Gianluigi Nuzzi Vatikan AG

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Inhaltsangabe zu „Vatikan AG“ von Gianluigi Nuzzi

Geld, Machtgier, Korruption – die dunklen Geschäfte des Vatikans Skrupellose Finanzoperationen, getarnt als Werke der Wohltätigkeit unter dem Deckmantel karitativer Stiftungen, Konten für Mafiosi, Schmiergelder für Politiker, Spendenveruntreuung, Geldwäsche: Mit Hilfe von viertausend Dokumenten aus dem Nachlass von Monsignor Renato Dardozzi, einem der wichtigsten Männer der vatikanischen Hochfinanz, enthüllt der Journalist Gianluigi Nuzzi die skandalösen Machenschaften der Vatikanbank. Glänzend recherchiert, detailliert belegt und ebenso spannend wie schockierend.

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  • Geldwäsche hinter den vatikanischen Mauern

    Vatikan AG

    R_Manthey

    26. June 2015 um 14:35

    Die Entstehungsgeschichte dieses Buches, das wochenlang die italienische Bestseller-Liste dominierte, liest sich wie ein Teil eines Thrillers. Renato Dardozzi (1922-2003) nahm über 20 Jahre lang an den geheimen Sitzungen der engsten päpstlichen Mitarbeiter teil, weil er in dieser Zeit eine leitende Position in der Verwaltung der Kirchenfinanzen innehatte. Offenbar lebte er in einem schweren Konflikt zwischen Treue und Gewissen, denn er schaffte in dieser Zeit umfangreiches Material beiseite, das die unglaublichen Machenschaften der Vatikanbank (IOR, Instituto per le Opere di Religione, dt.: Institut für die Werke der Religion) bewies. Er lagerte dieses Archiv im Keller eines Tessiner Bauernhauses und verfügte, dass es nach seinem Tode dem Autor dieses Buches zufallen solle. Dieser brachte es dann nach Italien zurück, schrieb im Geheimen und zeigte das Manuskript erst einige Tage vor der Veröffentlichung einem der Bosse des IOR, der daraufhin leichenblass wurde. Der Autor wird nicht müde zu betonen, dass sich sein Buch nicht gegen den Heiligen Stuhl richtet, sondern gegen die Sünder in der Vatikanbank. Angesichts des Handelns von Paul VI., der Todesumstände von Johannes Paul I. und der folgenlosen Kenntnisse seines Nachfolgers über die Machenschaften des IOR, lässt sich der Heilige Stuhl jedoch nur schwer aus dem Geschehen heraushalten. Es ist Benedikt XVI. zu verdanken, dass ein klarer Schlussstrich gezogen wurde, für den dieses Buch der Anlass war. Insofern hat es der katholischen Kirche letztendlich genutzt. Nachdem 1968 die Kapitalerträge des Vatikans wieder der Besteuerung durch den Italienischen Staat unterworfen wurden, hatte die Kirche auf einen Schlag eine Milliarde Euro (nach heutigem Wert) nachzubezahlen. Daraufhin beauftrage Paul VI. einen Geistlichen und einen der Mafia nahe stehenden Laien enorme Beträge ins rettende Ausland zu transferieren. Damit und mit einigen in diesem Zusammenhang stehenden Todesfällen beginnt das Buch. Wenig später erfahren wir, dass das IOR bis 1. Januar 2010 wie eine Offshore-Bank mitten in Europa gewirkt hatte. Sie war unkontrollierbar und stand außerhalb der Gesetze Italiens und der EU. Auf diese Weise konnten nicht nur fromme Spender, sondern auch merkwürdige Stiftungen, die es in Wirklichkeit gar nicht gab, Nummernkonten errichten, Geld in bar einzahlen und dann zum Beispiel in die Schweiz transferieren. Für eines dieser Konten war der mehrmalige italienische Regierungschef Andreotti zeichnungsberechtigt, dessen enge Beziehungen zur Mafia inzwischen kein Geheimnis mehr