Gianluigi Nuzzi , Claudio Antonelli Metastasen

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Inhaltsangabe zu „Metastasen“ von Gianluigi Nuzzi

Krefeld, Erlangen, Wien, Zürich. Dependancen eines international agierenden Familienunternehmens mit einem geschätzten Jahresumsatz von 44 Milliarden Euro, das in Wahrheit ein schnell wachsendes Krebsgeschwür im gesunden Gewebe unserer Gesellschaft ist. Duisburg, August 2007: Sechs Leichen liegen vor dem Restaurant Da Bruno und eines wird klar – die kalabrische Mafia-Organisation ’Ndrangheta ist in Deutschland bestens etabliert. Sie wäscht Geld in der netten Pizzeria nebenan, versteckt Killer, handelt mit Waffen und Drogen, fälscht Papiere und kassiert Schutzgeld. Kaum ein Angehöriger war je bereit, das Gesetz des Schweigens zu brechen. Giuseppe di Bella tat es – jahrzehntelang war er die rechte Hand eines ihrer Bosse. Der Grund für Di Bellas neugewonnene Haltung? Seine Frau starb im Jahr 2009. Di Bella versprach ihr auf dem Totenbett, sich aus den Fängen der ’Ndrangheta zu lösen, um dem gemeinsamen Sohn eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Der Kronzeuge kennt das Geheimnis um Gianni Versaces Tod.Und er hat es gewagt, sein Wissen den italienischen Aufdecker-Journalisten Gianluigi Nuzzi und Claudio Antonelli preiszugegeben. In einem speziellen Kapitel enthüllt SPIEGEL-Redakteur und Mafia-Experte Andreas Ulrich, wie souverän und unbehelligt sich die ’Ndrangheta in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit Jahrzehnten bewegt.

Ein wirklich tolles Buch das einem über manche Dinge die passieren die Augen öffnet.

— Read4Heart
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  • Rezension zu "Metastasen" von Gianluigi Nuzzi

    Metastasen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    07. September 2011 um 17:08

    Gianluigi Nuzzi hat in der Vergangenheit mit zahlreichen Büchern, zuletzt mit seinem ebenfalls bei Ecowin erschienenen Bericht über „Die Vatikan AG“ überzeugend gezeigt, dass er Sachverhalte aus dem Dunkel der Verschwiegenheit herausholen und einem großen Publikum, verständlich präsentieren kann. Waren es 2010 die geheimen Dokumente aus dem Nachlass von Monsignore Renato Dardozzo, der bis Ende der 90 er Jahre eine führende Figur in der Verwaltung der Kirchenfinanzen war, die Unglaubliches zutage förderten, Verstrickungen mit der Mafia, Geldwäsche und Stiftungen, die nur auf den Papier mit zynischen Namen existieren, so ist es für das neue Buch ein Kronzeuge der `Ndrangheta, der die Geheimnisse des größten Familienunternehmens der Welt enthüllt. Gianlugi Nuzzi hat mit diesem Kronzeugen, Guiseppe Di Bella, über Monate intensive Interviews geführt und sie für dieses spannende Buch aufbereitet. Während alle Welt darüber nachdenkt, ob Italien als nächstes Land unter den europäischen Rettungsschirm kriechen muss, wird in diesem Buch deutlich, dass es die Mafia ist, die wie ein Krebsgeschwür immer weitere Teile Italiens, auch seinen Norden, überzieht. Von dort, mit dem Zentrum in Mailand, breitet sich die Mafia nach Norden aus und hat mittlerweile in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr Einfluss als es uns lieb sein kann. Der Spiegel Redakteur Andreas Ulrich zeigt für die deutsche Ausgabe des Buches von Nuzzi in einem gesonderten Kapitel, auf welche souveräne und von der Justiz und der Polizei völlig unbehelligte Weise sich die `Ndrangheta seit langem in unserem Land bewegt. Wahrscheinlich wird man erst dann darüber reden, wenn es schon längst zu spät ist. Wer weiß, ob nicht auch bei uns schon Politiker auf der Gehaltsliste stehen?

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