Gian Carlo Ronelli Das Tagebuch der Patricia White

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Inhaltsangabe zu „Das Tagebuch der Patricia White“ von Gian Carlo Ronelli

Spannender Psychothriller mit Horroreinschlag, interessanter Aufbau mit vielen Wendungen und falschen Fährten. Genial! 11/10 Punkte von mir

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Stark symbolischer und recht verwirrender Thriller um Kindesentführung. Wenn man dabei bleibt, wirds sehr spannend

— Waldschrat

Mit genialem Konzept sägt Giancarlo Ronelli respektlos an Fitzeks Thriller-Thron.

— WolfgangB

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  • Absoluter Wow-Faktor!

    Das Tagebuch der Patricia White

    MarionH

    02. August 2013 um 23:00

    Einfach nur klasse, ein total spannender Thriller mit Gruselfaktor. Der Autor spielt sehr geschickt mit der Psyche des Hauptcharakters und der Leser wird selbst zum Analytiker und Ermittler.  Man wird zwischen Realität und Übersinnlichen hin und her geworfen, was der Geschichte das Fesselnde gibt. Die Überlegungen sind, ob es wirklich Übersinnliches gibt, ob das alles nur Wahnvorstellungen sind oder zusammengewürfelte Erinnerungsfetzen.  Auch wird man nach und nach auf andere Verdächtige gelenkt und das wirkliche Motiv bleibt bis zum Letzten unvorstellbar. Wegen immer wieder neuen Entwicklungen und Enthüllungen bleibt es durchgehend aufregend.  Das Ende lässt etwas mit einem augezwinkern zum Nachdenken offen. (Was ich liebe) Wenn man allerdings richtig aufgepasst hat und das Buch nach dem Ende Revue passieren lässt, hat man die Antwort. Alles ergibt einen Sinn!  Dieses Buch ist einfach nur empehlenswert. Ein absoluter Wow-Faktor!

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  • Leserunde zu "Das Tagebuch der Patricia White" von Gian Carlo Ronelli

    Das Tagebuch der Patricia White

    katja78

    Und nun kommen wir mal zu einem Krimi aus dem Sieben Verlag Das Tagebuch der Patricia White von Gian Carlo Ronelli Jack Reynolds erwacht verletzt und ohne jede Erinnerung in einem Motelzimmer. Offenbar wollte er sich Tags zuvor das Leben nehmen. Einziges Indiz ist ein Aufgabeschein von FedEx. Er hat vor dem Selbstmordversuch ein Päckchen an eine Adresse in New York City geschickt. In dem Päckchen befindet sich das Tagebuch der achtjährigen Patricia White. Alles deutet darauf hin, dass jemand Patricia bedroht. Ihr Leben ist in unmittelbarer Gefahr und Jack muss den Täter davon abhalten, sein tödliches Werk zu vollenden. Aber der lässt sich nicht ins Handwerk pfuschen. Seine Jagd auf Jack hat längst begonnen. Er will Jack nicht einfach töten. Er will vorher mit ihm spielen. Zum Autor Gian Carlo Ronelli wurde 1969 in Linz, Österreich geboren. Beeinflusst von seiner italienischen Großmutter begann er sehr bald, sich mit der mystischen und esoterischen Welt auseinanderzusetzen. Ein Umstand, der sich bis heute in seinen Werken manifestiert. Nach dem Studium der Datentechnik ging er seinem Beruf Software-Entwickler nach. Parallel dazu etablierte er sich in einigen Web-Foren, die sich mit paranormalen Phänomenen und Astrophysik auseinandersetzten und beschäftigte sich intensiv mit dem Thema Zeitmanipulation. Als Ausgleich dazu begann er im Jahr 2002 lyrische Texte zu verfassen. 2004 folgte die erste Kurzgeschichte, eine Westernszene, die eigentlich als Scherz gedacht war. Die positiven Reaktionen darauf motivierten ihn, ernsthaft über einen Roman nachzudenken, den er dann 2005/2006 schrieb, aber nie einem Verlag angeboten hat. Er schrieb ihn für sich selbst, und das sollte auch so bleiben. Im Juni 2006 begann er die Recherchen zu seinem zweiten Roman, Goweli – Der letzte Engel, der im Januar 2007 vollendet wurde. Gian Carlo Ronelli lebt heute gemeinsam mit seiner Frau, seinem Sohn, drei Katzen und unzähligen Fischen in einem kleinen Haus im nördlichen Österreich, fernab jeglicher Hektik, eingebettet in einer malerischen Landschaft, wo er die nötige Ruhe findet, sich neuen Roman-Ideen uneingeschränkt zu widmen.  http://www.ronelli.at Wer Lust hat das Buch gemeinsam in einer Leserunde zu lesen, kann sich bis zum 21.4.2013 für ein Rezensionsexemplar im Wunschformat bewerben. Der Sieben Verlag stellt dafür 6 E-Books zu Verfügung Ich würde mich freuen! Sieben Verlag

