Das Buch kann nur mit dem Vorwissen aus Band 1, Der Prinz aus Ayn, gelesen werden. Der Einstieg war erstmal gar nicht so einfach, aber irgendwann wusste ich auch wieder, wer wer war. Wäre ich klug gewesen, hätte ich hinten auch noch schauen können, da gibt es nämlich ein Glossar, aber ich war nun mal nicht klug 😹
Es geht um die gehörlose Mystikerin Farida, die wegen eines Traums Ayn verlässt und ihren Beschützer Aziz mitnimmt, auf die gefährliche Reise. Mittlerweile haben sie eine mysteriöse Karte gefunden und stehen schon bald einer magischen Armee gegenüber.
Bei 50% starb mein Herz das erste Mal. Ich habe alle Charaktere so lieb gewonnen, dass die Pumpe erstmal kurz aussetzte. Das Setting aus 1001 Nacht ist wie schon in Band 1 so gut gelungen.
Im ersten Teil, war ich unsicher, da Farida Burka trägt, ich aber immer das Gefühl hatte, dass sie mit sehr viel Respekt und Liebe geformt wurde. Das verstärkte sich in Band 2 noch einmal. Direkt am Anfang wird klar, wie stark und wichtig Farida ist und meine Bedenken bezüglich der kulturellen Aneignung sind wie weggeblasen. Gianna hat das unfassbar gut umgesetzt.
Denn auch die Traditionen entwickeln sich mit der Geschichte. Ich habe sehr viel daraus mitgenommen. Traditionen können alt und staubig sein, wie eine alte Wunderlampe. Aber sie gibt vielen Menschen auch Halt und einen Grund, zu glauben.
Es gibt so viel Action in diesem Buch, dass man kaum zum Atmen kommt. Kämpfe, Flucht und Schwierigkeiten kommen auf die Freunde zu. Ich hatte nie das Gefühl, dass ihnen die Lösungen zufliegen. Jeder Charakter trägt mit seinen Stärken und Schwäche dazu bei, Situationen zu entschärfen.
Die Liebesgeschichte war wieder grandios und bekommt am Ende einen ganz besonderen Platz im Buch. Eine tolle Idee, es so einzubinden, wie Gianna es getan hat, so kann man nach all der Action einfach mal das Herz sprechen lassen.
Eine absolute Herzensreihe für mich, in der so viel Herzblut steckt, die unbedingt noch mehr Lesende erreichen sollte.







