Gianrico Carofiglio Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land

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Inhaltsangabe zu „Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land“ von Gianrico Carofiglio

Ein Roman von Weltklasse. Made in Italy.
Giorgio ist ein mustergültiger Sohn und strebsamer Jurastudent, er hat eine nette Freundin und konkrete Vorstellungen davon, wie sein Leben einmal aussehen soll. Als er eines Abends jedoch auf den charismatischen Francesco trifft, einen undurchschaubaren Nichtstuer, ändert sich sein Leben auf fatale Weise. Denn Giorgio würde alles tun, um neben Francesco eine schillernde Figur abzugeben. Und so gerät er immer tiefer in den Sog der zwielichtigen Welt seines neuen Freundes: Konspirative nächtliche Treffen ziehen ihn unaufhaltsam in einen gefährlichen Strudel der Kriminalität ...

Die Faszination des Verbotenen, Menschen, die einen zu starken Einfluss auf uns ausüben, und die Frage nach Recht und Ordnung.

— Jari

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  • Gianrico Carofiglio - Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land

    Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land

    Jari

    20. February 2017 um 18:46

    Carofiglios Romane mit und über Avvocato Guerrieri gehören zu meinen liebsten Krimis. Wer genug hat von Donna Leon, aber noch immer an Italien und Kriminalromanen hängt, der sollte sich mal diese Reihe zu Gemüte führen. "Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land" ist jedoch ein für sich stehendes Buch, das ich aber auch unbedingt lesen wollte, da Carofiglio es ausgezeichnet versteht, einen völlig mit seinen Geschichten zu bannen. Und einen zu fesseln, das schafft Carofiglio auch hier. Zwar bewegt sich dieses Buch nicht ganz auf der qualitativen Höhe der Guerrieri-Reihe, aber dennoch bin ich froh, auch dieses Werk gelesen zu haben. Denn es wirft einige Fragen auf, die uns auch im Alltag begegnen. Die Faszination des Verbotenen, Menschen, die einen zu starken Einfluss auf uns ausüben, und die Frage nach Recht und Ordnung. Dies tritt vor allem auf den letzten Seiten stark zum Vorschein. Carofiglio erzählt diese Geschichte gewohnt ruhig und bedacht. Teilweise scheint es, als würde er zögern, um auch ja stets die richtigen Worte zu finden. So entsteht eine dichte Atmosphäre, in der sich Girgio bewegt und es zieht ihn immer tiefer in diesen Nebel. Leider sorgt diese vorsichtige Ausdrucksweise auch dafür, dass man das Erzählte rasch wieder vergisst. Das Buch hat jedoch grosses Re-Read-Potential, vor allem, wenn man auch den Schluss kennt. Von daher lohnt es sich, nach einiger Zeit noch einmal nach "Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land" zu greifen.

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  • Rezension zu "Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land" von Gianrico Carofiglio

    Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land

    cosima73

    20. June 2012 um 11:44

    Vom strebsamen Jurastudenten zum Betrüger wider Willen: In «Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land» taucht der italienische Autor Gianrico Carofiglio in die Niederungen der Psyche ab. Ist Betrug an einem Betrüger moralisch verwerflich oder ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit? Oder ist einer, der so was tut, nicht gar ein Robin Hood? Solche Fragen beschäftigen Guido, nachdem er als Komplize des Trickspielers Francesco an einem getürkten Kartenspiel teilgenommen hat. In «Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land» erzählt der italienische Autor Gianrico Carofiglio von Guido, einem vorbildlichen Studenten, der seinen Eltern ein folgsamer Sohn ist und ebenso vorbildliche Freundinnen mit nach Hause bringt. Eines Abends auf einer Party wächst der sonst Unscheinbare aber über sich hinaus, indem er seinen Bekannten Francesco durch einen gezielten Kinnhaken vor einem Angriff bewahrt. «Das war in gewisser Weise nicht ich», erinnert sich Guido. Vergewaltigungsserie Eine Einsicht, zu der er in der Folge noch öfters kommen wird. Guido taucht immer mehr in Francescos Welt des Falschspiels ein – das alte Leben muss einem neuen Platz machen. Parallel zu Guidos Geschichte wird der Leser mit einer Vergewaltigungsserie konfrontiert. Junge Mädchen werden nachts nach dem immer gleichen Muster missbraucht und laufen gelassen. Lange tappt der Leser im Dunkeln, was die beiden Geschichten verbindet. Erst als Guido darüber in der Zeitung liest und sich dabei die Frage stellt: «Was tust du da?», wird allmählich klar, dass er in irgendeiner Weise darin verstrickt ist. Spannender Thriller Gianrico Carofiglio, 1961 in Bari geboren, war in seiner Heimatstadt lange als Richter und Antimafiastaatsanwalt tätig, fungierte danach als Berater der italienischen Regierung und sitzt heute im italienischen Senat. Schon mit acht Jahren wollte er einen Roman schreiben, liess dieses Vorhaben aber abgesehen von ein paar nicht weiter verfolgten Versuchen bis ins Jahr 2000 ruhen. Die bis heute erschienenen vier Romane stiessen international auf grosses Interesse und brachten Carofiglio einige Preise ein. Der Autor erzählt in einer klaren und schnörkellosen Sprache von Guidos Weg in den Abgrund. Er beleuchtet dabei nicht nur die Abgründe der Psyche, sondern auch die Realität in all ihren Schattierungen. Jeder ist gleichzeitig Täter und Opfer, je nach Perspektive. Damit hebt sich Carofiglios Psychothriller erfrischend ab von der aktuell vorherrschenden Killerliteratur, in der blutgetränkte Opfer und heldenhafte Fahnder die Hauptrolle spielen. Bei Carofiglio sind es vielmehr die Ambivalenz seiner Helden und das moralische Dilemma, die für nachhaltige Beklemmung sorgen. (Berner Zeitung)