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    • 147

    GianCarloRonelli

    21. May 2013 um 12:54
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    Seitenakrobatin schreibt Dass die Einträge von einem kleinen Mädchen sein sollen, wundert mich an manchen Stellen doch, denn es gibt Sätze, die klingen sehr reif für ihr Alter.

    Das war das Schwierigste bei der gesamten Geschichte. Patricias Einträge. Ich habe da mehrere Versuche gestartet - einer davon war 'altersgemäß'. Leider hält man das nicht mehrere Seiten durch ...

  • Psychologie vom Feinsten

    Das Tagebuch der Patricia White

    Michelangelo

    11. May 2013 um 14:23

    Ein Mann erwacht in einem Motelzimmer und kann sich an überhaupt nichts mehr erinnern. Er weiß weder wer er ist, noch wo er sich befindet, stellt aber fest, dass er angeschossen wurde und versucht hat, einen Suizid mit Tabletten zu begehen. Aber weshalb? Er kann anhand seiner Papiere rekonstruieren wie er heißt und dass er wohl in NY wohnt und arbeitet. Er entkommt aus dem verschlossenen Zimmer und flieht vor Verfolgern, die auch vor einem Mord nicht zurückschrecken. Nun versucht er zu rekonstruieren, was passiert ist .Er war im Besitz des Tagebuches eines Mädchens, namens Patricia White. Es beginnt eine Odyssee durch Träume, Visionen und reellen Ereignisse und immer sieht er ein blondgelocktes Mädchen vor seinen Augen … er beschließt weiter zu suchen, solange bis er weiß, was geschehen ist….. Die Erzählung ist in der Ich-Form geschrieben, um den Protagonisten begleiten zu können und die Geschichte durch seine Augen sehen zu können. Es ist dem Autor gut gelungen, die Situation von Jack auf den Leser zu übertragen. Die anfänglichen Kapitel waren für mich wirr und schwierig zu lesen, ich wusste stellenweise nicht mehr, was wahr und was Traum war- da ging es mir wie dem Protagonisten.... Man muß einfach lesen, ohne groß nachzudenken, sich den Gedanken und dem Erleben des Protagonisten ausliefern und darauf vertrauen, dass die wirren Enden irgendwann zusammengeführt werden und einen Sinn bekommen, was aber durchaus nicht ganz einfach war. Je weiter aber das Geschehen fortschritt, umso einfacher war es der Geschichte zu folgen. Die Spannung ist von Anfang an hoch angesetzt und verliert sich nur minimal. Das Geschehen ist durchweg temporeich und mitreissend geschildert. Gegen Ende, als sich die Enden entwirren und man meint, dass sich jetzt alles in einem ruhigen Tempo auf die Auflösung zubewegt , nimmt die Geschichte noch mal richtig an Fahrt auf –der Schreibstil wird flüssiger und leichter lesbar. Ich konnte das Buch dann nur noch schwer aus der Hand legen und als die Lösung dann endlich vor mir lag, konnte ich aufatmen und mich entspannen. Fazit: Ein sehr gutes, sehr spannendes Buch, welches stellenweise für mich nicht leicht zu lesen war. Aber das Durchhalten hat sich gelohnt und hat meine Erwartungen, die ich an das Buch gestellt habe,absolut befriedigt. Wer Psychothriller, die nicht leicht durchschaubar sind liebt, der ist hier absolut richtig. Aufgrund meiner Schwierigkeiten beim Lesen, leider nur 4 Sterne für ein tolles Buch, das eigentlich 5 Sterne verdient hat.

