindringen zu können. Dem Mann, der sich nachts auf einschlägigen Internetseiten herum treibt. Und nach und nach fügt sich alles ineinander. Doch ist es wirklich alles so einfach? Ist Furio Guerri wirklich der, welcher er zu sein scheint? Denn selbst als Monster führt er ein Doppelleben voller Lügen und Intrigen, mit der unbeirrbaren Zielstrebigkeit des Psychopathen – doch auch, wie sich später heraus stellt, mit einem noblen Motiv. Parallel dazu reihen sich immer neue Konflikte zwischen Guerri und seiner Frau Elisa aneinander, die ich lese als hätte ich sie selbst geschaffen, während Guerri, vom Rückenwind einer Intrige voran getrieben, in seiner Firma mehr und mehr Einfluss gewinnt. Atemberaubend ist es schließlich, das Finale, denn es raubt mir kurz den Atem. Endlich kenne ich als Leser die ganze Geschichte, oder etwa doch nicht… Letztlich muss ich mich wohl damit zufrieden geben Furio Guerri, das Monster, nie so richtig verstehen zu dürfen. Denn weder er noch sein Schöpfer Giampaolo Simi erlauben es mir. Trotzdem lasse ich mich davon nicht enttäuschen. Denn selten hatte ich eine Hauptfigur vor mir, die so lebendig war und so bitterböse, wie diese. Die mich durch einen Krimi jagt, der sich dem Genre nicht so recht beugen will und Kapitel um Kapitel die Regeln italienischer Erzählkunst neu formuliert. Simis Sprache ist dabei ganz nüchtern, kommt ganz ohne blumige Formulierungen aus und ich, die ich sonst gerne mal in formvollendeten Vergleichen schwelge, werde hinein gesogen in die dystopischen Welten im Kopf der Hauptfigur und vermisse dort nichts bis auf etwas Trost. Denn das Monster Furio Guerri scheint sich keinen Deut geändert zu haben, abhängig von Psychopharmaka schleicht er auch auf den letzten paar Seiten noch durch die Nacht. Doch versichert er mir, dem Leser, dies tut er nur aus Liebe, wie alles, was er sonst noch tat – aus Liebe und Hass gegen sich selbst. Simis Roman traut sich was, weitaus mehr als viele seiner Zeitgenossen, vor allem im Bezug auf Stil und Sprache. Aber auch die Geschichte darin ist nicht immer ganz leicht verdaulich. Trotzdem hat sie mich, als Leser über Stunden, ja Tage sogar, gefesselt und in einer Welt umher wandeln lassen, in der nichts ist wie es scheint. Immer noch habe ich das Gefühl Furio Guerris Geschichte nicht ganz zu kennen, doch habe ich ebenfalls das Gefühl, dass es so vielleicht auch besser ist.

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  • Intensiver psychologischer Spannungsroman

    Vater. Mörder. Kind

    michael_lehmann-pape

    29. April 2013 um 15:35

      Hat Simi bisher anregende, eher klassische Kriminalromane verfasst, so weist er mit seinem neuen Buch nach, dass auch über dieses Genre hinaus die genau beobachtete, beklemmende Darstellung psychologischer Entwicklungen zu seinen Stärken gehört.   Psychologische Entwicklungen, psychologische Spannungen auf allen Ebenen des Romans. Zwischen den Beteiligten, zwischen Mann, Ehefrau, Geliebter, Kollegen, Geschäftspartnern. Zur Tochter (Töchter?). Jede der Beziehungen und ihrer Entwicklungen ist intensiv gestaltet. Überall lauert ein hintergründiges Verderben, eine Strategie, eine Intrige, ein Plan, der den Betrachter unweigerlich mit hinein nimmt in die Fragen, was genau und wie da was passiert und wohin das führt. Denn eines ist klar, die Hauptperson des Romans, Furio Guerri ist gefährlich. Unberechenbar. Auf einer „inneren Schräge“, die von Seite zu Seite mehr Fahrt aufnimmt. Was Furio Guerri im Übrigen durchaus weiß.   „In meinem zweiten Leben bin ich Furio Guerri, das Monster“.   Aber was genau ist überhaupt das „erste Leben“? Wo beginnt, wie grenzt sich im Buch das „zweite Leben“ ab? Das ist gerade die Kunst Simis, alles verbunden nebeneinander stehen zu lassen. Den Leser darauf hinzuführen, dass jener Guerii etwas Schreckliches getan hat (oder tun wird?), dass er verurteilter Verbrecher ist, dass er Familie hat (oder hatte?), dass er die Beziehung zu seiner Tochter (Töchter?) sucht, dass er emotional kühl auf vieles reagiert (die literarische Angestellte eines kleinen Kunstverlages, die Lehrerin an der Schule), dass Sex ihn distanziert hält und dennoch stattfindet (mit Grund, wie sich jeweils herausstellen wird), dass er ebenso kühl andere in offene Messer laufen lässt und, im Gesamten, eine wandelnde, tickende Zeitbombe ist. Was der Leser im Übrigen lange Zeit mehr ahnt als sieht, mehr in der Vorahnung kommender Ereignisse Spannung erfährt bis fast zu letzt. Und dann eine brutale  Katharsis erlebt. Die noch lange nicht das Ende der Geschichte bedeutet.   Hin- und hergerissen ist man, ob man die strategische Brillanz des Guerri anerkennend begleitet (in der sich die Fähigkeit Simis niederschlägt, nichts ohne hintergründigen Plan im Buch geschehen zu lassen und den Leser ein um das andere Mal mit diesen verdeckten Strategien überrascht zurückzulassen), oder mit morbider Faszination das Unheil der jungen Familie (schöne Frau, süßes Kind, treu schaffender Mann und Vater) Schritt für Schritt, Dunkles ahnend und psychologisch überzeugend dargestellt, auf sich wirken lässt.   Vielschichtig, dicht, sprachlich präzise und psychologisch überzeugend, dabei hoch spannend, so stellt sich der neue Roman von Simi dar. Den er allein aus der "Innensicht" seiner Hauptperson ablaufen lässt und so den Leser mit hinein nimmt in die paradoxe und gefährlich assoziative Gefühls- und Gedankenwelt dieses Mannes.   „Aber glaub mir. Wenn Du in einem anderen Menschen nur Dich selbst liebst, wirst Du ihn irgendwann auch so hassen, wie man nur sich selbst hassen kann“. Was Simi Seite für Seite hervorragend und in den verschiedenen Ebenen des Romans ineinander fließend darstellt. Eine uneingeschränkt zu empfehlende Lektüre.

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