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  • Rezension zu "Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land" von Gianrico Carofiglio

    Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land

    tedesca

    16. January 2012 um 11:52

    Einmal mehr hat mich dieser Autor von seiner Schreibkunst überzeugt. Die Art, wie er die Geschichte von Girogio erzählt, der wie Wachs in den Händen des Kleinkriminellen Francesco vom Musterstudenten zum Taugenichts wird, ist schon faszinierend. Schritt für Schritt verfolgen wir den zunehmenden Verfall, die Hilflosigkeit und Hörigkeit von Girogio, den wir am liebsten an den Schultern packen und laut anschreien würden, er solle doch endlich aufwachen und erkennen, auf welche Schiene er abgedriftet ist. Wie in allen Romanen Carofiglios ist die Stadt Bari ein fester Bestandteil der Handlung, ihre dunkelsten Ecken, ihre Verwandlung über die Jahre. Für mich oft ein Spaziergang durch bekannte Gassen und Straßen, vorbei an den beeindruckenden Gebäuden aus den verschiedensten Epochen. Anfangs verwirrend aber sehr berührend ist die parallele Schilderung des Tenente Chiti, der letztendlich eine entscheidende Rolle in Giorgios Geschichte spielen wird. Alles in allem ein wunderbarer Roman mit überzeugenden Figuren, die einen menschlich berühren und einer durchaus spannenden Handlung. Ein Muss für alle Fans des Autors und solche, die es vielleicht noch werden wollen!

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  • Rezension zu "Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land" von Gianrico Carofiglio

    Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land

    claudiaausgrone

    27. September 2011 um 16:52

    "Vor ein paar Minuten habe ich noch wie jeden Morgen hier gesessen und gefrühstückt, um einen ganz gewöhnlichen Tag zu beginnen, und dann bin ich plötzlich in einen Strudel geraten und ganz woanders wieder aufgetaucht." Die Vergangenheit hat Giorgio wieder eingeholt. Diese Sequenz in der Jetzt-Zeit, bestehend aus dem ersten und letzten Kapitel, bilden so etwas wie einen Rahmen. In der Retrospektive erzählt Staatsanwalt Giorgio Cipriani wie er als wohlgeratener Sohn und erfolgreicher Jurastudent, der eine nette Freundin und Ziele hat, in den Bann eines jungen Spielers und Manipulators namens Francesco gerät. Der Strudel zieht ihn immer weiter mit sich, bald sind Freundin verloren und Studium abgehakt. Es wird immer zwielichtiger. Giorgio merkt, dass er manipuliert wird, er spürt, dass Francesco mit ihm und den anderen Personen spielt, aber er schafft es nicht, sich dem zu widersetzen. Es geht um Glücksspiel und Tricksen, Sex, Drogen und Selbstbetrug. Giorgio muss so manches Mal seine Grenzen übertreten, bis zu dem einen Punkt, der dann die entscheidende Wendung bringt. Der Spannungsbogen passt sich dem Erzählten an, beginnt gemächlich, und ich bin als Leserin auch nur am Ball geblieben, weil Carofiglio so gut erzählen kann. Aber dann nimmt die Geschichte Fahrt auf und die Spannung steigert sich. Ich konnte Francesco nie ganz ablehnen, trotz allem, und ich werde den Verdacht nicht los, auch das war Manipulation. Giorgio hätte ich so manches Mal schütteln mögen, da er immer wieder hin und her gerissen war. Am Ende ist nichts mehr wie es war. Wirklich gut geschrieben.

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