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  • Seht guter Thriller

    Das Tagebuch der Patricia White

    Ignatia

    01. May 2013 um 22:58

    Klappentext Jack Reynolds erwacht verletzt und ohne jede Erinnerung in einem Motelzimmer. Offenbar wollte er sich Tags zuvor das Leben nehmen. Einziges Indiz ist ein Aufgabeschein von FedEx. Er hat vor dem Selbstmordversuch ein Päckchen an eine Adresse in New York City geschickt. In dem Päckchen befindet sich das Tagebuch der achtjährigen Patricia White. Alles deutet darauf hin, dass jemand Patricia bedroht. Ihr Leben ist in unmittelbarer Gefahr und Jack muss den Täter davon abhalten, sein tödliches Werk zu vollenden. Aber der lässt sich nicht ins Handwerk pfuschen. Seine Jagd auf Jack hat längst begonnen. Er will Jack nicht einfach töten. Er will vorher mit ihm spielen. Über den Autor Gian Carlo Ronelli wurde 1969 in Linz, Österreich geboren. Beeinflusst von seiner italienischen Großmutter begann er sehr bald, sich mit der mystischen und esoterischen Welt auseinanderzusetzen. Ein Umstand, der sich bis heute in seinen Werken manifestiert. Nach dem Studium der Datentechnik ging er seinem Beruf Software-Entwickler nach. Parallel dazu etablierte er sich in einigen Web-Foren, die sich mit paranormalen Phänomenen und Astrophysik auseinandersetzten und beschäftigte sich intensiv mit dem Thema Zeitmanipulation. Als Ausgleich dazu begann er im Jahr 2002 lyrische Texte zu verfassen. 2004 folgte die erste Kurzgeschichte, eine Westernszene, die eigentlich als Scherz gedacht war. Die positiven Reaktionen darauf motivierten ihn, ernsthaft über einen Roman nachzudenken, den er dann 2005/2006 schrieb, aber nie einem Verlag angeboten hat. Er schrieb ihn für sich selbst, und das sollte auch so bleiben. Im Juni 2006 begann er die Recherchen zu seinem zweiten Roman, Goweli - Der letzte Engel, der im Januar 2007 vollendet wurde. Gian Carlo Ronelli lebt heute gemeinsam mit seiner Frau, seinem Sohn, drei Katzen und unzähligen Fischen in einem kleinen Haus im nördlichen Österreich, fernab jeglicher Hektik, eingebettet in einer malerischen Landschaft, wo er die nötige Ruhe findet, sich neuen Roman-Ideen uneingeschränkt zu widmen. Meine Meinung Was ist passiert? Dieser Satz wird im Kopf von jack Reynolds rumgehen als er verletzt und total benommen in einem Hotelzimmer aufwacht. Er kann sich nicht erinnern, wie er dorthin kam, woher die Verletzung am Bein stammt und wer er überhaupt ist. Was ist geschehen? Wollte er sich umbringen? Nur wieso? Er findet einen Zettel von FedEx, versucht herauszufinden was er aufgegeben hat, hofft, so eine Spur zu finden was mit ihm geschehen ist. Al er dies erfolgreich geschafft hat stürmen neue Fragen auf ihn ein. Was hat es mit dem Tagebuch auf sich was er fand? Werden dort die Fragen geklärt? Warum versucht jemand ihn umzubringen? Das Buch wird aus der Sicht von Jack geschrieben, sorgt die ersten kapitel für sehr viele offene Fragen. man versucht, einen roten Faden zu finden und überlegt, wer mehr verwirrt ist. Jack oder der Autor? :) Nach und nach versteht man die Zusammenhänge, dadurch bleibt die Spannung recht gut auf einem Level. Die letzten Kapitel klären sich schon einige Fragen, man ist sehr verwirrt über den Fortgang der Handlung. Dieses sorgt jedoch für eine gute Spannungspitze und man muss dieses Buch einfach sofort weiterlesen. Die Personen in diesem Thriller werden gut beschrieben, so hat man ein Bild von Ihnen vor Augen und kann sich die Geschehnisse sehr gut bildlich vorstellen. Durch den Schreibstil merkt man auch, dass Jack sehr verwirrt ist und einfach nur wissen mag, was passiert ist. Was ist aber mit seiner Freundin Sandra? Warum ist sie so wechselhaft? Fazit Ein sehr guter Thriller der am Anfang verwirrend, spannend und abwechslungsreich geschrieben ist. Einige Fragen klären sich nach kurzer Zeit, so mag man auch direkt weiterlesen weil man denkt, der Rest klärt sich auch schnell. Aber der Autor schafft es, durch seinen Schreibstil kurz vor Ende noch mal ein enormes Spannungspotential aufzubauen. Gelungener Thriller der mal anders ist als die typischen Mord und Totschlagthriller!