sind. Darüber hinaus entwickelte der damalige Chef des IOR eine raffinierte doppelte Buchführung, die es gestattete, dass auch Gelder von Konten der Kirche zweckentfremdet nutzbar gemacht werden konnten. Schließlich wurde das IOR zu einer riesigen Geldwaschanlage für Schmiergelder im italienischen Politsumpf. Was bereits auf den ersten hundert Seiten dieses Buches zu lesen ist, steht in einem solch krassen Widerspruch zu den Moralpredigten der katholischen Kirche, dass man es kaum glauben will. Selbst als 1992 italienische Staatsanwälte der Geldwäsche auf die Spur kamen, blockierte der Vatikan die Ermittlungen in seiner Bank wo immer er konnte oder gab verzerrt nur so viel preis, wie nötig war. Andererseits führten die weltlichen Ermittlungen zu einem Machtkampf im Vatikan, der sich langsam wenigstens zugunsten einer inneren Aufarbeitung im IOR entschied. Doch selbst als der Vatikan auch noch nach der Schmiergeldaffäre immer wieder durch das IOR und sein merkwürdiges Geschäftsgebaren in Schwierigkeiten kam, blieb er bei seiner Geheimniskrämerei nach außen. Über einige dieser Baustellen berichtet der Autor am Ende des ersten Teils des Buches. Dort erfahren wir auch, dass die Päpste einen großen Teil ihrer ihnen zur alleinigen Verfügung bereitgestellten Mittel aus den Gewinnen des IOR beziehen, über dessen Aktivitäten sie sehr wohl informiert werden. Jedenfalls war das unter Johannes Paul II. so. Auf den letzten 50 Seiten widmet sich der Autor dann zwei Themen, die abseits des Geheimarchivs von Dardozzi liegen. Dabei geht es um den gescheiterten Versuch, nach 1992 eine neue große Partei der Mitte in Italien zu gründen und um die Dreiecksbeziehungen zwischen der sizilianischen Mafia, der Politik und dem IOR. Fazit. Wenn man dieses Buch gelesen hat, ist man entweder schockiert oder bekommt eine Bestätigung für seine Vermutungen. Die Vatikanbank IOR agierte bis wenigstens in die 1990er Jahre keineswegs wie eine Aktiengesellschaft, sondern wie eine Offshore-Bank. Denn im Unterschied zu einer öffentlichen AG ist eine Offshore-Bank eine Geldwaschanlage, die unkontrolliert im Geheimen arbeitet. Obendrein gab es in diesem Institut auch noch eine doppelte Buchführung, die es selbst den späteren vatikanischen Aufklärern erschwerte, den Transaktionen dieser Bank zu folgen. Das Buch ist relativ spannend geschrieben. Da der deutsche Leser jedoch nicht immer mit den innenpolitischen Gegebenheiten Italiens vertraut ist, hat er möglicherweise an manchen Stellen ein paar Schwierigkeiten, den geschilderten Abläufen und Figuren zu folgen. Dem Autor und seinem Buch ist es zu verdanken, dass die katholische Kirche als Institution einmal mehr gezwungen wurde, sich von ihrer mittelalterlichen Geheimniskrämerei zu lösen. Denn mit Botschaften der Bibel war das Wirken des IOR gewiss nicht zu vereinbaren.

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  • Trifft nicht meine Erwartungen

    Vatikan AG

    InFo

    09. February 2015 um 22:03

    Nachdem Einband war meine Erwartungshaltung eine andere. Das Buch ist hervorragend recherchiert, hat aber eigentlich keine Geschichte. Es listet in einem chronologischen Faden sämtliche Finanzgeschichten des Vatikan auf. Das ist mir persönlich, wenn auch alles korrekt ist zu dröge. Nach nicht einmal der Hälfte habe ich es weg gelegt, weil es einfach nicht fesselt. Meine Erwartung schlicht eine andere, deshalb eine neutrale 3-Sterne-Bewertung.