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  • Sigmund Freud und der Feuerwehrmann

    Das Tagebuch der Patricia White

    WolfgangB

    30. April 2013 um 22:04

    Bevor Sebastian Fitzek über geisteskranke Augenärzte schrieb und anatomiekursartige Fernobduktionen durchführen ließ, trieb er ein relativ blutarmes sadistisches Spiel mit einem Psychiater namens Viktor Larenz. Wulf Dorn wiederum weidet sich daran, die Psychiaterin Ellen Roth durch das Labyrinth ihrer Angst zu jagen und sie immer wieder an unsichtbare Wände prallen zu lassen. Als seltene Juwelen auf einem mittlerweile wohlbestellten Thrillerfeld lassen sich jene Geschichten - zumeist Erstlingswerke - ausmachen, in denen der Autor als raffinierter Puppenspieler seine Figuren vor den staunenden Augen des Lesers erscheinen und verschwinden läßt und immer wieder eindrucksvoll demonstriert, wie trügerisch Konzepte wie Wahrnehmung oder Erinnerung sein können. Entsprechend lange und sorgfältig muß man daher suchen, um Namen zu finden, die man im Regal guten Gewissens neben Fitzek und Dorn einordnen kann. Endlich ist nun mit Giancarlo Ronelli ein solcher gefunden. Endlich wieder ein Autor, der seine Leser ebenso leidenschaftlich an der Nase herumführt wie seine Protagonisten. Endlich wieder ein Buch, das sich einer konventionellen Rezension entzieht. Wie aber rezensiert man "Das Tagebuch der Patricia White"? Man könnte zunächst den Plot zusammenfassen, der darin besteht, daß ein Mann ohne jegliche Erinnerung an sich selbst oder seine Vergangenheit in einem Hotelzimmer erwacht und anhand der Überreste von Schlaftabletten feststellt, daß er einen erfolglosen Selbstmordversuch hinter sich hat. Auf seiner Suche nach Klarheit findet er heraus, daß sein Name Jack Reynolds lautet und er als Feuerwehrmann in New York arbeitet. Er stößt auf das titelgebende Tagebuch eines querschnittsgelähmten Mädchens namens Patricia White, das bei einem Brand ums Leben kam, weil Jack sie nicht rechtzeitig gefunden hatte. Warum aber deutet alles darauf hin, daß Patricia Opfer eines Verbrechens wurde? Warum wird Jack von Männern gejagt, die ihn für eben dieses Verbrechen zur Verantwortung ziehen wollen. Was hat es mit den furcheinflößenden Visionen, auf sich, von denen er heimgesucht wird? Und welche Rolle spielt Jacks zwei Monate zuvor verstorbener Vater bei all dem? ---[ S P O I L E R ]--- Man könnte die offenkundige Auseinandersetzung des Autors mit der Psychoanalyse erkennen und die zahlreichen an Sigmund Freud erinnernden Symbole interpretieren, die das erste Drittel des Buches dominieren. Dabei würde man die ungeborene Zwillingsschwester und den Sarg als Geburts- und Todesmetaphern betrachten, die Schlage durch die vorgegebene religiöse Konnotation als Vertreibung aus dem Paradies der unbeschwerten Kindheit und die latenten Vatermordphantasien als schwärenden Ödipuskomplex. Das starke Feuer-Thema müßte als Manifestation einer Zäsur im Leben verstanden werden, im Zuge derer eine radikale Reinigung erfolgt, die einen Neubeginn erzwingt. Im Interesse der Zeichensprache wäre natürlich auch jene Szene zu würdigen, in der Jack - noch immer im Zustand der Amnesie - in sein Elternhaus (Symbol des Selbst) zurückkehrt, sich dort anhand der (Erinnerungs-)Bilder orientiert, um schließlich gewaltsam die Tür zum Keller aufzubrechen, in dem düstere Geheimnisse der Enthüllung harren. Man könnte auch die innovativ-originelle Technik, einen Tathergang tatsächlich im Rücklauf zu erzählen, hervorstreichen und als konsequente Weiterentwicklung der umgekehrten Seitennumerierung in Fitzeks "Augensammler" verstehen. Dabei werden nämlich die Schlüsselszenen in Jacks Leben anhand nur minutenlanger Episoden in chronologisch verkehrter Reihenfolge erzählt, was in besonderer Weise die Aufmerksamkeit des Lesers erfordert, ihn dadurch stärker in den Roman involviert und ihm das Gefühl vermittelt, vom Autor in angemessenem Ausmaß gefordert - weder über- noch unterfordert - zu werden. Man dürfte auch nicht die elegant mittransportierte philosophische Frage vergessen, inwieweit die erbliche Veranlagung einen Menschen prägt und inwieweit ein Mensch Herr seiner eigenen Entscheidungen ist, wenn der Autor Jacks Vater als geisteskranken Serienmörder erscheinen läßt und dabei Assoziationen zu John Katzenbachs "Das Rätsel" oder Chevy Stevens' "Never Knowing" herstellt. Natürlich nur so lange, bis sich dieser Verdacht als eine von zahlreichen falschen Spuren herausstellt, auf die der Autor den Leser lockt. Und man müßte auch erwähnen, wie bereitwillig, ja geradezu gierig man als Leser zu jeder angebotenen Lösung greift, die sich dann doch wieder nur als bloßer Teilaspekt des großen Ganzen relativiert. Könnte, müßte, sollte man. Man könnte sich aber auch einfach auf das Erlebnis einlassen, durch die Geschichte gehetzt zu werden, in Gedanken eine offene Frage nach der anderen notierend. Dann würde man, atemlos auf der letzten Seite angelangt, durchschnaufen, die Ruhe suchen, um seine eigenen Überlegungen anzustellen. Und schließlich würde man mit wachsendem Respekt vor dem Autor feststellen, daß es ihm gelungen ist, alle losen Enden plausibel miteinander zu verbinden und damit einen anspruchsvollen Thriller zu verfassen, der das dringende Bedürfnis nach einem Meisterwerk in der Menge mittelmäßiger Mördermärchen stillt.

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