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  • Rezension zu "Vatikan AG" von Gianluigi Nuzzi

    Vatikan AG

    Avatarus

    19. May 2010 um 19:59

    Ich habe mir etwas über die Geschäfte des Vatikans erhofft. Aber da wurde ich leider enttäuscht, auf 338 Seiten liest man, das die IOR eine Menge Geld so verwaltet hat, wie es eine normale Bank nicht tun würde. Das hier der Verdacht der Geldwäsche nahe liegt, ist klar. Aber was sollte mich das jetzt überraschen. Die IOR wird durch Menschen geführt, die auch durch den dritten Bildungsweg in die Kirche gefunden haben, und die durch ihre vorherige Ausbildung ins Bankmanagment des IOR gefunden haben. Das da der eine oder andere die Möglichkeit genutzt hat, Geld auf unüblichen Wegen anzunehmen, im Wissen dass das eigene Rechtssystem das zulässt und Rechtsauskunftfragen aus dem Ausland vom Vatikan nicht zugelassen werden....da wird wohl auch der eine oder andere Geistliche schwach. Das das moralisch/ethisch nicht in Ordnung ist, steht hier ausser Frage. Wie drückt es ein Monsignore aus: Die IOR lässt sich nicht mit einem "Ave Maria" führen. Die Kohle muss rein, die Beschäftigten müssen unterhalten werden und da ist dem einen oder anderen jedes Mittel recht. Wenn es dann rauskommt und der Vatikan kriegt da die Nase dran, wird er nicht strafrechtlich nicht belangt, sondern findet sich an einem entfernten Zipfel der Welt wieder, und darf mit Sicherheit nicht die angenehmsten Aufgabe übernehmen. Wie gesagt, ich habe mir mehr erhofft...Waffengeschäfte, Geschäfte mit Pornographie, Medikamentenhandel....sowas...aber das Gelder von a nach b nach c zurück nach a und wieder nach d verschoben werden ist nicht wirklich spannend zu lesen. Daher nur 2 Punkte. Spannend fand ich es auch nicht. Sprachlich lässt es sich gut lesen, hab zwei Tage gebraucht...aber es ging auch nur schnell, weil ich mich schneller wieder in eine andere Welt stürzen wollte.

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  • Rezension zu "Vatikan AG" von Gianluigi Nuzzi

    Vatikan AG

    Lauraaaa92

    09. May 2010 um 19:25

    Der Autor betont, dass sich sein Buch nicht gegen den Heiligen Stuhl richtet, sondern gegen die Sünder in der Vatikanbank. Angesichts des Handelns von Paul VI., der Todesumstände von Johannes Paul I. und der folgenlosen Kenntnisse seines Nachfolgers über die Machenschaften des IOR, lässt sich der Heilige Stuhl jedoch nur schwer aus dem Geschehen heraushalten. Es ist Benedikt XVI. zu verdanken, dass ein klarer Schlussstrich gezogen wurde, für den dieses Buch der Anlass war. Insofern hat es der katholischen Kirche letztendlich genutzt. Fazit. Wenn man dieses Buch gelesen hat, ist man entweder schockiert oder bekommt eine Bestätigung für seine Vermutungen. Die Vatikanbank IOR agierte bis wenigstens in die 1990er Jahre keineswegs wie eine Aktiengesellschaft, sondern wie eine Offshore-Bank. Denn im Unterschied zu einer öffentlichen AG ist eine Offshore-Bank eine Geldwaschanlage, die unkontrolliert im Geheimen arbeitet. Obendrein gab es in diesem Institut auch noch eine doppelte Buchführung, die es selbst den späteren vatikanischen Aufklärern erschwerte, den Transaktionen dieser Bank zu folgen. Das Buch ist relativ spannend geschrieben.An manchen Stellen hatte ich jedoch Probleme dem Ablauf und Handlungen ganz genau folgen zu können. Aber ansonsten gut geschrieben, es lohnt sich auf jeden Fall zu lesen.

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